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Heilstein · Quarz (Oxide)-Familie

Hornstein

Das Quarz-Mitglied "Hornstein" hat die Farben Gelb-, Rot- und Dunkelbraun. Hornstein steht für Selbstsicherheit, Mut, Vitalität und Tatendrang.

gelbbraunQuarz (Oxide)
Hornstein - Heilstein

Faktenbox

Mineralfamilie
Quarz (Oxide)
Mohshärte
6.8
Farbe
gelb, braun

Hornstein im Überblick

Das Quarz-Mitglied “Hornstein” hat die Farben Gelb-, Rot- und Dunkelbraun. Hornstein steht für Selbstsicherheit, Mut, Vitalität und Tatendrang. Allerdings wirkt sich seine Energie auch besänftigend und erdend aus, sodass alles in einer lockeren Gelassenheit angegangen werden kann.

Hornstein oder Flint?

Bei der Bezeichnung “Hornstein” scheiden sich offensichtlich die Geister. Einige Quellen behaupten, dass es sich hier um ein Jaspis-Opal-Gemenge handelt, andere beschreiben ein Chalcedon-Opal-Gemenge. Dabei erscheinen die Begriffe “Hornstein” und “Flint” außerdem auch noch austauschbar. Da manche Quellen zusätzlich gar keinen Unterschied zwischen den beiden machen, muss man sich entscheiden, welcher Definition man folgen möchte. Für Laien ist es jedoch schwierig, deshalb beginnt die Suche nach dem Quarz-Opal-Gemenge “Hornstein” hier in der Bergmannssprache.

Ursprüngliche Feuersteine

Die Verwendung von heute sogenannten “Hornsteinen” ist wahrscheinlich fast so alt wie die Menschheit selbst. Zusammen mit Feuerstein “Flint” diente er schon früh zur Herstellung von prähistorischen Steinwerkzeugen wie Schabern, Steinklingen und Steinspitzen. Als Gemenge aus trigonalem Quarz und amorphem Opal lassen sich diese als Schlag- und Feuerstein verwendeten Gesteine gut spalten. Dabei entstehen an den splittrigen, unebenen Bruchstellen scharfe Kanten. Dass sich durch Erhitzen (Tempern) diese Spaltfähigkeit noch verbessert und außerdem die Farbe verändert, war der Menschheit ebenfalls schon früh bekannt. Seit der Eisenzeit benutzte man im vorderen Orient das Gestein Hornstein außerdem auch zum Bau von Kastellen und Wachtürmen.

Das “Kuhhorn” als Namensgeber für Hornstein

Die Bezeichnung “Hornstein” ist allerdings eine jüngere Kreation, die wahrscheinlich in der Bergmannssprache des 15./16. Jahrhunderts geprägt wurde. Sie ist eine der ältesten Fachsprachen einer spezifischen Berufsgruppe (Soziolekt), deren Ursprünge schon seit dem 13. Jahrhundert belegt sind. Diese über Jahrhunderte gewachsene Sprache hat bis heute nicht nur Fachbegriffe, sondern auch volkstümliche Bezeichnungen erhalten, die im modernen Gebrauch längst ausgestorben sind.

Da das Feuerstein-Gestein in Farbe, Glanz und Oberflächenstruktur die damaligen Bergleute an ein Kuhhorn erinnerte, entwickelte sich der bergmännische Name “Hornstein” für die rötlich bis gelblich braunen Exemplare. Sogenannter “Bunter Flint” aus dem Handel ist nämlich in Wahrheit Hornstein.

Entstehung und Vorkommen von Hornstein

Das silikatreiche Sedimentgestein “Hornstein” ist sekundär entstanden. Dabei verdrängten die zirkulierenden Kieselsäure-Lösungen das ursprüngliche Gestein und bildeten Schichten und Knollen. Durch ständigen Flüssigkeitsverlust entstanden aus einem anfänglich gebildeten Kieselsäure-Gel zuerst Opale und schließlich Quarze. Bei Hornstein überwiegt am Ende der Quarzanteil, allerdings ein Teil des ursprünglichen Opals bleibt immer erhalten.

Während der enge Verwandte “Flint” hauptsächlich von den Kreidefelsen der Ostsee und dem englischen Dover stammt, findet man Hornstein vor allem in den Kalkgesteinen der Kalkalpen, in England (Kent) und Kanada. Aber Hornstein kommt weltweit vor und ist daher keine Seltenheit.

Merkmale des Hornsteins

Da Hornstein aus trigonal entstandenem Quarz und amorphem Opal besteht, können sich keine Kristallformen bilden. Die knolligen Aggregate des Hornsteins sind derb bis feinkörnig und zeigen mit einer leicht durchscheinenden bis undurchsichtigen Transparenz meistens den “Kuhhorn” ähnlichen Wachsglanz. Hornstein erscheint in Brauntönen, kann aber auch verschiedenfarbig gebändert sein. Dann reicht seine Farbpalette von hellem Beige, Grau und Braun bis zu Gelb- und Rottönen.

Gemmologische Bestimmungsmerkmale

Mit einer Mohshärte von 6,5 bis 7 und einer Dichte von 2,5 bis 2,7 könnte Hornstein ein recht widerstandsfähiger Schmuckstein sein. Doch seine optische Erscheinung ist scheinbar nicht attraktiv genug. Allein die Steinheilkunde hat in den letzten Jahren auf die Qualitäten des Hornsteins aufmerksam gemacht, sodass er inzwischen als Roh- oder Trommelstein auf dem Markt erhältlich ist. Die Strichfarbe des Hornsteins ist wie bei Quarz und Opal immer weiß, egal welche Färbung er auch besitzen mag.

Verwechlungen mit Hornstein

Seine teilweise durchscheinende Transparenz unterscheidet Hornstein von dem immer undurchsichtigen Jaspis. Allerdings kann man Achat, Chalcedon und auch den rot-weiß gebänderten “Dr. Liesegang-Stein” (verkieselter Rhyolith) meistens nur durch eine mineralogische Untersuchung von Hornstein unterscheiden.

Hornstein als Heilstein

Die beruhigende Wirkung bei emotionalem Stress, ist vor allem bei Hornsteinen mit Brauntönen groß. Zusätzlich fördern sie einen unverkrampften Tatendrang, mit dem sich auch knifflige Aufgaben leichter bewältigen lassen. Sobald sich der innere Stress auflöst, steigt die Produktivität auch in der Zusammenarbeit in Gruppen. Da Hornstein die verbale und nonverbale Kommunikation verbessern kann, steigt die Fähigkeit gelassen, pragmatisch und aufgeschlossen zu reagieren. So wird der Teamgeist gestärkt und gemeinsame Vorhaben lassen sich stressfrei auf unkomplizierte Weise umsetzen.

Wie wirkt Hornstein auf den Körper?

Die Steinheilkunde verwendet sowohl einfarbig braune als auch mehrfarbige, teils gebänderte Hornsteine, die sich in ihrer Wirkung auf den Körper nur geringfügig unterscheiden. Dabei sollen alle Hornsteine besonders reinigend auf das Bindegewebe, die Haut und den Darm wirken.

Brauner Hornstein

Diese Hornsteine sind auf dem Markt gut vertreten und deshalb kostengünstige Heilsteine für jeden Geldbeutel. Sie sollen zusätzlich die Darmflora verbessern sowie Darmprobleme und Allergien lindern.

Bunter Hornstein

Mehrfarbige Hornsteine sind manchmal auch als “Bunter Flint” auf dem Markt erhältlich und kommen nicht ganz so häufig vor wie die braune Variante. Die Steinheilkunde empfiehlt sie bei Hornhaut und Überbeinen, aber auch um die Gefäßstabilität sowie die Verdauung und Ausscheidung zu verbessern.

Hornstein in Verwendung und Pflege

Da sich die Wirkung von Hornstein eher langsam auf den Körper entfaltet, sollte man ihn als Trommelstein mit Bohrung dauerhaft mit Hautkontakt tragen. Idealerweise wählt man ein längeres Band, das bis zum Nabel oder mindestens Solarplexus reicht. Im Bereich der ersten drei Hauptchakras (Wurzel-, Sakral- und Nabel-Chakra) kann Hornstein mit der Zeit seine harmonisierenden Schwingung optimal entfalten. Wer jedoch lieber mit größeren Rohsteinen oder Handschmeichlern arbeiten möchte, sollte diese bei Beschwerden mehrmals täglich auf die betroffenen Körperregionen auflegen.

Etwas Wasser und eine Nacht Ruhe

Aber ab und zu braucht auch ein robuster Heilstein eine Pause und sollte regelmäßig unter lauwarmem Wasser gereinigt werden. Da Hornstein noch restliche Opal-Anteile besitzt, ist ein längeres Wasserbad ebenso eine gute Möglichkeit den Heilstein zu säubern. Gleichzeitig kann man ihn so auch von Fremdschwingungen befreien, die er sich während der Dauer seiner Anwendung vom Menschen und seiner Umgebung eingefangen hat. Eine anschließende “Nachtruhe” in einer Amethyst-Druse oder auf einer Bergkristall-Gruppe macht den Heilstein wieder für die nächste Zeit einsatzfähig.

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