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Heilstein · Organischer Stein (fossiles Harz)-Familie

Bernstein

Bernstein ist kein Mineral, sondern über eine Million Jahre altes fossiles Harz. Der goldgelbe „Stein des Baltischen Meeres" fasziniert seit Jahrtausenden durch seine warme Ausstrahlung und wird in der Steinheilkunde für emotionale Stabilität geschätzt.

gelbgoldgelborangerotbraunweißOrganischer Stein (fossiles Harz)Solarplexus-ChakraNabel-Chakra
Bernstein - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Organischer Stein (fossiles Harz)
Mohshärte
2
Farbe
gelb, goldgelb, orange, rot, braun, weiß
Chakra
Solarplexus-Chakra, Nabel-Chakra
Sternzeichen
Stier, Löwe, Jungfrau
Fundorte
Ostsee, Dänemark, Dominikanische Republik
Reinigung
Unter fließendem Wasser reinigen; regelmäßig aufladen empfohlen
Aufladung
In der Morgensonne aufladen für optimale Energetisierung
Element
Sonne / Licht
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Bernstein im Überblick

Bernstein gibt es in den Farben Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Blau-Grünlich und Schwarz. Goldgelbe Bernsteine erscheinen auch in klarer Qualität, während die anderen meisten eher durchscheinend oder undurchsichtig sind. Er steht für Optimismus, Schutz, Lebensfreude und soll eine attraktivere Ausstrahlung verleihen.

Heilstein des Baltischen Meeres

Bernstein ist kein Mineral, sondern fossiles Harz - und doch hat er im Lauf der Menschheitsgeschichte einen ähnlich hohen Stellenwert wie Edelsteine erlangt. Vielleicht liegt es an seinem warmen Glanz, der seit Jahrtausenden mit der Sonne, dem Licht und dem Leben selbst in Verbindung gebracht wird. Schon die alten Griechen nannten ihn „Elektron”, was nicht nur auf seine Leuchtkraft verweist, sondern auch auf seine Fähigkeit, sich durch Reibung elektrostatisch aufzuladen. In dieser Eigenschaft steckt eine tiefe Symbolik: Der Bernstein zieht an, was unsichtbar und leicht ist, genauso wie er im spirituellen Sinne Glück, Schutz und Lebensfreude anziehen soll. Viele Völker sahen in ihm das „eingefangene Sonnenlicht”, ein Stück ewige Wärme, das den Menschen in dunklen Zeiten Trost spendet. Im Mittelalter galt er als mächtiger Talisman gegen Hexerei, Krankheit und böse Geister. Nicht zufällig wurden Rosenkränze und Amulette aus Bernstein gefertigt, da er die Nähe zum Göttlichen symbolisierte und zugleich Schutz vor dem Bösen versprach. In der Steinheilkunde wird Bernstein heute vor allem für seine optimistische, stimmungsaufhellende Wirkung geschätzt. Sein goldgelbes Leuchten soll die Seele aufhellen, Zweifel und Misstrauen vertreiben und das Selbstvertrauen stärken. Besonders in Zeiten von Niedergeschlagenheit und innerer Schwere kann er ein sanfter Begleiter sein, der Lebensfreude und Zuversicht zurückbringt. Spirituell wird er oft mit dem Solarplexus-Chakra verbunden, das für persönliche Stärke, Selbstbewusstsein und Lebensenergie steht. Wer Schwierigkeiten hat, eigene Entscheidungen zu treffen oder sich von negativen Einflüssen abzugrenzen, kann in Bernstein einen stabilisierenden Unterstützer finden. Er symbolisiert Wärme, Geborgenheit und die Kraft, das Leben leichter und heller zu nehmen. Körperlich wird Bernstein traditionell mit Magen, Darm, Leber und Galle in Verbindung gebracht. Seine „entgiftende” Wirkung ist vor allem in der Volksmedizin bekannt: Bernsteinwasser, bei dem ein Stück Bernstein mehrere Stunden in Wasser liegt, wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung oder bei Hautproblemen getrunken oder äußerlich angewendet. Auch für das Immunsystem werden dem Harz stärkende Eigenschaften nachgesagt, was sich mit modernen Erkenntnissen über die im Bernstein enthaltene Bernsteinsäure teilweise deckt. Diese Substanz wird auch heute noch in der Pharmaforschung untersucht. Bekannt ist außerdem die traditionelle Anwendung von Bernsteinketten bei zahnenden Babys - die beruhigende, schmerzlindernde Wirkung wurde über Generationen überliefert, auch wenn wissenschaftliche Belege fehlen. Nicht zu unterschätzen ist die kulturelle Bedeutung des Bernsteins. Der „Bernsteinweg”, eine Handelsroute, die von der Ostsee bis ins Mittelmeer führte, machte ihn schon in der Antike zu einem begehrten Gut. Er war Schmuck, Zahlungsmittel und Kultobjekt gleichermaßen. Besonders eindrucksvoll zeigt sich sein Stellenwert im legendären Bernsteinzimmer, das einst als „Achtes Weltwunder” galt. Auch heute noch übt Bernstein eine besondere Faszination aus, wenn man ihn an Stränden findet oder in Schmuckstücken trägt. Seine Leichtigkeit - im Gegensatz zu echten Edelsteinen erstaunlich gering im Gewicht - und seine warme Haptik machen ihn zu einem Stein, den man gerne bei sich trägt. Zusammenfassend ist Bernstein ein Heil- und Schmuckstein, der Wärme, Licht und Lebenskraft symbolisiert. Er ist weniger fordernd als andere Steine, sondern schenkt sanfte Unterstützung, Optimismus und Schutz. Wer ihn trägt, verbindet sich mit einem uralten Naturstoff, der aus dem Harz längst vergangener Wälder entstanden ist und doch heute noch Sonnenenergie in sich zu tragen scheint. Genau diese Mischung aus Geschichte, Natur, Mythos und sanfter Heilwirkung macht den Bernstein zu einem der beliebtesten „Steine” weltweit - ein echter Sonnenstein, der Licht in dunkle Zeiten bringt.

Wer nach einer stürmischen Herbstnacht an der Ostseeküste möglichst früh einen Spaziergang macht, kann ganz besondere Schätze finden. Die starken Wellen haben oft goldene Steine in verschiedenen Größen an den Strand gespült, die ziemlich schnell von glücklichen Händen aufgesammelt werden.

Denn das „Gold des Meeres” oder „Gold des Nordens” ist schon Jahrtausende eine begehrte Kostbarkeit. Der Bernstein aus dem Ostseeraum, wird Baltischer Bernstein genannt, um ihn von all den anderen Bernsteinvorkommen dieser Erde zu unterscheiden. Ausgegrabene Bernstein-Objekte aus Ägypten sind allerdings schon über 6000 Jahre alt.

Bernsteinfarben

Bernsteine beeindrucken nicht nur diejenigen, die gezielt auf ihre Suche gehen. Diese Steine ziehen auch alle „Laien” in ihren Bann, die ganz zufällig über sie stolpern. Es fällt schwer einen Bernsteinfund einfach zu ignorieren.

Die verschiedenen Farben des Bernsteins

Auch wenn vor allem das berühmte Goldgelb des Bernsteins bekannt geworden ist, so kann man Bernsteine, sowohl in verschiedenen Farben, als auch unterschiedlichen Qualitäten finden. Die herrliche Farbenvielfalt, die von Honiggelb, Orange- und Rottöne, bis hin zu Weiß- und sogar Grün- und Blautöne reicht, haben den Bernstein weltweit bekannt gemacht.

Da es sich bei diesem Heilstein um ein fossiles Harz längst ausgestorbener Urwälder handelt, weisen diese Steine kein einheitliches Bild auf. Diese Harze stammen von verschiedenen Pflanzen aus ganz unterschiedlichen Zeiten der Erdgeschichte. Generell sind Bernsteine über eine Million Jahre alt. Verfestigte Harze, die jünger sind, werden Kopal genannt.

Die verschiedenen Varietäten des Bernsteins

Die Struktur des Bernsteins besteht aus mikroskopisch kleinen Bläschen, die mit ätherischen Ölen und Wasser gefüllt sind. Dieser ehemalige Zellsaft der harzabsondernden Pflanzen wurde so konserviert. Je nach Anordnung und Menge dieser Bläschen, entstehen die unterschiedlichen Grade an Trübungen des Bernsteins.

Der elfenbeinfarbene bis weißliche Bernstein wird „Knochen” genannt. Die gelbliche, trübe Varietät kommt am häufigsten vor und trägt die Bezeichnung „Bastard„. Ein sogenannter „flomiger” Bernstein (Flom) besitzt eine leicht durchscheinende Struktur, während die Qualität „Klargelb” völlig ohne Trübung ist.

Wurden die Harzstücke durch Pflanzenreste oder Staub stark verunreinigt, sind daraus Bernsteine mit olivgrüner bis bläulich-schwarzer Färbung entstanden, die kaum noch als Bernsteine zu identifizieren sind. Diese werden unter der Bezeichnung „Brack” zusammengefasst.

Ein Stein von großer, traditioneller Bedeutung

Der wissenschaftliche Name des echten, vor allem Baltischen Bernsteins lautet „Succinit„. Er kommt in der gesamten baltische Region vor und hat bis heute eine sehr große wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Bedeutung. Das sogenannte „Bernsteinfischen” hat eine lange wirtschaftliche Tradition und wird bis heute noch praktiziert.

Wo kann man Bernstein finden?

Wer heute auf der Kurischen Nehrung, der größten Dünenlandschaft in Europa, die Ferien verbringt, kann mit etwas Glück am Strand noch Bernstein finden. In allen baltischen Staaten ist der Bernstein zu Hause. Dort ist schon früh eine Bernstein verarbeitende Volkskunst und später auch Industrie entstanden. Aber auch Neuseeland, Kolumbien, West- und Ostafrika, sowie Madagaskar bringen heute ihren eigenen Bernstein auf den weltweiten Markt.

Dominikanischer Bernstein hat sich beispielsweise aus fossilen Harzen gebildet, deren botanische Herkunft sich natürlich von den Baltischen Bernsteinen unterscheidet. Aller aus der Erde gegrabener Kopal zählt außerdem zu den Bernsteinen, obwohl ihr Alter wesentlich jünger ist. So ist der „Madagaskar-Kopal” per Definition ein Bernstein.

Das berühmteste Kunstobjekt aus Bernstein

Das weltberühmte „Bernsteinzimmer„, das der preußische König Friedrich I. als Tauschobjekt gegen Soldaten an den russischen Zaren Peter den Großen weitergab, ist seit dem zweiten Weltkrieg verschwunden. Die Wände und barocken Ornamente, Reliefs und architektonischen Details waren völlig aus Bernsteinen gefertigt. Dazu kamen Leuchter, Figuren, Gefäße und Vitrinen mit vielen Kunstgegenständen einzig aus Bernstein hergestellt.

Das demontierte Bernsteinzimmer lagerte im 2. Weltkrieg als Kriegsgut bis 1945 im Königsberger Schloss, wo es bei dessen Großbrand wahrscheinlich verbrannte. Ab den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts begannen russische Spezialisten, nach alten Plänen, das Bernsteinzimmer zu rekonstruieren. Schließlich im Jahre 2003 erstrahlte erneut eine originalgetreue Kopie des Bernsteinzimmers im Katharinenpalast in St. Petersburg.

Mystisch, aber auch praktisch

Bernstein wird auch heute hauptsächlich zu Schmuck verarbeitet. Seine Bedeutung als Heilstein hat jedoch ebenfalls eine lange Tradition. Nicht nur die zahlreichen, optisch unterschiedlichen Varietäten begeistern die Menschheit schon von je her.

Talisman und Statussymbol

Der Bernstein wird seit unserer Urgeschichte als Kraft- und Heilstein gehandelt, was die Jahrtausend alten Funde an Bernsteinobjekten beweisen. Ob als Talisman oder Heilmaßnahme, dem Bernstein wird bis heute eine mächtige Wirkkraft nachgesagt. Im Mittelalter waren die Gebetsketten sehr oft aus Bernstein gefertigt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein, musste jeder Bernsteinfund dem Staat oder staatlichen Pächter übergeben werden. Unterschlagungen wurden hart bestraft. Der Höhepunkt der künstlerischen Bernsteinverarbeitung brachte im 16. und 17. Jahrhundert große, repräsentative Kunstobjekte hervor.

Die „Kleiderbürste” der Ahnen

Wird ein Bernstein längere Zeit zwischen den Händen gerieben, lädt er sich elektrostatisch auf. Diese Ladung ist stark genug, um leichten Staub oder Papierschnipsel anzuziehen.

Der griechische Name „electron” wird mit „hell, strahlend, glänzend” übersetzt, und verweist somit nicht direkt auf die Fähigkeit des Bernsteins, sich elektrostatisch aufzuladen.

In antiken, vornehmen Haushalten diente ein passend großer Bernstein gerne als „Kleiderbürste”, der kleinste Staubpartikel und dünne Haare auf der Kleidung entfernte.

Von wissenschaftlicher Bedeutung

Ein absolutes High-light sind Bernsteine mit sogenannten „Inklusen„. Diese lebensgetreuen Einschlüsse in klargelbem Bernstein, zeigen den Forschern längst ausgestorbene Vorfahren unserer Insekten- oder Pflanzenwelt. Auch die Sammlergemeinde freut sich über diese von Urharz eingeschlossenen, kleinen Tiere ganz besonders.

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