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Heilstein · Chalcedon (Quarz / Oxide)-Familie

Schlangenhautachat

Die hellbeige, hellgraue bis bräunliche Farbe des Schlangenhautachats ist von helleren, meist weißen Furchen und blasenförmigen Mustern durchzogen, die der Zeichnung einer Schlangenhaut ähneln.

graubeigeChalcedon (Quarz / Oxide)Wurzel--ChakraSakral-ChakraNabel--ChakraHerz-ChakraStirn-Chakra
Schlangenhautachat - Heilstein

Faktenbox

Mineralfamilie
Chalcedon (Quarz / Oxide)
Farbe
grau, beige
Chakra
Wurzel--Chakra, Sakral-Chakra, Nabel--Chakra, Herz-Chakra, Stirn-Chakra
Sternzeichen
Stier, Steinbock, Skorpion
Fundorte
USA, Italien

Schlangenhautachat im Überblick

Die hellbeige, hellgraue bis bräunliche Farbe des Schlangenhautachats ist von helleren, meist weißen Furchen und blasenförmigen Mustern durchzogen, die der Zeichnung einer Schlangenhaut ähneln. Sein knolliges oder wurzelförmig teils verdrehtes Erscheinungsbild ist charakteristisch für diese seltene Chalcedon-Varietät.

Schlangenhautachat soll sich auf das Gehirn, den Stoffwechsel und die Lymphe positiv auswirken und eine große, seelische Erregung mildern.

Schlangenhautachat

Trotz seiner Bezeichnung gehört Schlangenhautachat nicht in die Achat-Familie, was das Fehlen von schalenartigen Bändern schon vermuten lässt. Wie in der Mineralogie üblich, die oft auch die im Volksmund kreierten Namen übernimmt, handelt es sich hier um eine “Mogelpackung”, denn der Namensteil “Achat” führt auf eine falsche Fährte.

Achat und Chalcedon im Vergleich

Die Grenze zwischen Achat und Chalcedon ist besonders für Unkundige wahrhaft nicht leicht zu ziehen, denn es gibt auch gebänderte Chalcedon-Varietäten wie den “Chalcedonachat”. Beide Minerale gehören nämlich zu den Quarzen, und somit in die Mineralklasse der Oxide. Dadurch entstehen teils fast identische Bestimmungsmerkmale wie Mohshärte und Dichte, aber auch die völlig gleiche weiße Strichfarbe sowie die beiderseitig fehlende **Spaltbarkeit **helfen nicht weiter. Selbst der muschelige Bruch ist sehr ähnlich, sodass eine Unterscheidung bei “Grenzläufern” schwer fällt.

Wie sind Chalcedon und Achat definiert?

Wenn der Handelsname wie in diesem Beispiel in die Irre führt, weiss man oft nicht, welchen Schmuck- oder Heilstein man eigentlich erworben hat. Da helfen Definitionen weiter, die dem Unkundigen nicht immer, aber den Fachleuten die Klassifizierung erleichtern. Doch nicht nur Achat und Chalcedon, sondern auch andere Quarze wie Rosenquarz und Jaspis bilden oft fließende Übergänge, sodass allgemein nicht selten eine Einschätzung mit dem bloßen Auge ziemlich schwerfällt. Dann kann meistens nur eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung Klarheit schaffen.

Die Chalcedon-Definition

Ein Chalcedon ist in der modernen Mineralogie ein mikrokristalliner, faseriger Quarz, wobei im engeren Sinne nur der reine Chalcedon gemeint ist, der sich farblos bis hellblau präsentiert. Er hat eine durchscheinende Transparenz und zeigt immer eine weiße Strichfarbe.

Die Achat-Definition

Achate sind hingegen gebänderte Quarze, deren verschiedene Schichten aus Chalcedon, Kristallquarz, Jaspis und selten auch Opal bestehen können. Trotz der Vielfältigkeit der einzelnen Bänder ist auch seine Strichfarbe immer weiß und die Transparenz meistens ebenfalls durchscheinend und selten undurchsichtig.

Die Jaspis-Definition

Um das Verständnis zu vergrößern, soll an dieser Stelle noch die Definition der Quarz-Varietät “Jaspis” erwähnt werden. Er ist als mikrokristalliner, körniger Quarz definiert, der bunt und vor allem undurchsichtig ist. Jaspis kann aufgrund seiner unterschiedlichen Fremdstoffe zusätzlich zur weißen Strichfarbe auch einen gelben, braunen oder roten Strich zeigen (Eigenfarbe).

Entstehung und Kristallsystem des Schlangenhautachats

Während die meisten Chalcedone primär und manche zusätzlich auch sekundär entstehen können, stammt die Varietät “Schlangenhautachat” ausschließlich aus einer “Sekundären Bildung”. Sie bildet sich in blasenförmigen Hohlräumen von vulkanischen Gesteinen durch die Ablagerung von Silicium-Dioxid über Millionen von Jahren.

Optische und inhaltliche Unterschiede

Schlangenhautachat kristallisiert wie alle Chalcedone und Achate im “Trigonalen Kristallsystem” und bildet nur mikroskopisch kleine Kristalle. Auf dem deutschen Markt sind hauptsächlich Exemplare aus Oregon (USA) vertreten, die dunklere, leicht glänzende, teils gewölbte “Flecken” auf einem helleren, matten Hintergrund zeigen. Tatsächlich erinnert die Textur der Kombination aus bläschenartigen Gebilden und den dazwischen liegenden, helleren, linierten Bereichen verblüffend an die Haut der namengebenden Schlange. Hier bleibt eindeutig der Eindruck einer schuppenähnlichen Hülle, die man von vielen Reptilien kennt.

Natürliche Farbtöne

Dominierend sind bei dieser Chalcedon-Varietät Naturtöne wie Beige- und gelbliche Grau- bis Braun-Töne, bunte Farben kommen allerdings von Natur aus nicht vor. Doch manchmal bietet der Handel optisch sehr attraktive Schlangenhautachate mit einer beispielsweise orangefarbenen Linienstruktur an. Hier kann man davon ausgehen, dass die vertieften, ursprünglich weißen oder beigefarbenen, aber nun bunten Linien des vorliegenden Exemplars aus einer künstlichen Färbeaktion stammen.

Nachträglich eingefärbte Heilsteine sind oft als Schmuckstein deutlich ansprechender, aber für eine Heilstein-Anwendung nicht wirklich geeignet. Wieviel natürliche Ausstrahlung sich der gefärbte Schmuckstein erhalten konnte, ist nur sensitiv zu erfassen. Die Steinheilkunde rät von einer therapeutischen Nutzung jedoch ganz klar ab.

Versteinerte Fossilien

Es gibt neben der oben beschriebenen Chalcedon-Varietät noch andere sogenannte “Schlangenhautachate” auf dem Markt, die eine andere Entstehungsgeschichte besitzen. Ihr Aussehen weicht allerdings deutlich von den erwähnten, knolligen Chalcedon-Beispielen ab.

Diese Beschreibung zum Thema “Schlangenhautachat” spricht von verquarzten Überresten eines prähistorischen Fisches, die in ihrem Endergebnis ebenfalls eine schuppenartige Struktur aus hellen Flecken aufweist. Doch diese fossilen Reste bilden ein geschlossenes Muster aus runden, verschieden kleinen Flecken, die wie flache Scheibchen wirken und teilweise übereinander liegen. Dazu kommen im Zentrum der einzelnen Flächen dunkle Punkte und eine ebenfalls dunkle bis fast schwarze Umrandung. So entsteht der Eindruck von dreidimensionaler Tiefe, da die alles umgebende, durchsichtigeQuarz-Matrix teilweise tiefere Einblicke in das Steininnere gewährt. Diese machen den Schmuckstein, der ebenfalls unter der Bezeichnung “Schlangenhautachat” im Handel erscheint, ganz besonders attraktiv.

Steinheilkundliche Erwähnungen

Fossile Versteinerungen tauchen in der Steinheilkunde allerdings nur als “Versteinerte Koralle” oder in Form von verschiedenen “Versteinerten Hölzern” auf. Diese können sowohl aus einem Prozess der Verkieselung (Quarz) als auch der Opalisierung (Opal) stammen.

So deklariert man sie normalerweise im Handel als “Versteinertes Holz” mit dem Zusatz “verkieselt” oder aber “opalisiert”. Verquarzte Varietäten sind “Versteinertes Palmholz” und versteinertes “Peanut Wood”.

Mögliche Einstufung

Die Wirksamkeit des Schlangenhautachats aus fossilen Resten könnte man eventuell in den Bereich des Ammoliths einstufen, der eine hohe Anziehungskraft besitzt, aber eine Rarität ist. Allerdings besteht dieser aus dem Calcium-Carbonat “Aragonit”, das sein ganz eigenes Wirkspektrum zeigt. Hier sind wohl noch individuelle Experimente von Nöten.

Schlangenhautachat als Heilstein

Der Heilstein-Pionier “Michael Gienger” beschreibt in seinem Taschenbuch aus dem Jahre 2014 “Heilsteine - 555 Steine von A bis Z” einen Schlangenhautachat unter den Achaten, allerdings mit dem Vermerk “Chalcedon” in Klammer. Wahrscheinlich ist diese kurzgehaltene Beschreibung die Quelle, auf die sich die meisten Anbieter von Heilsteinen inzwischen berufen.

Außerdem zeigt die gewählte Abbildung einen knolligen, schlicht beigefarbenen Stein mit einheitlicher Bläschen-Textur, die nichts mit dem oben erwähnten auffällig gemusterten Schlangenhautachat aus verquarzten Fossilien zu tun hat. Somit bezieht sich die beobachtete, therapeutische Wirkung hier auf die knollige Chalcedon-Varietät.

Ruhe - auch im Sturm

Der seltene Schlangenhautachat soll beruhigend wirken, selbst wenn die emotionalen Wellen sehr hoch schlagen. Er soll das Denken in den rationalen Raum führen, sodass die heftigen Emotionen nicht zu unüberlegtem Handeln verführen können, dessen Schaden schwer wieder gut zu machen ist. Somit kann diese Chalcedon-Varietät zur Klärung eines Konfliktes beitragen, damit eine friedvolle Verständigung möglich wird.

Linderung bei Allergien

Körperlich soll sich Schlangenhautachat entsprechend positiv auf das Gehirn auswirken, aber auch den Stoffwechsel des gesamten Körpers ausgleichen. Da er außerdem die Lymphe anregen kann, soll dieser Heilstein Einfluss auf die Körperflüssigkeiten nehmen, sodass der Organismus Verschleimungen leichter auflösen und abtransportieren kann. Dies kann vor allem auch für Menschen hilfreich sein, die unter Allergien leiden.

Schlangenhautachat-Anwendung

Als Chalcedon-Varietät kann man diesen Heilstein lange Zeit am Körper tragen, wenn er durch eine Bohrung als Anhänger dienen kann. Ansonsten sollte man Schlangenhautachat als Handschmeichler nutzen, denn seine ungewöhnliche Oberflächenbeschaffenheit gibt ihm eine besondere Haptik.

Welches Chakra bietet sich an?

Da manche Quellen diesen Heilstein dem Wurzel- und Sakral-Chakra zuordnen, ist Schlangenhautachat als Handschmeichler in der Hosentasche gut aufgehoben.

Wenn der Magen sich meldet

Allerdings können auch andere Energiezentren von der Ausstrahlung des Heilsteins profitieren. Wenn beispielsweise der Magen unter lang andauernden, emotionalen Belastungen leidet, dann bietet sich natürlich auch das **Nabel-Chakra (**Solarplexus) in der Magengegend an.

Heilstein-Anhänger für eine dauerhafte Anwendung

Wer einen Schlangenhautachat-Anhänger besitzt, kann ihn an einem längeren Band unter der Kleidung direkt auf der Haut tragen, um die aufgestauten Emotionen zu beruhigen und an der betroffenen Körperregion nach und nach aufzulösen.

Rohstein für morgens und abends

Rohsteine sollte man in akuten Fällen mindestens zweimal täglich eine längere Zeit auf den Magenbereich legen. Dabei bietet sich morgens der Zeitraum zwischen 7 und 9 Uhr an, da in dieser Phase laut “Organ-Uhr” der Magen seine höchste Leistung zeigt. In dieser Zeit kann vor der Verdauung des Frühstücks auch ein Teil der unliebsamen Emotion verarbeitet werden.

Abends zwischen 19 und 21 Uhr möchte der Magen regenerieren, weshalb TCM-Ärzte und auch manche westlichen Mediziner von Mahlzeiten nach 18 Uhr abraten. Jetzt sollte man keine Eile mehr verspüren und sich ganz auf den Heilstein sowie die betroffene Körperregion konzentrieren. Dabei kann man auch alle aufgestauten Gefühle des Tages in aller Ruhe betrachten und auf sich wirken lassen.

Übrigens:

Ein innerer, verständnisvoller Dialog mit sich selbst und dem betroffenen Organ kann zusätzlich heilsame Impulse freisetzen, denn unser Körper hört uns ganz genau zu.

Wenn das Herz rast

Manchmal zeigen sich die emotionalen Probleme im Herz- und Halsbereich, dann schlägt das Herz wie wild, weil man vor Aufregung, Empörung, Enttäuschung oder Schmerz eigentlich gerne schreien möchte. In diesen Zeiten ist ein ständiges Unterdrücken der eigenen Emotionen für die Umgebung zwar erfreulich, doch kontraproduktiv für das eigene, ganzheitliche System. So können beispielsweise Hals- und Schluckbeschwerden, Husten, Hautprobleme bis hin zu Allergien körperliche Reaktionen auf nicht ausgelebte Wutgefühle sein.

Dann hilft nur noch “ins Kissen schreien” und danach prophylaktisch endlich einen passenden Heilstein-Anhänger zwischen Herz- und Hals-Chakra tragen! Schlangenhautachat ist eine mögliche Option.

Gefühle über den Geist beruhigen

Eine weitere Methode, heftige Gefühle zu kanalisieren, ist die regelmäßige Meditation. Damit der Geist dabei helfen kann, das tobende, innere Feuer zu löschen, braucht man hier allerdings etwas Übung. In diesem Fall kann man Schlangenhautachat während einer liegenden Meditation ebenso auf das Stirn-Chakralegen, um die Gedanken und Gefühle in Gleichklang zu bringen. Dabei kann man sich mit der Zeit auch der prägenden Muster und Triggerpunkte bewusst werden, die immer wieder zu den emotionalen Entgleisungen führen… Und Erkenntnis ist schließlich der erste Schritt zur Besserung.

Sport und Meditation

Ein Langlauf oder andere sportliche Aktivitäten bauen Stress und wütende Gefühle ebenfalls kurzfristig effektiv ab, das können praktizierende Laien und Profis bestätigen. Allerdings ändert sich auf lange Sicht gesehen wenig, denn mit körperlicher Bewegung allein lässt sich oft nicht die Wurzel des inneren Ungleichgewichts erreichen. So kann auch der Drang nach sportlicher, körperlicher Betätigung durch ein emotionales Problem Suchtformen annehmen. Deshalb sind für sportliche Menschen meditative Ruhephasen ebenso hilfreich… und Heilsteine, die nicht nur die körperliche Kondition stärken.

Schlangenhautachat ist hier eine mögliche “Trainingsergänzung” für die regenerativen, meditativen Ruhephasen, die auch jeder besonders aktive Mensch braucht.

Heilstein-Pflege

Nach längerem Tragen sollte man Schlangenhautachat wie alle Chalcedone unter lauwarmem Wasser abspülen und gegebenenfalls mit einer nicht zu harten Naturhaarbürste säubern, damit sich in seinen Vertiefungen und Rillen nichts festsetzt. Manche Menschen entladen ihre Heilsteine danach zusätzlich in einer Glasschale mit Hämatit-Steinen, dem sich ein Aufladen in der Morgen- oder Abendsonne anschließt. Andere verwenden dazu eine Bergkristall-Gruppe oder eine größere Amethyst-Druse.

Wer im Laufe der Zeit ein Gespür für seine Heilsteine entwickelt hat, entdeckt sicherlich für sich die rechte Vorgehensweise und spürt, wenn eine physikalische oder energetische Reinigung ansteht.

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