Faktenbox
- Mineralfamilie
- Chalcedon (Quarz / Oxide), Pyrit (Sulfide)
- Mohshärte
- 6.8
- Farbe
- gelb, braun, grau
- Chakra
- Nabel-Chakra
- Fundorte
- USA, Mexiko, Peru
Pyritachat im Überblick
Das Chalcedon-Pyrit-Gemenge “Pyritachat” hat eine graubraune Farbe. In diese dunkle Quarzsubstanz sind verschieden große metallgelbe Flecken aus Pyrit eingebettet. Der Handelsname “Apachengold” taucht auch in diesem Zusammenhang auf, obgleich auch Pyrit und Chalkopyrit oft unter dieser Bezeichnung angeboten werden.
Pyritachat steht für eine starke körperlich-seelische Reinigungskraft, die alle Heilungsprozesse beschleunigen kann.
Pyritachat oder Apachengold
Je nach Höhe des metallenen Pyrit-Gehalts, fällt das optische Erscheinungsbild des Pyritachats sehr unterschiedlich aus. Dabei variieren kleine, feinverteilte Tupfen oder Punkte bis hin zu größeren Metallflecken in einer dunkleren Quarzmasse so, dass ein jeweils einzigartiges Muster entsteht. Kleingetüpfelte Exemplare sind mit ihrer graugelblichen Grundfärbung eher unscheinbar, jedoch je größer die Pyrit-Einlagerungen ausfallen, umso interessanter erscheint der Heilstein. Trommelsteine in etwa 3 bis 4 cm Größe können größere, messinggelbe Einschlüsse und Musterungen mit Schlieren zeigen, sodass die unattraktivere Chalcedon-Matrix völlig in den Hintergrund tritt.
Verwechslungsmöglichkeiten
Ein Chalkopyrit-Nephrit-Gemenge zeigt eine ziemlich ähnliche Optik, wie kleingefleckter Pyritachat. Die leicht gelblich grüne Färbung der Tupfen kann hier allerdings kein sicheres Merkmal zur sicheren Einstufung liefern. So bildet der Handelsname “Apachengold” beide Gemenge auf dem Markt ab. Da deren therapeutische Wirkung allerdings ziemlich ähnlich ausfällt, ist es kein Beinbruch, wenn man beim Erwerb keine eindeutige Zuweisung erhält.
Preislich sind die mit geringem bis seltenem Vorkommen eingestuften Heilsteine jedoch erschwinglich, da ihre Optik und Haptik nicht überall gut ankommt. Somit ist Apachengold, egal in welcher Ausführung, nicht für jedermann attraktiv. Wer sich allerdings von Pyritachat und metallenen Heilsteinen intensiv angezogen fühlt, sollte unbedingt zugreifen.
Keine Achat-Merkmale in Sicht
Logischerweise müsste das Gemenge “Pyritachat” eigentlich Pyrit-Chalcedon heißen, da es so gut wie nie Bänder zeigt, die für einen Achat charakteristisch wären. Aber die Namensgebung der verschiedenen Gesteine, Minerale und dessen Varietäten folgt vor allem im Bereich des Handels nicht immer einer “gemmologischen Logik”. Hier gibt man eingängigen und einprägsamen Bezeichnungen wie “Apachengold” den Vorzug, um die nicht immer kundige Kundschaft nicht mit schwierigen Fachausdrücken zu überfordern. Da der Begriff “Achat” volkstümlich eine lange Tradition hat und als Mineralbezeichnung bei den meisten Menschen bekannt ist, wird er gerne bei allerlei Quarz-Gemengen verwendet. Dies beweist der beliebte, grüne Moosachat, der auch in Wahrheit ein Chalcedon ist.
Die Pyritachat-Merkmale
Um Pyritachat von beispielsweise Chalkopyrit-Nephrit zu unterscheiden, muss man ihre Entstehung, die Kristallsysteme und Bestimmungsmerkmale vergleichen. Oft muss man dafür eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung heranziehen.
Entstehung und Kristallsystem
Während das Chalcedon-Pyrit-Gemenge in einer “Primären Bildung” entsteht, kann sich sein Apachengold-Namensvetter “Chalkopyrit-Nephrit” nur tertiär bilden. Da Pyrit auch in magmatischer Umgebung stabil ist, verbleiben in der Quarzschmelze kleine Partikel bis größere Rohsteinchen, die nach dem Aushärten ein fester Bestandteil im Gestein sind. Aufgrund seiner Zusammensetzung zeigt Pyritachat Merkmale eines “Kubischen” (Pyrit) und “Trigonalen Kristallsystems” (Chalcedon). Chalkopyrit-Nephrit hingegen kristallisiert entsprechend tetragonal und monoklin. Anhand dieser unterschiedlichen Kristallausbildungen kann man unter dem Mikroskop die ersten Rückschlüsse ziehen.
Bestimmungsmerkmale des Pyritachats
Je nach prozentualer Verteilung der beiden Minerale, dominieren dementsprechend auch die unterschiedlichen Bestimmungsmerkmale. Bei Stoffreinheit besteht Pyrit im Idealfall aus Eisen und Schwefel, allerdings ist die stoffliche Zusammensetzung in der Natur abhängig von den örtlichen Entstehungsbedingungen. So können in Pyritachat neben dem hohen Quarzanteil auch Spuren von Nickel, Cobalt oder Arsen vorkommen, die einen Teil der Eisen- oder Schwefelatome des Pyrits ersetzen können.
Härte und Dichte
Bei einer feinen Verteilung der Pyrit-Partikel bringt die höhere Mohshärte von 6,5 bis 7 des umgebenden Chalcedons für dieses Mineralgemenge die größtmögliche Härte mit. Große Flecken von Pyrit-Einlagerungen mit einer üblichen Pyrit-Härte von 6 bis 6,5 senken allerdings stellenweise den Härtegrad. Die Dichte fällt bei Pyrit mit um die 5 fast doppelt so hoch aus, wie die Dichte des Chalcedons (um 2,6). Somit liegt sie je nach Zusammensetzung wohl zwischen etwa 3 bis 4.
Strichfarbe und Spaltbarkeit
Chalcedon hat als Quarz-Mitglied immer eine weiße Strichfarbe. Pyrit hingegen zeigt auf einer hellen Strichtafel einen sehr dunkelgrünen bis schwarzen Strich, sodass auch hier größere, eingelagerte Pyrit-Flecken dieses Merkmal mitbestimmen. Da der Quarz “Chalcedon” keine und Pyrit nur eine unvollkommene Spaltbarkeit besitzen, zeigt auch Pyritachat spröde und muschelige Bruchstellen.
Transparenz und Glanz
Reiner Chalcedon zeigt eine durchscheinende Transparenz und Wachsglanz. Durch die Beimengung von Pyrit-Partikeln in verschiedener Größe, verändert sich allerdings der optische Eindruck. Das völlig undurchsichtige (opak) Mineral besitzt einen charakteristischen Metallglanz, der dem oft recht dunkel wirkenden Mineralgemenge kleine, glänzende “Lichtpunkte” verschafft. Je größer diese Pyrit-Einschlüsse ausfallen, desto gelblich-metallener ist die Erscheinungsform des Pyritachats.
Pyritachat als Heilstein
Da schon reiner, goldmetallen glänzender Pyrit in der Schmuckherstellung keine große Rolle spielt und maximal als kleiner Kubus sowie als Rose oder Pyrit-Sonne vorkommt, ist auch das oft recht dunkle Mineralgemenge aus Chalcedon und Pyrit hier nicht sonderlich gefragt. Allerdings hat die Bedeutung des Pyritachats und des vieldeutigen Apachengoldes in der Steinheilkunde ein Anwendungsgebiet erschlossen, das inzwischen von vielen gerne genutzt wird. Somit gibt es jetzt auf dem Markt verschiedene Trommelsteine als Handschmeichler oder Anhänger auch für therapeutische Zwecke in befriedigender Auswahl.
Reinigung und Befreiung
Wer sich von schweren, seelischen Belastungen befreien möchte, braucht oft eine professionelle, therapeutische Hilfe. Nicht alles kann sich allein durch das Tragen eines Heilsteins einfach in Luft auflösen. Die Bewältigung von unangenehmen, vielleicht angstmachenden Erfahrungen erfordert viel Mut, denn die Konfrontation mit den eigenen Ängsten wird von den meisten lieber vermieden. In der Steinheilkunde kann man diesbezüglich genügend Anregungen finden, für passende “Therapie-Begleiter”.
Pyritachat gehört auf alle Fälle zu diesen sinnvollen Optionen, da er die Eigenschaften zweier Minerale in sich vereint. Er regt beim Tragen dazu an, sich wenn nötig auch mit unangenehmen Bereichen der eigenen inneren und äußeren Erfahrungswelt auseinanderzusetzen, um schließlich die belastende Schwere zu überwinden. So fördert er zu allererst eine seelische Reinigung, die von Körper und Geist als befreiend empfunden wird.
Körperliche Wirkung
Der seelischen Entsprechung folgend, unterstützt Pyritachat vor allem die Reinigung des Körpers über die Lymphe und den Darm. In allererster Linie erfährt die Leber eine Stimulation, sodass Entgiftungsvorgänge im ganzen Organismus effektiv arbeiten können. Allerdings sollte man für diese Anwendung in der Leberregion auch auf den richtigen Zeitpunkt achten.
Die “Organ-Uhr” berücksichtigen!
Die Steinheilkunde der Traditionellen Chinesische Medizin (TCM) rät dazu, immer die Ruhe- und Hochphasen der jeweiligen inneren Organe in eine therapeutische Heilstein-Behandlung miteinzubeziehen. Da beispielsweise die Leber ihre Erholungsphase um 13 bis 15 Uhr hat, sollte man in diesem Zeitraum eine Stimulation mit Pyritachat vermeiden. Andererseits bietet sich genau diese Zeitspanne perfekt an, um über das Nabel-Chakra den Dünndarm anzuregen, der hier in seiner Hochphase an Effektivität tritt.
Pyritachat-Anwendung und Pflege
Der hohe Quarz-Anteil dieses Mineralgemisches macht Pyritachat für alle die zu einer wahren Alternative, die mit reinem Pyrit nicht so gut zurecht kommen. Während der hohe Eisen- und Schwefelanteil die Nutzung, Lagerung und Pflege des “Grandfathered Minerals” Pyrit nicht ganz einfach macht, zeigt sich das Chalcedon-Pyrit-Gemenge um einiges pflegeleichter. Auch wenn Pyrit das widerstandsfähigste Eisensulfid überhaupt ist, so verwittert es trotzdem verhältnismäßig schnell. Die Reaktion mit Luftsauerstoff lässt ihn mit der Zeit zerfallen. Deshalb ist auch ein längerer, direkter Hautkontakt (Reaktion mit Körperschweiß!) mit Pyrit-Kristallen nicht empfehlenswert, da Hautreizungen die Folge sein können.
Trommelsteine als Handschmeichler oder Anhänger
Pyritachat besitzt einen geringeren Anteil an Pyrit, sodass er nicht so empfindlich auf die Luft reagiert, die ihn umgibt. Der höhere Chalcedon-Anteil macht diesen Heilstein robuster und leichter in der Anwendung. Allerdings sollte man auch einen Pyritachat nicht dauerhaft auf der Haut tragen. Ein temporäres Auflegen während einer therapeutischen Behandlung ist hier deshalb eher sinnvoll. Wer Pyritachat aber gerne bei sich tragen möchte, kann ihn als Handschmeichler in der Hosentasche tragen und regelmäßig anfassen. Bei einer dauerhaften Nutzung als Trommelstein-Anhänger ist aber auch hier ein Tragen über der Kleidung angeraten.
Gegenanzeige!
Da Pyrit auch Spuren von Nickel enthalten, und somit auch Pyritachat dieses chemische Element aufweisen kann, sollte man bei einer sehr ausgeprägten Nickel-Allergie grundsätzlich vorsichtshalber auf einen Hautkontakt mit diesem Heilstein verzichten.
Wie pflegt man Pyritachat?
Wie so oft kommt auch hier die Glasschale mit Hämatit-Steinen zum Einsatz. Für eine regelmäßige Entladung dieses Heilsteins genügt ein Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Dann sollte Pyritachat über Nacht bei den Hämatiten ruhen und anschließend mit Bergkristall erneut aufgeladen werden. Die üblichen kalkfreien Wasserbäder oder reinigenden Duschen, die einem reinen Chalcedon gut tun, sind jedoch aufgrund des Pyrit-Gehalts eher zu meiden. Vor allem wenn die Pyrit-Flecken des Gemenges besonders dominant ausfallen. Dann reicht auch ein flusenfreies Tuch, um den Trommelstein von leichten Verschmutzungen zu befreien.
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