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Stein-Aspekt · Schmuck

Rubin Schmuck - Taubenblut-Rot, Cabochons und 34,8-Millionen-Dollar-Steine

Rubin als Schmuckstein - intensives "Taubenblut-Rot" macht ihn zu einem der teuersten Edelsteine der Welt. Vom "The Mogok Sun" mit 1.734 Karat bis zu Sotheby´s-Versteigerung für 34,8 Mio Dollar.

Lesezeit ~6 Min Aktualisiert 9. Juni 2026 Zur Rubin-Übersicht
Rubin - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

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Schliff

Facetten-Schliff für klare Exemplare; Cabochon für Katzenaugen- oder Stern-Effekt.

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Spitzenfarbe

"Taubenblut-Rot" - intensives Rot mit leichtem Blaustich, einer der teuersten Edelsteine der Welt.

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Berühmt

"The Mogok Sun" (1.734 Kt), "Estrela de Fura" (55,22 Kt, 34,8 Mio Dollar bei Sotheby´s 2023).

Rubin-Rohkristalle, große 3,2–5,1 cm große Heilkristalle, natürliche Rohsteine, Kristall zum Taumeln, Cabbing, Brunnensteine, Dekoration, Polieren, Drahtwickeln, Wicca und Reiki

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Rubin als edler Schmuckstein

In den meisten Fällen verarbeitet man Rubine zu Schmucksteinen, dabei erhalten klare, reine Exemplare immer einen wertsteigernden Facetten-Schliff. Allerdings bei Edelsteinen mit besonderen Lichteffekten (Chatoyance oder Asterismus) bietet sich ein Cabochon-Schliff an, da seine gewölbte, glatte Oberfläche das jeweilige Licht-Phänomen besser in Szene setzen kann.

Die Qualität der Farbe ist maßgeblich

Rot ist nicht gleich Rot! Bei Rubinen ist dies ganz besonders deutlich. Hauptsächlich intensive Rottöne mit einem leichten Blaustich (Taubenblut-Rot) gehören zu den teuersten Edelsteinen der Welt. Deshalb hat der Handel für weniger attraktive, natürliche Rubine zwei wertsteigernde Methoden entwickelt.

Hitze oder Umbenennung

Bräunliche und eher schwachrote Rubine erhalten durch ein nachträgliches “Brennen” eine intensivere Rotfärbung, sodass sie für den Schmuckmarkt attraktiver sind. Diese Manipulation ist eine gängige Praxis, nicht nur bei Rubinen.

Völlig ohne künstlichen Eingriff, ist eine Bezeichnungsänderung, die auf dem Markt den Preis steigern kann. Natürliche, rosafarbene Rubine sind nicht so gefragt und werden deshalb auch nicht so hochpreisig gehandelt. Eine einfach Umbenennung kann jedoch den Eindruck einer besonderen “Exklusivität” erwecken. So wird aus einem schlichten, farbschwachen “Rosa Rubin” ein chemisch fast identischer “Rosa Saphir”, der eigentlich allgemein als blauer Edelstein bekannt ist. Die Schwäche des Rubins zeigt sich somit unter den Saphiren als “Besonderheit”.

Rubin-Berühmtheiten

Mit stolzen 1734 Karat führt der Rubin “The Mogok Sun” dieses Ranking an. Er stammt aus Myanmar und ist ein Fund aus dem Jahre 1993. Bis heute durfte er ein unbehandelter und ungeschliffener Rohedelstein bleiben.

Weitere bekannte Namen mit über 100 Karat sind beispielsweise “Navata Rubin” (496,5 Kt), “Edward Rubin” (167 Kt), “Rosser-Reeves Rubin” (138,7 Kt) und “De-Long Sternrubin” (100,3 Kt). Außerdem befindet sich ein namenloses, aber stattliches Exemplar in der Wenzelskrone (250 Kt) des böhmischen Königreichs.

Wertschätzung

Um den enormen Wert der oben erwähnten Rubine erahnen zu können, soll hier der Vergleich mit einem neueren Fund aus dem Jahre 2022 dienen. “Estrela de Fura” heißt das außergewöhnliche Stück Edelstein aus Mosambik, das im Jahre 2023 durch das weltberühmte Auktionshaus “Sotheby´s” versteigert wurde. Mit einem Gewicht von 55,22 Karat erzielte dieser Rubin den sagenhaften Kaufpreis von 34,8 Millionen Dollar. Somit gehört er ohne Zweifel zu den High-Lights der Edelstein-Welt.

Verwechslungen mit anderen roten Edelsteinen

Da Rubine beliebt und teuer sind, versucht man natürlich das Angebot gemäß der Nachfrage künstlich auszubauen. So kommen nicht nur unkundige Verwechslungen mit anderen roten Edel- und Schmucksteinen vor, sondern auch klar manipulierte Rubine, die nicht mehr dem Naturzustand entsprechen.

Ehemalige Karfunkel-Steine und andere Verdächtige

Im rohen Zustand besitzt Rubin einen unverwechselbaren Habitus, der sich nach einer Bearbeitung natürlich verändert. Hauptsächlich in geschliffener Form kann man Rubin leicht mit den Edel- und Schmucksteinen Spinell, Granat, Topas, Turmalin, Fluorit oder Zirkon (Hyazinth) verwechseln. So sind einige entsprechende Handelsnamen auf dem Markt vertreten, die diese Tatsache ausnutzen und bei Unkundigen für Verwirrung sorgen.

”Rubin-Handelsnamen”

Amerikanische” oder “Australische Rubine” sind ebenso wie “Adaleide Rubine” in Wahrheit rote Granate (Pyrop), während rosa Topas als “Brasilianischer Rubin” und schwach roter Spinell als sogenannter “Balas Rubin” im Umlauf sind. Schlichter Rosenquarz wird wiederum unter “Montblanc Rubin” und roter Turmalin (Rubellit) als “Sibirischer Rubin” angeboten. Einzig die Bezeichnung “Falscher Rubin” für rosafarbenen Fluorit macht deutlich, dass es sich hier nicht um Rubin handelt. Zum Glück hat keiner der erwähnten Minerale eine Rubin-Härte von 9 zu bieten, sodass diese für alle Kandidaten das prägnante, unterscheidende Merkmal ist.

Synthetische Rubine

Seit dem Jahre 1835 kann man Rubine als Monokristall auch synthetisch herstellen, wovon unter anderem der Bereich der Laserherstellung(Rubinlaser) und die Uhrmacherei profitieren. Zuvor dienten Natursteine zur Herstellung von sogenannten “Paletten- und Lagersteinen”, die bei besonders hochwertigen Uhrwerken benötigt werden.Tonabnehmer von Plattenspielern, Düsen von 3D-Druckern und Koordinaten-Messgeräte sind ebenfalls mit Rubinen bestückt.

Eine günstige Alternative

Aber natürlich verwendet man auch in der Schmuckindustrie zunehmend Rubin-Synthesen, da sie in ihrer chemischen Zusammensetzung und ihren Eigenschaften mit Natursteinen identisch sind. Dabei befindet sich ihr monetärer Wert inzwischen nur noch um weniges über dem von Glas, aber optisch sind sie vor allem in der Farbe nahezu perfekt.

Natürliche, manipulierte Rubine

Wer auf alle Fälle Schmuck mit natürlich entstandenen Rubinen erwerben möchte, muss im Gegensatz zu den günstigen Rubin-Synthesen, tiefer in die Tasche greifen. Allerdings sollte man wissen, dass kaum ein natürlicher Rubin ohne verschönernde und stabilisierende Maßnahmen auf den schmuckverarbeitenden Edelstein-Markt gelangt. Rubine werden zu diesen Zwecken erhitzt, gefärbt, geölt, gewachst und mit Kunststoff imprägniert. Zu guter Letzt füllt man die entstandenen Brennrisse des Natursteins mit einem haltbaren, glasartigen Material, sodass manche Rubine hinterher einen Glasgehalt von bis zu 20 Gewichtsprozent aufweisen können.

Trommelsteine sind eine Alternative

Deshalb ist ein fachlich, seriöses Zertifikat beim Rubin-Erwerb unumgänglich, vor allem wenn man mit dem roten Edelstein eine **Heilstein-Anwendung **plant. Diese setzt nämlich auf die natürliche Ausstrahlung des Minerals und nimmt optische Mängel gerne in Kauf.

Undurchsichtige Trommelsteine sind für diesen Zweck die kostengünstigste Alternative, da sich Manipulationen hier nicht lohnen. Ein Rubin, der keine Edelstein-Qualität in der Transparenz und Reinheit erreicht, ist vielleicht weniger attraktiv, hat aber trotzdem seine charakteristische, therapeutische Wirkung. Außerdem ist er auch für kleinere, finanzielle Budgets machbar.

Häufige Fragen

Welcher Schliff ist bei Rubinen üblich?
In den meisten Fällen verarbeitet man Rubine zu Schmucksteinen - dabei erhalten klare, reine Exemplare immer einen wertsteigernden Facetten-Schliff. Bei Edelsteinen mit besonderen Lichteffekten (Chatoyance oder Asterismus) bietet sich ein Cabochon-Schliff an, da seine gewölbte, glatte Oberfläche das jeweilige Licht-Phänomen besser in Szene setzen kann.
Was ist "Taubenblut-Rot"?
Hauptsächlich intensive Rottöne mit einem leichten Blaustich (sogenanntes "Taubenblut-Rot") gehören zu den teuersten Edelsteinen der Welt. Bei Rubinen entscheidet die Farbqualität ganz erheblich über den Wert.
Was ist der teuerste Rubin der Welt?
"Estrela de Fura" heißt das außergewöhnliche Stück Edelstein aus Mosambik, das im Jahre 2023 durch das weltberühmte Auktionshaus Sotheby´s versteigert wurde. Mit einem Gewicht von 55,22 Karat erzielte dieser Rubin den sagenhaften Kaufpreis von 34,8 Millionen Dollar.

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