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Heilstein · Eisenmeteorit mit interplanetarem Olivin-Familie

Pallasit

Ein Steineisen-Meteorit zeigt die Farben Braun bis Schwarz mit gelben bis grünen Olivin-Anteilen. Pallasit stärkt das Bewusstsein der eigenen inneren Welt und fördert die Motivation, sich von Abhängigkeit aller Art zu lösen.

grüngelbbraunschwarzmehrfarbigEisenmeteorit mit interplanetarem Olivin
Pallasit - Heilstein

Faktenbox

Mineralfamilie
Eisenmeteorit mit interplanetarem Olivin
Farbe
grün, gelb, braun, schwarz, mehrfarbig
Fundorte
Argentinien, Australien, Russland

Pallasit im Überblick

Steve Jurvetson - Flickr

Ein Steineisen-Meteorit zeigt die Farben Braun bis Schwarz mit gelben bis grünen Olivin-Anteilen. Pallasit stärkt das Bewusstsein der eigenen inneren Welt und fördert die Motivation, sich von Abhängigkeit aller Art zu lösen. Angesichts der Vergänglichkeit allen Lebens hilft dieser Heilstein dabei, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Pallasit soll eine entgiftende Wirkung haben, indem er unter anderem auch das Entgiftungsorgan “Leber” stärkt.

Pallasit - aus außerirdischem Material

Erstmals beschrieben hat der Forschungsreisende “Peter Simon Pallas” den später nach ihm benannten sibirischen Eisen-Pallas-Fundaus dem Jahre 1749. Der Wissenschaftler untersuchte den Meteoriten, der später mit dem Namen “Krasnojarsk” bekannt werden sollte, in den Jahren 1772 bis 1777 genauer. Jedoch erst im Jahre 1794 publizierte der deutsche Astronom und Physiker “Ernst F. F. Chladni” die Ergebnisse und Schlussfolgerungen in seinem revolutionären Werk über die Theorie einer außerirdischen Herkunft von Meteoriten. Denn bis Ende des 18. Jahrhunderts wurde dies von der damals vorherrschenden Wissenschaft noch angezweifelt.

Wie ist Pallasit entstanden?

Genau genommen kann man diese Frage bis heute nicht zweifelsfrei beantworten. Man weiss, dass Steineisen-Meteorite Trümmerstücke von Asteroiden sind, die durch Kollisionen einst aus ihrer Bahn geworfen wurden. Erreichen einzelne Fragmente dieser Kleinplaneten aus dem Gürtel zwischen Mars und Jupiter schließlich unsere Erde, können sie in die Atmosphäre eindringen und je nach Größe gänzlich verglühen oder als “Sternschnuppe” teilweise auch sehr spektakulär auf die Erdoberfläche stürzen.

Eine neue Entstehungstheorie

Nachdem man lange vermutet hat, dass sich Pallasit in spezifischen Asteroiden in der Übergangsschicht zwischen Nickel-Eisen-Kern und äußerem Mantelaus Silikaten gebildet haben könnte, ist jetzt eine andere Theorie im Anmarsch. Erste Versuche im Labor scheinen die neue Sichtweise zu untermauern. Demnach soll Pallasit in der Nähe der Asteroiden-Oberfläche aus**interplanetarem Material **entstanden sein, das durch den Zusammenstoß von verschiedenen Himmelskörpern zu Pallasit verschmelzen konnte. Dabei vermischte sich wahrscheinlich beim Einschlag der geschmolzene Eisenanteil aus dem Kerndes kleineren Projektils mit dem Olivingehalt aus dem Mantel des größeren Körpers.

Peridot - Edelstein aus dem Weltraum

Beinhaltet das außerirdische Bruchstück die wertvolle Olivin-Varietät “Peridot”, dann entstehen in der Edelsteinschleiferei außerdem “interstellare” Edelsteine für die Schmuckindustrie, die sehr teuer gehandelt werden. Natürlich sind diese seltenen, kostbaren Fragmente aus dem “Großraum” Mars-Jupiter in der Fachwelt sehr begehrt.

Irdischer Peridot entsteht primär aus sehr basischem Magma in Tiefengesteinen und wird bei Vulkanausbrüchen, teilweise als “Olivin-Regen” oder sogenannte “Olivin-Bomben” an die Oberfläche geschleudert. Dann sind die Edelsteine in Vulkangestein gebettet. Auch unser heimischer Peridot (Olivin, Chrysolith) ist ein beliebter, und nicht ganz günstiger Edelstein, kann sich aber logischerweise nicht mit seinem interstellaren Verwandten messen. Es ist seine Herkunft, die den Pallasit adelt.

Drei Pallasit-Gruppen

Als verschmolzenes “Steineisen” aus dem All sind Pallasite wahre Raritäten, die man in drei Gruppen einteilt, da sie unterschiedliche chemische Zusammensetzungen besitzen können. Dabei stammen die einzelnen Trümmerstücke dieser Gruppen jeweils aus einem eigenen Ursprungskörper.

Pallasit-Hauptgruppe

Der sibirische “Krasnojarsk”, der im Jahre 1749 erstmals gefunden wurde, bildete den Auftakt. Danach kamen Funde weiterer Stein-Eisen-Meteoriten hinzu. Im Jahre 1807 entdeckte man in Belarus den sogenannten “Brahin” und im Jahre 1951 den argentinischen “Esquel”. Sie sind Beispiele für die Pallasit-Hauptgruppe, deren Olivin-Anteil maßgeblich ist. Olivine, insbesondere Peridot, sind wichtige traditionelle Schmuck- und Heilsteine.

Pyroxen-Pallasit-Gruppe

In der nächsten Gruppe befinden sich Pyroxen-Pallasite, die aus einkettigen Silikaten bestehen. Pyroxen lässt sich im Gegensatz zu Olivin sehr gut spalten und hat meistens eine dunkelgrüne bis schwarze Farbe mit metallisch wirkendem Glasglanz. Pyroxen kommt in der Steinheilkunde gesondert nicht vor.

Eagle-Station-Gruppe

Die sogenannte “Pallasit Eagle Station” (PES) schließlich beherbergt alle Funde und untersuchten Proben von Stein-Eisen-Meteoriten, die man den ersten beiden Gruppen nicht zuordnen kann. Ihre chemische Zusammensetzung unterscheidet sich dementsprechend entschieden.

Der berühmte “Fukang-Pallasit”

Im Jahre 2000 fand man in den chinesischen Bergen bei Fukang einen Stein-Eisen-Meteoriten mit eingebetteten Olivin-Kristallen, der schätzungsweise 4,5 Milliarden Jahre alt sein soll. Ein abgetrenntes, 31 Kilogramm schweres Bruchstück des 1.003 Kilogramm schweren Hauptkörpers wurde im Jahre 2005 von seinem Besitzer zur Besichtigung freigegeben. Bis heute lagert dieses Fragment in der “University of Arizona” in Tucson (USA) als Leihgabe.

Eine genaue, wissenschaftliche Untersuchungen des Fukang-Pallasits erfolgte durch ein namhaftes Wissenschaftsteam unter der Leitung des amerikanischen Professor für Planetenwissenschaften und Kosmochemie “Dr. D. Lauretta”. Das “Southwest Meteorit Center” Lunar and Planetary Laboratory ist spezialisiert auf spektakuläre, außerirdische Funde.

Untersuchungsergebnisse und Einordnung

Der Fukang-Pallasit besteht aus einer Nickel-Eisen-Matrix, in die Kristalle aus Olivin und Peridot eingebettet sind. Diese eckigen, abgerundeten oder teilweise gebrochenen Kristalle haben in ihrer Größe eine Spannbreite von unter 5 Millimetern bis zu einigen Zentimetern zu bieten. Bei der Untersuchung des Hauptkörpers entdeckte man dünne Metalladern und “Olivin-Cluster”, die sogar eine Größe von bis zu 11 Zentimetern erreichen.

Weltraum-Legierung “Kamazit”

Die Metallmatrix des Fukang-Pallasits besteht vor allem aus der Eisen-Nickel-Legierung “Kamazit”, die in ihrem charakteristischen Verhältnis zwischen 90% : 10% und 95% : 5% immer einen außerirdischen Ursprung hat. Nur Eisen-Meteoriten bestehen zum größten Teil aus dieser Legierung, die Gegenstand vieler Forschungen ist.

Kamazit kann der Wissenschaft einige Informationen liefern, um die sogenannte “Schockgeschichte” eines Meteoriten zu bestimmen. Die außerirdische Legierung ist nämlich nur bei Temperaturen unter 600° bzw. 720° (je nach Quelle) und bei niederem Druck stabil, was auf eine Bildung im Weltall schließen lässt.

Fast 50% aller je gefundenen Meteoriten und Fragmente weisen eine einzigartige “Eisentransformationsstruktur” auf, die durch einen kosmischen “Schock” verursacht wurde und mit wissenschaftlichen Geräten gemessen werden kann. Man hat Kamazit-Meteorite inzwischen auf allen Kontinenten der Erde und auf dem Mars gefunden.

Rohstoffquelle “Meteorit”

Für die Zukunft hat vor allem die Raumfahrt die außerirdischen Ressourcen ins Visier genommen. Ein Abbau von Eisen, Mineralstoffen und Spurenelementen scheint hauptsächlich in diesem Bereich lukrativ, da der Materialtransport von der Erde ins All und zu den Raumstationen sehr kostspielig ist. So baut man demnächst wahrscheinlich das erste Raumschiff und neue Raumstationen außerhalb des irdischen Einzugsgebietes, irgendwo im näheren Weltraum… Pläne der Nasa sprechen dafür.

Welche Spurenelemente können Meteoriten bieten?

Die Vorkommen an Spurenelementen in beispielsweise Kamazit reichen von den allgemein bekannten metallischen Elementen Chrom (Cr), Kupfer (Cu) und Kobalt (Co) bis hin zum seltenen Gallium (Ga) und Germanium (Ge). Außerdem konnte man eine bemerkenswerte Menge an Platin (Pt) nachweisen, die neben dem relativ hohen Kobalt-Gehalt für wirtschaftliche und wissenschaftliche Zwecke besonders interessant ist. Weitere seltene Spurenelemente sind beispielsweise Iridium (Ir) und das irdisch seltenste Element Osmium(Os) sowie Wolfram (W), Gold (Au) und das Halbmetall Rhenium (Re).

Pallasit als Heilstein

Die Steinheilkunde verwendet nur Pallasite der Hauptgruppe. Der in eine Eisen-Matrix gebettete Peridot- bzw. Olivin-Anteil soll eine besondere, therapeutische Wirkung zeigen.

Irdischer Peridot oder Olivin

Schon der aus einer “Primären Bildung” entstandene, irdische Peridot oder Olivin steht für eine freie Selbstbestimmung, die alle Abhängigkeiten, Selbstvorwürfe und Schuldgefühle hinter sich lässt. Die Steinheilkunde schreibt diesen gelbgrünen bis dunkelgrünen Heilsteinen eine entgiftende und Stoffwechsel anregende Wirkung zu. Dabei sollen die Entgiftungsorgane **Leber **und **Galle **besonders profitieren, sodass auch Hautprobleme, Pilzbefall und Schmarotzer wie Warzen verschwinden können.

Seine grüne Farbe wirkt hauptsächlich auf dem Herz-Chakraund sorgt, laut Hildegard von Bingen, für eine “Reinigung des Herzens”.

Interstellarer Pallasit

Pallasit zeigt aufgrund seines Olivin- oder Peridot-Gehalts ein sehr ähnliches Wirkspektrum wie der irdisch entstandene grüne Heilstein. Körperlich soll er ebenfalls entgiftend wirken und die Leber und Galle stärken. Außerdem können der Darm und die Muskeln von Pallasit profitieren.

Die Suche nach Sinn und Ursprung

Der außerirdische Heilstein regt in uns den Forschergeist an, der sich allerdings hauptsächlich nach Innen wendet. So wird nach der ursprünglichen Motivation eines inneren Anliegens gesucht und die Herkunft, Notwendigkeit und der Sinn einer Angelegenheit, Verhaltensweise oder eines Wunsches in Frage gestellt.

Ein kleiner Funke im Universum

Pallasit macht Abhängigkeiten und blockierende Schranken bewusst, die man von äußeren Prägungen übernommen hat. Wer sich also von hinderlichen Bindungen befreien möchte, sollte Pallasit auf dem Herz-Chakra tragen oder regelmäßig auflegen. Denn zuerst entsteht der Zweifel an herrschenden, gesellschaftlichen Verhaltensweisen und erlernten Konditionierungen, danach kommt die Erkenntnis und das Verstehen, die einer gewünschten Veränderung im Leben Tür und Tor öffnen.

Pallasit zeigt, seiner Herkunft gemäß, die Bedeutungslosigkeit aller menschlichen Bestrebungen nach Macht und Geltung, sodass man sich endlich etwas entspannter den freudvollen Augenblicken mit liebevollen Zeitgenossen widmen kann… Unerfreuliches verliert dabei an emotionalem Einfluss, denn wir erkennen in uns den interstellaren oder gar intergalaktischen Lichtfunken, der zu etwas gehört, das außerhalb unserer Vorstellungskraft liegt.

Pallasit-Pflege

Aufgrund der Eisen-Matrix sollte man Pallasit nicht mit Wasser reinigen. Ein vorsichtiges Abreiben mit einem Baumwolltuch muss hier genügen. Nach längerem Tragen ist ein Aufenthalt in einer Schale mit Hämatit- oder Bergkristall-Trommelsteinen ratsam. Auch das nächtliche Lagern in einer Amethyst-Druse oder auf einer Bergkristall-Gruppe ist eine Option. Um eine unnötige Oxidation der Eisenmatrix zu vermeiden, ist ein trockener eher warmer Lagerort angesagt.

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