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Heilstein · Variscit (Phosphate)-Familie

Variscit

Das Aluminium-Phosphat "Variscit" auch "Variszit" zeigt als Farbe meistens einen Grünton, der von Gelb-, Apfelgrün bis Blaugrün reichen kann. Die Farbintensität ist dabei oft eher blass bis fast farblos.

weißgrünrotVariscit (Phosphate)Herz--ChakraNabel-Chakra-(SolarplexusMagen-Chakrarechte-Seite-des-Nabel-ChakrasLeber)-Chakra
Variscit - Heilstein

Faktenbox

Mineralfamilie
Variscit (Phosphate)
Mohshärte
4.5
Farbe
weiß, grün, rot
Chakra
Herz--Chakra, Nabel-Chakra-(Solarplexus, Magen-Chakra, rechte-Seite-des-Nabel-Chakras, Leber)-Chakra
Fundorte
Australien, USA, Brasilien

Variscit im Überblick

Das Aluminium-Phosphat “Variscit” auch “Variszit” zeigt als Farbe meistens einen Grünton, der von Gelb-, Apfelgrün bis Blaugrün reichen kann. Die Farbintensität ist dabei oft eher blass bis fast farblos. Manche Minerale haben außerdem aquarellartige Flecken, die mit verschieden grünen Pastelltönen spielen.

Variscit soll ausgesprochen belebend und aufmunternd wirken, sodass sich selbst die zyklisch wiederkehrende Frühjahrsmüdigkeit vertreiben lässt. Er kann außerdem die Nerven beruhigen und eine zittrige, innere Ängstlichkeit lindern.

Variscit aus dem Vogtland

Seine Typlokalität liegt tatsächlich in der Kulturlandschaft des “Vierländerecks” zwischen Sachsen, Thüringen, Bayern (Franken) und Tschechien (Böhmen). Erstmals im Jahre 1837 durch den Freiberger Professor und Mineralogen “J. F. August Breithaupt” genauer beschrieben, hatte dieser schon zwei Jahre zuvor die auch heute noch gültige Bezeichnung “Variszit” nach dem lateinischen “Variscia” für “Vogtland” kreiert. Dieser Tradition folgend, lautet auch ein späteres **Synonym des Variscits ** entsprechend seinem Fundort in Utah (USA) passenderweise auch “Utahlit”, sodass sofort klar ist, woher das Mineral stammt. Das ebenfalls gebräuchliche Synonym “Aluminiumorthophosphat” bezieht sich allerdings auf die stoffliche Zusammensetzung des Variscits.

Bis heute lagert das “Typmaterial” (auch “Typstufe”) von damals, an dem die ersten Untersuchungen und Materialbestimmungen stattfanden, in der “Technischen Universität Bergakademie Freiberg” in Sachsen.

Variscit-Entstehung und Klassifizierung

Chemisch betrachtet ist das Mineral “Variscit” ein wasserhaltiges Aluminiumorthophosphat und gehört somit in die Mineralklasse der “Phosphate, Arsenate und Vanadate”. Das Mineral bildet sich sekundär als Ablagerung auf aluminiumhaltigen Gesteinen in der Nähe der Erdoberfläche, wenn das stetige Einwirken von wässrigen Flüssigkeiten mit hohem Phosphat-Gehalt mit dem vorhandenen Aluminium zu Reaktionen führt. Somit ist Variscit, wie der verwandte Türkis, auch ein charakteristisches Mineral der sogenannten “Oxidationszone”.

Sekundäre Bildung

Zersetzungsprozesse bringen die gelösten Phosphate und das Aluminium der Gesteine in Berührung, sodass unter Bildung einer gelartigen Substanz eine Reaktion stattfindet. Meistens entstehen aus diesem “Gel” dünnkrustige und opalartige Überzüge auf den Gesteinen und dichte, feinkörnige Spalten- und Gangfüllungen, die faserig bis radial-strahlig sein können. Manchmal bilden sich jedoch auch traubenförmige Knollen und kompakte, größere Massen, wie man sie in Utah (USA) und Australien finden kann. Außerdem kann man ebenso brekzien-artige Trümmerstücke des Variscits finden, die von einer Gesteinsmatrix durchsetzt sind.

Begleitminerale des Variscits

Sehr häufig besitzt Variscit weiß-gelbliche Adern des wasserfreien Phosphats “Crandallit”, das eher selten als Solitär-Mineral anzutreffen ist. Aber auch Paragenesen (Vergesellschaftung verschiedener Minerale am selben Entstehungsort) mit anderen Phosphaten kommen vor, wie beispielsweise dem allgemein eher unbekannten “Goyazit” (Strontium-Aluminium) sowie “Eggonit” (auch Kolbeckit, Sterrettit / Scandium-Aluminium) oder “Wardit” (Natrium-Aluminium).

Variscit-Vorkommen

Obgleich Variscit an manchen Fundorten in beachtlichen Mengen vertreten sein kann, so kommt diese Mineralbildung weltweit betrachtet doch eher selten vor. In Deutschland existieren, neben der Typlokalität im Vogtland, weitere beispielhafte Fundstätten im **Fichtelgebirge **und in der Oberpfalz (Bayern), im **Odenwald **und Erzgebirge sowie Sauerland (NRW) und Oberlausitz (Sachsen).

Fundorte in Europa

Variscit-Funde gibt es in vielen europäischen Ländern wie Österreich und Ungarn, Frankreich, Italien, Portugal und Spanien oder Belgien, Schweden und Polen. Auch das vom Festland getrennte Großbritannien und die separate Insel “Irland” können Variscit vorweisen, allerdings wirklich außergewöhnliche Exemplare stammen meistens aus Übersee.

Variscit-Schönheiten aus Amerika und Australien

Vor allem die Funde aus Utah (USA) sind erwähnenswert, da die dortigen knolligen Variscit-Aggregate bis zu 30 cm im Durchmesser erreichen können. Dabei bestechen die Exemplare aus der “Little Green Monster Variscite Mine” bei Fairfield (Utah County) durch ihre verschieden intensiven Grüntöne, die oft in eine gelbliche Gesteinsmatrix eingebettet sind. Im polierten Zustand zeigt der sogenannte “Utahlit” ganz individuelle Erscheinungsbilder, sodass er sich zur Herstellung von dekorativen Schmucksteinen anbietet.

Kugelig kristallisierte, grüne Variscit-Kristalle hingegen sind weltweit selten und stammen meistens aus Brasilien (Bundesstaat “Goiás”). Allerdings noch seltener sind rote (eisenhaltig) oder völlig reine, farblose Kristall-Gebilde, die man in der “Iron Monarch Mine” des australischen Bundesstaates “South Australia” finden kann.

Kristallsystem und Erscheinungsform

Variscit kristallisiert im “Orthorhombischen Kristallsystem”, bildet aber meistens traubenförmige, knollige oder massige Mineralaggregate und krustige Überzüge auf entsprechenden Gesteinen. Isometrische Kristalle, die maximal eine Größe von 1,5 Millimeter erreichen, sind hingegen extrem selten. In reiner Form ist Variscit völlig farblos und durchsichtig, doch häufig sind Verunreinigungen durch Spurenelemente wie beispielsweise Eisen (Fe) vorhanden. Eisen hat eine farbgebende Wirkung und lässt grünliche bis blaugrüne Färbungen entstehen. Sehr selten kommt Variscit auch in Rottönen vor.

Fremdbeimengungen

Nicht selten sind Variscit-Minerale zusätzlich von einer braun-grauen oder weiß-gelblichen Matrix durchsetzt, wodurch die Transparenz schwindet und ganz individuelle Zeichnungen entstehen. Übliche Fremdstoffe in Aggregaten oder Kristallen des Variscits können Arsen (As), Kupfer (Cu), Eisen (Fe) oder Magnesium (Mg) sein, wobei vor allem der Eisen-Gehalt das Mineral in Grüntönen erscheinen lässt. Allerdings enthält Utahlit aus dem Bergbau-Bezirk “Lucin” des namengebenden US-Bundesstaates neben einem geringen Eisen-Anteil oft auch einen beachtlichen Gehalt an Vanadium- und Chrom-Fremdatomen im Kristallgitter, die man als lokale “Spezialität” bezeichnen könnte.

Variscit-Mischkristalle

Je nach Bildungsort erscheint Variscit allerdings auch in Kombination mit dem wasserhaltigen Eisen-Phosphat “Strengit”, das ebenfalls im “Orthorhombischen Kristallsystem” kristallisiert. Die beiden Phosphate bilden eine sogenannte “lückenlose Mischkristallreihe”, bei der reiner Variscit bzw. Strengit die Endglieder bilden. So sind Mischkristalle möglich, die prozentual alle Mischverhältnisse des Variscits und Strengits zeigen können.

Variscit-Varietäten

Neben dem orthorhombischen Variscit kommt in der Natur noch ein monoklin kristallisierter “Metavariscit” vor, der als wasserfreies Aluminiumorthophosphat die Bezeichnung “Berlinit” trägt. Eine mit Quarz eng verwachsene Varietät wiederum heißt schlicht Variscitquarz oder aber “American Matrix” und in Kurzform “Amatrix”. Als weitere Variscit-Varietäten werden das wasserhaltige Aluminium-Phosphat-Mineral “Bolivarit” mit amorphem Gefüge und die feinkörnige, grüne bis blaugrüne Variscit-Variante “Callainit”(Kallait) gehandelt. Der oft grün gebänderte, eisenhaltige Redondit(nach der gleichnamigen Insel “Redonda” (Kleine Antillen)) ist allerdings laut IMA noch nicht mit “Mineralstatus” anerkannt, sodass die Bezeichnung meistens als veraltetes Synonym des Variscits verwendet wird.

Bestimmungsmerkmale

Mit einer Mohshärte von 4,5 zählt Variscit noch zu den weichen Mineralen, da man ihn mit einem Messer leicht anritzen kann. Seine Dichte liegt bei 2,57 bis 2,61 und die Spaltbarkeit im guten Bereich. Er zeigt außerdem muschelig unebene Bruchstellen bei sprödem bis splittrigem im Bruch. Seine Transparenz reicht von durchsichtig in reiner Form bis durchscheinend, wenn Fremdstoffe verunreinigend wirken. Mit einem schwachen Wachsglanz fühlen sich Variscit-Aggregate auch entsprechend stumpf-fettig an.

Erscheinungsfarbe und Strichfarbe

Optisch erscheint Variscit oft in hellgelb- bis apfelgrünen und etwas intensiveren blaugrünen Tönen, wobei wolkenartig gefleckte Exemplare blasse Pastelltöne bis fast farblos zeigen können. Extrem selten sind rötliche Exemplare, wobei jedoch in allen farblichen Erscheinungsformen die Strichfarbe immer weiß bleibt.

Variscit-ähnliche Minerale

Da die optische Ähnlichkeit von Türkis, Gaspèit oder Chrysopras zusätzlich von teilweise ähnlichen Bestimmungsmerkmalen begleitet wird, ist eine genaue Unterscheidung oft nur durch eine mineralogische-gemmologische Untersuchung möglich.

Dabei besitzt das Kupfer-Aluminium-PhosphatTürkis” eine höhere Härte von 5 bis 6 und keine Spaltbarkeit, das Eisen-Magnesium-Nickel-CarbonatGaspèit” hingegen eine höhere Dichte von über 3,7 und eine gelbgrüne Strichfarbe. Der Nickel-Chalcedon “Chrysopras” wiederum zeigt Quarz-Eigenschaften mit einer Härte bis zu 7 und besitzt keine Spaltbarkeit.

Irreführende Handelsbezeichnungen

Aufgrund der Ähnlichkeit zu Türkis sind im Laufe der Zeit einige Handelsnamen entstanden, die offenkundig wertsteigernd wirken sollen, aber bei Unkundigen eher für Verwirrung sorgen. So erscheint der namentlich noch nachvollziehbare “Utahlith” als “Utah Türkis” und andere Exemplare heißen je nach Fundort “Nevada Türkis”, “Kalifornischer Türkis” oder “Australien Türkis”. Wichtig beim Kauf ist hier nur, dass man weiß, dass es sich hier nicht um Türkis sondern um Variscit handelt.

Variscit als Heilstein

Da Variscit größere Massen bilden kann und zu den weichen Mineralien (Härte 4 bis 5) gehört, bietet er sich als dekorativer Ornament- und Schmuckstein für die Steinschneidekunst (Glyptik) geradezu an. Die plastische Bearbeitung fällt leicht, sodass kunstvolle und kleinteilige Gravuren und Steinreliefs möglich sind.

Schmuckstein-Ersatz

Aufgrund seiner individuellen Erscheinung und seinem Farbenspiel aus verschiedenen Grünnuancen, taucht Variscit auf dem Markt meistens als Cabochon oder Lagenstein auf, deren Schliffe den Schmuckstein am besten zur Geltung bringen. Diese Steine mit großflächig gewölbter oder flacher Ansicht sind oft in silberne Schmuckstücke eingearbeitet, wobei Variscit als Schmuckstein allgemein eine eher untergeordnete Rolle spielt und man ihn gerne als Ersatz für Türkis, Jade oder Chrysokoll verwendet.

Variscit in der Steinheilkunde

Für eine therapeutische Anwendung bieten sich verschieden große Trommelsteine, Scheiben und Donuts an, die man inzwischen ebenfalls in einem gutsortierten Fachhandel finden kann. Sie eignen sich mit Bohrung als Anhänger, der im Bereich des Solarplexus (Nabel-Charka) oder der Brust (Herz-Chakra) wirken kann. Größere Trommelsteine kann man als Handschmeichler nutzen und regelmäßig eine längere Zeit auf betroffene Körperregionen (z. B. Magen, Leber, Gelenke) legen.

Lichtbringer “Phosphate”

Als Aluminium-Phosphat gehört Variscit zusammen mit Türkis, Apatit und Vivianit zu den Mineralen, mit denen die Steinheilkunde besonders stimmungsaufhellende und gesundheitlich stabilisierende Eigenschaften verbindet. Tatsächlich beschreibt sie Variscit als ausgesprochenen “Muntermacher”, der chronische Müdigkeit und Apathie vertreiben und eine ständige innere Unruhe und nervöses Zittern lindern kann.

Dabei soll Variscit vor allem **seelisch stimmungsausgleichend ** wirken und eine neutrale, nüchterne Denkweise fördern, die einen realistischen Blick auf die Geschehnisse und ein rationales Handeln ermöglicht. Phosphat-Minerale wie Variscit können außerdem dabei helfen, dass man sich klar und unmissverständlich ausdrücken kann.

Das Energieniveau anheben

Laut Steinheilkunde kann Variscit die Aktivierung der körpereigenen Energiereservenunterstützen, sodass sich der Energieumsatz erhöht. Dieser Energieschub regt den Kreislauf, die Durchblutung sowie alle Stoffwechselvorgänge an, denn Phosphat-Verbindungen gelten als die Energieträger in allen organischen Zellen. So kann dieser Heilstein unter Umständen tatsächlich chronisch müde und erschöpfte Menschen wieder munterer machen.

Praktischerweise kann man Variscit als Handschmeichler mit sich führen, sodass man den Heilstein jederzeit in die linke Hand nehmen kann, da der Energiestrom von links nach rechts verläuft. Wer Energie aufnehmen möchte, nutzt somit die linke Hand, wer überschüssige Energie abgeben möchte (bei Schmerzen beispielsweise) kann entsprechende Heilsteine (z. B. Rhodonit, Obsidian, Rauchquarz…) in die rechte Hand nehmen.

Magen und Leber unterstützen

Variscit soll außerdem ein neutrales Milieu in den Flüssigkeiten des Körpers fördern, sodass eine Übersäuerung gelindert werden kann, vorausgesetzt man schiebt nicht ständig “Essbares” nach, das sauer verstoffwechselt wird. Wer nämlich langfristig Gastritis, Sodbrennen, rheumatische Beschwerden und Gicht lindern oder gar loswerden möchte, sollte nicht nur Variscit als Heilstein nutzen, sondern auch verhindern, dass gesundheitsschädliche “Nahrungsmittel” den Organismus regelmäßig behindern und irgendwann krank machen.

Als wichtigstes Entgiftungsorgan sollte man die Leber unbedingt durch maßvolle, gesunde Ernährung unterstützen und den Magen schonen, wobei man Variscit als Anhänger täglich auf dem Solarplexus (Magenregion) tragen kann. Zur Harmonisierung sollte man diesen krampflösenden Heilstein zusätzlich am Morgen oder Abend, während einer liegenden Meditation oder Ruhephase, auf die Leberregion rechts unter den Rippenbogen legen.

Ein Energiekick am Morgen gefällig?

Wer sich am Morgen etwas Zeit nehmen kann, sollte einen meditativen Aufenthalt in einem größeren Variscit-Steinkreis ausprobieren. Dafür benötigt man mindestens 4 bis 6 größere Trommelsteine oder auch naturbelassene Bruchstücke, die im Liegen die Bereiche des Kopfes und der Füße sowie der Hände abdecken. Laut Steinheilkunde ermöglicht diese morgendliche Routine einen energievollen Start in den Tag.

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