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Heilstein · Chalcedon (Quarz-Gruppe)-Familie

Sardonyx

Sardonyx verbindet weiße, rote bis braune und schwarze Schichten - ein Stein für charakterliche Standfestigkeit und aufrichtige Kommunikation.

weißhellblauorangerotbraunschwarzChalcedon (Quarz-Gruppe)Sakral-ChakraNabel-Chakra
Sardonyx - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Chalcedon (Quarz-Gruppe)
Mohshärte
7
Farbe
weiß, hellblau, orange, rotbraun, schwarz
Chakra
Sakral-Chakra, Nabel-Chakra
Sternzeichen
Löwe
Fundorte
Brasilien, China, Indien
Reinigung
Eine regelmäßige Dusche unter lauwarmem Wasser
Aufladung
Über Nacht auf einer Bergkristall-Gruppe oder in einer Amethyst-Druse
Element
Erde / Feuer
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Sardonyx im Überblick

Plutos - eigenes Photo

Weiße oder hellblaue Chalcedon-Schichten wechseln sich bei Sardonyx mit rotem, orangefarbenem oder braunem Karneol (Sarder) und schwarzem Onyx ab. Sardonyx steht für Tugenden wie aufrichtige Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Körperlich soll er die Sinnesorgane stärken und dadurch Sinneswahrnehmung verbessern. Außerdem soll er unter anderem den Zellstoffwechsel und das Immunsystem anregen.

Die Sarder-Onyx-Kombi “Sardonyx”

Eigentlich bestand Sardonyx definitionsgemäß ursprünglich immer aus dem weißen bis hellblauen Chalcedon, dem rötlich-braunen Karneol (früher Sarder) und dem schwarzen Onyx. Diese “Dreifaltigkeit” galt schon seit Jahrhunderten, doch heute sieht man diese Regel nicht mehr ganz so streng. Deshalb kann man inzwischen auch zweifarbige Exemplare unter der Bezeichnung “Sardonyx” auf dem Markt finden. Trotzdem ist jedoch der “Sardonyx-Klassiker” mit seiner ineinander verwirbelten und verschwommenen Dreifarbigkeit natürlich wesentlich beeindruckender. Vor allem, wenn man einen echten Sardonyx in geschnittener Scheibenform ergattern kann, bei dem sich um einen weißen Mittelbereich, ähnlich wie bei Achaten, orangefarbene, rotbraune und schließlich auch noch schwarze Bänder schwingen!

Verwechslungen und Fälschungen

Obwohl ein Sardonyx durch seine gebänderte Zwei- bzw. Dreifarbigkeit grundsätzlich keinem anderen Mineral gleicht, muss an dieser Stelle schon darauf hingewiesen werden, dass Fälschungen aus reinem Chalcedon und Achat nicht unüblich sind. Da Achate naturgemäß aus mehreren, verschiedenen Schichten bestehen, die Farbstoffe unterschiedlich intensiv annehmen, kann man mit ihnen perfekte, gebänderte Sardonyx-Imitate herstellen. Ob es sich um einen gefärbten Achat oder einen echten, natürlichen Sardonyx handelt, kann man leider optisch nicht wirklich beurteilen, sondern nur durch eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung klären.

Der traditionelle Schmuck- und Heilstein “Sardonyx”

Schon in der Antike bis ins Mittelalter schätzte man den mehrfarbigen Sardonyx nicht nur als attraktiven Schmuckstein, aus dem man wertvolle Gemmen schneiden konnte. Auch zu dieser Zeit war er bereits ein “Stein der Tugend”, mit dem man Furchtlosigkeit, Aufrichtigkeit, Beredsamkeit und Fülle verband. Sardonyx sollte vorzugsweise seinem männlichen Träger die Vernunft und Verstandeskräfte stärken.

Als Heilstein gewann er hauptsächlich im Mittelalter durch die Äbtissin Hildegard von Bingen an Bedeutung und zählt seither zu den klassischen Schmucksteinen, die man auch in der Steinheilkunde verwendet.

Sarder oder Karneol?

In der Antike bezeichnete man orangefarbenen bis braunen Karneol lange Zeit als “Sarder”, nach der Stadt “Sardes” (auch Sardeis, Sardis) in Kleinasien. Diese ehemalige Hauptstadt des antiken Königreichs “Lydien” soll entweder der Fundort oder ein Umschlags- und Handelsplatz für diese attraktiven Steine gewesen sein. Heute zählen die Ruinen der antiken Metropole “Sart” (türkisch) zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der “Türkischen Ägäis”.

Sarder wird zu Karneol

Im Mittelalter unterschied man plötzlich rote und braune Exemplare des Karneols. Nur noch Heilsteine der braunen Varietät nannte man fortan “Sarder” und die Variante in Orange- und Rottönen erhielt die Bezeichnung “Karneol”. Bis heute tauchen in älteren, literarischen Werken immer noch orangeroter Karneol und brauner Sarder auf, wobei man den Ursprung des Begriffs “Karneol” nicht klar nachweisen kann. Wahrscheinlich ist er aus dem lateinischen “cornum” für “Kornelkirsche” oder aber “carneolus” für “fleischfarben” entstanden.

Fachlich ordnet man gelbe, orangefarbene, rote bis braune Exemplare inzwischen jedoch unter die Bezeichnung “Karneol”, während der Begriff “Sarder” langsam ausstirbt

Der schwarz-weiße Onyx

Dieser traditionelle Schmuck- und Heilstein ist seit dem Altertum nach dem griechischen “onyx” für “Nagel” benannt. Wahrscheinlich spielte das schwarz-weiß gebänderte Erscheinungsbild, das in Farbe und Glanz an “Fingernägel” erinnern kann, eine Rolle. Andererseits könnte sich der Name auch auf die Tatsache beziehen, dass man Onyx von jeher schon eine stärkende Wirkung auf Haut und Haare sowie Fuß- und Fingernägel nachsagte.

Allerdings gilt erst seit dem 18. Jahrhundert für den schwarzen Chalcedon der definierte Begriff “Onyx”, was nahelegt, dass zuvor beschriebene schwarze Schmuck- und Heilsteine nicht zwingend auch alle tatsächlich in diese heutige Onyx-Definition gehörten.

Entstehung und Merkmale von Sardonyx

Meistens entsteht Sardonyx primär aus hydrothermalen Lösungen in Vulkangesteinen (beispielsweise Porphyren oder Melaphyren) mit geringem Kieselsäure-Anteil. Während die heiße Kieselsäure-Lösung in die Vulkangesteine eindringt, reichern sich in ihr gelöste, farbgebende Mangan- und Eisenverbindungen an. Wenn die Lösung schließlich in den Blasen-Hohlräumen des vorhandenen Gesteins langsam austrocknet und kristallisiert, bilden sich verschieden farbige Schichten.

Bandartige Schichten

Im Idealfall und nach klassischer Definition besteht Sardonyx aus weißem bis bläulichem Chalcedon, orangefarbenem bis fleischrotem oder braunem Karneol (Sarder) und schwarzem Onyx. Die unterschiedlichen Fremdstoff-Einlagerungen in den einzelnen Schichten sind dabei farbgebend. Fein verteilte Mangan- und Eisenoxide prägen den Onyx, während der Oxidationszustand des Eisens die gelben bis orangefarbenen (Eisen-Hydroxide) oder rotbraunen bis braunen Farben (Eisen-Oxide) des Karneols beeinflusst. Reiner Chalcedon erscheint weiß bis bläulich, da diese Schichten nicht durch Fremdstoffe verunreinigt sind.

Klassifizierung und Erscheinungsform

Aufgrund der Zusammensetzung aus den verschiedenfarbigen Quarzen “Sarder” und “Onyx” hat sich schon früh die namentliche Mischform “Sardonyx” entwickelt. Manche schriftlichen Quellen handeln das Mitglied aus der Quarz-Gruppe und somit auch aus der Mineralklasse “Oxide” als Onyx-Varietät. Wenn der schwarz-weiße Anteil groß genug und Karneol nur minimal vorhanden ist, klingt das plausibel.

Kristallsystem und Struktur

Obgleich Sardonyx im “Trigonalen Kristallsystem” kristallisiert, bildet er nur winzige Fasern und keine sichtbaren Kristalle. Diese Faserstruktur wird erst unter dem Mikroskop sichtbar. Deshalb kann man diesen Heilstein nur als “Füllmaterial” in den Spalten, Gängen und kugeligen Hohlräumen ehemaliger Blasen in den jeweiligen Gesteinen finden. So erscheint Sardonyx in natürlichen Kugelformen oder als Füllung von beispielsweise sogenannten “Mandeln”. Diese aufgesägten, gänzlich mineralisch ausgefüllten Geoden besitzen idealerweise einen helleren Kernbereich (Chalcedon), um den sich Schichten in Rot, Braun (Karneol) und Schwarz (Onyx) bilden konnten. Waagrechte Gang-Füllungen jedoch zeigen verschiedenfarbige, übereinander geschichtete Bänder in Weiß, Schwarz, Rot-, Gelb- oder Brauntönen, wobei oft eine klare Trennung der Farbbänder zu erkennen ist. Manchmal verschwimmen allerdings auch die Farbgrenzen ineinander und hinterlassen organisch in sich “geschmolzene” Farbmuster.

Bestimmungsmerkmale

Als Mitglied der Chalcedon-Familie zeigt Sardonyx eine charakteristische, weiße Strichfarbe sowie eine Mohshärte von 6,5 bis 7 und Dichte von 2,58 bis 2,64. Quarztypisch besitzt er keine Spaltbarkeit und seine Bruchstellen sind uneben und muschelig. Mit einer leicht durchscheinenden Transparenz zeigt Sardonyx Wachs- bis Seidenglanz.

Sardonyx als Heilstein

In der Steinheilkunde geht man von der klassischen Sardonyx-”Dreifaltigkeit” aus, wenn es sich um eine Heilstein-Anwendung handelt. So spielen die Wirkspektren der Quarze “Chalcedon”, “Karneol” (Sarder) und “Onyx” eine wesentliche Rolle zur Beschreibung des Heilsteins “Sardonyx”.

Charakterstärke braucht Mut und Durchsetzungsvermögen

Wer aufrichtig, zuverlässig und integer ist, demonstriert eine standfeste, charakterliche Größe, die viele Menschen schätzten. Doch ein solches Denken und Verhalten erfordert auch Mut, denn oft ist eine kleine oder größere Lüge bequemer, da man vielleicht damit nicht aneckt und sich kurzfristig schnell aus der Affäre ziehen kann.

Sei aufrichtig!

Sardonyx soll jedoch diese Tugenden eines beständigen Charakters stärken, sodass, selbst wenn die Wahrheit schmerzt, keine Notlüge in die Irre führt. Diese mutige Konsequenz entspricht dem roten bis braunen Karneol-Anteil, der Selbstüberwindung und Standfestigkeit, aber auch Idealismus und Gemeinschaftssinn stärken kann.

Setze dich ein und durch!

Wer etwas erreichen will, muss lernen, sich durchzusetzen. Dazu braucht man nicht nur Selbstbewusstsein, sondern auch Verantwortungsgefühl, denn “Ego-Shooter” gibt es wahrhaft genug auf dieser Welt. Nur wer die Fähigkeit besitzt, die Perspektive eines anderen einzunehmen, wird sozialverträgliche Entscheidungen treffen.

Onyx ist zwar teilweise immer noch als “Stein der Egoisten” verschrieen, trägt aber eigentlich zu einer besseren Selbstkontrolle bei. So kann dieser Heilstein-Anteil im Sardonyx ein objektives, logisches Denken mit einer verantwortungsvollen Durchsetzungskraft verbinden.

Nutze deine Sinne!

Körperlich soll Onyx den Gehörsinn schärfen und die Nervenfunktion verbessern, was schließlich auch bei der Anwendung des Heilsteins “Sardonyx” zum Tragen kommt. Denn dieser kann angeblich alle Sinneswahrnehmungen verfeinern und die Verarbeitung über die Nerven verbessern. Die Steinheilkunde empfiehlt das Tragen von Sardonyx therapiebegleitend bei Ohrenbeschwerden bis hin zu Tinnitus und prophylaktisch, um einen Krankheitsrückfall zu vermeiden. Außerdem soll vor allem die Milz ganz besonders profitieren, wenn man Sardonyx als Roh- oder Trommelstein links vom Bauchnabel unter den Rippenbogen auflegt.

Das Streben nach einem sinnvollen Leben

Da Sardonyx einerseits das Selbstvertrauen sowie eine innere zuversichtliche Stabilität stärken kann und andererseits die Selbstüberwindung steigern soll, ist man in seiner Sphäre stets bemüht, das beste aus einer Situation zu machen. Dabei agiert man eher besonnen und freundlich gestimmt, sodass man Frustration und Trauer leichter überwinden kann. Durch eine verbesserte mentale Aufnahmefähigkeit sowie intensive Sinneswahrnehmungen offenbart sich für die momentane Lebenslage der Sinn und auch ein größeres Verständnis, um eine Lebensfreude zu entwickeln, die auf das Umfeld abfärbt.

Prophylaxe für den Körper

Inzwischen weiss die Wissenschaft, dass sich positive Gedanken und seelische Glücksgefühle stark auf das Wohlergehen und die Gesundheit des Körpers auswirken. So soll Sardonyx nicht nur die Sinnesorgane für eine verbesserte Sinneswahrnehmung stärken, sondern auch das Immunsystem und der Zellstoffwechsel sollen durch das Tragen oder Auflegen gefördert werden. Da dieser Heilstein außerdem die Tätigkeit des Darms unterstützen und die Körperflüssigkeiten anregen kann, soll sich die Aufnahme von Nährstoffen, aber auch die Ausscheidung verbessern.

Sardonyx-Anwendung

Allgemein kann man Sardonyx bequem als Trommelstein-Anhänger oder Handschmeichler bei sich tragen. Dabei wirkt er, laut Steinheilkunde, besonders stark im Bereich des Bauches, sodass er bei entsprechenden, akuten Beschwerden mit einem langen Band bis unter den Nabel reicht und direkt auf der Haut sinnvoll ist.

Zur Stärkung der Sinnesorgane sollte man Sardonyx jedoch am besten direkt auf die Augen, Ohren oder Stirn- bzw. Kieferhöhle legen. Sogenannte “Sardonyx-Oliven” sind dementsprechend geschliffen, so dass man sie beispielsweise bequem in den äußeren Gehörgang stecken kann. Diese Olivenformen sind während einer Meditation sehr angenehm in den Ohren, aber auch bei der Computerarbeit kein Fehler. Ohr-Oliven können außerdem aus Onyx, Rhodonit oder Heliotrop gefertigt sein, die als Heilsteine in diesem Bereich ebenso Sinn machen.

Reinigung und Pflege

Als Mitglied der Quarz-Gruppe ist Sardonyx einfach zu pflegen. Eine regelmäßige Dusche unter lauwarmem Wasser entfernt mögliche, oberflächliche Verschmutzungen. Danach bietet sich eine “Regenerationszeit” auf einer Bergkristall-Gruppe oder in einer Amethyst-Druse an, was über Nacht geschehen kann. Manche benutzen zuvor Hämatit-Steine, um den Heilstein von aufgenommenen Fremdschwingungen zu befreien.

Da Sardonyx ein robuster Heilstein ist, kann er auch von Kindern getragen werden, falls er gefällt.

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