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Heilstein · Obsidian (Silicium-Dioxid / Oxide)-Familie

Silberobsidian

Das Vulkanglas "Obsidian" hat allgemein die Farbe Schwarz. Die Varietät "Silberobsidian" zeigt zusätzlich noch einen silbrig schimmernden Lichtreflex auf der rundgeschliffenen Oberfläche.

schwarzObsidian (Silicium-Dioxid / Oxide)Wurzel-Chakra
Silberobsidian - Heilstein

Faktenbox

Mineralfamilie
Obsidian (Silicium-Dioxid / Oxide)
Mohshärte
5.3
Farbe
schwarz
Chakra
Wurzel-Chakra
Fundorte
Mexiko

Silberobsidian im Überblick

Das Vulkanglas “Obsidian” hat allgemein die Farbe Schwarz. Die Varietät “Silberobsidian” zeigt zusätzlich noch einen silbrig schimmernden Lichtreflex auf der rundgeschliffenen Oberfläche.

Dieser Heilstein soll die Sinneswahrnehmung verbessern und den Verstand schärfen. Silberobsidian gehört zu den traditionellen Schutzsteinen und wird therapiebegleitend bei der Bearbeitung eines tiefsitzenden Traumas oder zur Auflösung körperlich-seelischer Blockaden genutzt.

Der seltene Silberobsidian

Wie alle Obsidiane ist auch Silberobsidian ein amorphes Vulkanglas, das durch seine schnelle, schockartige Abkühlung kein kristallines Gefüge ausbilden konnte. Da ein schnelles Erstarren die Trennung der verschiedenen Inhaltsstoffe einer Gesteinsschmelze verhindert, und somit auch keine Mineralien entstehen können, wird das uneinheitliche Gemisch aus unterschiedlichen Mineralstoffen auch nicht zu den Mineralen gezählt.

Das Gestein “Obsidian”

Natürliches Glas stammt immer aus einer “Primären Bildung”, wenn bei einem Vulkanausbruch heiße Lava abrupt an die Erdoberfläche geschleudert wird. Dabei muss die glühende Gesteinsschmelze reich an Kieselsäure sein, damit bei der blitzschnellen Abkühlung in der Luft oder in einem nahegelegenen Gewässern auch tatsächlich Obsidian entstehen kann. Somit ist dieser traditionelle Schmuck- und Heilstein im Grunde eigentlich nur eine erstarrte Schmelze wie das künstliche Glas auch, das zum Großteil aus Siliziumdioxid (Quarzsand) und Calciumcarbonat (Kalkstein) sowie Natriumcarbonat (Soda) hergestellt wird.

Vulkanisches Gesteinsglas mit Schimmer

Damit die seltenen Varietäten Gold- und Silberobsidian entstehen können, müssen während der Erstarrung in der Gesteinsschmelze winzige, feinverteilte Gasbläschen verbleiben, die nicht mehr entweichen konnten. An diesen Bläschen wird später das einfallende Licht reflektiert, sodass man einen goldenen oder silbernen Schimmer oder Lichtreflex an der rundgeschliffenen, polierten Glasoberfläche beobachten kann.

Der richtige Schliff für einen Silberobsidian

Da die Verteilung der Gasbläschen nicht immer den ganzen Raum einnimmt, sondern meistens nur in bestimmten Zonen und Schichten auftritt, kann erst ein fachkundiges Schleifen den Seidenschimmer des Obsidians als Lichtfleck oder Lichtband herausarbeiten. Besonders gut erkennbar sind diese Lichtreflexionen bei Kugeln, die nach dem gekonnten Schleifprozess und anschließendem Polieren beispielsweise einen hellen, seidigen Fleck als Pol oder ein umschließendes, heller schimmerndes Band zeigen.

Lukrative Vorkommen an Gold- und Silberobsidian befinden sich hauptsächlich in Mexiko, wo ebenso der rein schwarze Obsidian und die Varietäten “Mahagony-” und “Regenbogen-Obsidian” wirtschaftlich eine Rolle spielen.

Merkmale des Silberobsidians

Die amorphen, glasigen Massen aller Obsidiane besitzen in ihrem rohen Zustand oft eine unattraktive, krustige Oberfläche. Erst ihre frischen, großmuscheligen Bruchstellen zeigen, welche Schönheit eigentlich in ihnen steckt. Hier ist die Verwandtschaft mit Glasscherben deutlich zu erkennen, weshalb sehr selten vorkommende Farben des Obsidians (Grün oder Blau) gerne auch mal als Imitationen oder Fälschungen aus künstlich gefärbtem Glas im Handel zu finden sind. Denn eigentlich hat Obsidian meistens eine schwarze, rauchgraue bis bräunliche Färbung.

Bestimmungsmerkmale und Verwechslungen

Alle Obsidiane bestehen aus etwa 75 % Siliciumdioxid, sodass man vulkanische Gläser im weitesten Sinne zur Mineralklasse der Oxide rechnen kann. Dabei kommen selbst die beinhalteten, möglichen Mineralstoffe “Aluminium, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und Natrium” des versteinerten Stoffgemischs meistens in Sauerstoff-Verbindungen (Oxiden) vor.

Härte und Dichte

Wichtige Merkmale für die Bestimmung eines Minerals oder Gesteins sind optische und messbare Faktoren. So hat Silberobsidian eine Mohshärte von 5 bis 5,5 und eine Dichte von 2,3 bis 2,6 vorzuweisen, was ihn und seine ganze Familie deutlich von beispielsweise einer entsprechend gefärbten Chalcedon-Imitation oder häufig vorkommenden schwarzen Turmalinen (Schörl) unterscheidet.

Bei eingefärbtem Kunstglas gestaltet sich die Unterscheidung jedoch schwieriger, denn hier können Fälschungen aus antikem Glas in Schwarz oder den sehr seltenen Grün- oder legendären Blautönen in die Irre führen. Dann muss eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung für Klarheit sorgen.

Strichfarbe und Transparenz

Ein weiteres Bestimmungsmerkmal ist im Allgemeinen die Strichfarbe, die jedoch mit einem sehr oft vorkommenden, weißen Strichden Silberobsidian nicht wirklich von Mineralen wie beispielsweise schwarzem Onyx oder gefärbtem Chalcedon der Quarz-Gruppe unterscheiden kann. Nur der schwarze Schörl zeigt eine grauweiße Strichfarbe.

Ebenso ist die maximal leicht durchscheinende, aber meist undurchsichtige Transparenz des Silberobsidians hier kein absolut sicheres, optisches Erkennungsmerkmal. Allerdings den seidigen, oft lokal auftretenden Schimmer, der einen Silberobsidian auszeichnet, macht so schnell kein anderer Schmuck- oder Glasstein nach.

Silberobsidian als Heilstein

Obsidian ist ein natürliches Material, das der Mensch schon früh für sich nutzte. Funde von Obsidian-Klingen aus der Steinzeit beweisen, dass Vulkanglas zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit gehört. In der Antike diente der sogenannte “liparaios” von den “Liparischen Inseln” als schutzbringendes Amulett und die Urbevölkerung Amerikas nutzte Obsidian nachweislich als Heilstein. Bis heute sind alle Varietäten des Obsidians beliebte Dekorations- und Schmucksteine, die in allen erdenklichen Formen im Handel auftauchen.

Silberobsidian-Formen für eine therapeutische Nutzung

Da Gold- und Silberobsidian allerdings nur selten vorkommen, ist hier die Auswahl, im Vergleich zu schwarzem Obsidian und auch Rauchobsidian (Apachenträne), eher begrenzt. Während letztere Varianten als Roh-, Trommel- und Schmucksteine, als Anhänger und Kugelketten im Handel sehr gut aufgestellt sind, erreichen Silberobsidiane meistens nur in amorpher “Kieselstein-” oder perfekter Kugel- bis Linsengestalt ihre Kundschaft. Rohsteine dieser schimmernden Varietät sind allerdings sehr selten, aber im unbearbeiteten Zustand bleibt ihre reizvolle Schönheit meistens sowieso größtenteils verborgen.

Eine Eingewöhnungsphase einplanen

Gebohrte Trommelstein-Formen und linsenförmige Anhänger kann man bequem für eine therapeutische Wirkung mit Hautkontakt am Körper tragen oder auch temporär auflegen, wenn man anfänglich zu heftig auf einen Silberobsidian reagieren sollte. Da alle Obsidiane verdrängte, an Erinnerungen gekoppelte, schmerzhafte Erfahrungen wieder ins Bewusstsein spülen können, sollte man auch mit Silberobsidian vorsichtshalber erst zeitlich begrenzt beginnen.

Erinnern, Erkennen, Verstehen und Loslassen

Während man sich in einer geschützten Atmosphäre an die Verletzungen und Traumata der Vergangenheit erinnert, kann man die Schattenseiten des eigenen Lebens erkennen, neu deuten und ihren Nutzen verstehen. Man kann Silberobsidian ebenso therapiebegleitend nutzen, um mit professioneller Hilfe die Fähigkeit zu erarbeiten, das eigene Bewusstsein mit all seinen geistigen Beschlüssen und gedanklich gesetzten Grenzen zu erkennen und zu hinterfragen. Wenn man schließlich eine gewisse innere Distanz zur schmerzhaften Vergangenheit aufbauen konnte, kann man sich schließlich dem verheißungsvollen “Silberstreifen” am Horizont öffnen.

Geduld und Verständnis

Wer die eigenen, geistig-seelischen Schranken erkannt hat und bereit ist über sie hinweg zu steigen, kann langsam mithilfe eines Silberobsidians die Loslösung aus einer blockierenden Schockstarre einleiten. Doch man sollte ein geduldiges Verständnis für sich selbst mitbringen, denn zwischen Erkennen, Verstehen und schließlich Loslassen liegen Ängste, Zweifel, Trauer und manchmal viele Tränen.

Körperliche Reaktionen

Nicht selten sind auch körperliche Beschwerden an die seelisch erlittenen Schmerzen gebunden, sodass man auch auf die Heilungszeit des Körpers Rücksicht nehmen muss. Hier kann man leider nichts beschleunigen, die Biologie fordert unter Umständen auch hier enorme Geduld und Selbstliebe für den Heilungsprozess, der bis auf Zellenebene ein Großreinemachen wünscht.

Mutmachende Heilsteine als Ergänzung

In manchen Fällen macht es Sinn einen Silberobsidian zusätzlich mit anderen Heilsteinen zu kombinieren, damit schmerzhafte Prozesse erleichtert werden. So kann man beispielsweise am Tag einen Granat, Dumortierit, Karneol, Magnesit oder ein Tigerauge zur Unterstützung bei sich tragen.

Nicht aufgeben und locker bleiben!

Die rote Granat-Varietät “Pyrop” fördert das Durchhaltevermögen besonders in Krisenzeiten und kann an einem entsprechend langen Band auf dem Sakral-Chakra geduldige Ausdauer aktivieren. Zuversicht und eine gewisse Leichtigkeit soll der blaue Dumortierit mit sich bringen, sodass die Verarbeitung und das Loslassen alter Verwundungen schmerzfreier gelingen kann. Er ist zwischen Herz- und Hals-Chakra ideal platziert.

Mutig und selbstsicher, aber in aller Ruhe!

Wer Energie braucht, um seine Unsicherheiten zu überwinden, kann einen orangeroten Karneol wählen, denn er soll eine tatkräftige Selbstsicherheitin uns fördern. Magnesit wiederum gibt die notwendige, entspannte Haltung, die jeden Prozess reibungsfreier gestaltet.

Manchmal läuft jedoch der Organismus und das Nervensystem dermaßen auf Hochtouren, dass extreme Nervosität und Unruhezuständen jede Form von Heilung verlangsamen oder gar vereiteln. Wer also ständig verängstigt herumläuft, leicht unter Lampenfieber und Prüfungsangst leidet oder sich nicht an alte seelische Wunden herantraut, kann ein Tigerauge auf dem Solarplexus (Nabel-Chakra) austesten. Dieser Heilstein kann den Überschuss an Energie und Adrenalin ableiten, sodass der Stoffwechsel des Körpers langsamer arbeitet und sich die Nerven beruhigen. Ein Tigerauge ist ideal für Zeiten, wenn angsterregende Situationen warten.

Freie Leichtigkeit und Geborgenheit

Es gibt Heilsteine, deren Ausstrahlung dazu motiviert, schwere Belastungen und aufgestauten Druck in ihrer Auswirkung zu erkennen und sich möglichst schnell davon zu befreien. Der Chalcedon “Moosachat” gehört beispielsweise zu den hilfreichen, befreienden Steinen, die ergänzend auch in einer therapeutischen Behandlung Sinn machen, da er den Verstand anregen und die Kommunikationsfähigkeit verbessern kann. Aber auch Chrysokoll hilft dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn die emotionalen Welle allzu hoch schlagen.

Wer unter immer wiederkehrenden Alpträumen, depressiven Verstimmungen oder andauernden Beziehungsproblemen leidet, kann als Ergänzungssteine aber auch Zitronen-Chrysopras, Citrin oder Sonnenstein wählen.

Schwarzer Obsidian als verstärkende Hilfe

Üblicherweise kommt vor allem schwarzer Obsidian therapeutisch in Form von größeren Kugeln und Scheiben zum Einsatz, denn er ist sehr gut verfügbar und kann in größeren Massen abgebaut werden.

Als sogenannter “Obsidian-Spiegel” nutzt man ihn nicht erst seit der Neuzeit traditionell in Meditationen oder “Meditativen Betrachtungen” zu einer hoffentlich erhellenden Innenschau. Schon allein durch die Größe des Obsidian-Objekts kann natürlich die Wirkung auf den ganzheitlichen Körper wesentlich deutlicher spür- und erkennbar ausfallen. Tief vergrabene Erinnerungen benötigen manchmal eine zusätzliche Energiequelle, um sie aus der Versenkung zu heben, ein schwarzer Obsidian in Form einer Kugel oder Scheibe kann hier einem Silberobsidian etwas mehr Power verleihen.

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