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Heilstein · Halogenide (Calciumfluorid CaF₂)-Familie

Fluorit

Fluorit - der "wirksamste Lernstein der Steinheilkunde". Kubisches Halogenid mit ordnender Wirkung auf Geist und Gefühle. "Eine klare Konzentration auf das Wesentliche bringt Ordnung."

farblosgelbgrünblauviolettrosavielfarbigHalogenide (Calciumfluorid CaF₂)Nabel-ChakraHals-ChakraStirn-ChakraKronen-ChakraHerz-ChakraSakral-Chakra
Fluorit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Halogenide (Calciumfluorid CaF₂)
Mohshärte
4
Farbe
farblos, gelb, grün, blau, violett, rosa, vielfarbig
Chakra
Nabel-Chakra, Hals-Chakra, Stirn-Chakra, Kronen-Chakra, Herz-Chakra, Sakral-Chakra
Sternzeichen
Wassermann, Fische, Skorpion
Fundorte
China, Mexiko, Mongolei
Reinigung
Unter lauwarmes fließendes Wasser halten - sehr empfindlich, vor Stößen schützen. Mit Hämatit-Trommelsteinen entladen.
Aufladung
Auf Amethyst-Druse (bequemste Methode) oder Bergkristall regenerieren.
Element
Luft
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Fluorit im Überblick

Fluorite sind farblos, gelb, blau, grün, violett, rosa oder mehrfarbig. Sie sollen die Konzentration und Lernfähigkeit fördern. Außerdem stärken sie die geistige, seelische und körperliche Beweglichkeit für Neuanfänge.

Merkmale und Klassifikation der Minerale

Mohs´ Augenmerk lag bei der Bewertung der unterschiedlichen Mineralien und Gesteine vor allem auf den verschiedenen physikalischen Eigenschaften (Härte, Form, Sprödigkeit und spezifisches Gewicht). Diese geben Auskunft über den mechanischen Widerstand eines Materials, wenn physikalische Kräfte (z.B. Druck, Reibung, Temperatur) wirken. Manche Minerale reagieren erstaunlich auf Lichteinwirkung, so auch Fluorit mit seiner nach ihm benannten “Fluoreszenz”. Aber auch die Reaktion eines Minerals auf Flüssigkeiten (z.B. verschiedene Säuren, Laugen oder einfaches Wasser) können bei der Bestimmung eines Gesteins helfen.

Bestimmungsmerkmale des Fluorits

So besitzt Fluorit neben der erwähnten Mohshärte 4, eine Dichte von 3,18 und eine vollkommene Spaltbarkeit mit spröden Bruch. Seine charakteristische Strichfarbe ist weiß, während die Transparenz von Fluorit zwischen durchscheinend bis völlig durchsichtig liegt. Fluorite zeigen Glasglanz.

Der “Durchläufer” Fluorit

Als sogenannte “Durchläufer” werden Minerale bezeichnet, die primär, sekundär oder tertiär entstehen können. Fluorit gehört zu dieser Gruppe, bei der alle drei Bildungsmöglichkeiten möglich sind.

Primäre Entstehung

Wenn im Magma in größerer Konzentration Fluor-Wasserstoff zu finden ist, kann sich als Anteil von Plutoniten und in Pegmatiten primär Fluorit bilden. Dabei ist eine hydrothermale oder pneumatolytische Entstehung von Fluoriten in Plutoniten keine Seltenheit.

Die “Pneumatolytische Phase”

Während bei der pneumatolytischen Phase der Mineral-Bildung heiße, aggressive Dämpfe in das verfestigte Magma eindringen, können sich Stoffe herauslösen. Diese können zusammen mit den mineral- und säurehaltigen Dämpfen schließlich je nach Zusammensetzung verschiedene Mineralien bilden. Das griechische “pneuma” bedeutet “Dampf” und “lyein” steht für “lösen”.

Auch die umliegenden Gesteine reagieren auf diesen **Stoffaustausch **unter Hitze und Druck, der fachlich “Metasomatose” genannt wird. Diese so entstandenen Gesteine und Mineralien zeigen Ähnlichkeiten mit metamorphen Abläufen der tertiären Bildung, und somit laut Steinheilkunde auch vergleichbare Wirkungen.

Die “Hydrothermale Phase”

Die weitaus meisten Heilsteine kommen heute jedoch aus hydrothermal entstandenen Lagerstätten, wie beispielsweise in China oder Mexiko. Hier verflüssigen sich Dämpfe unter hohem Druck zu Wasser und lösen die verbliebenen Mineralien und Säuren darin auf. Diese wässrige, heiße Phase ist nach den griechischen Begriffen “hydro” für “Wasser” und “therme” für “heiße Quelle” benannt. Steigen diese wässrigen Lösungen schließlich nach oben, füllen sie alle Spalten, Risse und Hohlräume aus, die bei der Gesteinsbildung entstanden sind. Dabei kühlen sie langsam ab und bilden in den Blasen und Gängen der vorhandenen Gesteine neue Minerale. So entstehen in den Blasen mineralische Knollen, die komplett gefüllt “Mandeln” oder mit verbleibendem kleineren Hohlraum “Geoden”, bzw. “Drusen” genannt werden.

Die sekundäre und tertiäre Entstehung

Fluorite aus einer sekundären (in Sedimenten) oder tertiären (in metamorphen Gesteinen) Bildung sind zwar möglich, spielen aber eine untergeordnete Rolle. Selten entstehen während der natürlichen Verwitterungsprozesse Fluorite, denn hier muss als Voraussetzung Flusssäure freigesetzt werden. Diese wiederum muss auf vorhandene Gesteine mit höherem Calciumgehalt treffen und einwirken können, sodass Fluorite entstehen können. Noch seltener ist eine tertiäre Bildung von Fluorit in durch Metamorphose entstandenen Gesteinen.

Der kubische Fluorit

Ein oben genanntes Synonym trägt die optische Erscheinungsform der Kristalle des Fluorits bereits im Namen. Die Bezeichnung “Würfelspat” kennzeichnet die meist würfeligen und oktaedrischen Kristalle oder Kristall-Zwillinge des “Kubischen Kristallsystems”. Auch größere Kristall-Gruppen und körnige bis spätige (blättrig brechend) Gesteinsmassen sind häufig aus primärer Bildung zu finden.

Farbe und Farbphänomene

Fluorit kann sowohl völlig klar und farblos sein, als auch alle Farben zeigen. Oft ist er in mehreren Farben zonar gefärbt und heißt seiner optischen Erscheinung gemäß “Regenbogen-Fluorit”. Unter UV-Licht zeigen einige Exemplare die schon oben erwähnte “Fluoreszenz” und nur wenige außerdem noch “Phosphoreszenz”. Der Unterschied dieser beiden lichtabhängigen Eigenschaften liegt in der Dauer des Licht-Farbphänomens. Während die Fluoreszenz nach eine äußeren Lichteinwirkung nur kurze Zeit ein beeindruckendes “Nachglühen” in einer oft anderen Farbe zeigt, währt eine Phosphoreszenz länger. Jedoch ist dieses länger andauerndeNachleuchten” im Dunkeln nicht so intensiv. Alchemisten beobachteten die Phosphoreszenz mancher Minerale bereits im 17. Jahrhundert, während das Phänomen der Fluoreszenz erst zwei Jahrhunderte (1824) später von Friedrich Mohs erstmals entdeckt wurde.

Die Verwendung des Fluorits

Neben der oben schon erwähnten industriellen Verwendung des Fluorits als Flussmittel und Zusatzstoff bei der Stahl- und Aluminium-Gewinnung (Hüttenspat), ist er außerdem heute der wichtigste Rohstoff zur Fluor- und Flusssäure-Gewinnung(Säurespat). Aus Flusssäure können so verschiedene Fluoride (Flusssäure-Salze) und polymere Fluor-Verbindungen hergestellt werden.

Fluor und Fluorid

Das chemische ElementFluor” ist ein hoch giftiges, stark ätzendes Gas, das viele in Form von Fluorid aus der Werbung für Zahnpasta kennen. Hier soll die Beigabe von Fluorid dem Zahnzerfall entgegenwirken. Aber auch die sogenannte “Fluoridierung” von Trinkwasser ist üblich. Fluoride sind Salze der Flusssäure (Fluor-Wasserstoffsäure) und wesentlich weniger aggressiv und reaktionsfreudig als das gasförmige Fluor. Diese Salze kommen als Bestandteil in vielen Mineralen vor, jedoch ist der Anteil in Fluoriten besonders hoch. Das Spurenelement Fluorid ist ein Bestandteil unseres Körpers und kommt vermehrt in den Knochen und Zähne vor. Es ist unter anderem für die Stärkung von deren Strukturen zuständig. So lässt sich die Verwendung in Zahnpflege-Produkten erklären. Als sehr wichtiger Rohstoff kann Fluorit für viele technische und medizinische Zwecke verwendet werden.

Glas-, Keramik- und Linsenspat

In der Glas- und Keramikherstellung dient Fluorit als Fluss- und Trübungsmittel, um beispielsweise Mattgläser, opakes Weißglas oder lichtdurchlässiges, aber undurchsichtiges Milchglas herzustellen. Das Synonym “Keramikspat” lässt die Verwendung in der Herstellung von besonderen keramischen Werkstoffen erkennen, während “Linsenspat” die Bedeutung als Grundstoff für optische Linsen in der optischen Industrie aufzeigt.

Schmuck- und Dekorationsstein

Da Fluorit mit einer Mohshärte von 4 nicht besonders hart ist und außerdem noch über eine leichte und sehr gute Spaltbarkeit verfügt, ist er für eine industrielle Schmuckverarbeitung eher ungeeignet. Trotzdem existieren aus der handwerklichen Steinschneide-Kunst (Glyptik) und Steinschleiferei dekorative Objekte aus Fluorit und vereinzelt auch attraktive, facettierte Schmucksteine. Trommelstein-Anhänger, Ketten aus Fluorit-Kügelchen oder Rohsteine sind jedoch auf dem Markt gut vertreten und können als Heilsteine dienen. Als Deko-Objekte, Schmuck- oder Heilstein sind hauptsächlich Fluorite aus China auf dem Markt erhältlich.

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