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Heilstein · Turmalin (Lithium-Natrium-Aluminium-Turmalin)-Familie

Elbait

Dieser vielfarbige Lithium-Turmalin gilt als stimmungsausgleichend und gedächtnisfördernd.

rotgrünblauschwarzmehrfarbigfarblosTurmalin (Lithium-Natrium-Aluminium-Turmalin)Wurzel-ChakraNabel-ChakraHerz-ChakraHals-ChakraStirn-Chakra
Elbait - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Turmalin (Lithium-Natrium-Aluminium-Turmalin)
Mohshärte
7
Farbe
rot, grün, blau, schwarz, mehrfarbig, farblos
Chakra
Wurzel-Chakra, Nabel-Chakra, Herz-Chakra, Hals-Chakra, Stirn-Chakra
Sternzeichen
Zwillinge, Skorpion
Fundorte
Italien (Elba), Brasilien, USA (Kalifornien)
Reinigung
Unter lauwarmem Wasser monatlich
Aufladung
Mit Bergkristall aufladen
Element
Luft / Wasser
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Elbait im Überblick

Elbait gibt es in allen Farben und farblos. Beliebt sind zonal gefärbte rote, aber auch grüne, blaue, schwarze, gelbe und mehrfarbige Exemplare. Elbait soll stressende Unruhe vertreiben, stimmungsausgleichend wirken und das Erinnerungsvermögen anregen.

Die Turmalin-Varietät Elbait

Zur farbenfrohen und vielfältigen Familie der Turmaline gehört auch der lithiumhaltige Elbait. Auch der ähnlich bunte Liddicoatit enthält Lithium, aber dieser besteht zusätzlich aus einer Calcium-Aluminium-Verbindung.

Elbait ist seit dem Jahre 1972 nach einer umfangreichen Kristallanalyse als vielfarbiger Lithium-Natrium-Aluminium-Turmalin definiert. Zuvor hatte man seit dem Jahre 1913 allen farbenreichen, lithiumhaltigen Turmalinen vorzugsweise der italienischen Mittelmeerinsel Elba diese ortsentsprechende Bezeichnung gegeben. Die genauere Zusammensetzung der Turmalin-Welt konnte jedoch erst in den 1970er Jahren durch Kristallanalysen geklärt werden. So gilt die Insel Elba auch weiterhin als wahrscheinliche Typlokalität des Elbaits.

Traditionelle Verwendung

Turmaline von der italienischen Insel Elba spielten schon in der Antike als Schmucksteine eine Rolle. Allerdings unterschied man Schmuck- und Edelsteine in dieser Zeit hauptsächlich nach ihrer Farbe, sodass sich auch Jahrhunderte später noch vermeintliche Rubine als rote Turmaline entpuppten. Erst als man fähig war, die einzelnen Gesteine nach ihrer stofflichen Zusammensetzung und ihren physikalisch-chemischen Eigenschaften (z.B. Kristallstruktur, Mineralien, Härte, Dichte) wissenschaftlich genauer zu untersuchen, konnten Klassifikationen entstehen. So zeigte sich, dass Rubellit (oft roter Elbait) in manchen alten Schmuckstücken den wertvolleren Rubin ersetzte.

Ein Beispiel dafür ist die böhmische „Wenzelkrone” aus dem Jahre 1347, die als zentralen Edelstein an der Vorderfront einen „Rubin” zeigt. Allerdings konnte man später durch gemmologische Untersuchungen nachweisen, dass es sich hier in Wahrheit um einen manganhaltigen Rubellit handelt.

Schon der antike, griechische Philosoph und Naturforscher Theophrastos von Eresos (371-286 v.u.Z.) berichtete von einem durchsichtigen, kalten Stein mit besonderen Eigenschaften. Der Schüler des bedeutenden Universalgelehrten Aristoteles beschrieb Edelsteine, in die man Siegelsymbole oder Gemmen einschnitt. Das Besondere an ihnen war, dass sie sehr leichte Dinge, wie beispielsweise Stroh oder Metallspäne aus Kupfer und Eisen, magnetisch anziehen konnten. Erst im 18. Jahrhundert sollte diese typische Eigenschaft des Turmalins als sogenannte „Pyroelektrizität” wiederentdeckt werden.

Elbait und seine Begleitminerale

Elbait tritt häufig als primär entstandenes Mineral in Graniten und Pegmatiten auf. Granit ist ein grobkristallines, magmatisches Tiefengestein (Plutonite) und reich an Quarz und Feldspat, mit dunklen Glimmer-Mineralen durchzogen. In den kleineren Blasen der sehr heißen, hydrothermal entstandenen, magmatischen Gesteinsgänge bilden sich erst in der Spätphase Turmalin-Kristalle. Bei der Anwesenheit von Lithium, Natrium und Aluminium kann schließlich auch Elbait entstehen.

Typische Begleitminerale des Elbaits sind Quarz und Albit, sowie die Glimmer-Varietäten Muskovit und Lepidolith. Aber auch verschiedene Granate, Apatit und Beryll tauchen immer wieder zusammen mit Elbait auf.

Auf Elba finden sich schöne Verwachsungen von durchsichtigem Quarz, weißem Feldspat und verschiedenfarbigen Turmalinen. So kann hier ein zart gelber oder rosafarbener Elbait mit einzelnen, schwarzen Turmalinen (oft Schörl) gepaart sein.

Die Turmalin-Merkmale des Elbaits

Das trigonale Ringsilikat Elbait bildet meist nur maximal einige Zentimeter lange, primär entstandene, prismatische Kristalle. Exemplare von über einem Meter Länge sind eine absolute Seltenheit. Äußerlich lässt sich Elbait von anderen Turmalin-Varietäten schwer unterscheiden.

Optik, Härte, Dichte & Co.

Farblose und farbige Kristalle des Elbaits sind im trigonalen Kristallsystem auskristallisiert und zeigen, verursacht durch ihre typische Turmalin-Faserstruktur, eine charakteristische Längsstreifung.

Die Farbpalette der klaren bis durchscheinenden Kristalle reicht von Blau, Grün, Gelb, Orange, Rot, Rosa bis Violett und Schwarz. Farbige Exemplare sind oft zonal unterschiedlich gefärbt. Wie die ganze Turmalin-Familie, zeigt auch Elbait, je nach Farbe, einen deutlichen Pleochroismus. Hier wird das eintretende Licht, aufgrund der inneren Kristallstruktur, in verschiedene Richtungen reflektiert und dabei in unterschiedliche Farben zerlegt. So entsteht je nach Blickwinkel ein anderer Farbeindruck.

Die Mohshärte des Elbaits liegt mit 7 im unteren Bereich der Turmalin-Familie, die eine allgemeine Härte von 7 bis 7,5 aufweist. Der mechanische Widerstand ist somit recht hoch, sodass Elbait ebenfalls als relativ robuster Schmuckstein gerne verwendet wird.

Seine Massendichte liegt bei 2,9 bis 3,1 und deckt somit das allgemeine Dichte-Spektrum der Turmaline ab. Die Strichfarbe eines Elbaits ist meistens weiß bis hellbräunlich. Bruchstellen eines Kristalls sind immer uneben und kleinmuschelig, da sich alle Turmaline durch ihre faserig spröde Struktur sehr schlecht bis gar nicht spalten lassen. Mit ihrer durchsichtigen bis durchscheinenden Transparenz zeigen sie Fett- bis Glasglanz.

Zwei elektrische Effekte

Bei einer mechanischen Verformung des Turmalins entsteht unter Druck der sogenannte „Piezo-Effekt”, bei dem sich die elektrische Polarisation des Minerals verändert. Die daraus entstandene elektrische Spannung wurde erstmals im Jahre 1880 von Pierre und Jacques Curie an Turmalinen und Quarzen beobachtet. Diese beiden Wissenschaftler prägten den Begriff „Piezo-Effekt” nach dem griechischen Wort „piezo” für „Druck”.

Piezoelektrische Turmaline (auch Elbait) reagieren außerdem auf extern einwirkende Temperaturänderungen mit einer Ladungstrennung (Pyroelektizität). Dabei laden sich bestimmte Kristallflächen pyroelektrisch unterschiedlich auf.

So ist die veraltete Bezeichnung „Aschenzieher” entstanden, da alle Turmaline diese elektrische Anziehungskraft auf sehr leichte Substanzen wie Staub, Asche, Haare oder Papierschnipsel ausüben.

Farbloser, einfarbiger und mehrfarbiger Elbait

Lithiumhaltiger Elbait wirkt sich seiner Farbenvielfalt gemäß besonders auf die Fantasie und das Erinnerungsvermögen aus. So lässt sich durch ein verbessertes Selbstvertrauen viel leichter eine kreative Lösung für bestehende Probleme finden.

Körperlich soll Elbait den Hormonhaushalt ausgleichen und das Immunsystem stärken. Zur Regeneration der Nerven und Verbesserung der Sinneswahrnehmung empfiehlt die Steinheilkunde ebenfalls diese Turmalin-Varietät.

Elbait-Wassermelonen

Mehrfarbiger Elbait ist sowohl ein begehrter Schmuck- als auch Heilstein. Eine Besonderheit in der Steinheilkunde stellt jedoch der sogenannte „Wassermelonen-Turmalin” dar. Er hat wie die namengebende Kürbisfrucht einen roten Kern und eine dünnere, grünliche Umrandung (konzentrisch-zonale Polychromie). Elbait-Wassermelonen sind selten und werden als Heilstein bei Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen und zur Regeneration der Nerven empfohlen. Bei Ängsten und depressiven Verstimmungen kann ein Wassermelonen-Turmalin eine liebevolle, verständnisvolle Geborgenheit emotional erlebbar machen. Diese Varietät eignet sich besonders gut für Kinder. Ihre Farbigkeit gefällt und die Ausstrahlung dieses Elbaits unterstützt vor allem ängstliche und unsichere Kinder in ihrem Alltag mehr aus sich herauszugehen.

Elbait und die Chakras

Farbloser Elbait (Achroit) oder der violette Apyrit kann bei einer Meditation auf dem Stirn-Chakra ruhen. Dabei soll die Kreativität und „Lebensweisheit” gefördert werden.

Rubellit (roter Elbait)

Roter Elbait eignet sich besonders zur Aktivierung des Wurzel-Chakras, wenn ein existenzieller Vertrauensverlust durch tiefgreifende Enttäuschungen entstanden ist. Hier kann zudem eine rosafarbene oder grüne Varietät das beschwerte Herz-Chakra tröstend unterstützen. Rubellit soll außerdem bei der Fokussierung persönlicher Ziele und gemeinschaftlicher Pläne helfen. Eine lebendige Kontaktfreude und sexuelle Hingabe kann bei dementsprechenden Problemen gefördert werden. Die Nerven, Milz, Leber, das Herz und die Geschlechtsorgane gehören in das Wirkungsfeld des Rubellits.

Indigolith (blauer Elbait)

Blauer Elbait kann das Hals-Chakra aktivieren, wenn einem oft die geeigneten Worte fehlen. Aufrichtige Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein gehen einher mit Treue und Wahrheitsliebe. Indigolith kann dabei helfen aufgestaute Gefühle, Ängste und Trauer leichter verbal auszudrücken und dadurch auch zu verarbeiten. Körperlich soll blauer Elbait die Ausscheidung über die Nieren und Blase, sowie den gesamten Wasserhaushalt unterstützen. Da Indigolith zu den Raritäten auf dem Markt gehört, ist er allerdings im Erwerb nicht besonders günstig.

Verdelith (grüner Elbait)

Grüner Elbait steht durch seine Färbung mit dem Herz-Chakra in Verbindung. An dieser Körperregion getragen, kann sich eine dankbare Lebenslust entfalten, die alle Wunder des Lebens wieder oder völlig neu erkennen lässt. Das Interesse an der Umwelt und allen Geschöpfen tritt in den Mittelpunkt, sodass man lernt, sich als Teil eines größeren Ganzen zu begreifen. Körperlich soll Verdelith bei der Entgiftung und bei degenerativen Prozessen helfen. Das Herz, die Nerven, der Darm und die Gelenke sollen unterstützt, sowie das an Bedeutung oft unterschätzte Funktionsgewebe (Parenchym) gestärkt werden.

Als Kette oder Einzelkristall

Bunte Turmalin-Ketten decken theoretisch das ganze Wirkspektrum ab, allerdings sind die einzelnen Perlen oder oft auch nur Splitter nicht besonders groß. Halsnahe Ketten dienen dem Hals-Chakra, während längere Exemplare auch das Herz-Chakra erreichen können. Hier ist ein ständiger direkter Hautkontakt möglich. Einzelne Turmalin-Kristalle eignen sich dagegen ohne Bohrung oder Fassung nur für ein therapeutisches Auflegen. Auch für eine traditionelle Akupressur sind sie im Gebrauch.

Als Trommelsteine oder Donuts

Turmaline von geringerer Qualität erscheinen oft als Trommelsteine oder Donut-Anhänger auf dem Markt. Doch auch sie eignen sich in nicht manipulierter Form als Heilstein. Auch wenn der farbliche Eindruck nicht so überwältigend erscheint, kann man hier eher sicher sein, dass keine Bestrahlung oder Erhitzung des Minerals stattgefunden hat. Durchsichtige, hochwertige Turmaline dienen meistens als Schmucksteine für kostbare Schmuckstücke und werden daher passend geschliffen. Gebohrte Trommelsteine und Donuts kann man bequem direkt auf der Haut getragen.

Als Sammelobjekt

Besonders gesucht und beliebt sind Kristallgruppen, die nicht allein nur aus Turmalinen bestehen. Je nach Fundort können Quarze und andere Begleitgesteine, Kristalle und Mitglieder der Turmalin-Familie zusammen mit Elbait attraktive Naturkunstwerke bilden.

Als Heilstein-Wasser

Eine äußere und innere Anwendung von Turmalin-Wasser ist vor allem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) üblich. Hier setzt man bevorzugt den roten und blauen Elbait ein. Die aktivierende Schwingung des Rubellits soll dabei die Leber, Milz und die Geschlechtsorgane stärken, während der Indigolith eine lösende und erlösende Wirkung auf einen angespannten Körper zeigt. Der blaue Elbait soll den Wasserhaushalt und die Ausscheidung anregen, sodass alles Hinderliche hinausgespült werden kann. Das gilt auch für aufgestaute Gefühle (Weinen als „seelische Hygiene”).

Verwechslungen und Manipulationen

Je nach Farbe kann man Elbait nicht nur mit Mitgliedern der eigenen Turmalin-Familie verwechseln. Da künstliche Bestrahlung und Hitzezufuhr die Farben verbessern können, sehen beispielsweise rote oder grüne Elbaite oft anderen roten oder grünen Edelsteinen sehr ähnlich.

Handelsnamen für die Turmalin-Varietät Verdelith, wie Afrika- oder Brasil-Smaragd, „Sibirischer Smaragd„, „Brasil-Chrysolith” oder „Brasilianischer Peridot” zeigen schon durch die Wahl des Namens die üblichen Möglichkeiten der Verwechslung. Weitere Kandidat, mit dem grüner Elbait verwechselt werden kann, sind Vesuvian (grüner Idokras) und Peridot. Der rötliche Rubellit trägt beispielsweise je nach Herkunftsort bezeichnenderweise die Synonyme „Sibirischer Rubin” oder „San-Diego-Rubin”. Dementsprechend besitzt auch der Indigolith (griech. „blauer Stein”) die Handelsnamen farbverwandter Edelsteine, wie die Bezeichnungen „Orientalischer Saphir” oder „Uralischer Saphir” beweisen.

Darüber hinaus kann ein violetter Rubellit (Apyrit) mit Amethyst und ein gelblich bis bräunlicher Elbait mit Citrin, Andalusit oder Zirkon verwechselt werden. Weitere Kandidaten sind unter anderem die vielfältigen Granate, Chrysoberyll, Epidot und Topas.

Fälschungen für Elbait und andere Turmaline

Bei den oben genannten Vergleichen mit oft wesentlich wertvolleren Edelsteinen (Rubin, Smaragd, Saphir) ist der dementsprechende Turmalin derjenige, der mehr Schein als Sein vortäuschen soll. Allerdings gibt es auf dem Markt auch Imitate, die ihrerseits den beliebten Turmalinen täuschend ähnlich sehen. Normalerweise macht ein seriöser Handel jede dieser Imitate deutlich, damit man sie nicht als bewusst täuschende Fälschung erwirbt. Synthetischer Spinell oder Glasimitationen sind natürlich wesentlich weniger wert, als ein echter Turmalin oder andere Schmuck- und Edelsteine. Als Heilsteine versagen diese künstlichen Produkte ohnehin. Deshalb sollte man immer in einem seriösen Handel Schmuck- und Edelsteine kaufen, die später als Heilsteine genutzt werden sollen. Wenn nur die Optik eines Schmuckstückes eine Rolle spielt, ist die Enttäuschung natürlich ebenfalls groß, wenn man einer Fälschung aufgesessen ist. Hier ist der Schaden hauptsächlich materieller Natur. Aber ein nicht wirkender “Heilstein” enttäuscht gleich auf zwei Ebenen und stellt unter Umständen für noch Unkundige die ganze Steinheilkunde in Frage.

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