Faktenbox
- Mineralfamilie
- Topas (Insel-Silikate, Aluminium-Silikat)
- Mohshärte
- 8
- Farbe
- farblos, hellblau, blassgrün, gelb, goldgelb, hellbraun, rotorange, pink
- Chakra
- Stirn-Chakra, Hals-Chakra, Herz-Chakra, Nabel-Chakra, Sakral-Chakra, Kronen-Chakra
- Sternzeichen
- Löwe, Zwillinge, Waage, Wassermann, Jungfrau
- Fundorte
- Brasilien, Deutschland, Schweden
- Reinigung
- Einmal pro Woche unter lauwarmem fließendem Wasser reinigen - keine heißen Bäder, kein Ultraschall.
- Aufladung
- Über Nacht mit Hämatit entladen, dann auf Bergkristall-Gruppen oder in Amethyst-Drusen regenerieren. Nur wenige Minuten in der Sonne - keine intensive Bestrahlung.
- Element
- Feuer

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Topas im Überblick
Die Farben dieses Heilsteins reichen von Hellblau, Blassgrün, Gelb, Goldgelb, Hellbraun bis Rotorange und Pink. Im Allgemeinen steht Topas mit inneren Wachstumsprozessen, spiritueller Erkenntnis und einer gesunden Selbstwürdigung in Verbindung.
Selbstbestimmt das eigene Leben in die Hand nehmen, soll in Gegenwart dieses Heilsteins leichter fallen. Er ist ein vielseitiger Heilstein und hat als Symbolstein eine sehr lange Tradition.
Topas-Entstehung und Kristallsystem
Als sogenanntes “Leitmineral” zeigt Topas stets eine primäre, pneumatolytische Bildung an, wobei 375 bis 450 °C heiße Gase mit Fluor-Gehalt auf vorhandene Aluminium-Silikate einwirken konnten. Topas entsteht somit in den Rissen, Spalten und Gängen saurer Tiefengesteine (Plutonite), die ihrerseits während des Prozesses metasomatisch (hydrothermal) in “Greisen” umgewandelt werden (Vergreisung von Granit).
Fundorte des Edel- und Heilsteins “Topas”
Aufgrund seiner hohen Mohshärte von 8, kann man Topas nicht nur aufgewachsen in Klüften und Gängen entsprechender, vergreister Plutonite finden, sondern auch in Trümmergesteinen (klastische Sedimente) und Lagerstätten von Edelstein-Seifen. Durch die Verwitterung (Zersetzung, Zerkleinerung) des Gesteins und spätere Erosion (Abtransport durch Wind und Wasserströme) der entstandenen Trümmerstücke, gelangen Topas-Kristalle aus den klastischen Sedimenten schließlich, der Schwerkraft folgend, auch in tiefer gelegene Edelstein-Seifen. Dort liegen dann die sehr witterungsresistenten Topase zwischen all den kieselförmigen, weniger harten Steinen verborgen.
Topas-Giganten
Da Topas unter günstigen Bedingungen ziemlich große und schwere Kristalle bilden kann, sind Exemplare mit einem Gewicht um die 100 kg nicht allzu selten. Dabei soll aus Mosambik der mächtigste Topas stammen, den man je gefunden hat. Dieser Topas der Extraklasse soll mit einem Meter Länge stolze 2500 kgauf die Waage bringen.
Naturbelassene Topas-Exponate
Zwei sehr große, farblose “Topas-Brocken” kommen aus Brasilien, die man unbearbeitet als 31,8 kg schwerer “Lindsay Topaz” und 50,4 kg schwerer “Freeman Topaz” im amerikanischen Naturkunde-Museum in Washington D. C. bestaunen kann. Sie zählen eindeutig zu den größten Topas-Kristallen der Welt. Brasilien ist bis heute für seine lukrativen Lagerstätten bekannt, in denen man immer wieder auffallend “gewichtige” Topase finden kann.
Geschliffene Topas-Schönheiten
Weitere Topas-Exponate des amerikanischen “National Museum of Natural History” sind beispielsweise auch der gelblich braune “El Dorado” mit 31.000 Karat im Smaragd-Schliff, der hellblaue “Brazilian Princess” mit ca. 21.000 Karat im Carré-Schliffund der gelblich-bräunliche “Golden Topaz Sphere” mit über 12.550 Karat im Kugelschliff. Dabei ist der Materialverlust am Ende des Schleifvorgangs enorm, so wog der Rohstein des “El Dorado” beispielsweise ganze 37 Kilogramm.
Auch der bekannte, graue “Luna de Marabá” bringt in seinem Achteck-Schliff noch 25.250 Karat auf die Waage und der gelbbraune “American Golden” im Kissenschliff erreicht fast 22.900 Karat. Alle hier erwähnten Topase stammen bezeichnenderweise aus Brasilien.
Weitere Topas-Vorkommen
Neben Brasilien liegen auch nennenswerte Lagerstätten in Mexiko und den USA, in Sri Lanka, Pakistan und Myanmar sowie Namibia, Afghanistan und Algerien. In Europa findet man Topas in guter Qualität vor allem in Schweden, Norwegen, Tschechien und in der Schweiz. Selbst im südlichen Polargebiet “Antarktis” hat man schon diesen Edelstein entdeckt.
Historische Topas-Vorkommen
Weingelbe Topas-Kristalle stammten einst aus dem Grenzgebiet zwischen Thüringen, Sachsen, Franken und Böhmen (Vogtland), die man heute im “Grünen Gewölbe” in Dresden bewundern kann. Die historischen Schmuckstücke des ehemaligen Königs von Polen “August II.” sind mit geschliffenen Topasen aus der Region “Schneckenstein” in Sachsen besetzt. Aber auch in der englischen Königskrone kann man Topas aus dem Vogtland finden.
Das Orthorhombische Kristallsystem
Da Topas rhombisch bzw. orthorhombisch kristallisiert, bildet er prismatische und typischerweise auch dipyramidale Kristalle, die eine deutliche Doppelpyramiden-Form besitzen. Topas-Kristalle zeigen im Querschnitt die Form einer Raute und sind meistens in Klüften und Gängen entsprechender Gesteine aufgewachsen. Wie oben beschrieben, kann Topas sehr große und schwere Kristalle bilden, die neben einer kurz- bis langprismatischen Erscheinung auch einen flächenreichen und säulenförmigen Habitus zeigen können.
Die Topas-Farben
Ohne Fremdstoffe oder Fehler im Gitterbau ist Topas durchsichtig in seiner Transparenz und in reiner Form völlig farblos. Als Polykristall oder mit natürlichen Gitterbau-Fehlern erscheint er jedoch weiß, da sich hier das einfallende Licht vielfach bricht. Verunreinigungen wiederum führen zu den verschiedenen begehrten Topas-Farben, die je nach Fremdstoff-Beimengung hellblau (Eisen), gelb (Chrom) bis braun (Mangan), goldgelb bis gelb-pink und rosarot (Phosphor), grünlich und violett ausfallen können. Entsprechend der Verunreinigungen nimmt allerdings die klare Transparenz des Edelsteins soweit ab, dass er teilweise nur noch durchscheinend ist.
Paragenesen mit Topas
Nicht selten bildet Topas mit anderen Mineralien und Schmucksteinen wie Aquamarin, Fluorit, Lepidolith oder Feldspat attraktive Paragenesen. Diese charakteristische Vergesellschaftung verschiedener Minerale am gemeinsamen Entstehungsort lässt Rückschlüsse auf die Entstehungsgeschichte und die dabei herrschenden physikalischen und chemischen Bedingungen zu.
Meistens findet man Topas jedoch zusammen mit Beryll oder Mineralien aus der Turmalin-Gruppe in magmatisch entstandenen, sauren Pegmatiten, aber auch in sauren Vulkaniten wie Gneis oder Rhyolith kann er vorkommen.
Topas-Bestimmungsmerkmale und Bearbeitung
Als Namensgeber der “Topas-Gruppe” gehört das Aluminium-Silikat in die Mineralklasse der Silikate und strukturell zu den “Insel-Silikaten”. Um aus einem Rohkristall einen geschliffenen Schmuck- und Edelstein herzustellen, muss man bei Topas in der Bearbeitung jedoch Vorsicht walten lassen.
Härte, Dichte und Spaltbarkeit
Obwohl Topas eine hohe Mohshärte von 8 und Dichte von 3,5 bis 3,6 vorweisen kann, lässt er sich nicht so leicht schleifen und in Schmuckstücke einfassen. Durch seine vollkommene Spaltbarkeit kann er nämlich leicht zerbrechen, vor allem wenn schon natürliche, kleine Risse im Kristall vorhanden sind. Schnelle Temperaturschwankungen und selbst die behutsamsten Arbeiten können vor allem bei Topasen mit Einschlüssen zu größeren Rissen führen, sodass der Schmuckstein unbrauchbar wird.
Deshalb braucht man viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl für die Verarbeitung dieses attraktiven Edelsteins. Auch ein Bad im Ultraschallgerät sollte man besser vermeiden. Ist ein Topas aus Unachtsamkeit zerbrochen, zeigt er muschelige, unebene Bruchstellen.
Edelstein-Qualitäten
Neben der hohen Härte, besitzt Topas die gewünschte durchsichtige bis durchscheinende Transparenz mit Glasglanz, die seltene Edelsteine meistens ausmacht. Da dieser Schmuck- und Heilstein jedoch im Allgemeinen nicht so selten vorkommt, sind vor allem farblose Exemplare nicht im oberen Preisniveau anzutreffen. Seltene Varietäten allerdings schon, dazu gehören Goldtopas und Pink-Topas in bester Qualität sowie der sehr seltene orangerote Topas Imperial(Königstopas) und der natürlich entstandene, blaue”Edel-Topas”.
Obwohl ein Edel-Topas, aber vor allem ein Königstopas eine intensive Erscheinungsfarbe zeigen kann, ist die Strichfarbe aller Topas-Varietäten immer weiß.
Varietäten und verwandte Steine
Zu den Varietäten des Topass mit eigener Beschreibung gehören:
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Vertiefung
Alle Aspekte des Topass
Wirkung
Psyche, Körper, Geist - was Topas traditionell bewirkt.
Bedeutung
Symbolik und spirituelle Zuordnung über die Jahrhunderte.
Anwendung
Tragen, Auflegen, Meditation - wie du Topas nutzt.
Reinigen & Aufladen
Pflege Schritt für Schritt - und was du vermeiden solltest.
Sternzeichen
Für wen Topas besonders gut passt.
Chakra
Stirn-Chakra & Hals-Chakra & Herz-Chakra & Nabel-Chakra & Sakral-Chakra & Kronen-Chakra - gezielte Anwendung.
Schmuck
Ketten, Armbänder, Anhänger - Trageformen im Alltag.
Edelsteinwasser
Zubereitung - und welche Sicherheitsregeln gelten.
Meditation
Geführte Übungen mit Topas.
Fundorte & Herkunft
Wo Topas gefunden wird - und woran du Qualität erkennst.
Geschichte
Von der Antike bis heute.
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Preisvergleich verschiedener Händler.