Heilsteine – Edelsteine mit einer ganz besonderen Wirkung

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Gibt es tatsächlich Edelsteine, die eine besondere Bedeutung für die Gesundheit haben? Sind Steine in der Lage, eine Migräne zu besiegen oder die Leidenschaft zu entfachen? Zugegeben, das Ganze klingt etwas abenteuerlich und irgendwie nach faulem Zauber, aber so ganz von der Hand zu weisen sind die Geschichten und Legenden rund um die Heilsteine nicht. Vielleicht helfen sie aber nur denjenigen, die auch die Wirkung der Heilsteine glauben und alle, die diesem Phänomen eher skeptisch gegenüberstehen, haben eben Pech gehabt. Aber wie kommt es dann, dass die Geschichte der Heilsteine auf die Anfänge der Menschheit zurückgeht?

Das Wissen um die Kraft der Steine wurde also von Generation zu Generation weitergegeben. Es kamen immer wieder neue Heilsteine dazu und irgendwann muss jemand mit einem dieser neu entdeckten Steine ja ein Erlebnis gehabt haben, was außergewöhnlich war. Wer etwas tiefer in die Geschichte der Heilsteine eintaucht, wird eine faszinierende Welt erleben und vielleicht später einmal sagen: Warum habe ich damals, als ich so viel Stress im Studium hatte, eigentlich keinen Citrin auf den Schreibtisch gelegt oder diesen schönen Stein als sogenannten Handschmeichler in die Hosentasche gesteckt?

Wo beginnt die lange Geschichte der Heilsteine?


Nach heutiger Auffassung waren die Menschen in der Steinzeit primitiv, allerdings traf das nicht auf alle Bereiche ihres Lebens zu. Die Neandertaler, deren Spuren der Naturforscher Johann Carl Fuhlrott aus Elberfeld, dem heutigen Wuppertal, im Neandertal in der Nähe von Düsseldorf fand, fertigten in Handarbeit kleine Amulette aus Bernstein an. Dieser Schmuck, der meist mithilfe einer Tiersehne um den Hals getragen wurde, sollte wahrscheinlich vor Unglück und Krankheiten schützen oder fremde böse Mächte abwehren und fernhalten. Die Amulette waren für den Träger jedoch noch aus einem anderen Grund von großer Bedeutung: Sie sollten ihm im Kampf gegen Tiere und Feinde mehr Kraft verleihen.

Gehen wir weiter in der Geschichte der Heilsteine, dann kommen wir in die Zeit um 4000 vor Christus, und zwar nach Indien. Bis heute gibt es Überlieferungen, die an die alte vedische Religion erinnern, in der Heilsteine bereits eine wichtige Rolle spielten. Es gibt sehr ausführliche Beschreibungen und auch Rezepte, wie aus den einzelnen Edel- und Schmucksteinen Elixiere, Pasten und Pulver hergestellt werden.

1000 Jahre später ist die Kunde um die heilenden Steine auch in China angekommen. So schrieb der Kaiser Shennong ein bis heute wichtiges Buch zum Thema Medizin. Darin geht er auf die Wirkkraft der einzelnen Heilsteine ein und beschreibt detailliert deren Heilwirkung. Die Heilsteine, die der Kaiser damals beschrieben hat, spielen noch heute in der traditionellen chinesischen Medizin eine bedeutende Rolle.

Griechenland und Ägypten waren zwischen 400 und 300 Jahre vor Christus aufgeklärte Kulturen, die sich auch im Bereich der Medizin hervorragend auskannten. So schrieb beispielsweise der bekannte altgriechische Philosoph Aristoteles über die verblüffende Heilwirkung von einigen, noch heute bekannten Edelsteinen. Im alten Ägypten legten die Totenwächter den Pharaonen bestimmte Heilsteine mit ins Grab. Als der britische Ägyptologe Howard Carter 1922 das fast unversehrte Grab des Tutanchamun im Tal der Könige öffnete, fand er neben anderen Beigaben auch Edelsteine, die den Kindkönig auf seiner letzten Reise begleiten sollten.

Aus dem frühen Mittelalter bis zum Jahr 1123 nach Christus gibt es Nachweise, dass Heilsteine zu unterschiedlichen Zwecken verwendet wurden. Die Heiler und Gelehrten der damaligen Zeiten stützten ihr Wissen zum Teil auf die Bibel, genauer gesagt auf das Alte Testament. Was Heilsteine angeht, nimmt Bischof Marbod von Rennes (1035 bis 1125) in seinem Buch über Steine, ebenfalls Bezug auf die Bibel. Das umfassende Werk des Bischofs ist heute ein Klassiker, wenn es um das Thema heilende Steine geht.

Ebenfalls im frühen Mittelalter, und zwar in den Jahren zwischen 1098 und 1179 spielen heilende Edelsteine vor allem in vielen Klöstern eine wichtige Rolle. Die wohl bekannteste Benediktinerin, Äbtissin, Heilkundige und Schriftstellerin Hildegard von Bingen galt in ihrer Zeit als eine Universalgelehrte und auch sie schrieb bestimmten Steinen heilsame Kräfte zu. Sie verwendete die Steine sogar im Rahmen der Therapien, die sie im Krankenhaus des Klosters durchführte.

Bis heute üben die Steine eine schon fast magische Kraft aus und das in vielen Kulturen dieser Erde. Sie sind Geburtssteine und die passenden Steine werden den jeweiligen Sternzeichen zugeordnet, zugleich gelten sie als Glücksbringer. Mit dem heutigen Wissen über die genaue Zusammensetzung der Steine erscheint so manche Geschichte aus der Vergangenheit in einem ganz anderen Licht.

Steine, die der Gesundheit dienen


Es gibt Steine, die können auf die Gesundheit der Seele und des Körpers einen positiven Einfluss nehmen. Daran glaubten und glauben immer noch viele Menschen überall auf der Erde. Sie haben die Geschichten rund um diese Steine von ihren Vorfahren gehört und sie geben sie an ihre Kinder weiter. So bleibt sowohl das Wissen um die heilsamen Steine als auch ihre Energie, ihre Wellen und die von ihnen ausgesandten Schwingungen erhalten. Die Farben der einzelnen Steine haben ganz unterschiedliche Wellenlängen. So absorbiert beispielsweise der feuerrote Rubin nur die roten Lichtwellen und reflektiert sie. So können Menschen das berühmte Feuer des edlen Steins überhaupt wahrnehmen. In der Heilkunde der Steine wird angenommen, dass diese reflektierenden Lichtwellen die Zellen des Menschen mittels Biophotonen beeinflussen können. Damit, so wird weiter vermutet, lassen sich Blockaden lösen.

Die Farbwellen, die die Heilsteine aussenden, sollen zudem die sogenannten esoterischen Zentren des Körpers wie die Meridiane, die Aura und die Chakren ansprechen. Zugleich senden die Steine elektrische Impulse aus, die wiederum die Nerven ebenso wie die Organe und das Körpergewebe beeinflussen. Die Farbwellen sind dabei immer konstant und gleichmäßig. Manchmal kommt es aber vor, dass sich verschiedene Frequenzen verirren und das Ganze nicht mehr harmonisch ist. In diesen Fällen hilft dann nur noch das Auspendeln.

Die große Bedeutung der Heilsteine

Jeder, der Heilsteine kauft, trägt diese Steine zwar auch als Schmuck, aber in erster Linie ist da der Glaube an die Linderung oder sogar die Heilung von bestimmten Beschwerden oder Krankheiten. Die verschiedenen Steine, so steht es ebenso in alten Überlieferungen, sollen sowohl mit ihren anorganischen wie auch mit ihren fossilen Substanzen bei Erkrankungen helfen oder das Befinden des Patienten immerhin verbessern. In der Lithotherapie, also der Wissenschaft, die sich mit der Wirkung von Edelsteinen und Halbedelsteinen befasst, nehmen die Heilsteine eine bedeutende Rolle ein. Sie sollen eine reinigende Wirkung haben, ganz bestimmte Eigenschaften verstärken und sogar Gefahren abwehren können. Ab dem Mittelalter, als die Menschen verstärkt anfingen, zu forschen, wurde den Steinen ein gewisser Energiefluss zugeschrieben. Eine solche Zufuhr an Energie soll immer erfolgen, wenn der Träger oder Besitzer seinen Heilstein in der Sonne auflädt.

Die große Bedeutung der heilenden Steine wird im Laufe der Jahrhunderte in der Lehre über die Steine immer deutlicher. Nach dieser Lehre soll von jedem Objekt eine besondere Energie ausgehen, die sich wiederum in elektromagnetischen Strahlungen auch nachweisen lässt. Die Energie, die entweder durch Wärme und Licht oder durch Nahrung aufgenommen wird, kommt immer aus der direkten Umwelt. Nach der Steinheilkunde sind es nur lebende Objekte, die in der Lage sind, diese Energie zu filtern, sie können demnach stets selbst bestimmen, welche Art der Energie sie aufnehmen.

Nicht nur Lebewesen wie Menschen, Tiere oder Pflanzen, sondern auch bestimmte Steine sollen Energie beinhalten. Bei Steinen handelt es sich jedoch um leblose Objekte, die ihrer Umwelt hilflos ausgeliefert sind. Sie können sich die Energie nicht aussuchen und nehmen daher alles Energetische auf, was in ihrer Umgebung ist. Aufgrund ihrer äußeren Bedingungen wachsen Steine immer von innen nach außen. Während des Wachstums zeichnen sie dann ein exaktes Abbild der Energie ab, die zuletzt auf sie eingewirkt hat. Diese von außen kommende Energie, die nicht selten Milliarden von Jahren alt sein kann, wird in dem jeweiligen Stein eingeschlossen und gespeichert.

Der „Kult“ um die verschiedenen Heilsteine begann im Mittelalter. Die Menschen haben Steindenkmäler und sogenannte Dolmen gebaut. Zu diesen steinernen Denkmälern und Dolmen pilgerten die Menschen auf der Suche nach Besserung oder Heilung ihrer Leiden. Anschließend wurde es lange Zeit still um die Steine, die angeblich heilen können. Eine Art Renaissance erfuhren die heilenden Steine wieder durch die New-Age-Bewegung im 20. Jahrhundert. Die Kunde, dass es Steine gibt, die energetisch geladen sind und dazu noch heilende Kräfte haben, verbreitete sich unter den Anhänger der Bewegung, die für ein neues Zeitalter steht, in rasantem Tempo.

Verschiedene Heilsteine und ihre Wirkung


Unter der Vielzahl der Heilsteine sind einige, die es zur Berühmtheit gebracht haben, manche von ihnen sind sogar heute noch beliebt.

Dazu gehören folgende Steine:

  • Der Saphir, der bei schwachen Nerven helfen soll.
  • Der Bergkristall sorgt für mehr Vitalität und klärt die Gedanken.
  • Der Bernstein steht für mehr Lebensfreude.
  • Der Mondstein für die pure Lust am Leben.
  • Der Aquamarin verleiht Selbstbewusstsein und Wachstum.
  • Der Jaspis stärkt die Gedächtnisleistung.
  • Der Heliotrop spendet Kraft und lässt die Energie fließen.
  • Der Diamant verleiht Charakterstärke.
  • Der Amethyst schließlich ist ein Alleskönner unter den Heilsteinen: Er ist der Ruhepol und der Wachmacher, zugleich vermittelt er Schutz, Sicherheit und Geborgenheit.

Dies ist nur ein geringer Teil, es gibt natürlich noch sehr viel mehr Steine, denen eine heilende Kraft nachgesagt wird, und zwar nicht nur bei Krankheiten.

Die richtige Anwendung

Viele fragen sich jetzt vielleicht: Wie werden die Steine richtig angewendet, damit sie die Energie freisetzen können? Handelt es sich um sehr große, nicht geschliffene Steine, dann werden sie einfach aufgestellt. Beispielsweise auf dem Schreibtisch oder auf dem Nachttisch, in einer Vitrine oder an einem Platz, an dem sich der Besitzer des Steins sehr wohlfühlt. Kleinere Steine hingegen werden in Wasser oder in Cremes eingelegt. Selbstverständlich lassen sich Heilsteine jederzeit nah am Körper tragen, so können sie ihre Wirkung auch besser entfalten. Kleine Steine sind wunderbare Handschmeichler und werden gerne als Glücksbringer oder Talisman genutzt.

Steine mit heilender Wirkung sind auch Schmucksteine, entweder Edelsteine wie der Diamant oder Halbedelsteine, wie beispielsweise der blau schimmernde Aquamarin. Hat ein Stein eine persönliche Bedeutung, dann kann er eingefasst als Schmuckstück, sogar getragen werden. Neben der Möglichkeit, die Steine als Schmuckstücke zu tragen, eingefasst in Silber oder Gold, gibt es noch Wasser aus Edelsteinen und Edelsteinstäbe.

Wie entfalten die besonderen Heilsteine ihre einzigartige Wirkung?

Um es gleich vorwegzunehmen: Eine wissenschaftlich fundierte Erklärung oder einen Beweis für die heilende Kraft der Edelsteine und Halbedelsteine gibt es nicht. Trotzdem glauben viele kranke Menschen an die besondere Kraft der Steine und hoffen auf eine Linderung ihrer Leiden. Von Heilungen wird vor allem in alten Aufzeichnungen berichtet, so sollen sich bestimmte Steine sowohl auf Menschen als auch auf Tiere und Pflanzen heilend ausgewirkt haben. Sicherlich spielen hier in erster Linie der Glaube und das Vertrauen in die heilende Energie der Steine eine wichtige Rolle.

Aber wie entfalten die Steine ihre Wirkkraft? Esoteriker sind der festen Überzeugung, dass die einzigartige Wirkung der Heilsteine durch die jeweiligen Farben entfaltet wird. Neben der Form der einzelnen Steine sollen die in den Steinen enthaltenen Mineralien zugleich einen ganz bestimmten Einfluss auf den Organismus des Menschen haben. Nicht nur Menschen setzen auf die unterschiedliche Wirkung der Steine, auch bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren haben deren Besitzer gute Erfahrungen mit den Steinen gemacht. So sollen einige Steine den Hund von Zecken befreien und dabei behilflich sein, diese kleinen Quälgeister erfolgreich abzuwehren.

Tiere können ebenfalls ernsthaft erkranken, beispielsweise an Krebs. Viele Besitzer setzen dabei auf die heilende Kraft der Steine, zuweilen ist das Ganze erfolgreich, manchmal jedoch nicht. Ob die Qualität der Steine mit einer möglichen Wirkung eng in Verbindung steht, ist reine Spekulation. Im Umkehrschluss wäre dann ein teurer, exzellent geschliffener Diamant oder Saphir wirkungsvoller als ein einfacher Malachit, der an einem Lederband um den Hals getragen wird.

Fakt ist, dass es momentan noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt, die eine heilsame oder gesundheitsfördernde Wirkung bestätigen. Zukünftige Forschungen, Tests und Untersuchungen zu diesem Thema wären auf jeden Fall erforderlich und empfehlenswert.

Heilstein entladen – was genau bedeutet das?


Wer sich noch nie mit dem Thema Heilsteine beschäftigt hat, dem wird es vielleicht komisch vorkommen, dass diese besonderen Steine von Zeit zu Zeit entladen werden müssen. Tatsächlich ist das der Fall, und zwar, um sicherzustellen, dass die Steine weiterhin ihre heilenden Kräfte behalten. Durch das Entladen wird immer wieder gewährleistet, dass die Steine keine überflüssige Energie mehr enthalten oder falsche Energien an den jeweiligen Nutzer weitergeben. Erst wenn die Steine vollständig entladen sind, können sie nach der Reinigung wieder zum Einsatz kommen. Um die Steine zu entladen, bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten an.

Alle Steine, die kein Eisen oder Glimmer enthalten, werden für rund eine Minute unter fließendes Wasser gehalten, gründlich abgerieben oder vorsichtig abgebürstet. Dabei sollte die Oberfläche des Steins sich zunächst etwas seifig und anschließend stumpf anfühlen. Die überflüssige Energie geht in das Wasser und der Heilstein ist nun bereit, sich wieder neu aufzuladen. Getrocknet wird der Stein entweder mit einem weichen Tuch oder er bleibt einfach an der Luft liegen. Auf diese Weise können sich auch keine Keime bilden.

Bei kleineren Steinen ist ein sogenanntes Hämatitbad eine gute Wahl. Die Steine dürfen maximal 16 Stunden in diesem Bad liegen, bei größeren Steinen sind es 24 Stunden. Bei Heilsteinen, die nicht mit Wasser in Berührung kommen dürfen, ist es die beste Vorgehensweise der Entladung. Der einzige Nachteil bei dieser Methode ist, dass das Hämatitbad in regelmäßigen Abständen ebenfalls eine Entladung braucht.

Viele schwören darauf, ihre persönlichen Glückssteine zum Entladen in den Kühlschrank zu legen. Edelsteine und Halbedelsteine geben Energie in Form von Wärme ab, die Entladung im Kühlschrank ist aus diesem Grund leider nur sehr oberflächlich. Fremde Informationen können durch die Kälte in den Stein eingeschlossen werden und auf diese Weise konserviert werden. Dies ist vor allem der Fall, wenn der Heilstein nicht in regelmäßigen Abständen gereinigt wird, deshalb ist diese Methode nicht zu empfehlen.

Warum müssen Heilsteine überhaupt gereinigt werden?

Damit die Steine ihre heilsame Wirkung immer gut entfalten können, müssen sie nicht nur in regelmäßigen Abständen entladen, sondern auch regelmäßig gereinigt werden. Nach Möglichkeit sollte das Reinigen der Steine immer nach dem Entladen erfolgen, denn es kann sein, dass sie doch noch Informationen enthalten, die aber jetzt nicht mehr unbedingt benötigt werden. Nach dem Kauf des Heilsteins und vor der ersten Anwendung ist es immer notwendig, den Stein zu reinigen, später reicht eine gründliche Reinigung alle paar Wochen aus.

Wie für die Entladung, so gibt es für die Reinigung der Steine ebenfalls mehrere Optionen:

Die Reinigung mit Salz

Die Reinigung der Steine mit Salz ist die bekannteste Form, denn sie ist effektiv, kostet wenig und ist einfach auszuführen. Die Steine werden dazu in ein Gefäß aus Glas gegeben. Bitte keine Gefäße aus Keramik oder aus Plastik verwenden, denn die sind entweder nicht ausreichend leitfähig oder tragen fremde Informationen mit sich. Ein Wasser, was arm an Mineralen ist, erhöht zwar die Leitfähigkeit des Salzes, kommt aber leider nicht für alle Steine infrage. Wasserlösliche Steine sowie Steine an Gold-, Silber- oder Lederketten sollten ebenfalls nicht mit Wasser in Berührung kommen.

Eine mit Edelsteinen gefüllte, kleinere Schale wird in eine größere Schale gestellt, diese wiederum kommt anschließend in möglichst unbehandeltes Natursalz. Wird ein Stein länger als 24 Stunden ununterbrochen getragen, dann sollte er zwischen sechs und zwölf Stunden zur Reinigung in das Salzbad. Wird der Stein allerdings nur für einen Abend getragen, dann reichen schon zehn Minuten für die Reinigung aus. Das Wasser muss nach jedem Reinigen gewechselt werden, auch wer nicht raffiniertes Salz verwendet, muss dieses Salz in regelmäßigen Abständen auswechseln. Wie lange die Reinigung dauert, ist immer von der Menge der Steine und des Salzes abhängig.

Wichtig ist es, immer darauf zu achten, dass die Steine nicht mit dem Salz in Berührung kommen. Dies würde sie aus energetischer Sicht gesehen, neutral machen, folglich wären sie nicht mehr wirksam und damit unbrauchbar. Zugleich würde der direkte Kontakt mit dem Salz eine chemische Reaktion hervorrufen, auf die beispielsweise Opale sehr heftig regieren. Sie verwandeln sich nach der Berührung mit Salz in einen wenig wertvollen Chalcedon. Die Reinigung mit der Hilfe von Salz sollte eher selten stattfinden, da die Steine auf Dauer darunter leiden, beschädigt oder sogar unwirksam werden.

Die Reinigung mit einem Amethysten


Bei den sogenannten Amethystdrusen handelt es sich um Hohlräume im Gestein, die mit Amethyst Kristallen aufgefüllt sind. Um einen Heilstein zu reinigen, wird er in diese Höhle oder auf die Kristalle des Edelsteins gelegt. Es ist der hohe Gehalt an Eisen, der den Amethysten so leitfähig macht. Die Kristalle oder die Druse entfalten ihre Wirkung, indem sie dem Heilstein Informationen entziehen und gleichzeitig ihre hohe Konzentration an Energie an den Stein abgeben. Ein solcher Prozess kann bis zu 24 Stunden dauern, bleibt der Heilstein länger auf den Kristallen in der Druse liegen, dann ist es aber auch kein Problem. Diese Form der Reinigung ist besonders effektiv und ist für alle Steine geeignet.

Die Reinigung durch Rauch

Es ist auch möglich, Heilsteine zu reinigen, in dem sie geräuchert werden. Mit dem klassischen Räuchern von Fleisch hat dieser Vorgang allerdings nichts zu tun. Die Edelsteine oder Halbedelsteine werden dabei in den Rauch eines Räucherstäbchens gehalten. Mit dem Rauchritual gibt es aber noch eine zweite Möglichkeit, Heilsteine durch Rauch zu reinigen. Dazu wird einfache Räucherkohle in einen feuerfesten Behälter gelegt und angezündet. In die glimmende Kohle kommen nun unterschiedliche Kräuter, beispielsweise Lavendel oder Salbei, beliebt sind in dem Fall auch Zedernspäne, die ein herrliches Aroma haben. Diese Steinreinigung muss entweder bei offenem Fenster oder noch besser im Freien durchgeführt werden, da Räucherkohle eine starke Rauchentwicklung hat.

Die Steine selbst werden möglichst nah an der Rauchstelle platziert, oder mit einer feuerfesten Kelle direkt in den Rauch gehalten. Auf diese Weise können gleich mehrere Steine gleichzeitig gereinigt werden.

Die Reinigung mit Klang oder Klangschalen

Heilsteine und ihre Reinigung durch Klangschalen ist besonders in asiatischen Ländern sehr beliebt. Die Schwingungen, die von den Klangschalen abgegeben werden, übertragen sich auf die Steine und löschen damit alle Informationen. Der Heilstein wird bei dieser Reinigungsmethode in die Klangschale gelegt, die anschließend mit einem Holzklöppel für zwei bis drei Minuten in Schwingung versetzt wird. Wer möchte, kann dazu noch zwei Minuten im Takt an den Rand der Schale schlagen, damit der Ton eine Art Klanghülle bilden kann, in welche die Steine eingehüllt werden.

Diese Methode der Steinreinigung ist besondere ergiebig und sollte zusammen mit dem Entladen alle sechs Monate erfolgen. Perfekt ist es, die unterschiedlichen Reinigungsoptionen miteinander zu verbinden oder zu kombinieren. Wenn die Steine gereinigt und entladen sind, müssen sie in jedem Fall wieder aufgeladen werden.

Die Steine wieder energetisch aufladen

Damit Heilsteine überhaupt ihre Wirkung entfalten können, müssen sie energetisch aufgeladen werden. Wie beim Entladen, so gibt es auch für das Laden der Steine verschiedene Optionen, die zur Anwendung kommen, je nachdem, um welchen Stein es sich handelt. Die einfachsten Möglichkeiten sind das Anpusten oder das Erwärmen des Steins zwischen den Händen, leider sind diese Formen des Ladens nicht sehr effektiv und die Steine sind sehr schnell wieder „leer“.

Das Aufladen durch Wärme

Wer schon einmal eine Hot-Stone-Massage genossen hat, weiß, wie wohltuend erwärmte Steine auf der Haut sein können. Um einen Heilstein aufzuladen, ist es sinnvoll, ihn entweder durch ein Massageöl oder in einem Wasserbad zu erwärmen, sogar ein Bad in warmem Sand kann einem Heilstein seine Energie zurückgeben. Je nach Stein reicht es auch aus, ihn als Handschmeichler in der Hosentasche zu tragen oder den Stein auf die Heizung zu legen. Alle elektrischen Geräte, wie beispielsweise ein Föhn, sind zum Erwärmen ungeeignet, denn der Smog, den die Elektrogeräte abgeben, verändert die Wirkkraft des Steins.

Aufladen durch das Licht von Sonne und Mond

Das Licht der Sonne, vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden, ist ideal, um die Steine zu aktivieren. Ihre Kraft wird durch das Licht der Sonne noch verstärkt, wichtig ist dabei aber, dass sie eine halbe Stunde nach dem Aufgang und maximal 30 Minuten vor dem Untergang im Sonnenlicht „auftanken“ können. Unter den Heilsteinen gibt es bei dieser Form des Aufladens nur eine Ausnahme, und zwar den Bernstein. Er sollte in der Mittagssonne liegen, um sich aufzuladen. Die Steine nehmen die Informationen der Sonne auf, die sie alsdann bei der Anwendung wieder abgeben.

Noch stärker als das Licht der Sonne beeinflusst der Mond, besonders der Vollmond, die Wirksamkeit der Heilsteine. Steine, die auf den Wasserhaushalt des Körpers, also auf die Blase, die Lymphdrüsen oder das Blut Einfluss nehmen, laden sich bei Mondlicht besonders stark auf. Für das Laden die Steine an eine Stelle legen, auf die das Mondlicht besonders intensiv fällt, der Mond überträgt seine Informationen anschließend auf den jeweiligen Heilstein. Von großer Bedeutung für das richtige Aufladen ist die jeweilige Mondphase. Soll der Stein eine bestimmte Wirkung unterstreichen oder sogar noch verstärken, dann ist der zunehmende Mond die richtige Zeit zum Laden. Nimmt der Mond ab, dann ist er für die Heilsteine wichtig, die von Lastern, negativen Eigenschaften oder Beschwerden befreien sollen.

Aufladen mit dem Bergkristall


In gereinigtem Zustand ist der Bernstein ein neutraler Edelstein mit aktivierenden und verstärkenden Eigenschaften. Die bereits aufgeladenen Heilsteine übernehmen die Reinheit des Bergkristalls und intensivieren dabei die eigene Wirkkraft. Jeder Bergkristall gibt sehr klare und bewusste Informationen an den jeweiligen Heilstein ab und stärkt auf diese Art seine Eigenschaften. Wer seinen persönlichen Heilstein mithilfe eines Bergkristalls aufladen möchte, gibt den Stein in eine Schale mit sogenannten Trommelsteinen aus Bergkristall oder legt ihn neben einen Bergkristall-Rohstein.

Der Rohstein wirkt deutlich stärker, hier reichen weniger als zwölf Stunden für die Aufladung aus. Liegt der Heilstein hingegen in einem „Bett“ aus Bergkristallen, dann sind zwölf Stunden ideal, um den Stein wieder aufzuladen.

Was ist beim Thema Heilsteine wichtig?

Die einen tragen ihren Lieblingsheilstein als Handschmeichler in der Hosen- oder Jackentasche und haben ihn so immer bei sich. Andere, die ihre Heilsteine direkt auf der Haut tragen, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, achten in dem Fall auf besonders gute Qualität. Aber leider verträgt nicht jeder einen Heilstein auf der Haut. Es gibt Menschen, die danach über Atemnot oder starkes Herzklopfen geklagt haben. Auf der anderen Seite gibt es Steine, die auf der Haut getragen werden müssen, damit sie sich entfalten können. Zu diesen Steinen gehört der schöne Rhodochrosit, der bei Hautunreinheiten oder Erkrankung der Haut helfen soll.

Wird ein Stein an der Kette getragen, dann sollte dies stets in der Nähe des Herzens sein. Vielfach ist der Stein jedoch zu groß und zu schwer, um ihn an einer Kette um den Hals zu tragen. Hier ist es besser, den Stein als Handschmeichler zu nutzen. Bei einem Armband spielt es hingegen keine Rolle, ob der Stein am linken Handgelenk und damit an der Herzseite oder am rechten Handgelenk getragen wird.

Heilsteine können ganz unterschiedliche Formen haben. Besonders beliebt sind die sogenannten Donuts, Steinscheiben in verschiedenen Größen mit einem Loch in der Mitte. Diese Scheiben, an einem Lederband befestigt, können unter oder über der Kleidung getragen werden. Immer wieder attraktiv ist ein Heilstein in Form eines Tropfens, auch eine natürliche Form sieht bei vielen Heilsteinen ausgezeichnet aus. Was die Gestaltung von Schmuckstücken mit diesen besonderen Steinen angeht, sind der Fantasie und der Kreativität keine Grenzen gesetzt. In Silber, Gold oder Platin gefasst, sieht jeder Heilstein zwar immer wieder anders, aber jederzeit gut aus.

Fazit zum Heilstein

Angst, innere Unruhe, Probleme mit der Haut oder mit der Blase, eine Hilfe bei Autoimmunerkrankungen oder als Schutz vor dunklen Energien – die Liste der Fähigkeiten, die heilende Steine haben sollen, ist sehr lang. Bislang gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Beweise, dass die Steine die Eigenschaften tatsächlich besitzen. Aber hier stellt sich auch die Frage: Muss immer alles wissenschaftlich bewiesen und belegt werden? Steine, denen eine heilende Wirkung nachgesagt wird, gibt es bereits, solange es Menschen gibt. Die Menschen wollten schon immer glauben, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die sich mit einem rationalen Verstand nicht erklären lassen. Mit den besonderen Steinen verhält es sich ähnlich. Es ist nicht auszuschließen, dass sie tatsächlich die Kraft haben, die viele ihnen zuschreiben, vielleicht aber auch nicht.

Es kann nicht schaden, einen schönen Aquamarin, einen Baumstein oder einen Bernstein in der Tasche oder an einer Kette um den Hals zu tragen. Wenn sich durch den Stein die Angst vor der Prüfung in den Griff bekommen lässt oder wenn die Probleme mit der Schilddrüse sich bessern, ist der Heilstein ein günstiges, gesundes und zugleich natürliches Mittel. Die alten Griechen haben an die Wirkung geglaubt, ebenso wie die alten Ägypter und Römer. Selbst die große Hildegard von Bingen muss von den Steinen mit den Heilkräften überzeugt gewesen sein, denn sie hat ihnen vor 860 Jahren sogar ein ganzes Buch gewidmet.

Heilsteine

Ralf

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