Hildegard von Bingen und die Wirkung der Heilsteine

Hildegard von Bingen und die Wirkung der Heilsteine

Kaum eine andere Frau der Geschichte war eine so außergewöhnliche Persönlichkeit wie Hildegard von Bingen. Sie wurde 1098 geboren, sie war Benediktinerin, Äbtissin, Komponistin und Dichterin, aber vor allem eine Heilkundige. Heute würde man Hildegard von Bingen vielleicht als eine Art Universalgenie ansehen, für die damalige Zeit war sie mehr als ungewöhnlich. Sie war an allem in der Natur interessiert und von der Wirkung der Heilsteine fest überzeugt. Als sie 1179 im Kloster Rupertsberg starb, hinterließ sie eine Vielzahl an Schriften, auch zum Thema Heilsteine.

Eine sehr selbstbewusste Frau


Aus heutiger Sicht ist Hildegard von Bingen so besonders, weil sie sich von Männern nichts vorschreiben ließ. Sie ging grundsätzlich ihren eigenen Weg und war damit allen anderen Frauen im Mittelalter weit voraus. Sie beobachtete und notierte sich alles, was ihr wichtig erschien. Aus ihren Notizen wurden schließlich Bücher und eines dieser Bücher befasst sich nur mit der Wirkung der Heilsteine. Hildegard von Bingen schuf praktisch die Grundlage der modernen Steinheilkunde, wie sie heute bekannt ist. Noch immer berufen sich viele, die an die Kraft und die Wirkung der Heilsteine glauben, auf die Texte, welche die Äbtissin einst verfasst hat.

Ausführliche Aufzeichnungen über die Wirkung der Heilsteine

24 Heilsteine umfasst das ausführliche Lexikon der Hildegard von Bingen, sie beschreibt darin das Aussehen der einzelnen Steine und ihre Wirkkraft. In den Anwendungen vereinte die Ordensfrau ihre Beobachtungen mit dem großen medizinischen Wissen, worüber sie bereits im 12. Jahrhundert verfügte. Erstaunlich ist, dass die Beobachtungen der Hildegard von Bingen und die wissenschaftlichen Erkenntnisse der heutigen Zeit beim Thema Heilsteine Parallelen aufzeigen. Das Wissen der Nonne in Bezug auf die Wirkkraft der Heilsteine näher zu untersuchen, lohnt sich auf jeden Fall.

Das schrieb Hildegard über die einzelnen Heilsteine

Zu den 24 Heilsteinen, die Hildegard von Bingen in ihrem Lexikon beschreibt, gehört auch der Amethyst. Sie empfiehlt, diesen schönen violetten Stein bei Flecken und Schwellungen auf der Haut zu nutzen, oder ihn bei einem Insektenstich auf diese Stelle zu legen. Der Jaspis schützt vor Mondsucht und vor Dieben. Wer Kopfschmerzen hat, sollte den Stein auf die schmerzende Stelle legen. Laut Hildegard von Bingen kann der Bergkristall bei Problemen mit der Schilddrüse helfen und er verleiht den Menschen, die ihn bei sich tragen, Ausdauer und Kraft. Der Bernstein, den die Äbtissin als Ligur bezeichnet, sollte bei Magenschmerzen zum Einsatz kommen oder wenn es Schwierigkeiten beim Wasserlassen gibt. Der Achat hilft bei Augenleiden, bei Fieber und bei Herzbeschwerden. Einige Tipps der Hildegard von Bingen klingen heute jedoch etwas seltsam und sind mit großer Vorsicht zu genießen. So soll etwa der Topas stark „schwitzen“, wenn er neben Speisen liegt, die vergiftet wurden.

Fazit zur Wirkung der Heilsteine

Nach der Auffassung von Hildegard von Bingen hat Gott die Heilsteine nicht als reine Schmucksteine auf die Erde geschickt, sondern damit sie den Menschen bei Krankheiten helfen. Immer wieder schreibt sie von der Kraft und von den Strahlen, die von den verschiedenen Heilsteinen ausgehen. Das, was die Heilkundige Hildegard damit meinte, wird heute ein elektromagnetisches Feld genannt. Dieses Feld entsteht immer, wenn zwei Heilsteine vulkanischen Ursprungs nebeneinander liegen.

Bild: @ depositphotos.com / jochenschneider

Ralf

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