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Heilstein · Olivin (Insel-Silikate)-Familie

Peridot (Olivin)

Der grüne bis gelblich-braune Peridot hilft dabei, eigene Fehler einzugestehen und aufgestaute Wut sowie Schuldgefühle aufzulösen.

grünolivgrünmoosgrüngelbgrünOlivin (Insel-Silikate)Herz-Chakra
Peridot (Olivin) - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Olivin (Insel-Silikate)
Mohshärte
6.5
Farbe
grün, olivgrün, moosgrün, gelbgrün
Chakra
Herz-Chakra
Sternzeichen
Löwe, Jungfrau
Fundorte
Deutschland, Tansania, Ägypten
Reinigung
Wöchentlich mit kalkarmem Wasser reinigen
Aufladung
Mit Bergkristall-Gruppe oder Amethyst-Druse aufladen
Element
Feuer
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Peridot (Olivin) im Überblick

Der grüne bis gelblich-braune Peridot erscheint oft auch unter den Namen “Olivin” oder “Chrysolith” auf dem Markt. Er soll unter anderem dabei helfen, sich eigene Fehler einzugestehen und, wenn möglich, auch wieder zu bereinigen. So können sich Wut und Schuldgefühle endlich verabschieden.

Peridot- und Olivin-Regen auf Hawaii

Das Jahr 2018 war für die hawaiianische US-Inselgruppe im Pazifik ein besonders “regenreiches” Jahr, denn der Vulkan “Kilauea” auf der zu Hawaii gehörenden Insel “Big Island” setzte immer wieder zu neuen Aktionen an. Der brodelnde Schildvulkan machte seinem hawaiianischen Namen “Kilauea” für “spucken” oder “weit verbreiten” alle Ehre und schickte seine Lavaströme bis hinab ins Tal. Durch seine ständigen Eruptionen und leichten Erdbeben war er so vor Ort ein ständiges Dauerthema.

Seltene “Regentropfen” aus der Tiefe

Allerdings hat ein ganz besonderer “Regen” den Vulkan “Kilauea” auch weltweit in die Schlagzeilen gebracht. Während seiner vulkanischen Aktivitäten “regnete” es nämlich immer wieder unter anderem das Vulkangestein “Olivin” und kleinere Kristalle “Peridot”. Diese besonderen Edel- und Heilsteine waren somit ein wahrhaft kostbares “Nebenprodukt” dieses aktiven Vulkans, der mit 4205 Metern der höchste Berg von Big Island ist.

Primäre Bildung - aus den Tiefen der Erde

Das aufsteigende Magma befördert bei einem Vulkanausbruch aus dem Tiefengestein dort entstandene Olivine und Peridote mit an die Erdoberfläche. Geschieht dies in einer gewaltigen Explosion, dann kann es zu diesem seltenen, besonderen “Edelstein-Regen” kommen.

Kristallsystem und Einlagerungen

Die Mineralogie rechnet Peridot aus der Olivin-Gruppe zur Mineralklasse der Insel-Silikate. Das primär gebildete Magnesium-Eisen-Mineralgehört zum “Ortho-Rhombischen Kristallsystem”. Der eher spröde und kleinmuschelige Rohstein besitzt im Idealfall einen glasartigen Glanz und kommt in verschiedenen Grünton-Varianten vor. Hauptsächlich die namengebende olivgrüne Färbung, aber auch moosgrüne, flaschengrüne, gelbgrüne und braugrüne Exemplare sind zu finden. Die Einlagerungen der Metalle Eisen, Chrom und Nickel sind für die unterschiedlichen Grüntöne verantwortlich.

Peridot-Vorkommen

Neben den weltweit verbreiteten Vulkangebieten, kann man Peridot und Olivin auch auf dem Meeresgrund und in Meteoritbrocken (beispielsweise in Russland) finden. Die außerirdischen Peridot-Kristalle sind in eine Nickel-Eisen-Matrix gebettet und werden Pallasit genannt.

Peridot oder Olivin? - Was ist der Unterschied?

Obwohl der Begriff “Olivin” im Handel immer wieder auch als Synonym für “Peridot” auftaucht, gibt es mineralogisch gesehen doch einen gewissen Unterschied in der Erscheinungsform. Während der namentliche und farbliche Bezug des Olivins auf das lateinische “oliva” für “Olive” unschwer zu erkennen ist, liegt der Ursprung der Bezeichnung “Peridot” immer noch weitgehend im Dunkeln. Auch hier vermutet man lateinische (paederos = Opal), aber auch arabische (farida = einzigartig) Wurzeln. Fakt ist, dass der Name “Peridot” Ende des Mittelalters vor allem im französischen und englischen Sprachraum in verschiedenen Varianten immer wieder erscheint.

Das Mineralgestein “Olivin”

In der Mineralogie wird das unbehandelte, feinkörnige Mineralgestein mit dem Begriff “Olivin” bezeichnet. Olivin ist auf allen Kontinenten häufig zu finden und kommt in größeren Gesteinsbrocken vor. Sogenannte “Olivin-Bomben” kann man beispielsweise auf den Kanarischen Vulkaninseln (z.B. Lanzarote) am schwarzen Lavastrand finden. Darin sind Olivin-Minerale in Lavagesteinen eingeschlossen. Olivin eignet sich vor allem für die Herstellung von Donuts und Trommelstein-Schmuckanhängern.

Der Edelstein “Peridot”

Die kleineren Peridot-Kristallstücke sind eine besonders reine Varietät des Olivin, die sich durch einen höheren Magnesium-Gehaltauszeichnet. Da Peridot im Vergleich zu Olivin eher selten vorkommt, verarbeitet man besonders klare, meist hellgrüne Exemplare gerne zu facettierten Edelsteinen. Diese beliebten Schmucksteine erscheinen dann gefasst in Ringen, Anhängern und Edelstein-Ketten.

Einer der größten, geschliffenen Peridote der Welt stammt von der Vulkaninsel “Zebirget” (Ägypten) im Roten Meer. Er wiegt 62g, das sind stolze 310 Karat.

Das Gestein “Peridotit”

Ein grobkristallines Gestein aus dem Erdmantel mit einemüber 40 prozentigen Anteil an Olivin, trägt die Bezeichnung “Peridotit”. Der Rest setzt sich aus einem aluminiumhaltigen Mineral und verschiedenen Pyroxenen zusammen. Auch wenn der Name es suggerieren möchte, handelt es sich hier natürlich nicht um Peridot im oben genannten Sinne.

Wie erkennt man Peridot?

Der Edelstein “Peridot” besitzt eine durchsichtige Transparenz und einen beliebten Glasglanz. Er zeigt eine Vielfalt an verschiedenen Grüntönen, die vom gegehrten Hellgrün über Olivgrün bis Dunkelgrün reichen kann. Die Dichte des Peridots liegt bei 3,27 bis 3,37 und seine Mohshärte von 6,5 bis 7 befindet sich nur knapp unter der Härte von Quarz. Eine unvollkommene Spaltbarkeit hinterlässt eine kleinmuschelige, spröde Bruchstelle bei zerbrochenen Kristallen. Unabhängig von der grünen Färbung, zeigt Peridot immer eine weiße Strichfarbe.

Peridot-Vorkommen

Die Rohware für geschliffenen Peridot stammt zur Zeit hauptsächlich aus dem Norden Chinas und Korea. Aber auch **Ägypten **und Myanmar sowie Sri Lanka, Pakistan und Norwegen besitzen lukrative Vorkommen. Besonders erwähnenswert ist außerdem die hohe Ausbeute an Perodot und Olivin in den USA (Arizona und New Mexico) .

Das erste dokumentierte, traditionelle Abbaugebiete lag auf derägyptischen “St. Johannes Insel” im Roten Meer, die schon vor nahezu 2000 Jahren Peridot und Olivin exportierte. Heute baut man dort nur noch kleinere Mengen dieses Edel- und Heilsteins ab. Später machte Myanmar mit seinen 20- bis 40-Karätern in bester Qualität auf sich aufmerksam. Inzwischen ist allerdings auch dort der Abbau weitgehend zum Erliegen gekommen.

Peridot als Heilstein

Neben dem Synonym “Hawaiit”, der einen ortstypischen Peridot oder Olivin bezeichnet, wird in der Steinheilkunde noch die traditionelle Bezeichnung “Chrysolith” verwendet. Letztere wird mehrmals in der Bibel erwähnt, weshalb man Peridot gerne in sakralen Schmuckstücken aus dem Mittelalter findet. Seine Hochzeit erlebte der grüne Edelstein allerdings erst danach im Barock, der mit einer üppigen bis schwülstigen Gestaltung aufwartete.

Traditionelle Verwendung

Peridot taucht als “Chrysolith” oder “Topas” in der mittelalterlichen Heilkunde der Edelstein-Medizin auf. Hier handelt es sich oft um traditionelle Funde aus der Eifel (Deutschland). Im Mittelalter stand er für ehrliche Freundschaft und eine erstrebenswerte Weisheit, sollte aber auch böse Geister abwehren.

Als Schmuck- und Schutzstein, der den Trägern auch Weisheit bringen sollte, kommt Peridot schon vor 4000 Jahren im alten Ägypten vor. Das alte Testament erwähnt einen “Topas” im Brustschild des Hohenpriesters, der höchstwahrscheinlich aber der Beschreibung nach ein Peridot gewesen ist.

Peridot und Olivin in der Steinheilkunde

Der attraktive, grüne Peridot ist heute nicht nur ein hübscher Schmuckstein, der im Edelstein-Schliff so manches Schmuckstück ziert. In der modernen Steinheilkunde setzt man in gerne zur körperlichen und seelischen Entgiftung eingesetzt.

Körperliche Anwendung

Leber, Galle und Dünndarm sollen ganz besonders von Peridot und Olivin profitieren. Dadurch dass dieser Heilstein die Leber und Galle in ihrer Tätigkeit anregt, werden Entgiftungsprozesse angestoßen, die sich kräftigend auf das Bindegewebe auswirken können. So sollen Infektionen, Warzen und Pilze bekämpft und Allergien in ihrer Symptomatik gemildert werden. Dazu sollte man Peridot oder Olivin regelmäßig mit Hautkontakt auf dem Herz-Chakra tragen oder mehrmals täglich auf die Leber-Region legen. Manche kleben Heilsteine auch mit Pflastern auf die gewünschte Körperstelle.

Peridot und Olivin eignen sich laut moderner Steinheilkunde auch sehr gut zur Herstellung von Edelstein-Wasser. Deshalb findet man diesen Heilstein in vielen Edelstein-Mischungen, die eine verjüngende Regeneration unterstützen sollen. Der Nickel-Gehalt des Peridots und Olivins soll besonders intensive Entgiftundsprozesse anregen, wenn das “Heilwasser” durch Trinken innerlich wirken kann.

Das Edelstein-Wasser kann allerdings auch zu Waschungen der Haut oder zum Betupfen von Warzen verwendet werden.

Die Wirkung von Peridot auf die Seele

Eine seelische Auswirkung zeigt sich am schnellsten, wenn der grüne Edel- und Heilstein das Herz-Chakra unterstützen kann. Deshalb sind Halsketten und kürzere Anhänger ideal für eine Platzierung in der Herzgegend.

Die Reinigung des Herzens

Im Zusammenhang mit dem Heilstein “Chrysolith” bzw. “Peridot” spricht im Mittelalter die Äbtissin “Hildegard von Bingen” in ihren Aufzeichnungen über die Heilkraft der Edelsteine von einer “Reinigung des Herzens”. Tatsächlich machte auch die moderne Steinheilkunde diesbezüglich ähnliche Beobachtungen.

Peridot soll eine tatkräftige Selbstbestimmung fördern, die mit großem Engagement, Zuversicht und hohem Lernvermögen auch schwierige Neuanfänge stemmt. Vorhandene Selbstvorwürfe, sowie Schuldzuweisungen kann man durch eine versöhnliche Toleranz überwinden, denn die Erkenntnis, dass jeder seine Fehler hat und macht, hilft dabei. Alte Verletzungen, Enttäuschungen und Trauer kann man so leichter verarbeiten und auf das Konto “Lebenserfahrungen” verbuchen, ohne dass ein bitterer Nachgeschmack bleibt.

Die Pflege des Peridots

Wer einen Peridot bzw. Olivin als Schmuck- oder Heilstein besitzt, sollte ihn einmal in der Woche mit kalkarmem Wasser reinigen. Einmal im Monat muss der Stein außerdem entladen und anschließend wieder aufgeladen werden. Zum Entladen eignet sich, wie bei vielen anderen Heilsteinen auch, eine Schale mit Hämatit-Steinen und ein nächtlicher Aufenthalt auf eine Bergkristall-Gruppe oder Amethyst-Druse erneuert die positive Ausstrahlung des Peridots.

Mit welchen Heilsteinen kann man Peridot verwechseln?

Grüne, durchsichtige Schmuck- und Edelsteine kommen recht häufig vor, sodass vor allem Peridot-Kristalle einige optische Konkurrenten vorweisen können. Allen voran sehen die grünen Schmucksteine Chrysoberyll, Epidot und Diopsid einem Peridot zum Verwechseln ähnlich. Aber auch Moldavit, Vesuvian oder grüner Turmalin (Verdelith und Cromolith) sind im geschliffenen Zustand mit dem bloßen Auge kaum bis gar nicht zu unterscheiden.

Selbst mancher Granat (z.B. Demantoid) oder Quarz (z.B. Prasem) sowie manchmal sogar Smaragde mit einer untypischen Grünfärbung können in die Peridot-Falle tappen. Hier kann in allen Fällen meistens nur eine gemmologische Untersuchung weiterhelfen. Ein seriöser Handel gibt in einem Echtheitszertifikat an, um welchen Stein es sich handelt und aus welcher Region er stammt.

Produkte

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