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Heilstein · Amphibol (Ketten-Silikate)-Familie

Hornblende

Das Ketten-Silikat "Hornblende" hat die Farben Dunkelgrün, Dunkelbraun bis Schwarz. Es soll Anspannungen lösen, seelisch ausgleichen und dadurch auch psychosomatische Erkrankungen lindern.

grünbraunschwarzAmphibol (Ketten-Silikate)
Hornblende - Heilstein

Faktenbox

Mineralfamilie
Amphibol (Ketten-Silikate)
Mohshärte
5.8
Farbe
grün, braun, schwarz
Fundorte
Tschechien, Italien, Schweiz

Hornblende im Überblick

Das Ketten-Silikat “Hornblende” hat die Farben Dunkelgrün, Dunkelbraun bis Schwarz. Es soll Anspannungen lösen, seelisch ausgleichen und dadurch auch psychosomatische Erkrankungen lindern.

Hornblende - ein “Blender” im Bergbau

Die Bezeichnung “Hornblende” stammt aus der Bergmannssprache des 18. Jahrhunderts. Sie verweist auf die hornartige, dunkelfarbige Erscheinungsform (Horn), sowie die Tatsache, dass man keine verwertbaren Metalle aus diesem Gestein gewinnen konnte, obwohl es ein halbmetallisches Aussehen zeigt. Lange Zeit bezeichnete der Begriff “Hornblende” eine bestimmte Mineral-Gruppe, zu der unter anderem auch Aktinolith gehörte. Heute heißt diese jedoch “Amphibol-Gruppe” und Hornblende ist lediglich ein Mitglied dieser Amphibole.

Synonyme

Da Hornblende traditionell eine ganze Mineral-Gruppe bezeichnete, muss man nach wie vor überprüfen, ob mit diesem Begriff auch tatsächlich nur das bestimmte Mineral “Hornblende” gemeint ist, denn echte Hornblende ist selten. Die Synonyme “Philipstadit”, “Syntagmit” oder “Bergamaskit” jedenfalls beziehen sich einzig auf das Mineral und nicht auf die veraltete Gruppen-Bezeichnung.

Wie ist Hornblende entstanden?

Primär ist Hornblende aus neutralem bis basischem Magma entstanden und ist in vielen Plutoniten (z.B. Hornblende-Granit) oder Vulkaniten (z.B. Basalt, Andesit) enthalten. Vorkommen aus einer “Primären Bildung” kann man weltweit finden. Allerdings stammen besonders attraktive magmatische Hornblende-Kristalle aus Tschechien (Basalt-Tuffe in Böhmen) und Süditalien (Vesuv-Region).

Tertiär kann Hornblende jedoch auch bei einer Umwandlung (Metamorphose) von Amphiboliten und einigen Glimmerschiefern entstehen. Dann zeigen sich schöne Gesteine wie beispielsweise “Hornblende-Schiefer”, die aus Skandinavien oder der Schweiz stammen.

Wie erkennt man Hornblende?

Da Hornblende mit anderen Mitgliedern der umfangreichen Amphibol-Gruppe, einigen Pyroxenen, Augit oder auch schwarzem Turmalin (Schörl) verwechselt werden kann, muss man mineralogische Merkmale zur Unterscheidung heranziehen. Calcium-Amphibole tragen im allgemeinen auch das Synonym “Hornblende”, wobei man einzig bei den Varietäten “Magnesio-Hornblende” und “Ferro-Hornblende” die Bezeichnung im Namen wiederfindet. Hier sind entweder zusätzliche Spuren von Magnesium (Mg) oder Eisen (Fe) nachzuweisen.

Das Kristallsystem

Hornblende kristallisiert im “Monoklinen Kristallsystem” und kann prismatische, säulige bis nadelige Kristalle bilden, die in Gesteine eingewachsen sind. Auch “Zwillingsbildungen” sind bekannt. Oft entstehen allerdings auch derbe, körnige, wirr-faserige, radial-strahlige oder stängelige Aggregate. Die dunkelgrünen, dunkelbraunen bis schwarzen Exemplare zeigen Fett- oder Pechglanz und eine maximal durchscheinende, aber meistens undurchsichtige Transparenz. Die Strichfarbe verhält sich gemäß der Erscheinungsfarbe und hat ein grünliches oder bräunliches Grau.

Weitere Merkmale

Mit einer Mohshärte von 5,5 bis 6 liegt Hornblende im mittleren Bereich und eignet sich zur Herstellung von dekorativen Ornamentsteinen. Bei einer vollkommenen Spaltbarkeit bilden sich Winkel mit 60 und 120 Grad. Die Dichte von Amphibolen liegt zwischen 3,0 und 3,27.

Hornblende zeigt als Calcium-Amphibol eine große Vielfalt an Mineralstoffen, da ihre besondere Silikat-Doppelketten-Struktur den Einbau von Ionen verschiedener Größe zulässt. Dabei sind beispielsweise Eisen und Magnesium auch austauschbar. Deshalb bilden die entsprechenden chemischen Formeln für die Zusammensetzung dieses Minerals nur durchschnittliche Mengenverhältnisse ab.

Hornblende als Heilstein

Als Mineral hat dieses Amphibol keine große Bedeutung. Vor allem Hornblende-Schiefer und andere Gesteine mit Hornblende-Anteil werden zu dekorativen Steinen verarbeitet. Die Steinheilkunde verwendet überwiegend Hornblende-Schiefer.

Durch Selbstentfaltung zur Einheit

Hornblende regt dazu an, alle Persönlichkeitsanteile zu leben, auch wenn sie noch so verschieden sein sollten. So können sich Anspannungen verabschieden, die durch den inneren Kampf der unterschiedlichen Parteien entstanden sind. Wenn kein Nebeneinander machbar erscheint, so findet man mit Hornblende auch Zeitfenster für die Entfaltung der anderen wichtigen Aspekte der eigenen Persönlichkeit. Gegensätze ziehen sich nämlich nicht nur an, sondern ergänzen sich außerdem wechselseitig und unterstützen einen harmonisch empfundenen Lebensstil.

Die Wirkung auf den Körper

Eine harmonisierende Befreiung unterdrückter Wesenszüge kann sich zusätzlich positiv auf psychosomatische Erkrankungen auswirken. Da Hornblende die Aufnahme der Nährstoffe im Dünndarm verbessern und die Nieren unterstützen soll, profitiert die Versorgung und der Elektrolyt-Haushalt des gesamten Körpers. Außerdem empfiehlt die Steinheilkunde dieses Amphibol bei Beschwerden mit dem Mittel- und Innenohr.

Wer seelisch-geistige Probleme auch durch die Hilfe seiner unbewussten Instanz verarbeiten möchte, kann Hornblende einige Zeit unter sein Kopfkissen legen. So kann sich in den Bildern und Erlebnissen innerhalb der geschützten Räume von Träumen eine ungewöhnliche Lösung anbieten, die einem inneren Befreiungsschlag gleichkommt.

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