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Heilstein · Oxide (Eisensteine)-Familie

Limonit

Limonit, ein eisenhaltiges Mineralgemenge, steht für geerdete Stabilität und innere Zufriedenheit in Krisensituationen.

schwarzbraungelbOxide (Eisensteine)Wurzel-ChakraNabel-Chakra
Limonit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Oxide (Eisensteine)
Mohshärte
5
Farbe
schwarz, braun, gelb
Chakra
Wurzel-Chakra, Nabel-Chakra
Sternzeichen
Steinbock
Fundorte
Weltweit verbreitet
Reinigung
Mit einem leicht feuchten Tuch abwischen - kein längerer Wasserkontakt
Aufladung
Über Nacht auf einer Bergkristall-Gruppe oder in einer Amethyst-Druse
Element
Erde
Limonit (schwarzer Glaskopf)

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Limonit im Überblick

Limonithaltiger Braunstein ist, je nach Erscheinungsform, schwarz, braun bis gelb. Limonit steht für eine geerdete Stabilität und innere Zufriedenheit. Er soll die Knochen stärken und die Verdauung sowie Ausscheidung unterstützen.

Das Sumpf- und Wiesenerz “Limonit”

Aus dem Jahre 1813 stammt die Bezeichnung “Limonit” nach dem lateinischen “limus” für “Schlamm” oder dem griechischen “leimon” für “Wiese”.

Als Anteil von farbigen Erdpigmenten steinzeitlicher Felsbilder und Höhlenmalereien, spielte das bergmännische Brauneisenerz oder der Braun-, bzw. Basalteisenstein schon früh eine Rolle. Somit zählt Limonit zu den ersten Mineralen in der Menschheitsgeschichte, die man sich nutzbar machte.

Eisengewinnung seit der Eisenzeit

Zur Eisengewinnung verwendete man schon früh sogenannte “Rennöfen”, die erst in der Neuzeit von Hochöfen abgelöst wurden. Diese kleinen Schachtöfen mit seitlicher Luftzufuhr waren aus Lehm oder Steinen gefertigt und hatten eine Höhe von 100 bis etwa 220 Zentimetern. Teils befand sich neben dem Schacht eine sogenannte “Renngrube”, um die geschmolzene Schlacke abzulassen. Dieses Rinnen der Gesteinsschlacke prägte die Bezeichnung “Rennofen” bzw. “Rennfeuer”. Man befüllte den Schmelzofen von oben durch die Schachtöffnung mit zerkleinertem Eisenerz und Holzstücken im Wechsel, sodass bei einer Temperatur von maximal 1350° C halbfestes, reduziertes Eisen entstand. Dabei wollte man die Schmelztemperatur des Eisens von 1539° C möglichst vermeiden, damit sich kein sprödes Gusseisen bildete, das sich nicht schmieden ließ.

Limonit in der Antike

Rennöfen entstanden vor etwa 2700 Jahren in der sogenannten “Eisenzeit”. Die Völker Europas und des Nahen Ostens gewannen ab dieser Zeit erstmals im größeren Umfang das begehrte namengebende Metall. Allerdings nutzten beispielsweise Kelten, Germanen und Römer nicht so häufig Limonit, da es in den schlichten Schachtöfen nicht so leicht zu verhütten war, wie beispielsweise Hämatit. Erst ab dem 12. Jahrhundert brachte die Neuerung des durch Wasserkraft angetriebenen Blasebalgs, der einen mühelosen, kontinuierlichen Luftzustrom ermöglichte, im 16. Jahrhundert den sogenannten “Stückofen” hervor. Hier blieb nach der Verhüttung ein Stück Eisen übrig, das man bearbeiten und schmieden konnte. Erst in der Neuzeit verdrängten die industriell betriebenen Hochöfen mit ihren riesigen, geschmolzenen Eisenmengen den traditionellen Renn- und Stückofen.

Der “Adlerstein” als traditioneller Heilstein

Nach der Entwicklung von Stück-, Blau- und Hohen Öfen konnte schließlich auch Limonit in Form von Brauneisenerz in “Raseneisensteinen” als Eisenlieferant regelmäßig zum Einsatz kommen. Die sogenannten “Adlersteine” bestehen ebenso, wie die sehr eisenhaltigen Gesteinsbrocken der Raseneisensteine, hauptsächlich aus Limonit und besitzen einen Hohlraum, der lose Steinchen oder Erdkrümeln enthält. Diese eiförmigen Gesteinsknollen dienten früh als Amulett oder bei einer Entbindung als “Wehen-Stein”. In pulverisierter Form mischte man Limonit-Adlersteine außerdem in Salben, die bei Epilepsie helfen sollten.

Das Mineral-Gemenge “Limonit”

Da Limonit aus verschiedenen Eisenoxiden und je nach Fundort auch Hämatit besteht, ist das eisen- und wasserhaltige Mineral-Gemenge heute kein eigenständiges Mineral mehr. Limonit zählt als häufiger Bestandteil sedimentär entstandener “Eisensteine” zur Mineralklasse der **Oxide **und setzt sich hauptsächlich aus den Mineralien “Goethit” (Nadeleisenerz) und “Lepidokrokit” (Rubinglimmer) zusammen. Synonyme sind aufgrund seines Wassergehalts auch “Hydroferrit”, “Hydro-Goethit” oder “Hydro-Siderit”. Limonit verleiht Raseneisenerz und vor allem Bohnerz einen Eisengehalt von bis zu 76 Prozent.

Wie ist Limonit entstanden?

Durch die Oberflächen-Verwitterung verschiedener Eisenerze, entsteht Limonit sekundär, wobei sich als Zwischenprodukt ein Gel aus Eisen-Hydroxid bildet. Dies führt später zu verschiedenen Ausprägungen, die von seltenen sichtbaren Kristallen, über derbe, dichte bis beispielsweise wulstige oder erdige, pulvrige Aggregate reichen.

Limonit als Farbpigment

Als Pigment des Ackerbodens ist Limolit weltweit allgegenwärtig. Sedimentäre Lagerstätten bestehen oft aus Eisenkalk, der richtiggehend mit Limonit getränkt ist. Schwach verfestigte Schiefertone als sogenannte “Letten” beinhalten ebenfalls in ihren Lagen den eisenreichen Limonit. Aus ihnen gewinnt man auch heute noch mineralische Farbpigmente wie Ocker und Siena. Dabei reicht die Farbpalette von hellem Gelb über Terrakotta-Farben bis hin zu rötlichen Brauntönen. Erdige und pulverige Erscheinungsformen des Limonits heißen Xanthosiderit, Berggelb, Eisenocker, ockeriger Brauneisenstein oder einfach Ockergelb.

Limonit-Aggregate

Brauneisenerz, Hartstein, Reinerz oder Felserz werden derbe, dichte Aggregate genannt. Aber auch tropfsteinartige, wulstige Erscheinungsformen wie beispielsweise der “Braune Glaskopf” (Nadeleisenerz) oder “Braunsteinschaum” können sich aus Eisen-Hydroxid-Gel während der Phase einer langsamen Verfestigung und Verhärtung bilden. Knollenartige Oolith-Formen zeigen Bohnerz, Erbsen-, Linsen-, Hirsen- oder Perlenerz, während Aggregate mit porösem, faserigem Aufbau wiederum oft pechschwarz glänzend erscheinen. Beispielhafte Bezeichnungen sind Raseneisenerz, Limnit, Moder-, Morast- oder Sumpferz, See-, Quell- oder Wiesenerz, Ziesel- oder Pfennigerz.

Limonit als Goethit-Kristall

Da Limonit im “Rhombischen Kristallsystem” kristallisiert (mit teils amorphen Anteilen) und als Bestandteil das häufig vorkommende Mineral “Goethit” aufweist, können auch sichtbare, nadelige Goethit-Kristalle entstehen. Dieses Nadeleisenerz ist aber auch unter der schon erwähnten Bezeichnung “Brauner Glaskopf” bekannt, wenn sich wulstige, schlackenartige Tropfen-Knollen gebildet haben.

Wie erkennt man Limonit-Gesteine?

Limonit besitzt als verfestigtes Mineral-Gemenge eine braune bis tiefschwarze Farbe mit einer völlig undurchsichtigen (opaken) Transparenz. Auch die Strichfarbe ist aufgrund des hohen Eisengehalts braun. Er hat eine Mohshärte von 5 bis 5,5 sowie Dichte von maximal 5,3 vorzuweisen und lässt sich nicht spalten. In erdiger bis pulvriger Form zeigt er jedoch auch die bekannten ockergelben Erdfarben.

Verwechslungen und Erkennungsmerkmale

Limonit kann man leicht mit vielen braunen und schwarzen Erzen verwechseln. Allerdings gibt es ein Bestimmungsmerkmal, das die Anwesenheit von Limonit in Pigmenten, Erden und Gesteinen deutlich aufzeigt… die typische Rostfarbe.

”Rostende” Natursteine

Da viele Erden, Letten, Mineralien und Gesteine durch den Kontakt mit Feuchtigkeit (Verwitterung) gelbliche, rotbraune bis dunkelbraune Färbungen entwickeln, kann man von einem gewissen Eisenanteil ausgehen. Viele Karbonat- und Sandgesteine erhalten ihre attraktive, natürliche Färbung durch Einlagerungen von Limonit in feinster Form. So entstehen die beliebten, gelblichen bis rostbraunen Farbtöne.

Witterungsempfindliche Natursteine

Selbst Dekorationssteine und Natursteinplatten können durch nicht fachgerechte Verarbeitung (z.B. stark alkalische Kleber) noch nachträglich unerwünschte, gelbe Verfärbungen und Flecken entwickeln. Da fein eingelagerter Limonit bei und nach der Verarbeitung mit Flüssigkeiten reagieren kann, überprüft man potentielle Nutzsteine für den Außen- und auch Innenbereich auf ihren Limonit-Gehalt. Natürlicher Regen, mit all seinen inzwischen reaktiven Bestandteilen, aber auch Putz- und Pflegeprodukte können nämlich bei zu hohem Anteil an Limonit das optische Erscheinungsbild der Gesteine unschön verändern.

Limonit als moderner Heilstein

Zugegeben, Limonit besitzt als Heilstein bisher keine große Bedeutung. Allerdings zählte seine erdig-pulverige Pigmentform neben dem Manganoxid “Braunstein” und Holzkohle, die beide schwarz färben, zu den ersten Erdfarben, die man zur Körperbemalung nutzte. Man schätzt, dass die Menschheit schon mindestens 60.000 Jahre Limonit als Farbpigment für diesen Zweck nutzt. Nachgewiesen ist die spirituelle Bedeutung von Ocker im alten Ägypten und Rom. Hier steht die Erdfarbe als Symbol für das Leben sowie die Ewigkeit und wurde als Abbild von Gold in Hautsalben gemischt. Man war von der positiven Wirkung dieser Pflegeprodukte auf die Haut überzeugt.

Ocker als Schutz

Auch heute noch gibt es indigene Völker, die das besondere Ocker-Pigment beispielsweise für rituelle Hautbemalungen nutzen. Doch Ocker kann mehr, als nur den Körper optisch durch bestimmte Muster und Motive hervorzuheben. Traditionell dient das aufgetragene Erdpigment schon seit Jahrtausenden auch als Schutz für die Haut, sodass Reizungen oder gar Schäden durch eine intensive Sonnenbestrahlung beispielhaft vermieden werden.

Roter Ocker

Bis heute ist vor allem “Roter Ocker” diesbezüglich im Gebrauch, der als Limonit-Pigment zusätzlich einen deutlich färbenden Hämatit-Gehalt besitzt. Durch seinen hohen Gehalt an Mineralien eignet er sich gut für die Pflege von Wunden und schützt die Haut vor Insekten wie Stechmücken, Zecken und Flöhen. Der erdige Farbauftrag verhindert außerdem eine Schädigung der Haut durch Wind und Sonne (Sonnenbrand). Somit kann man Ocker zu den wichtigsten Bestandteilen rechnen, die einst das menschliche Überleben auf diesem oft lebensfeindlichen Planeten verbesserten.

Limonit-Gestein zur Stärkung

Seelisch soll Limonit bei extremen Belastungen und andauernden Krisensituationen kräftigend wirken. Denn nicht immer kann man ausweichen oder sich entziehen, wenn es schwierig wird. Manchmal muss man lange durchhalten, bis sich endlich der sprichwörtliche Lichtstreifen am Horizont zeigt. Hier kann dieser Heilstein die nötige innere Stärke fördern, die egoistische Tendenzen in Gemeinschaftssinn verwandelt, um übergeordnete Zielsetzungen anzustreben. Eine mentale Standhaftigkeit lässt außerdem äußere Angriffe abperlen, sodass man nicht das Bedürfnis verspürt, zurückschlagen zu müssen.

Limonit und die Chakras

Um sich abzugrenzen und innere Ruhe zu bewahren, eignet sich vor allem ein sehr dunkler bis schwarzer Limonit, den man vorzugsweise auf dem Sonnengeflecht (Solarplexus) tragen sollte. Wer nach einer lichtvollen Unterstützung in schwierigen Phasen sucht, sollte jedoch eine ockergelbe Varietät wählen.

Körperlich soll Limonit die Verdauung und Ausscheidung stärken, sodass die Entschlackung des Gewebes und der Organe im Allgemeinen leichter gelingt. Deshalb sollte man gelblichen Limonit im Bereich des Nabel-Chakras tragen oder auflegen. Rötliche bis braune Exemplare sind wiederum besonders hilfreich für den Unterbauch (Wurzel- und Sakral-Chakra).

Limonit-Pflege

Wegen des hohen Eisengehalts sollte man Limonit nur mit einem leicht feuchten Tuch abwischen. Danach kann er über Nacht auf einer Bergkristall-Gruppe oder in einer Amethyst-Druse ruhen, damit sich Fremdenergien verflüchtigen. Da Limonit allgemein zwar eine hohe Dichte (bis zu 5,3) aber nur eine Härte von maximal 5,5 besitzt, muss man ihn ähnlich wie Glas und glasartige, amorphe Gesteine (z.B. Obsidian) vor härteren Materialien schützen. Wobei leichte Kratzer eigentlich nur unschön für die Oberfläche sind, eine starke therapeutisch einschränkende Wirkung stellen sie jedoch nicht dar.

Eine kleine Limonit-Sammlung

Da Limonit gut auf dem Markt vertreten ist, gehört er nicht zu den kostenintensiven Heilsteinen. Deshalb kann man sich mehrere Farben und Größen leisten, die verschiedene Anwendungsgebiete abdecken. Je nach Bedarf kann somit beispielsweise der “Schlafstein” am Tage und der gewählte “Schutzstein” dagegen in der Nacht pausieren. Außerdem kann man während einer liegenden Meditation verschiedene Limonit-Exemplare auf die jeweiligen Chakras auflegen, sodass ein größerer Bereich des Körpers abgedeckt werden kann. Ausprobieren lohnt sich!

Allerdings ist von einer innerlichen Verwendung abzuraten. Wer gerne mit natürlichen Pigmenten wie Ocker arbeitet, sollte deshalb vor den Mahlzeiten gründlich die Hände waschen.

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