Traditionelle Verwendung des Stauroliths
Da dieses Eisen-Aluminium-Inselsilikat oft aus zwei Zwillingskristallen ein mehr oder weniger rechtwinkliges Kreuz bildet, war Staurolith im europäisch christlichen Raum traditionell ein beliebter Talisman. Größere gekreuzte Kristallzwillinge wurden als Amulett getragen und in Schmuckstücke eingearbeitet. Besonders im Bereich der Schweizer Alpen war Staurolith nachweislich als sogenannter "Basler Taufstein" verbreitet. Ob neben der christlichen Symbolbedeutung auch eine therapeutische Wirkung damit verbunden war, ist allerdings nicht überliefert. Somit stammen alle gesammelten Heilstein-Erfahrungen bezüglich des Stauroliths aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Heutige Bedeutung des Stauroliths
Wie oben schon erwähnt, bildet Staurolith nur selten Kristalle, die eine gute Qualität erreichen, sodass sich ein aufwendiges Schleifen zum Schmuckstein lohnt. Trotzdem kann man ihn natürlich auf dem internationalen Markt in verschiedenen Schliffformen finden.
Charakteristische "Kreuz-Kristallzwillinge" aus North Carolina (USA) werden regional unter dem Handelsnamen "Fairy Stone" (Elfenstein) als attraktives Amulett angeboten. Außerdem dient die erwähnte Varietät "Lusakit" aus dem afrikanischen Sambia unter anderem auch als blaues Farbpigment.
Staurolith als Heilstein
Wer einen bewussten Wandel in seinem Leben vollziehen möchte oder in einer Identitätskrise steckt, kann sich die energetische Ausstrahlung des Stauroliths zunutze machen. Er kann nämlich in uns erste Impulse auslösen, damit man genauer hinschaut und alte, schädliche Muster entlarvt. Nach dem Prinzip "Immer wieder grüßt das Murmeltier", wiederholen sich plötzlich Situationen und drängen sich dermaßen auf, damit man endlich darüber nachdenkt. Daraus kann der Wunsch nach einem notwendigen Wandel im Leben entstehen, der Altes hinter sich lässt und neue Horizonte anstrebt..
Ein Stein des Anstoßes
Staurolith kann den ersten Anstoß geben, alte Glaubens- und Verhaltensmuster zu erkennen, zu überdenken und schließlich auch zu verändern. Denn übernommene, unpassende Weltbilder und epigenetische, ungesunde Prägungen sind oft so mächtig, dass man sich immer wieder gleich verhält und fatale Entscheidungen trifft, selbst wenn man sich ihrer negativen Auswirkungen bewusst ist. Mit der Zeit können sich diese unguten Prägungen und Verhaltensmuster auch psychosomatisch auf den Körper auswirken, sodass Beschwerden immer wieder zurückkehren und sich zu chronischen Erkrankungen ausweiten können (z. B. Allergien, Magen- und Darmprobleme, Pilzbefall, Bakterieninfektionen).
Staurolith und das geeignete Charka
Wer ganz bewusst seine Denk- und Verhaltensweise verändern möchte, sollte Staurolith als Anhänger oder Handschmeichler stets bei sich tragen. Ein Amulett eignet sich vor allem für den Bereich des Nabel-Chakras (Solarplexus), wenn eine Identitätskrise uns aus der Bahn geworfen hat. Dann sind dringend innere "Aufräumarbeiten" fällig, die man ganz praktisch durch ein äußeres "Entrümpeln" unterstützen kann (Feng Shui Maßnahmen!). Staurolith kann dabei helfen, Schritt für Schritt die Richtung zu ändern, erlernte Traditionen zu hinterfragen und den Sinn, oder aber auch Unsinn dahinter zu erkennen. Denn Erkenntnis ist der erste Schritt für einen wesentlichen Wandel. Eine abendliche Meditation mit Staurolith auf dem Stirn-Chakra unterstützt den Wechsel in andere Gedankenwelten zusätzlich.
Die Vorstellung siegt!
Unter diesem Leitsatz kann Staurolith beispielsweise Potenzstörungen ohne erkennbare, körperliche Ursache in ein ganz neues Licht rücken. Wer sich nämlich in seiner sexuellen Leistungsfähigkeit eingeschränkt fühlt, obwohl körperlich alles in Ordnung ist, leidet unter Umständen an einer seelischen oder geistigen Blockade. Um die körperliche Potenz zu befreien, muss man hier zuvor wahrscheinliche, mentale Schranken beseitigen, damit die körperlichen Energien wieder frei fließen können. Staurolith soll dabei helfen, schädliche, blockierende Gedanken- und Gefühlsmuster zu erkennen und mit der Zeit durch positive Gedanken und angenehme Gefühle zu ersetzen. Oft muss man dafür herkömmlich geltende Wertmaßstäbe, Leistungskriterien, Konkurrenzgedanken und publizierte Schönheitsideale über Bord werfen, um endlich inneren Frieden zu finden. Dann zeigen sich die verloren geglaubte Identität und die daran gebundene, ganzheitliche Potenz endlich in ihrer ganzen individuellen Schönheit.
Anwendungsvorschlag
Mit einem entsprechend langem Band kann man am Tage einen Staurolith-Anhänger bequem unter der Kleidung auf oder über dem Sakral-Chakra unterhalb des Nabels tragen. Auch ein Exemplar in der Hosentasche, das regelmäßig als Handschmeichler dient, macht hier Sinn. Während man Staurolith tagsüber am Körper trägt, sollte man sich zusätzlich jeden Abend vor dem Einschlafen eine liegende, entspannende Meditation gönnen. Dabei kann beispielsweise ein Staurolith-Rohstein oder ein seltener Staurolith-Kristall auf dem Stirn-Chakra ruhen.
Therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen!
Gedanken und Bilder, die während dieser abendlichen, inneren Versenkungen auftauchen, sollte man ganz bewusst betrachten und in ihrer emotionalen Kraft anerkennen. Ein Verdrängen wäre hier fatal, da man in dieser Atmosphäre den Ursachen auf der Spur ist. Hier dürfen Tränen der Trauer, Enttäuschung, Verzweiflung oder auch Wut sein, denn das Alltagsschauspiel hat für eine kurze Zeit Pause.
Wer jedoch traumatische Erlebnisse aufarbeiten muss, die überwältigend wirken, sollte sich unbedingt eine professionelle Hilfe suchen, die durch diesen Prozess begleitet. Erst wenn man die schmerzhaften Emotionen aus der Vergangenheit auflösen und gehen lassen konnte, kann der nächste Schritt erfolgen, der die "Umprogrammierung" unserer Gedankenmuster ins Visier nimmt.
Ein gesundes Milieu schaffen
Da Emotionen so stark sind, dass sie uns lähmend blockieren können, muss man sich ihnen stellen. Selbst wenn wir verzweifelt gedanklich dagegen angehen, verbleiben sie trotzdem verdrängt im Untergrund und treiben ihr selbstzerstörerisches Unwesen. Deshalb sollte man die Wahrheit über sich selbst erkennend zulassen und schädliche Emotionen ähnlich wie Giftstoffe aus dem ganzheitlichen Körper leiten. Danach können positive Affirmationen und innere, wohltuende Bilder endlich Fuß fassen.
Dementsprechend soll Staurolith im Organismus die Gesundheit der Körperflüssigkeiten fördern und Infektionen (Pilze, Viren und Bakterien) mildern. Außerdem soll dieser Heilstein dabei helfen, immer wieder zurückkehrende Infekte, Erkältungserscheinungen und ähnliche Erkrankungen abzuschwächen und schließlich zu beenden.
Staurolith-Granatschiefer als Heilstein
In der Steinheilkunde taucht auch das Mineralgemisch "Staurolith-Glimmerschiefer-Granat" auf, das ebenfalls tertiär entstanden ist. Allerdings zeigt es monokline (Staurolith und Glimmerschiefer) und kubische (Granat) Eigenschaften. Hier kommen drei Heilsteine zusammen, die jeder für sich genommen ein eigenes Wirkfeld besitzen.
Eine notwendige Vernunft stärken
Staurolith-Granatschiefer steht für eine standhafte Selbstbeherrschung, die dabei hilft auch schwerste Belastungen zu überstehen. Manchmal kann man nicht einfach davonlaufen oder den Kopf in den Sand stecken, manchmal muss man zupacken und das Nötige tun, um eine unangenehme Situation zu meistern. Wer Schwierigkeiten hat Wesentliches und Unerledigtes endlich abzuschließen, kann diesen Heilstein nutzen, um die Leistungskraft und das Durchhaltevermögen bis zum Abschluss zu stärken.
Körperlich soll Staurolith-Granatschiefer entsprechend die Nerven, den Kreislauf und das Immunsystem unterstützen. Aber auch der Magen, die Nieren und Galle sowie der Darm sollen von diesem Heilstein profitieren.
Staurolith-Pflege
Wie fast alle Heilsteine, muss man auch Staurolith nach einer intensiven, therapeutischen Anwendung reinigen, entladen und sich wieder regenerieren lassen. Nach einer oberflächlichen Reinigung und Ableitung aufgenommener Fremdenergien unter lauwarmem, fließenden Wasser, kann man den Heilstein am besten in einer Schale mit Hämatit-Trommelsteinen einige Stunden lagern. Damit seine ursprüngliche Energie sich wieder gut entfalten kann, ist ein nächtlicher Aufenthalt in einer Amethyst-Druse oder auf einer Bergkristall-Gruppe ratsam. Manche nutzen für diesen Zweck allerdings auch die Morgen- oder Abendsonne.