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Heilstein · Natürliche Elemente (reiner Kohlenstoff)-Familie

Diamant

Der Diamant ist das härteste natürliche Mineral der Erde und symbolisiert Unbezwingbarkeit, Reinheit und Erleuchtung. Ihm werden Eigenschaften wie Willenskraft, Charakterstärke und mentale Klarheit zugeschrieben.

farblostransparentgelbbraunschwarzrosagrünblauNatürliche Elemente (reiner Kohlenstoff)Kronen-ChakraStirn-Chakra
Diamant - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Natürliche Elemente (reiner Kohlenstoff)
Mohshärte
10
Farbe
farblos, transparent, gelb, braun, schwarz, rosa, grün, blau
Chakra
Kronen-Chakra, Stirn-Chakra
Sternzeichen
Löwe, Widder, Steinbock
Fundorte
Russland, Südafrika, Australien
Reinigung
Wöchentlich unter lauwarmem Wasser
Aufladung
An Mond- oder Sonnenlicht aufladen
Element
Feuer / Luft
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Diamant im Überblick

Ein Diamant ist idealerweise transparent, farblos und frei von Einschlüssen. Aber auch gelbe bis braune, graue bis schwarze, grüne, rote oder blaue Farben kommen vor. Er soll Willenskraft, Charakterstärke und Verantwortungsbewusstsein verleihen.

Beste Freunde

„Diamonds Are a Girl´s Best Friend” singt Marilyn Monroe 1949 in dem Broadway-Musical „Blondinen bevorzugt” („Gentlemen Prefer Blondes”). Während die Schönheit und der Charme eines Menschen am Ende für immer vergeht, der Glanz eines Diamanten hingegen für alle Zeit besteht. So in etwa lautete die Einsicht der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Für viele Menschen sind Diamanten auch heute immer noch funkelnde und sehr wertvolle Edelsteine, die in Schmuckstücke integriert, nicht für jeden Geldbeutel erschwinglich sind.

Für immer

Diamonds are forever” lautete der Titelsong für den James Bond Film „Diamantenfieber” aus dem Jahre 1971. Die Sängerin Shirley Bassey behält recht, denn Diamanten sind tatsächlich aus dem härtesten, natürlich vorkommenden Material gemacht, das auf unserer Erde zu finden ist. Als traditionelles Symbol für lautere Unbezwingbarkeit reicht dieser Edelstein in vielen Kulturen bis in die Ewigkeit. Der Diamant gilt als der König unter den Edelsteinen, ist aber auch der bevorzugte Edelstein der Könige.

Schon in der Antike heiß begehrt

Bereits im antiken Griechenland und bei den alten Ägyptern war der Diamant als der Schönste und Wertvollste aller Edelsteine bekannt. Sein Name leitet sich vom griechischen Wort „adamas” ab, was „unbezwingbar” bedeutet. Tatsächlich ist der Diamant der härteste Edelstein der Welt und ist bis heute die Richtlinie, an der alle anderen Mineralien gemessen werden. „Der Unbezwingbare” scheint für die Ewigkeit geschaffen zu sein.

Für Plinius den Älteren waren Diamanten der wertvollste Besitz unter den irdischen Gütern, der sogar höher einzuschätzen war, als selbst Könige und ihre Herrschaftsgebiete. Deshalb waren die härtesten Mineralien der Erde auch Gott gleich, der Liebesgöttin Venus zugeordnet.

Der Diamant - das härteste, natürliche Element

Da der Diamant der härteste (Mohshärte 10), natürlich vorkommende Stoff auf der Erde ist, kann er nur durch seinesgleichen geschliffen werden. Seine Schleifhärte ist beispielsweise 140 mal höher als die des Korunds. Allerdings ist seine Härte je nach Kristallrichtung unterschiedlich (Anisotropie), so dass es möglich wird einen Diamanten mit Diamantpulver zu schleifen (statistische Isotropie). Der Diamanten ist der Härte-Maßstab, an dem alle Minerale gemessen werden.

Die Farben der Diamanten

Durch Verunreinigungen (z.B. Stickstoff oder Bor) und Defekte im Kristallgitter selbst können verschiedene Farben entstehen. Blaue Diamanten entstehen durch Einlagerung von Bor, Aluminium, Sauerstoff, Magnesium oder Eisen. Stickstoff färbt die Edelsteine gelb oder grün und Mangan bringt die beliebten Rosa-Töne hervor. Die sehr seltenen roten und orangefarbenen Diamanten entstehen wahrscheinlich durch Defekte im Kristallgitter. Weitere Tönungen sind braun, grau und schwarz.

Manipulierte Farbentstehung

Durch Neutronenbestrahlung werden aus hellen, minderwertigen Diamanten künstliche schwarze Schmucksteine hergestellt. Durch intensive Bestrahlung und Wärmebehandlungen entstehen aus “schmutzigen” Diamanten Steine mit einer leuchtenden Blau- oder Grünfärbung.

Entstehung und Vorkommen von Diamanten

Jeder Edelstein muss sich mit dem König der Edelsteine messen. Seine höchste Mohshärte von 10 ist Richtwert für alle, ebenso seine Transparenz, Reinheit und sein besonderer Glanz. Um all diese Qualitäten zu entwickeln, haben natürliche Diamanten so manches durchgemacht. Wer sich mit ihrer Entstehung beschäftigt, wird feststellen, dass diesbezüglich noch manches im Dunkeln liegt. Der heutige Wissensstand wird sich wohl noch erweitern müssen, um alle Geheimnisse zu lüften. Denn spätestens nach der Entdeckung “außerirdischer Diamanten” gibt es noch viel zu klären.

Neuste astronomische Forschungen zeigen, dass sich irgendwann alle Sterne, somit auch unsere Sonne, in sehr ferner Zukunft in gigantische Diamant-Kristalle verwandeln könnten. Als erloschene sogenannte “Weiße Zwerge” blieben dann nur noch kalte Kristalle übrig, so die Theorie. Doch zuerst die irdische Entstehungsgeschichte!

Tertiäre Bildung des Diamanten

Diamanten in der Größe von Schmucksteinen entstehen im Erdmantel in bis zu 800 Kilometern Tiefe. In Tiefengesteinen (vermutlich Peridotit und Eklogit) bilden sich tertiär aus hexagonalem Kohlenstoff (Graphit) in einer schnellen Metamorphose Diamanten. Ausschlaggebend dafür sind eine enorme Hitze von über 1200, manche sprechen sogar von 2000 Grad Celsius und ein Atmosphären-Druck von mehr als 40 000.

Diamant-fördernde Schlote

Erst durch spätere Vulkanausbrüche kommen Diamanten schließlich an die Erdoberfläche. So erklärt sich, dass die Abbaugebiete für Diamanten direkt in den Schloten erloschener Vulkane liegen. Dabei scheinen einzig gasreiche Magmen mit der Zusammensetzung aus Kimberliten oder seltener auch Lambroiten die wertvollen Diamanten zu enthalten und an die Oberfläche zu transportieren. Dieser Transport geschieht wahrscheinlich in wenigen Stunden, während die finale, eruptive Phase die Edelsteine schließlich in Überschallgeschwindigkeit nach draußen schleudern.

Die einstigen Schlote ermöglichen zuerst einen bequemeren Tagebau, der später immer weiter in die Tiefe reicht. Dabei wird das Muttergestein der Schlot-Füllungen zermahlen, damit sie den viel härteren Diamanten freigeben. Dieser umfangreiche Abbau findet hauptsächlich in Russland, Angola und Botswana statt.

Diamant-führende Gesteine

Verwittern Gesteine, die aus Eruptionen stammen, werden sie schließlich in leicht transportierbare Steine und Sand verwandelt. Diese lagern sich als Sedimente in Niederungen ab. Bei der Entstehung sedimentärer Lagerstätten bleiben besonders reine Diamanten erhalten. Sedimentgesteine sind somit heute die Hauptfundorte von Diamanten in Edelstein-Qualität.

So liefern beispielsweise einige Schotterfelder von Flusstälern im Landesinneren von Südafrika und Namibia ebenso Diamanten, wie jüngere Schwemmböden an Flussmündungen von Seen und wüstenähnlichen Küstenstreifen am Meer. Selbst im sogenannten “Schelfmeer” im Bereich des flacheren Festland- oder Kontinentalsockels kann man unterhalb der Meeresoberfläche Diamanten finden.

Fundorte des Diamanten

Russland, Kanada, Brasilien und vor allem viele Länder Afrikas besitzen die größten Diamant-Vorkommen der Erde. Allerdings wurden Diamanten inzwischen auf allen Kontinenten entdeckt. Sogar in Deutschland hat man beispielsweise im tiefer liegenden, nördlichen “Ries-Becken” Diamanten gefunden.

Besondere Merkmale des Diamanten

Die schon erwähnte Top-Mohshärte von 10 ist das Haupt-Erkennungsmerkmal eines Diamanten. Alle Imitationen natürlichen Ursprungs können hier nicht mithalten. Auch wenn sie eine makellose Transparenz zeigen, gibt es einige wichtigen stein-typischen Merkmale für eine Unterscheidung. Aber selbst Diamanten haben nicht immer die völlig durchsichtige Qualität zu bieten. Viele sind verunreinigt und deshalb nur noch durchscheinend.

Verwechslungen mit anderen Schmuck- oder Edelsteinen

Zirkon hat beispielsweise eine Mohshärte von 6,5 bis 7,5, gefolgt von Bergkristall mit 7 und Glas (Strass) mit nur 5 bis 5,5 Härte. Vor allem im geschliffenen Zustand ist die Unterscheidung hier oft nur durch eine gemmologische Untersuchung möglich. Dabei kann auch die Dichte des Diamanten von 3,52 aufschlussreich sein, denn beispielsweise Bergkristall besitzt eine niederere Dichte von 2,65. Außerdem zeigt ein Diamant keine Strichfarbe im Gegensatz zum weißen Strich des Bergkristalls. Diamanten lassen sich vollkommen spalten, Bergkristall nur unvollkommen mit muscheligem Bruch und Glasscherben kennt jeder.

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