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Heilstein · Chalcedon-Familie

Karneol

Karneol - rote Chalcedon-Varietät, klassischer Lebensstein für Tatkraft, Mut und Selbstvertrauen.

rotrotorangeorangegebändertChalcedonWurzelchakraSakralchakra
Karneol - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Chalcedon
Mohshärte
7
Farbe
rot, rotorange, orange, gebändert
Chakra
Wurzelchakra, Sakralchakra
Sternzeichen
Widder, Stier, Skorpion, Krebs, Löwe, Schütze
Fundorte
Botswana, Malawi, Uruguay
Reinigung
lauwarmes Wasser, alle paar Tage bei täglichem Tragen
Aufladung
Bergkristall - keine direkte Mittagssonne
Element
Feuer
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Karneol im Überblick

Karneol ist eine rote Varietät der Chalcedon-Familie und soll eine allgemein anregende Wirkung auf den Organismus zeigen. Insbesondere soll er die Blutqualität, Durchblutung und den Stoffwechsel verbessern.

Wie ist Karneol entstanden?

Der mikrokristalline, faserige Quarz aus der Chalcedon-Familie ist im “Trigonalen Kristallsystem” auskristallisiert, bildet aber wie alle Chalcedone keine sichtbaren Kristalle, sondern nur mikroskopisch feine Fasern. Karneol zeichnet sich durch seine leuchtend rote und orangerote Farbe aus.

Primäre Bildung

Als Varietät des Chalcedons entsteht auch Karneol primär aus eisenhaltigen, magmatischen Kieselsäure-Lösungen im Umfeld basischer, aber auch saurer Vulkangesteine. Bei der Abkühlung und Austrocknung dieser stark wasserhaltigen Lösungen, können sich die enthaltenen Eisenoxide gleichmäßig fein verteilen und in kleinen, blasigen Hohlräumen des entstehenden Gesteins als Füllungen auskristallisieren. Üblicherweise entstehen dabei kleine Knollen, Kügelchen, aber auch ganze Mandelfüllungen im umgebenden Gestein. Je nach dem Zustand der Eisenoxidation bilden sich dabei gelbe, orangefarbene, rote, rotbraune bis braune Färbungen.

Sekundäre Fundorte

Außerdem sind, neben den erwähnten Hohlraum-Füllungen, auch Karneol-Überzüge auf Gesteinen möglich, die sich wie Sinter mit der Zeit dort Schicht für Schicht ablagern konnten. So kann man häufig sekundär entstandene Karneol-Kügelchen auch in Geröllen von Sedimenten finden, wenn sie aus ihrem Ursprungsgestein durch Wasserkraft herausgespült wurden.

Karneol in anderen Mineralen

Beispielsweise bei den vielfältigen Achaten können sich während ihrer Entstehungszeit teilweise verschieden dicke Schichten oder Bänder aus Karneol bilden. Dann zeugen intensive Orange- und Rottöne von ihrer Anwesenheit.

Merkmale und Möglichkeiten der Verwechslung

Karneol zeichnet sich durch eine durchscheinende Transparenz aus und zeigt im polierten Zustand Wachsglanz. Er besitzt wie alle Chalcedone eine Mohshärte von 6,5 bis 7 und eine Dichte von 2,58 bis 2,64. Seine Strichfarbe ist dabei immer weiß, egal wie seine Körperfarbe auch erscheinen mag. Außerdem lässt er sich nicht spalten und zeigt nur einen unebenen, muscheligen Bruch.

Calcit, Feueropal oder Karneol?

Man kann Karneol rein optisch mit rotem Calcit verwechseln, der jedoch mit einer wesentlich weicheren Härte von nur 3 schnell erkannt ist. Außerdem lässt sich Calcit hervorragend spalten.

Eine weitere Verwechslungsgefahr besteht mit dem oft wesentlich wertvolleren Feueropal, den man in seiner Edelstein-Qualität nur durch eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung unterscheiden kann.

Gebrannter Karneol

Um den gering verfügbaren, aber begehrten roten Karneol für den Markt zu „vermehren”, greift man auch hier zur bewährten Methode des Brennens. Gelbe, oft indische Exemplare verwandeln sich so in orangefarbene bis rote Schönheiten. Aber auch gefärbte Achate aus Brasilien oder Uruguay erhalten als Fälschungen den „Karneol-Status”. Diese Manipulationen sind für Laien mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Hier kann nur das Labor und eine Fachkraft weiterhelfen.

Die Größe ist entscheidend

Echter Karneol hat von Natur aus die Größe von nur wenigen Zentimetern. Das bedeutet, dass wesentlich größere Exemplare zwangsläufig manipulierte Fälschungen sein müssen. Gut verfügbare Achate und farbschwache Chalcedone, die eine beachtliche Größe erreichen können, dienen hier als Grundsubstanz für künstlich erzeugte, optische Verbesserungen. Diese können dann als rotleuchtende Karneole auf dem Markt erscheinen.

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