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Heilstein · Turmalin (Borsilikat/Ring-Silikate)-Familie

Schörl (Schwarzer Turmalin)

Der schwarze Turmalin beruhigt durch innere Gelassenheit und fördert rationales Denken - ein moderner Schutzstein für psychische Stabilität.

anthrazittiefschwarzTurmalin (Borsilikat/Ring-Silikate)Nabel-ChakraWurzel-Chakra
Schörl (Schwarzer Turmalin) - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Turmalin (Borsilikat/Ring-Silikate)
Mohshärte
7
Farbe
anthrazit, tiefschwarz
Chakra
Nabel-Chakra, Wurzel-Chakra
Sternzeichen
Fische, Krebs, Skorpion
Fundorte
Brasilien, Madagaskar, Afghanistan
Reinigung
Unter fließendem Wasser duschen, dann in Hämatit-Steinen trocknen
Aufladung
In der Morgensonne oder über Nacht auf einer Bergkristall-Gruppe
Element
Erde
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Schörl (Schwarzer Turmalin) im Überblick

Der tiefschwarze Turmalin “Schörl” gehört zu den Schutzsteinen, die nicht nur die Psyche durch innere Gelassenheit beruhigen, sondern auch den Geist in rational nüchterne Gedankengänge führen kann. Seine schmerz- und stresslindernde Wirkung kann einen entspannteren Schlaf fördern.

Schörl - ein “unnützes Erz” mit großer Wirkung

Seit dem späten Mittelalter trägt auch diese oft völlig schwarze Turmalin-Varietät den Namen “Schörl”, der ihm angeblich eine verächtliche “verunreinigende Wirkung” bescheinigt. Allerdings bezog sich diese Bezeichnung anfänglich wohl auf alle Turmaline und andere, faserige Minerale wie beispielsweise Rutil, Disthen oder Aktinolith. Da deren Mineralfasern bestimmte Erze teilweise dermaßen durchsetzen, dass diese zu spröde werden, erschwert sich die Verarbeitung immens. Verständlicherweise waren die faserigen Turmaline als “Schörl” (unreines Erz) bei den Bergleuten nicht gerne gesehen.

Historische Erwähnungen des Schörls

Als Typlokalität für Schörl gilt das sächsische Erzgebirge, wo man seit dem 12. Jahrhundert Zinnstein (Kassiterit) zur Zinngewinnung abbaute. In den dortigen Seifen von Flusssedimenten kommt Schörl zusammen mit dem tetragonalen Kassiterit aus der Mineralklasse der Oxide vor, was die Bergleute damals nicht erfreute, denn der schwarze Turmalin verschlechterte die Qualität des Zinnsteins.

”Ein nützlich Bergbüchlin”

Auch wenn der Name “Schörl” in verschiedenen Sprachversionen sicherlich schon im 14. Jahrhundert bekannt war, so tauchte er jedoch erstmals um das Jahre 1500 wissenschaftlich dokumentiert auf. Im ersten deutschsprachigen Buch über das Bergbauwesen erscheint der Begriff “Schörlein”.

Ein nützlich Bergbüchlin von allen Metallen” ist zwar ohne Angabe eines Verfassers oder Verlages herausgegeben worden, wird aber scheinbar mit dem Humanisten und Wissenschaftler Ulrich “Rülein von Calw” in Verbindung gebracht. Dieser war nicht nur ein Wissenschaftler des Bergbaus und Städtebauer, sondern auch Mathematiker und Arzt, der aber auch als Geodät und Astrologe arbeitete.

Die IX. Predigt und der “Schürl”

Aus dem Jahre 1562 stammt ein Werk des deutschen Pfarrers “Johannes Mathesius” ”, das eine Sammlung aus 16 Predigten zusammenfasst. Dort berichtet der Geistliche in seiner IX. Predigt aus dem Jahre 1559 “Vom Zin / Bley / Glet / Wismut und Spießglaß” auch über einen “Schürl”, der oft zusammen mit “Zwitter” (Zinnstein) auftrat und die Qualität des gewonnenen Zinns deutlich verschlechterte.

Ursprung der Bezeichnung “Schörl” ist unklar

Über die mögliche Herkunft des Namens “Schörl” ist sich die Wissenschaft noch nicht einig. Die Worte “Schor” für “Abfall” sowie “Schoro” oder “Schorlo” für “Felsgrund” sind einleuchtende Kandidaten für die bergmännische Wortschöpfung “Schörl”. Auch das schwedische “skör” für “spröde” könnte als Ursprung für die in Schweden übliche Bezeichnung “Skörl” Sinn machen, aber gewiss ist auch das nicht.

Synonyme für Schörl

Sicher ist, dass man bis Ende des 16. Jahrhunderts Namen wie Schurl, Schurel oder Schörle als Synonyme verwendete und sich der Begriff “Schörl” erst im 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum schließlich bis heute durchsetzte. Zu dieser Zeit entstanden ebenfalls die Namen “Shorl” und “Shirl” für den englischen Sprachraum.

Chemische Zusammensetzung ist namengebend

Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelten sich schließlich die Synonyme “common schorl” und “iron tourmaline”, die auf die damaligen Forschungen Bezug nehmen. Nachdem man nämlich im Jahre 1772 die Turmalin-Zugehörigkeit des Schörls erkannt hatte, erfolgten im Jahr 1785 und später auch im Jahre 1810 die ersten Veröffentlichungen der chemischen Analysen über die Zusammensetzung des schwarzen Turmalins “Schörl”.

So identifizierte man den “gewöhnlichen Schörl” als Eisen-Aluminium-Turmalin (iron-tourmaline), doch erst im Jahre 1975 gelang eine genauere Struktur-Analyse des Schörls.

Eine mögliche Verwandtschaft von Orts- und Mineralnamen?

Allerdings existiert noch eine weitere namengebende Möglichkeit, die sich auf die sächsische AbbauregionZschorlau” im Erzgebirge beziehen könnte, wo man schon im Mittelalter Zinnerze mit schwarzem Turmalin abbaute. Wer dabei zuerst da war, “Henne” (Ortsnamen) oder “Ei” (Mineralnamen), bleibt ebenso umstritten, wie der sorbische Wortbezug von “Zschorlau” auf “Quelle”.

Die Entstehung und Vorkommen von Schörl

Turmaline entstehen aus saurem Magma mit deutlichem Bor-Gehalt in einer “Primären Bildung”. Sie können sich liquid-magmatisch, pegmatitisch, pneumatolytisch oder hydrothermal bilden. Als sogenanntes “Kontaktmineral” entsteht Turmalin, wenn Magma auf ein bestehendes Gestein einwirkt. Dabei bestimmt die Zusammensetzung dieser beiden Faktoren (Magma und Gestein) und die Art und Weise ihres Aufeinandertreffens, welche Varietät des Turmalins daraus entsteht.

Liquid-magmatische Bildung

Schörl kann hier unmittelbar aus der extrem heißen, flüssigen Gesteinsschmelze entstehen und sich in seinem Wachstum ideal ausbreiten. Gleichzeitig mit den ersten ausgefällten Feldspäten, kann er in dieser Phase ungehindert kristallisieren. Deshalb findet man Schörl oft als perfekt gewachsene Kristalle in granitische Gesteine eingebettet. In diesem Szenario entstammen so gut wie alle enthaltenen Mineralstoffe aus dem Magma, sodass sich vor allem magnesium- und eisenreiche Turmaline wie beispielsweise Schörl bilden können.

Pegmatitische Bildung

Hier kommt es im Vorfeld auf die Entstehung der Pegmatite an, die in verästelten Gängen zwischen Magma und Gestein eine ziemlich große Kontaktfläche für eine Turmalin-Bildung anbieten. Außerdem kann man Turmalin-Kristalle ebenso in den kleinen Gesteinsblasen (Miarole) eines Pegmatits finden, die sich von den größeren Drusen aus einer hydrothermalen Bildung unterscheiden.

Entscheidend für die stoffliche Zusammensetzung des so entstandenen Turmalins ist natürlich das Magma (Bor und Silikate), aber auch die aus dem umliegenden Gestein herausgelösten Mineralstoffe (metallische Komponenten) spielen eine wichtige Rolle. Da in diesem Entstehungsprozess mengenmäßig Eisen dominiert, bildet sich auf diese Weise ebenfalls hauptsächlich der schwarze Natrium-Eisen-Aluminium-Turmalin “Schörl”.

Pneumatolytische Bildung

Auch bei dieser Bildungsart entsteht bevorzugt der schwarze Turmalin “Schörl”, denn während sehr aggressive Dämpfe aus Borsäuredie Silikat-Mineralien der umliegenden Gesteine auflösen, kann aus dieser Grundlage das neue Mineral “Turmalin” kristallisieren. Da auch hier der Anteil des Eisens immer recht hoch ist, bildet sich in erster Linie ebenso vorrangig Schörl.

Platz für Farbe

Aber sobald der Eisenwert nieder ist und Mineralstoffe wie Mangan, Magnesium oder Lithium vorhanden sind, können pneumatolytisch Turmaline in hervorragender Farbqualität, wie beispielsweise Elbait (Rubellit, Indigolith, Verdelith) oder Dravit entstehen.

Hydrothermale Bildung

In dieser Phase der Mineral-Entstehung spielt heißes Wasser die Hauptrolle. Hier laugt die sehr heiße Flüssigkeit das vorhandene Gestein dermaßen aus, dass sich Mineralstoffe herauslösen, die später als Grundlage für neue Mineralbildungen dienen. Während die wässrige Mineralstofflösung mit der Zeit langsam abkühlt, können sich die Bestandteile so verbinden, dass neue Minerale aller Art entstehen.

Turmalin braucht Borsäure

Damit sich das Mineral “Turmalin” bilden kann, muss in der hydrothermalen Lösung allerdings Borsäure vorhanden sein, denn Bor ist das prägende, charakteristische Element der chemischen Zusammensetzung aller Turmaline. In dieser Phase bilden sich vor allem Turmaline in der Qualität von durchsichtigen Edelsteinen, wie beispielsweise Indigolith, Rubellit oder Verdelith, die man bevorzugt in Drusen finden kann.

Doch man ahnt es schon, auch in der hydrothermalen Mineralbildung ist Schörl nicht weit. Vor allem in hydrothermalen Gängen ist der schwarze Natrium-Eisen-Aluminium-Turmalin zu finden.

Weltweite Vorkommen

Dunkle bis schwarze, kleine Turmalin-Kristalle sind auf der ganzen Erde in vielen Gesteinen zu finden, so profitiert beispielsweise Granit optisch von ihrer häufigen Anwesenheit. Allerdings sind Fundorte, an denen sich größere, schön gewachsene Kristalle verbergen, wie so oft dünner gesät. Die hier zulande erhältlichen Schörl-Kristalle, Schmuck- und Trommelsteine kommen in ihrer besten Qualität meistens aus Brasilien, Madagaskar und Afghanistan.

Begleitminerale des Schörls

Neben den gesteinsbildenden Mineralen “Albit”, “Quarz”, “Kalifeldspat”, “Granat” und “Muskovit” tritt Schörl noch zusammen mit einer Reihe anderer Minerale auf. Dazu gehören der oben schon erwähnte Kassiterit (Zinnstein), Wolframit und Scheelit (Sulfate) sowie **Epidot **(Gruppen-Silikate) und Fluorit (Halogenide). Aber auch die Edelsteine “Topas” und “Beryll” kann man zusammen mit Schörl finden.

Merkmale und Eigenschaften

Als Mitglied der Turmalin-Gruppe gehört das Mineral “Schörl” zur Mineralklasse der Ring-Silikate. Turmalin wird im Allgemeinen als Bor-Silikat definiert, das eine hohe Vielzahl an Inhaltsstoffen aufweisen kann, sodass sich eine große Farbvielfalt bei Turmalinen beobachten lässt.

Turmalin ist nicht gleich Turmalin

Die weltweit häufigste Turmalin-Varietät ist eindeutig der unbunte, oft tiefschwarze Schörl, der wie alle Turmaline nur durch eine idealisierte, chemische Formel beschrieben werden kann. Eine genaue Einordnung der verschiedenen Turmaline fällt oft schwer, denn ihre Zusammensetzung ist so vielfältig, dass aufwendige, chemische Analysen notwendig sind, um die chemischen Inhaltsstoffe dieser komplexen Kristalle zu erkennen.

Mischkristalle erschweren die Zuordnung

Die Varietät “Schörl” besitzt neben dem prägenden Bor-Anteil aller Turmaline einen auffallenden hohen mehrwertigen Eisengehalt, der ihn zu einem “Eisen-Aluminium-Turmalin” macht. Doch der natürlich entstandener Schörl kann sich als ein ziemlich komplexer Mischkristall präsentieren und neben dem variablen Gehalt an Wasserstoff (H), Bor (B) und Lithium (Li) noch viele andere Elemente beinhalten. Dreiwertiges Eisen ist jedoch so gut wie immer ganz vorne mit dabei.

Allerdings sind Kombinationen der verschiedenen, wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden notwendig, sodass selten der große Aufwand einer kompletten Turmalin-Analyse Sinn macht.

Kristallsystem und besondere Eigenschaften

Schörl kristallisiert gemäß seiner Gruppenzugehörigkeit im “Trigonalen Kristallsystem” und bildet oft schwarze, prismatische Kristalle, die nicht selten gut ausgebildet sind. Meistens sind sie jedoch nur einige wenige Zentimeter lang, aber selten erreichen manche Kristalle auch eine Länge von über einem Meter. Charakteristisch für alle Turmalin-Kristalle ist eine Längsstreifung, die man gut an den Flächen der Prismen erkennen kann. So entsteht bei unbehandelten Rohsteinen der Eindruck eines faserigen Schicht-Wachstums.

Pleochroismus des Schörls

Während viele Turmaline für ihre abwechslungsreiche Mehrfarbigkeit (Polychromie) bekannt sind, lässt Schörl nur im sogenannten “Dünnschliff” pleochroistische Eigenschaften erkennen. Aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, präsentiert sich die sehr dünne Mineralscheibe dann entweder in einem zarten, gelblichen Braun oder einem intensiven Gelb-Braun, da das Licht durchscheinen kann. Jedoch in seiner ausgewachsenen, schwarzen Kristallform kann das Licht diesbezüglich wenig ausrichten, da die “Eigenschwärze” des Gefüges es nicht zulässt.

Elektrische Eigenschaften

Schon früh erkannte man, dass Turmaline eine ganz besondere Fähigkeit besitzen, die früher sicherlich an ein kleines Wunder grenzte. Die feststehende Struktur des Kristallgitters verleiht nämlich allen Turmalinen eine gute elektrische Leitfähigkeit, sodass Pyro- und Piezoelektrizität entsteht.

Piezoelektrische Kristalle

Alle Turmaline und somit auch Schörl gehören zu den “piezoelektrischen Kristallen”, die auf eine Änderung der Temperatur mit einer Ladungstrennung reagieren (Pyroelektrizität). Durch eine elastische Verformung (Druck) entsteht bei Turmalinen außerdem eine elektrische Spannung, die eine Änderung der Polarisation mit sich bringt und oft auch als Piezo-Effekt (Piezoelektrizität) bezeichnet wird.

Bestimmungsmerkmale des Schörls

Turmaline besitzen eine Mohshärte von 7 bis 7,5 und eine Dichte von 3,02 bis 3,26 sowie keine Spaltbarkeit. Ein unebener, spröder Bruch zeigt eine kleinmuschelige Oberflächenoptik und alle Turmaline haben im Idealfall Fett- oder Glasglanz.

Charakteristisch für Schörl

Während viele Varietäten auch eine durchsichtige Transparenz erreichen können, ist der schwarze Schörl maximal leicht durchscheinend und seine hellgraue, grauweiße Strichfarbe unterscheidet ihn von anderen Turmalinen, wie beispielsweise Elbait (weiß), Indigolith (blassblau), Rubellit (blassrosa), Verdelith (blassgrün) oder Dravit (grau bis graubraun). Somit besitzt Schörl eine Eigenfarbe, auch wenn sie in Wahrheit nicht farbig ist.

Allerdings besteht die Gefahr einer Verwechslung mit anderen Turmalin-Varietäten rein optisch sowieso nicht, denn das tiefe Schwarz mit Glasglanz ist das Markenzeichen des Schörls.

Imitationen und Verwechslungen

Schörl ist die günstigste Turmalin-Varietät auf dem Markt, da er weltweit gut verfügbar ist. Deshalb muss man eigentlich nicht, wie bei den farbigen Exemplaren in Edelsteinqualität, mit Fälschungen und Imitationen rechnen. Im farbigen Turmalin-Bereich sind Manipulationen wie Brennen und Bestrahlen zur Farbverbesserung keine Seltenheit, auch kursieren Glasimitationen und synthetischer Spinell als sogenannte “synthetischen Turmaline” im Handel.

Schörl in seiner naturbelassenen Form

Die Bedenken einer Manipulation kommen beim Erwerb eines Schörls nicht wirklich zum Tragen, denn er ist nicht selten, sodass aufwendiges Brennen oder Bestrahlen bei diesem schwarzen Mineral keinen Sinn macht. Außerdem ist er zusätzlich durch sein häufiges Vorkommen auch nicht teuer genug, damit lohnt sich eine eventuell stabilisierende oder farbverbessernde Aktion oft ebenso wenig.

Schwarze Minerale

Die Gefahr, dass man die meisten Turmaline leicht verwechseln kann, ist beim schwarzen Turmalin “Schörl” ziemlich gering. Vor allem in geschliffener Form können hochwertige, farbige Turmaline nämlich anderen Schmuck- und Edelsteinen zum Verwechseln ähnlich sehen (z. B. Topas, Vesuvian, Zirkon, Amethyst, Citrin, Peridot, Andalusit…).

Selbst hier ist Schörl recht krisensicher, denn nur das amorphe Vulkanglas “Obsidian” und der ebenfalls trigonal kristallisierte Chalcedon “Onyx” erreichen ähnlich tiefe Schwarztöne wie er. Im Rohzustand ist Schörl sowieso durch seine “Längsstreifung” auf den Prismenflächen unverwechselbar, in getrommelter und geschliffener Form muss man jedoch genauer hinschauen.

Schörl als Heilstein

Historisch gesehen, ist Schörl als Heilstein kein Klassiker, denn seine Turmalin-Zugehörigkeit konnte erst im Jahre 1772 nachgewiesen werden. Turmaline sind zwar bereits in der Antike bekannt und als Schmucksteine im Einsatz, aber hier muss man von den bunten Varietäten ausgehen, die man außerdem ihrerseits nicht selten mit anderen Edelsteinen verwechselte.

Sehr wahrscheinlich dürfte der Turmalin des 17. Jahrhunderts als Symbol für klarsichtige Weisheitund schützende Widerstandsfähigkeitkein Schörl gewesen sein, denn wie oben beschrieben, erkannte man ihn zu dieser Zeit noch nicht als Turmalin-Varietät. Ebensowenig kann ein schwarzer Turmalin in arabischen Überlieferungen gemeint sein, denn dort gilt er als “Stein der Sonne”, der Alpträume vertreiben kann und das Herz stärkt.

Der moderne Heilstein “Schörl”

Auch wenn der schwarze Schörl keine lange Tradition als Heilstein vorweisen kann, so gehört er heute doch zu den Klassikern in der modernen Steinheilkunde. Neben den vielfältigen, verschiedenen Quarz-Varietäten wie beispielsweise Bergkristall, Amethyst, Achat, Chalcedon oder Jaspis, reiht sich der Turmalin “Schörl” in die lange Reihe der gebräuchlichsten Heilsteine. Dazu gehören auch zahlreiche Minerale wie Granat, Calcit oder Fluorit und besondere Exemplare wie der fossile Bernstein sowie der amorphe Obsidian (Vulkanglas) und quasi-amorphe Opal.

Verwendung und Anwendung des Schörls

Die Vielfalt dieses Heilsteins ist groß, sodass man die Qual der Wahl hat. Naturbelassen, getrommelt oder geschliffen, das ist hier die Frage. Allerdings spielt Schörl als Schmuckstein eine eher untergeordnete Rolle, da seine farbigen und bunten Turmalin-Verwandten optisch viel mehr hermachen und außerdem seltener vorkommen. Deshalb gehören diese zur gehobenen Preisklasse und der schwarzer Schörl kann durch ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis punkten.

Naturbelassene Schörl-Kristalle

Rohe Kristalle sind in ihrer energetischen Ausstrahlung ganz besonders ursprünglich, lassen sich aber nicht so angenehm auf der Haut tragen. Sie eignen sich am besten für eine therapeutische Anwendung, wenn man Blockaden in bestimmten Körperregionen auflösen und den Energiestrom in den Meridianen anregen möchte. Dann legt man sie einige Zeit auf die Haut, damit die Ausstrahlung des Heilsteins eine Wirkung zeigen kann. Allerdings für einen alltäglichen Gebrauch sind rohe Kristalle ziemlich unbequem, denn beispielsweise als Handschmeichler eignen sich Trommelsteine wesentlich besser.

Getrommelter und geschliffener Schörl

Verschieden große Trommelsteine, Scheiben, Schmuckanhänger und Kugelketten sind für den Alltag ideal, da man sie lange am Körper tragen kann. Wie bei vielen Heilsteinen, ist auch beim Schörl Hautkontakt erwünscht. Größere Kugeln oder eiförmige Gebilde eignen sich besonders gut als Handschmeichler oder steinerne Objekte für den Arbeits- und Schlafplatz.

Leitfähigkeit und Mineralstoffe

Als eisenreicher Turmalin kann Schörl den Energiefluss im Körper stark anregen, da er eine gute energetische Leitfähigkeit besitzt. Seine elektrischen Eigenschaften (Pyroelektrizität) spielen hier sicherlich eine wesentliche Rolle, denn die Körperzellen können die minimalen Schwingungen sehr wohl wahrnehmen. So kann man Schörl beispielsweise zur Entstörung von Narbengewebe einsetzen, da er gezielt die betroffenen Meridiane anregen soll und als schwarzer Heilstein zur Ableitung von Energie-Überschüssen dienen kann.

Ein Schutzstein für den Alltag

Da Schörl die Überschüsse an Energie aus dem Körper leiten hilft und Blockaden auflösen soll, kann er bei der heutigen, sehr hohen, künstlichen Strahlungsbelastung ein hilfreicher Heilstein sein. Nervosität, Konzentrationsstörungen, unbegründete Angstgefühle, Schlafstörungen und noch vieles mehr können sich dabei zeigen.

Schörl für Hochsensible

Sehr sensitive, sensible Personen (HSP) können von einem Trommelstein-Anhänger unter der Kleidung profitieren. Im Allgemeinen kann man Schörl mit Hautkontakt auf dem Nabel-Chakra im Bereich des Solarplexus tragen, damit sich eine vorhandene “vibrierende” Nervosität im Körper wenigstens reduziert und eine unangenehm empfindungsintensive Haut etwas beruhigen kann.

Stirn- und Herz-Chakra

Ein leichtes Flimmern beim Sehen (Stirn-Chakra) und undefinierbare Angstgefühle (Herz-Chakra) können weitere Symptome einer möglichen “Strahlen-Fühligkeit” sein, die sich oft durch eine zusätzliche “Wetterfühligkeit” noch verschlimmert. In diesen und ähnlichen Fällen kann man Schörl auch als Anhänger auf der Brust tragen und morgens und abends auf die Stirn (Drittes Auge) legen. Allerdings Wunder kann auch ein Schörl nicht vollbringen, maximal eine Linderung ist möglich, und das ist für Betroffene auch schon etwas.

Die Geisteshaltung zählt

Eine bewusst kultivierte, neutrale Geisteshaltung fördert eine stets erwünschte innere Gelassenheit, die Stress gar nicht erst aufkommen lässt. In einer sehr angespannten Zeit ist es wichtig, sich immer wieder selbst zu beruhigen und einen “inneren Ruheraum” aufzusuchen. Meditationen aller Art sind hierbei sehr hilfreich.

Das Tempo reduzieren

Doch diese Praxis fällt nicht allen gleichermaßen leicht, vor allem wenn es im Leben mal wieder hoch hergeht. Heilsteine wie der schwarze Turmalin “Schörl” können dabei helfen, den Alltag besser loszulassen und das Tempo aus der vorherrschenden Situation zu nehmen, sodass sich eine “innere Versenkung” leichter einstellt. Eine gelassene, neutrale Grundhaltung dem Leben gegenüber wird durch das regelmäßige Tragen eines Schörls unterstützt.

Langsam kommt man auch voran!

Mit dem Motto “Wenn es eilt, mach bewusst langsam!” kann man sich selbst zügeln und daran hindern, durchs Leben zu galoppieren, ohne auf die eigene Gesundheit und Konstitution Rücksicht zu nehmen. Schörl kann hier den äußeren Zeitdruck weniger spürbar machen und emotional leicht abschirmen. Außerdem soll er aufkommenden, negativen Gedanken entgegenwirken, sodass man stressige, belastende Zeiten nervlich besser durchsteht.

Bei Schmerzen und Verspannungen

Körperlich setzt die Steinheilkunde die schwarze Turmalin-Varietät bevorzugt bei Verspannungen der Muskeln und Schmerzzuständen ein. Schörl soll sich beruhigend auf das “Nervenkostüm” auswirken und so auch die oben schon angesprochenen Reaktionen auf Strahlenbelastungen aller Art mildern. Eine große Hitze und Gefühle von Taubheit in den Händen oder Füßen kann man ebenfalls durch die Verwendung eines Fuß- bzw. Handschmeichlers reduzieren, wenn kein kühlendes Wasser in der Nähe ist, das natürlich schneller die Hitze ableitet.

Edel- bzw. Heilstein-Wasser

Aus Schörl kann man, wie aus allen Turmalinen, ein heilsames Wasser herstellen, das innerlich und äußerlich eingesetzt werden kann. Beispielsweise sind Waschungen bei erhitzten Gliedmaßen oder feuchte Umschläge für, durch zu viel Sonne, gereizte Haut, mögliche Einsatzgebiete.

Gegenanzeige:

Wer unter melancholisch depressiven Stimmungen und Einsamkeit leidet oder sich antriebslos zurückgezogen hat, sollte auf die Nutzung eines Schörls verzichten. Hier bieten sich eher farbige oder bunte Turmaline an, die eine belebende Wirkung zeigen, sodass sich wieder eine größere Lebensfreude einstellen kann.

Die Pflege des Schörls

Wie bei vielen Heilsteinen üblich, sollte man auch einen Schörl-Anhänger regelmäßig reinigen. Dazu bietet sich eine Dusche unter fließendem Wasser an und ein anschließendes, trockenes “Bad” in einer Glasschale mit Hämatit-Steinen. Diese oberflächliche und energetische Reinigung sollte im Allgemeinen wöchentlich geschehen, außer eine intensive, therapeutische Verwendung verlangt nach einer sofortigen, anschließenden Reinigung des Schörl-Kristalls.

Sonne oder Quarzkristall-Gruppe?

Das erneute, energetische “Aufladen” des Schörls kann unter Aufsicht in der Morgensonne erfolgen, die noch keine direkte Hitzestrahlung aussendet. Allerdings bietet sich ebenso ein größerer Bergkristall, eine Bergkristall-Gruppeoder Amethyst-Drusean, denn hier muss man den Vorgang nicht überwachen und kann auf den Heilstein zurückgreifen, wenn man ihn erneut braucht. Meistens reicht eine Ruhezeit über Nacht dafür aus.

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