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Heilstein · Ketten-Silikate (Mangan-Ketten-Silikat)-Familie

Rhodonit

Rhodonit - der "beste Wundheilstein" der westlichen Steinheilkunde. 1819 in Sachsen-Anhalt erstbeschrieben, Name von griechisch "rhodos" (Rose). Hilft bei körperlichen Wunden und seelischen Verletzungen.

rosaaltrosabraunrotschwarz-geadertKetten-Silikate (Mangan-Ketten-Silikat)Wurzel-ChakraSakral-ChakraHerz-Chakra
Rhodonit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Ketten-Silikate (Mangan-Ketten-Silikat)
Mohshärte
6
Farbe
rosa, altrosa, braunrot, schwarz-geadert
Chakra
Wurzel-Chakra, Sakral-Chakra, Herz-Chakra
Sternzeichen
Stier, Skorpion
Fundorte
Deutschland, Schweiz, Österreich
Reinigung
Unter lauwarmem Wasser abspülen, nach Anwendung in Hämatit-Steinen lagern.
Aufladung
Mindestens 6-8 Stunden (am besten über Nacht) in einer Amethyst-Druse oder auf einer Bergkristall-Gruppe.
Element
Erde
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Rhodonit im Überblick

Dieser Heilstein erscheint in den Farben Rosa bis kräftiges Dunkelrot und zeigt oft dunkle bis schwarze Adern. Rhodonit gehört zu den besten Wundheilungssteinen, die in der westlichen Steinheilkunde vorkommen. Allerdings soll er nicht nur bei körperlichen Verletzungen, sondern ebenso bei seelischen Wunden helfen. Deshalb kann man ihn auch nach Schicksalsschlägen und lang anhaltender Traurigkeit einsetzen.

Rhodonit-Entstehung

Meistens entsteht Rhodonit durch eine “Tertiäre Bildung” bei einer Regional-Metamorphose sedimentärer Lagerstätten von Manganerzen. Die größeren, derben Rhodonit-Massen, die sich dabei bilden, erscheinen zuerst in Hellrosa- bis Altrosa-Tönen, verwittern aber schnell an der sauerstoffhaltigen Luft. Durch Oxidation entstehen schließlich die charakteristischen dunklen bis schwarzen Flecken und Adern aus Mangan-Dioxid.

Vorkommen

Rhodonit ist ein häufig vorkommendes Mineral und ist nahezu weltweit zu finden.Tertiäre Rhodonit-Vorkommen können dabei so gewaltig sein, dass man große Monolith-Blöcke für Steinmetz-Arbeiten und die Verwendung in der Architektur herausbrechen kann. Vor allem in den “Kristallinen Schiefern” der Schweiz verbergen sich große Lagerstätten dieser Art. Aber auch Argentinien, Spanien,Tansania, Madagaskar, **Russland **und die USA können diesen tertiär gebildeten Rhodonit in großer Menge vorweisen.

Nur sehr selten bildet sich Rhodonit auch primär bei relativ niederen Temperaturen aus hydrothermalen Lösungen. Deshalb sind primäre Rhodonit-Vorkommen eher dünn gesät. Ein Beispiel ist “Broken Hill” in Australien. Ebenfalls selten ist die “Tertiäre Entstehung” durch eine “Kontakt-Metasomatose” mit Tonsedimenten, die Mangan enthalten. Spanien kann beispielsweise diese Form des Rhodonits bieten.

Rhodonit-Merkmale

In den wenigsten Fällen zeigt Rhodonit Rhomboeder-Kristalle, obwohl er im “Triklinen Kristallsystem” kristallisiert. Diese Kristalle sind zudem mit ihren oft abgerundeten Kanten und rauen Flächen nicht besonders schön ausgebildet. Am häufigsten erscheint er in derben, dichten oder auch körnigen Massen, die rosa bis dunkelrot gefärbt sind. Auch farblose und bräunliche Minerale kommen vor.

Idealisierte chemische Formel des Rhodonits

Im Idealfall besteht Rhodonit aus fast 42 % Mangan (Mn), über 21 % Silicium (Si) und über 36,5 % Sauerstoff (O). Fremdbeimengungen sind meistens Calcium (Ca), Eisen (Fe) und Magnesium (Mg), die Teile des Mangans ersetzen können. Aber auch Aluminium (Al) taucht als Vertreter von Teilen des Siliciums auf. Rhodonit kann außerdem Spuren von Barium (Ba), Kupfer (Cu), Kalium (K), Natrium (Na), Schwefel (S) oder Zink (Zn) aufweisen.

Bestimmungsmerkmale und Verwechslungen

Da man auch Rhodonit mit anderen Mineralen verwechseln kann, sind oft Härte, Dichte und Strichfarbe die ersten drei unterscheidenden Merkmale. Mit einer Mohshärte von 5,5 bis 6,5 und einer Dichte von 3,4 bis 3,7 setzt sich Rhodonit jedoch schnell vom rötlichen Jaspis (Härte 6,5 - 7, Dichte etwa 2,6 - 2,9) und sehr ähnlichen Rhodochrosit (Härte 4) ab. Letzterer zeigt außerdem oft weiße Zeichnungen, während Rhodonit immer dunkle Flecken und Ader aus Mangan-Oxid präsentiert.

Des weiteren kann man Rhodonit optisch mit der roten Zoisit-Varietät “Thulit” (Härte 6 - 6,5) und einigen roten Varietäten des Granats (Härte 7 - 7,5) verwechseln. Seine beste Qualität reicht sogar farblich an die roten Edelstein-Varietäten des Spinells (Härte 8) und Turmalins (z. B. Rubellit / Härte 7 - 7,5) heran. Dann verwendet man Rhodonit als Schmuckstein im Tafelschliff oder als Cabochon für die Herstellung von Schmuck-Kreationen.

Ein schwieriger Kandidat

Eine Besonderheit der Verwechslungen stellt “Pyroxmangit” dar, da er zwar die gleiche chemische Zusammensetzung wie Rhodonit aufweist, und auch triklin kristallisiert, aber eine andere Kristallgitter-Konstante besitzt. Diese unterscheidet die beiden Minerale nur in der Längenangabe oder Winkelgröße ihrer Elementarzellen (kleinste Einheit des Gitters). Hier muss man schon mineralogisch-gemmologisch sehr tief blicken, um den minimalen Unterschied festzustellen.

Ein Merkmal, das oft nicht weiterhelfen kann

Rhodonit besitzt eine vollkommene Spaltbarkeit, die eine unebene Bruchstelle hinterlässt. Seine durchscheinende bis undurchsichtige Transparenz zeigt im besten Falle auf der Steinoberfläche Glasglanz. Allerdings bringt seine weiße Strichfarbe bei der Bestimmung in vielen Fällen keine Klarheit, da viele Minerale einen weißen Strich zeigen. Dazu gehören beispielsweise Jaspis, Quarze, Rhodochrosit, Spinell, Turmalin, Zoisit und alle Granate (außer Melanit). Deshalb ist die Bestimmung der Strichfarbe hier selten bis gar nicht zielführend. Wenn die einfachen Bestimmungsmethoden nicht zur Unterscheidung ausreichen, muss sowieso eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung Klarheit bringen.

Rhodonit-Verwendung

Obwohl Rhodonit einen hohen Mangan-Anteil von fast 42 Prozent vorweisen kann, verwendet man ihn eher selten zur Gewinnung von Mangan. Neben seiner “Heilstein-Karriere” zählt er zu den typischen Dekorations- und Schmucksteinen, die in allen Dimensionen vorkommen. Ob im Kunsthandwerk, in der Architektur oder Schmuckindustrie, Rhodonit findet je nach Farbe und Zeichnungen sowie Qualität der Transparenz und Reinheit seine Abnehmerbranchen.

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