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Heilstein · Korund (Oxide)-Familie

Rubin

Der rote Korund gilt als „intensivster Heilstein für alle Angelegenheiten, die mit Liebe und Sexualität in Verbindung gebracht werden". Beide östliche und westliche Steinheilkunde bescheinigen ihm eine grundsätzlich aktivierende Wirkung.

rotdunkelrottaubenblut-rotKorund (Oxide)Wurzel-ChakraSakral-ChakraHerz-Chakra
Rubin - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Korund (Oxide)
Mohshärte
9
Farbe
rot, dunkelrot, taubenblut-rot
Chakra
Wurzel-Chakra, Sakral-Chakra, Herz-Chakra
Sternzeichen
Löwe, Widder, Skorpion
Fundorte
Myanmar, Thailand, Sri Lanka
Reinigung
Wöchentlich unter fließendem lauwarmem Wasser reinigen
Aufladung
Mehrere Stunden auf Bergkristall-Gruppe aufladen oder in Morgensonne
Element
Feuer
Rubin-Rohkristalle, große 3,2–5,1 cm große Heilkristalle, natürliche Rohsteine, Kristall zum Taumeln, Cabbing, Brunnensteine, Dekoration, Polieren, Drahtwickeln, Wicca und Reiki

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Rubin im Überblick

Der rote Korund ist ein Klassiker unter den Edel- und Heilsteinen. Rubin gilt als intensivster Heilstein für alle Angelegenheiten, die mit Liebe und Sexualität in Verbindung gebracht werden. Er soll den Kreislauf stärken, den Blutdruck erhöhen und die Geschlechtsorgane positiv beeinflussen.

Merkmale eines Rubins

Korund gehört als Aluminium-Oxid zur Mineralklasse der Oxide. Einzig die enthaltenen, möglichen Spurenelemente machen bei der Einordnung in “Rubin oder Saphir” den Unterschied. So kann ein Korund neben Mangan (Mn) auch Spuren von Eisen (Fe), Calcium (Ca), Zink (Zn), Magnesium (Mg), Titanium (Ti), Silicium (Si) oder Chrom (Cr) enthalten.

Das alles entscheidende Element “Chrom”

Dieser farbgebende Chrom-Anteil ist bei Rubinen wesentlich und macht sie zu den echten, roten Edelsteinen, die weltweit so begehrt sind. Eine alte Regel besagt, dass nur chromhaltige, rote Korunde den Namen “Rubin” tragen sollten. Rosafarbener Korund ist hier ein Grenzgänger, der nur eine winzige Menge an Chrom enthält und trotz seines Rottons nicht immer zu den Rubinen gerechnet wird. Im Handel taucht er meistens unter der Bezeichnung “Rosa Saphir” auf, aber auch der Handelsname “Rosa Rubin” ist gebräuchlich.

Grünfärbendes Chrom erscheint in Rot

Normalerweise verleiht die Anwesenheit von Chrom einem Mineral einen Grünton, doch bei Korund ist dies ganz offensichtlich anders. Die “Kristall- und Ligandenfeldtheorie” versucht dieses Phänomen durch die sogenannte “Ligandenfeld-Aufspaltung” des Chroms zu erklären. Dabei wird das kurzwelligere Licht absorbiert, sodass ein roter Farbeindruck entsteht.

Entstehung und Kristallsystem des Rubins

Rubine können sowohl primär als auch sekundär und tertiär entstehen. Am häufigsten kommen sie jedoch in tertiär gebildeten Lagerstätten vor.

Primäre Bildung

In einer “Primären Bildung” entsteht Rubin liquid-magmatisch als Gemenge-Anteil von Magmatiten (beispielsweise Granit, Syenit) und deren Pegmatiten. Dabei ist ein hoher Aluminiumgehalt in der ursprünglichen Schmelze entscheidend.

Die Rubin-Vorkommen in Norwegen sind beispielsweise primär entstanden.

Tertiäre Bildung

Als Nebenprodukt einer Regional- und Kontaktmetamorphose entsteht Rubin jedoch in größeren Mengen vor allem bei einer “Tertiäre Bildung”. So findet man ihn zum Beispiel in Gneisen, Marmor, Dolomitmarmor und “Kristallinen Schiefern”.

Indien, Tansania und Kenia besitzen große tertiär entstandene Rubin-Vorkommen.

Sekundäre Fundorte

Seifen-Lagerstätten von Flussablagerungen führen in einigen Ländern ebenfalls den harten und widerstandsfähigen Edelstein. Er hat dann den Weg eines gewöhnlichen Kieselsteins hinter sich und liegt zwischen den Kieseln, kleineren Gesteinskörnern und Sand verborgen.

In Thailand, Sri Lanka oder Myanmar lohnt sich das “Schürfen” nach Rubinen, die durch Erosion und die längere Wanderung in die Niederungen meistens rund geschliffen sind.

Trigonales Kristallsystem

Da Rubin trigonale Kristalle mit sechsseitigen Prismen ausbildet, entsteht der Eindruck eines hexagonalen Kristalls (pseudohexagonaler Habitus). Die Seitenflächen wirken oft leicht nach außen gewölbt und zeigen deutliche Streifen an den Flächen, was Rubin im Rohzustand unverwechselbar macht. Einzelne Kristalle sind normalerweise nur wenige Zentimeter groß und in das umgebende Gestein gebettet, aber Rubin kann auch Zwillinge (zwei verwachsene Kristalle) und sogenannte “Viellinge” (mehrere Kristallverwachsungen) bilden. Oft erscheinen Rubine jedoch auch in derben und spatigen Massen.

Bestimmungsmerkmale des Rubins

Mit einer Mohshärte von 9 liegt Rubin nur knapp unter dem 10er Richtwert des Diamanten. Somit ist Korund das zweithärteste Mineral, das die Erde zu bieten hat. Allerdings besitzt er keine Spaltbarkeit und zeigt eine unebene, splitterige bis muschelige Bruchstelle.

Mit einer durchsichtigen Transparenz gehört Rubin in bester Qualität zu den teuersten Edelsteinen der Welt und zeigt dann Glasglanz. Minderwertigere Exemplare sind jedoch undurchsichtig und matt, aber wegen der geringeren Kosten für eine therapeutische Anwendung ebenfalls geeignet. Die Dichte des Rubins liegt bei 3,97 bis 4,05 und seine Strichfarbe ist immer weiß.

Gerichtete Rutilnadeln

Die Einlagerung von Rutilnadeln in ein Mineral bewirkt, je nach Ausrichtung, unterschiedliche Lichteffekte, die meistens erst nach einem geeigneten Schliff deutlich zu erkennen sind. Liegen nur wenige Nadeln parallel zu einer Kristallachse eines Rubins, trübt sich zwar die Transparenz, dafür entsteht jedoch ein schöner, seidiger Glanz.

Optische Lichteffekte

Ein sogenannter “Katzenaugen-Effekt” (Chatoyance) zeigt sich, wenn viele Rutilnadeln an einer Achse gebündelt eingelagert wurden. Dann kann man auf der Oberfläche des Rubins einen Lichteffekt erkennen, der an das Auge des genannten nachtaktiven Raubtieres erinnert. Hier eignet sich ein gewölbter Cabochon-Schliff, der diesen Lichtstreifen am besten betonen kann.

Befinden sich die Nadeln allerdings parallel zu den a-Achsen, entsteht ein weiterer Lichteffekt, der sogenannte “Asterismus”. Dieser sternförmige Licht-Reflexe taucht auch unter der Beschreibung “Lichtstern” oder “Sternenglanz” auf. Rubine mit Stern-Bildungen kommen ebenfalls als Cabochons auf den Markt, da nur diese Schliffform den Stern-Effekt perfekt sichtbar machen kann.

Farbphänomene

Neben den erwähnten Lichteffekten, zeigt Rubin außerdem noch zwei besondere optische Eigenarten, wobei der Blickwinkel zum einen und die Art des Lichtes zum anderen eine Rolle spielen.

Dichroismus

Rubine zeigen sogenannten “Dichroismus” von Rotgelb bis intensiv Karminrot. Dieser Begriff ist von den griechischen Wörtern “di” für “doppelt” und “chrome” für “Farbe” abgeleitet. Aufgrund der speziellen Kristallstruktur des Rubins ist die Absorption des einfallenden Lichtes nicht von allen Seiten gleich, sodass zwei verschiedene Farbfrequenzen reflektiert und für das Auge sichtbar werden. Je nach Lichteinfall entstehen somit verschiedene Farbeindrücke in unterschiedlicher Farbtiefe, und eine Veränderung des Blickwinkels macht die Zweifarbigkeit des Rubins deutlich.

Fluoreszenz

Eine weitere optische Eigenschaft des Rubins nennt man “Fluoreszenz”. Wenn man Rubine mit blauem, grünem oder UV-Licht bestrahlt, zeigen sie ein starkes “Nachleuchten” in kräftigem Rot. Auch wenn die Lichtquelle schon ausgeschaltet ist, sind die angeregten Atome des Minerals noch aktiv und geben einen Teil der aufgenommenen Strahlungsenergie wieder ab. Dabei ist die absorbierte Wellenlänge des Lichtes nicht identisch mit der längeren Wellenlänge der Emission (Abstrahlung, Abgabe), die nur eine kurze Zeit andauert. Diese unterschiedlichen Lichtwellen zeigen sich natürlich in völlig anderer Farbe und Farbtiefe im Nachleuchten.

Eine besondere Erscheinung

Die beeindruckende Wachstumsform “Trapiche” kommt auch bei Rubinen vor und kennzeichnet eine gerichtete Verwachsung mehrerer Rubin-Kristalle in einem Zentrum. So entsteht das Bild eines Speichenrades, dessen natürlichen Ursprung man kaum glauben kann. Diese optische Besonderheit erscheint unter der Bezeichnung “Trapiche-Rubin” auf dem Markt.

Varietäten und verwandte Steine

Zu den Varietäten des Rubins mit eigener Beschreibung gehören:

  • Sternrubin - Der chromhaltige Korund hat die Farbe “Rot”, die für alle Rubine charakteristisch ist.

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