Moosopal, Dendritenopal und Opalith

 

Aisha Brown

Opale sind eine varietätenreiche Familie mit sehr vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen. Die gewöhnlichen Opale können als „Andenopal“ farblos, grün oder rosa sein, aber auch die weiß-milchigen und blauen Opale werden als „gewöhnlich“ bezeichnet.

Moosopal und Dendritenopal gehören ebenfalls zu den „gewöhnlichen Opalen“ und bestechen durch ihre individuellen Einschlüsse bzw. Ablagerungen. Beide zeigen in der Steinheilkunde ein ähnliches Wirkspektrum. Die Reinigung und Entschlackung des Körpers wird unter anderem mit diesen Opal-Varietäten verbunden.

Farbe: Weiß, Beige, Ocker bis Gelb mit dunklen Einschlüssen
Familie: Opal
Aufladen: in Amethyst-Druse
Chakras: Herz-Chakra, Hals-Chakra
Länder: Australien, Neuseeland, Brasilien, USA, Indien, Pakistan

Gewöhnlicher Opal mit Einschlüssen – Moosopal

Opale bestehen aus winzigen Siliciumdioxid-Kügelchen, die in amorphes, wasserhaltiges Kieselgel gebettet sind. Diese Kügelchen-Struktur ist unter den Mineralien einzigartig und sorgt dafür, dass Opal nie äußere Kristallformen ausbildet. Deshalb zählen Opale zwar zu den amorphen Mineralien, jedoch durch die Besonderheit der Kügelchen-Bildung, bezeichnet man sie als „quasi-amorph„.

Auch Moosopal findet man nur in Hohlräumen anderer Gesteine als „opalisierende“ Füllung oder auch als knollige Aggregate mit Glasglanz. Sein Erscheinungsbild variiert stark, je nach seinen Einschlüssen. Weiße, milchige Steine mit grünlichen, moosähnlichen Schlieren sind dabei namengebend. Aber beispielsweise auch gelbe gewöhnliche Opale mit Einschlüssen zählen zu den Moosopalen. Für den Laien sind Verwechslungen mit Moosachaten möglich, die ihrerseits wiederum zur Chalcedon-Familie gehören. Hier können die unterschiedlichen Mohshärten die Richtung weisen (Opal: 5,5-6 / Chalcedon: 6,5-7). Moosopal ist selten zu finden, während grüner Moosachat beispielsweise häufig vorkommt.

Wie wirkt ein Moosopal?

Aisha Brown – https://www.flickr.com/photos/142868562@N08/28361163809/

Moosopal soll körperlich eine starke reinigende Wirkung auf die Lymphe und das Atmungssystem bei Husten und Erkältung zeigen. Er kann deshalb therapiebegleitend sogar bei chronischer Bronchitis und Asthma verwendet werden. Da Moosopal außerdem die Verdauung und Ausscheidung fördern soll, können auch die Prozesse der Entgiftung und Entschlackung über den Darm und die Blase besser gelingen. Dementsprechend wirkt sich Moosopal auch in sozialen „Organismen“ einer menschlichen Gemeinschaft aus, indem er den Teamgeist stärkt. Hier kann man sich optimistisch und unvoreingenommener einbringen und sich so an einer sinnvollen Zusammenarbeit beteiligen.

Verwendung und Chakras

Körperlich soll Moosopal am besten wirken, wenn man ihn auf betroffene Körperstellen auflegt. Dabei bietet sich bei grünen Einschlüssen das Herz-Chakra, bei Erkältungen aber auch das Hals-Chakra an. Gelbliche Moosopale eignen sich besonders für das Nabel-Chakra (Solarplexus) und Sakral-Chakra, um die Verdauung und Ausscheidung zu unterstützen. Seelisch wirkt Moosopal auch gut während einer meditativen Betrachtung, sodass man sich hinterher fröhlicher und entspannter in Beziehungen und Gemeinschaften einbringen kann.

Dendritenopal – gewöhnlicher Opal mit Dendriten

Das Wort „Dendrit“ stammt aus der Biologie und das griechische „dendron“, bzw. „dendrites“ stehen für die Bedeutung „Baum“ und „zum Baum gehörend„. Die Fortsätze von Nervenzellen haben das Erscheinungsbild von „Verästelungen“ und deshalb die Bezeichnung „Dendriten“ erhalten.
In der Mineralogie treten auf verschiedenen Gesteinen „Verästelungen“ aus beispielsweise auskristallisierten Eisen- und Mangan-Oxiden auf, die ebenfalls dieses optische, pflanzenähnliche Erscheinungsbild zeigen. Da es sich jedoch nicht um Pflanzeneinlagerungen handelt, spricht man hier von Pseudofossilien.
Der Dendritenopal zeigt dunkle Dendriten auf oft milchig-weißen gewöhnlichen Opalen. Mit dem optisch sehr ähnlichen Dendritenchalcedon kann man diesen Heilstein leicht verwechseln. Allerdings dient auch hier die unterschiedliche Mohshärte als Unterscheidungsmerkmal (siehe oben „Moosopal“).

Wie wirkt ein Dendritenopal?

Dieser gewöhnliche Opal soll ähnlich wie der Moosopal entschlackend wirken und Lymphe und Ausscheidung fördern. Die Steinheilkunde setzt Dendritenopale bei Beschwerden mit den Atemwegen (Erkältung oder Rauchen) ein.
Seelisch kann dieser Opal das Vertrauen stärken, trotz schlechter Erfahrungen, doch offen und kontaktfreudig zu bleiben.

Verwendung und Chakras

Dendritenopale kann man ähnlich wie Moosopale verwenden (siehe dort). Wenn man sich nach längerem Tragen des Heilsteins am Körper seltsam zerstreut und unkonzentriert fühlt, sollte man eine Weile pausieren. Denn Gemeinschaft zu pflegen, ist gut, kann aber auch zu sehr von sich selbst ablenken. Deshalb braucht konzentriertes Arbeiten einen Fokus auf sich selbst und die anstehende Aufgabe.

Opalith – opalhaltiges Gestein

Neben dem natürlich vorkommenden Opalith, gibt es auch den künstlich hergestellten aus synthetisiertem Glas. 

Das altindische „upala“ für Edelstein und das griechische „lithos“ bezeichnen das „Opalgestein“ Opalith. Dabei besteht das sekundär aus Kieselsäure-Lösung entstandene Gestein aus opalhaltigem Material oder wird davon durchdrungen. Hier müssen drei Gesteine, die in ihrer Entstehung variieren, unterschieden werden.

Kieselerde (Kieselgur), Kieselsinter und Opalith

Die Skelett-Ablagerungen fossiler Einzeller, die aus opalhaltigen Substanzen bestehen, lassen Kieselgur entstehen.

Kieselsinter wird als Abscheidung heißer, kieselsäurehaltiger Quellen gebildet und trägt deshalb auch das Synonym „Geyserit„.

Sind ton-sandige Sedimente gänzlich von Opal-Substanzen durchdrungen, entsteht der für die Steinheilkunde interessante, eigentliche Opalith. Dieser wird hauptsächlich auch als Heilstein verwendet. Der Handel bietet Opalith auch als „Moosopal“ an, was zu Verwechslungen mit dem oben genannten gewöhnlichen Opal mit Einschlüssen (Moosopal) führen kann. Opalith besitzt die gleiche Mohshärte von 5,5 bis 6, wie auch Opale, seine Dichte ist jedoch mit 2,6 bis 2,9 höher. Optisch können nur Fachleute Opalith von Flint, Hornstein und Jaspis unterscheiden, die zu den „Verwechslungskandidaten“ zählen.

Wie wirkt Opalith?

Wer sich in Gruppen eher unwohl fühlt und unter Berührungsängsten leidet, kann von Opalith profitieren. Dieser Heilstein soll kontaktfreudiger und offener für Gemeinschaften machen. Deshalb kann er besonders vor Therapien sinnvoll sein, um die Bereitschaft sich zu öffnen zu unterstützen.
Körperlich gehören neben der entschlackenden Wirkung auf Darm (Ausscheidung) und Schleimhäute, auch die Reinigung des Bindegewebes in den Wirkkreis des Opaliths. Er soll außerdem die Lungenfunktion und Sauerstoffaufnahme fördern, sodass die Steinheilkunde Opalith bei hartnäckigen Erkältungen empfiehlt.

Verwendung und Chakras

Opalith sollte unbedingt längere Zeit mit Hautkontakt auf dem Herz-Chakra, auch zur Stärkung der Lunge, getragen werden. Ersatzweise kann man Opalith auch regelmäßig einige Zeit auf die Brust legen. Für die Unterstützung des Darms bietet sich ein Tragen oder Legen auf dem Nabel- (Solarplexus), sowie auch Sakral-Chakra an.