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Heilstein · Vivianit-Gruppe (Phosphate)-Familie

Vivianit

Vivianit ist ein wasserhaltiges Eisenphosphat, das unter Sauerstoffabschluss farblos entsteht, nach der Bergung jedoch rasch in intensiven Blau-, Violett- und Grüntönen anläuft. In der Steinheilkunde gilt er als kraftvoller, aber anspruchsvoller Begleiter für Lebensfreude, Entgiftung und innere Erneuerung.

blauviolettgrünbläulich-schwarzVivianit-Gruppe (Phosphate)Herz-ChakraHals-ChakraStirn-ChakraKronen-Chakra
Vivianit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Vivianit-Gruppe (Phosphate)
Mohshärte
2
Farbe
blau, violett, grün, bläulich-schwarz
Chakra
Herz-Chakra, Hals-Chakra, Stirn-Chakra, Kronen-Chakra
Fundorte
Deutschland, Tschechien, Serbien
Reinigung
Niemals mit Wasser – nur mit einem feinen Haarpinsel vom Staub befreien
Aufladung
Mit Bergkristall; trocken und lichtgeschützt lagern
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Vivianit im Überblick

Eigentlich ist das wasserhaltige Eisenphosphat “Vivianit” völlig farblos, doch kaum aus seiner Umgebung geborgen, läuft es blau, bläulich schwarz, violett und grün an.

Vivianit kann Langweile vertreiben und zu einem intensiven Lebensgefühls verhelfen. Körperlich soll dieser Heilstein bei Erschöpfung und Kraftlosigkeit helfen.

Das Blaueisenerz “Vivianit”

Im Jahre 1817 kreierte der deutsche Professor für Mineralogie an der Bergakademie Freiberg “Abraham Gottlob Werner” für das wasserhaltige Eisenphosphat die Bezeichnung “Vivianit” nach seinem angenommenen Entdecker “John Henry Vivian”. Der englische Mineraloge hatte das Mineral “Blaueisenerde” aus der englischen Grafschaft “Cornwall” wohl erstmals untersucht und genauer beschrieben. Sechs Jahre später erwähnt der englische Geologe und Mineraloge “William Phillips” den kleinen Ort “St. Agnes” an der Nordküste Cornwalls als Typlokalität des “Blaueisenerzes”. Doch die Bezeichnung “Vivianit” hat einige ältere und jüngere Konkurrenz-Synonyme, denn je nach fachkundigem Mineralogen, existieren unterschiedliche Namen.

Vivianit-Synonyme

Auch wenn die ersten Funde aus Cornwall (Großbritannien) angeblich durch den englischen Mineralogen “Vivian” beschrieben wurden, so hat die ältere Bezeichnung “Blaueisenerde” neben “Blaueisenerz” und “Vivianit” nach “A. G. Werner” im Laufe der Zeit noch weitere als Synonym gehandelte Namen erhalten. Dazu gehören beispielsweise “Eisenblau” nach “Friedrich Hausmann” oder “Phosphorsaures Eisen” nach “Heinrich Klaproth”.

Weitere Synonyme sind Eisenphosphat, Eisen-Phyllit, Phosphoreisensinter, Glaukosiderit und Natürliches Berlinerblau sowie Mullicit nach der Lokalität “Mullican Hill” in New Jersey (USA).

”Land des strahlenden Blaus”

Eine mögliche, wesentlich ältere Erwähnung des später sogenannten “Vivianits” könnte jedoch schon aus dem Jahre 1749 stammen. In seiner in lateinischer Sprache verfassten Publikation beschreibt der deutsche Arzt und Botaniker “Christian Gottlieb Ludwig” eine “ausgezeichnet blaue Erde von Eckartsberga” in Sachsen-Anhalt, die er jedoch nicht als eigenständiges Mineral erkannte.

Im Jahre 1751 erfolgte die erste Analyse dieser “Blauen Erde” durch den deutschen Naturwissenschaftler “Gottfried Christian Springfeld”, der die Eisenverbindung entdeckte und drei Jahre später in einer lateinischen Publikation als “blaues Mineral” beschrieb. Demnach sollte eigentlich der Mineraloge “Springfeld” als “Erstbeschreiber” und das deutsche Eckartsberga in Sachsen-Anhalt als Typlokalität (erster Fundort) gelten.

Das G Mineral “Viv”

Vivianit gilt mit dem Mineralsymbol “Viv” heute als “grandfathered Mineral”, da er schon lange vor der IMA-Gründung im Jahre 1958 als eigenständiges Mineral anerkannt war. Das im Jahre 1817 untersuchte Typmaterial (auch Typstufe) aus Cornwall lagert heute in der “Geowissenschaftlichen Sammlung” der TU Bergakademie Freiberg, die seit dem Jahre 1765 besteht und sich als “Ressourcen-Universität” präsentiert. Unter anderem finden dort Forschungen im Bereich Natur- und Geowissenschaften statt.

Vivianit-Entstehung

Die Tatsache, dass farbloser Vivianit nach der Bergung schnell farbig anläuft, ist ein Indiz dafür, dass er sich unter völligem Sauerstoffabschluss gebildet hat. Dabei ist er verhältnismäßig nahe unterhalb der Erdoberfläche durch eine “Sekundäre Bildung” in eisenhaltigen Gesteinen entstanden. Böden mit hohem Wassergehalt sind für seine Entstehung ebenfalls eine wichtige Voraussetzung, sodass Vivianit in der Nähe des **Grundwassers **und in Stauwasser-Bereichen wie Moorböden vorkommt.

Feuchtgebiete mit Phosphat-Gehalt

Im Vergleich zu Hochmooren, die ausschließlich das Regenwasser speichern, werden Niedermoore durch das Grundwasser feucht gehalten. In dieser Umgebung entstehen nährstoffreiche Biotope, deren organische Substanzen beim Absterben und Abbau Phosphate freisetzen. Durch Wasserverdunstung, Entwässerung und beschleunigte Trockenlegung eines Moores tritt Vivianit hier recht häufig zu Tage.

Landwirtschaftliche Bodennutzung

Die heutige Landwirtschaft liefert durch ihre Phosphat-Düngung als Nährstoff für die Pflanzenwelt zusätzlich die nötigen Voraussetzungen für eine Vivianit-Bildung, sodass man davon ausgehen kann, dass Vivianit als wasserhaltiges Eisenphosphat in Zukunft keine Seltenheit sein wird. Einzig seine begehrten, größeren Kristalle und Sammelstufen gehören nach wie vor zu den Raritäten. Doch auch das kann sich zukünftig unter den geeigneten Bedingungen noch ändern.

Eisenmineralien und Phosphat-Flüssigkeit

Wenn Flüssigkeiten (durchsickerndes Regenwasser oder Grundwasser) mit hohem Phosphat-Gehalt dauerhaft auf Eisenmineralien (z. B. Pyrit, Siderit) einwirken, löst sich mit der Zeit ein Teil des Eisens aus den vorhandenen Mineralien, sodass eine Eisen-Phosphat-Lösung entsteht. Durch eine darauffolgende Verdunstung des Wassers verbleiben die gelösten Bestandteile “Phosphat” und “Eisen” in der sauerstofffreien Umgebung, sodass schließlich farblose Vivianit-Kristalle auskristallisieren.

Blaue Böden

Da die Eisen-Phosphat-Verbindungen während des Verdunstungsprozesses auch Richtung Erdoberfläche wandern, bilden sich mit der Zeit durch Ausfällung ebenso an der Erdoberfläche die charakteristisch bläulichen Vivianit-Beläge. Durch den plötzlichen Kontakt mit der sauerstoffreichen Luft konnten so durch Oxidation die intensiv blaugefärbten Böden beispielsweise in Deutschland entstehen.

Versteinerte Fossilien

Man findet das Phosphatmineral “Vivianit” in tonigen Sedimenten und Torfböden, wo seine feinste Verteilung zu der sinnigen Bezeichnung “Blaueisenerde” geführt hat. Dort tritt Vivianit manchmal auch als Versteinerungssubstanz bei fossilen Knochen (Bein- oder Knochentürkis = Odontolith), Zähnen (Zahntürkis), Muscheln (aus Kertsch / Krim / Ukraine) oder Baumstämmen auf, wie Funde in Deutschland, Schweden, Tschechien und der Ukraine beweisen.

Versteinerte Fossilien mit Vivianit-Gehalt sind beliebte Tausch- und Sammelobjekte, da die Blau- und Grüntöne den ehemaligen Knochen, Zähnen, Hölzern oder Muscheln ein beeindruckendes Äußeres verleihen.

Kristalle und Kristallverwachsungen

In Sammelkreisen und in der Steinheilkunde sind natürlich die Kristalle des Vivianits gefragt, die sich auch aus Eisenphosphaten durch erneute Wasseraufnahme nachträglich bilden können. Diese in Sedimente eingelagerten Vivianit-Kristalle können unter den geeigneten Bedingungen eine Länge von über einem Meter erreichen (Kamerun). Doch meistens entstehen attraktive Kristalle nur im Bereich von wenigen Zentimetern (Großbritannien, Serbien, Peru, Bolivien, USA), wobei deren Verwachsungen sammelwürdige Aggregate von über einem Meter hervorbringen können.

Monokline Vivianit-Kristalle

Da Vivianit im “Monoklinen Kristallsystem” kristallisiert, entstehen dabei nicht selten langprismatische bis nadelförmige und tafelig aufgebaute Kristalle, die gekrümmt sein können und meistens auf einem Untergrund angewachsen sind. Aber auch radialstrahlige Verwachsungen von mehreren Kristallen zu größeren Aggregaten kommen vor, die einen Durchmesser von etwa zwei Metern erreichen können. Einzelkristalle vor allem aus Kamerun besitzen manchmal eine Länge von bis zu 1,3 Metern.

Optische Merkmale eines Vivianit-Kristalls

Unverletzte, gut sichtbare Kristallflächen des Vivianits zeigen meistens einen attraktiven Glasglanz, während die Spaltflächen einen perlmuttartigen Schimmer aufweisen. Dabei sind die vertikalen Spaltebenen klar erkennbar, sodass der Eindruck entsteht, ein Einzelkristall könnte sich aus mehreren Kristallebenen zusammensetzen. Erscheint Vivianit allerdings in feinkristalliner Form, so bilden sich auch faserige und kugel- bis nierenförmige Aggregate sowie die erdig-krümelige, sogenannte “Blaueisenerde”.

Die Anlauffarben des Vivianits

Der **farblose **Vivianit ist unter Sauerstoffabschluss entstanden, wechselt jedoch durch den Sauerstoff-Kontakt in der Luft recht schnell seine farbige Erscheinung, sobald er aus der Erde geborgen wurde. Da er durch seinen hohen Eisengehalt sehr anfällig für eine Oxidation ist, läuft er mit der Zeit in den Farben Hell- bis **Dunkelblau **und Violett- bis Grünblau an. Manche Kristalle zeigen auch ein bläuliches Schwarz.

Die Merkmale des Vivianits

Als wasserhaltiges Eisenphosphat gehört Vivianit in die Mineralklasse der “Phosphate, Arsenate und Vanadate”. Zusammen mit anderen Mineralen wie beispielsweise Annabergit, Arupit, Baricit, Erythrin, **Hörnesit **und Köttigit bildet er die Vivianit-Gruppe, die aus wasserhaltigen Phosphaten besteht.

Bestimmungsmerkmale

Bezeichnend für Vivianit ist seine wechselnde Strichfarbe, die anfänglich einen farblosen bis bläulich-weißen Eindruck hinterlässt, sich danach aber recht schnell in ein Indigoblau oder Blaugrün verwandelt. Dies entspricht natürlich seiner ebenfalls unter Sauerstoffeinfluss wechselnden Erscheinungsfarbe.

Transparenz und Glanz

Sehr charakteristisch sind, neben der wechselnden Strichfarbe, ebenso die Spaltebenen, die den gesamten Vivianit-Kristall durchziehen und zu seiner vollkommenen Spaltbarkeit beitragen. Die einzelnen, sehr elastischen Spaltblättchen lassen sich leicht biegen und schimmern perlmuttartig. Vivianit-Kristalle können an den Seitenflächen einen glasähnlichen Glanz zeigen, vor allem wenn sie eine durchsichtige Transparenz erreichen. Mindere Qualitäten sind allerdings nur durchscheinend.

Härte und Dichte

Die Dichte des Vivianits liegt mit 2,6 bis 2,7 im mittleren Bereich, doch wesentlich entscheidender ist seine sehr geringe Mohshärte von 1,5 bis maximal 2. Dadurch kann man diesen Heilstein leicht mit einem Messer schneiden und kombiniert mit seiner vollkommenen Spaltbarkeit ist er eigentlich für eine Verarbeitung zum Schmuckstein ziemlich ungeeignet. Dennoch gibt es immer mal wieder geschliffene Exemplare auf dem Markt. Auch Trommelsteine waren früher so gut wie nicht zu bekommen, doch das hat sich inzwischen geändert.

Vivianit-Verwendung

Seit ebenfalls Australien ein respektables Vorkommen an Vivianit vorweisen kann, verarbeitet man die dort entdeckten blauschwarzen Knollen bevorzugt zu Trommelsteinen, sodass man in der Steinheilkunde nicht mehr nur auf Vivianit-Kristalle zurückgreifen muss.

Australische Vivianit-Trommelsteine

Auch hier vollzieht sich eine farbliche Metamorphose, wenn die ursprünglich cremefarbenen Knollen in der sauerstoffreichen Atmosphäre ein bläuliches Schwarz annehmen. Da das australische Vorkommen ziemlich groß ist und die geborgenen Exemplare nur eine durchscheinende Transparenz zeigen, fallen die Preise der Vivianit-Trommelsteine verhältnismäßig günstig aus. Gut ausgebildete Kristallformen des Vivianits sind allerdings nach wie vor eine Seltenheit und Exemplare mit einer durchsichtigen Transparenz bleiben eine wahre Rarität.

Wenig Hautkontakt genügt!

Am kostengünstigsten sind zwar die kleinen Handschmeichler ohne Bohrung, doch Vivianit-Trommelsteine mit einem Loch lassen sich als Heilstein-Anhänger vielfältiger nutzen. Dabei sollte man Handschmeichler stets in einem Baumwollsäckchen lagern und bei Bedarf (z. B. bei Schwächegefühlen) herausnehmen und in die linke Handfläche legen. Trommelsteine mit einer Bohrung kann man bequem mit einem passend langen Band über der Kleidung am Körper tragen und gelegentlich in die Hand nehmen. Allerdings sollte man grundsätzlich auf einen längeren Hautkontakt verzichten, da der hohe Eisengehalt mit der Ausdünstung der Haut reagiert.

Kristalle und Kristallverwachsungen

Schön ausgebildete, langprismatische Vivianit-Kristalle und radialstrahlige Aggregate sind beliebte Sammelobjekte, die meistens in Vitrinen landen. Das ist auch sinnvoll und anzuraten, denn Kristalle in ihrer nadelartigen bis stängelförmigen Erscheinungsform können ziemlich leicht abbrechen. Eine schützende Umgebung wie beispielsweise unter einer Glasglocke hält außerdem Staub fern, den man immer nur schwer von empfindlichen Kristall-Gruppen entfernen kann.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten für Vivianit

Da Vivianit einen hohen Phosphat-Gehalt besitzt, kommt er bis heute noch in Düngern vor. Hauptsächlich bei einem Phosphor-Recycling aus Klärschlamm kann man unter anderem auch Vivianit gewinnen, das als Inhaltsstoff in Phosphor-Düngern wiederverwendet werden kann.

Ein altertümliches Blau

Die traditionelle Nutzung des Vivianits als blaues Farbmittel reicht wohl mindestens bis in die Antike zurück, aber eindeutig nachweisbar ist dies erst seit der Mitte des 11. Jahrhunderts. Hier erscheint das Mineral als Farbpigment auf Tafelbildern der sogenannten “Tafelmalerei” des Hochmittelalters. Die Verwendung von “Eisenblau” findet sich hauptsächlich in Malereien des christlich-lateinischen Europas und kommt regional bis heute noch als Farbstoff zum Einsatz.

Berliner Blau

Da das historische Pigment “Eisenblau” nicht sehr stabil ist, verwendet man es heute hauptsächlich nur noch im Bereich der Restaurierung alter Malereien. Das in der Industrie genutzte “Eisenblau” ist jedoch ein Synonym des anorganischen Pigments “Berliner Blau”, das ein künstlich hergestellter luft- und wasserstabiler sowie lichtechter Feststoff ist. Um das industrielle Produkt vom Naturmaterial zu unterscheiden, bezeichnet man Vivianit auch als “Natürliches Berliner Blau”.

Verwechslungen mit Vivianit

Eigentlich ist Vivianit aufgrund seiner Farbe, langprismatischen Kristallform und verschiedenen Spaltebenen unverwechselbar, trotzdem gibt es einige wenige Minerale die rein optisch ähnlich sein können. Dazu gehören zum einen Lazulith, der jedoch eine wesentlich höhere Härte von 5,5 bis 6 besitzt, und zum anderen der intensiv blaue Azurit. Letzteren kann man vor allem in seiner feinkörnigen Erscheinungsform mit der “Blaueisenerde” (erdiger Vivianit) verwechseln.

Vivianit-Variante und Begleitmineral

Der erdige Anglarit mit Mangan-Gehalt gilt als Variante des Vivianits und hat nur in einer bläulichen Färbung eine optische Ähnlichkeit vorzuweisen. Meistens ist er jedoch grau bis graublau und erreicht nicht die Farbintensität eines reinen Vivianits.

Ein weiteres Mineral, das eine ähnlich bläulich-grüne Farbe wie Vivianit zeigt, ist Skorodit, der zusätzlich oft in Begleitung des Vivianits auftritt. Hier ist die Gefahr der Verwechslung besonders hoch, doch eine stoffliche Analyse zeigt den Unterschied. Skorodit ist nämlich ein wasserhaltiges Eisen-Arsenat, das außerdem auch eine höhere Härte von 3,5 bis 4 besitzt.

Vivianit als Heilstein

Da es lange keine Trommelsteine des Vivianits gab, kamen im 20. Jahrhundert in der Steinheilkunde immer Kristalle zum Einsatz. Daher beziehen sich die Hinweise für eine therapeutische Anwendung meistens auf die Verwendung von Vivianit-Kristallen.

Belebende Vivianit-Kristalle

Etwas dickere Kristalle des Vivianits sind am besten für eine Heilstein-Behandlung geeignet, denn seine nadelige Ausprägung ist nicht robust genug und kann leichter brechen. Im Allgemeinen wirkt Vivianit auf dem Bauch im Bereich der Leber am intensivsten. Hier kann er das größte Organ des Körpers und die wichtigste Drüse für den Stoffwechsel anregen, sodass entgiftende und entsäuernde Prozesse reibungsfreier ablaufen können.

Leber-Schutzmaßnahmen

Da eine überforderte Leber nicht nur zu Stimmungsschwankungen und unbegründeten Angstgefühlen beiträgt, sondern auch für eine seelische und körperliche Erschöpfung verantwortlich sein kann, sind alle förderlichen und schützenden Maßnahmen hier sehr willkommen. Es gibt einige Heilsteine, die sich positiv auf die Leber auswirken können, wobei sie allerdings nur eine therapeutische Unterstützung sein können. Wesentlich ist und bleibt eine leberschonende Ernährung, das Vermeiden von schädlichen Genussmitteln (z. B. Nikotin, Alkohol, Industriezucker, zu viel Fett) und Medikamenten (z. B. zu viel Schmerztabletten).

Vivianit kann lediglich dabei helfen, den Leber-Stoffwechsel anzukurbeln, wodurch meistens auch Schwächegefühle kurzfristig verschwinden können. Allerdings für eine langandauernde Wirkung sollte man seinen leberschädigenden Lebensstil beenden.

Ein intensives Lebensgefühl

Manchmal hat man das Gefühl, dass sich das Leben nur noch in einengenden Strukturen und Alltagsroutinen bewegt, sodass es freudlos und “zähflüssig” vorbeifließt. Wer nach neuen Impulsen sucht, um aus eintöniger Langeweile und eingerosteten Beziehungen zu entkommen, kann als entgegensteuernde Maßnahme Vivianit bei sich tragen.

Damit dieser Heilstein seine Eisen- und Phosphor-Trümpfe ausspielen und frischen Wind ins Leben bringen kann, sollte man ihn regelmäßig als Handschmeichler in die linke Hand nehmen oder während einer Meditation auf das Leber- bzw. Nabel-Chakra legen. Je nach farblicher Prägung können sich allerdings hellblaue bis grünblaue Exemplare auch auf dem Herz-Chakra und Kristalle in Mittel- bis Dunkelblau-Tönen im Bereich des Hals-Chakras richtig anfühlen. Hier entscheidet immer das individuelle Empfinden.

Dynamik und Ausdauer

Das chemische Element “Eisen” (Fe) ist ein bezeichnender Bestandteil des Vivianits, weshalb es in der therapeutischen Auswirkung klar zum Tragen kommt. Eisen unterstützt vor allem die Tat- und Willenskraft, die es braucht, um selbst die Initiative zu ergreifen, damit sich die Lebensumstände ändern. Es macht dynamisch, energievoll, durchsetzungsstark und aufrichtig, sodass sich schmerzhafte Manifestationen mit der Zeit auflösen können. In aller Ruhe , aber sehr konsequent, kann man Erlebnisse und Wahrnehmungen geistig verarbeiten, sodass am Ende ein Abschluss steht, der einen Neuanfang in der Gegenwart zulässt. Dementsprechend soll Eisen die “Kriegernatur” und Begeisterungsfähigkeit wecken.

Ein selbstbestimmtes Leben

Phosphate sind ebenso wie Eisen bezeichnend für das Mineral “Vivianit” (Eisen-Phosphat) und werden als “Abkömmlinge der Phosphorsäure” beschrieben. Deren zentrales Atom ist wiederum das chemische Element “Phosphor” (P), das im Körper die Funktion eines “Energieträgers” besitzt (vom griechischen “phosphoros” für “lichttragend”).

Phosphor wirkt daher allgemein stimmungsaufhellend und stärkend bei seelischer und körperlicher Erschöpfung, mildert aber auch Überempfindlichkeit sowie empfindungslose Gleichgültigkeit, die man als Schutzmaßnahme für sich selbst entwickelt hat. Als “Lichtbringer” fördert dieses Element eine selbstbewusste, offene Wahrnehmung, die dabei hilft, selbstbestimmt das eigene Leben zu gestalten.

Befreite Gefühle

Die stoffliche Zusammensetzung eines Vivianits kann sich nicht nur körperlich sehr belebend auswirken, sondern auch die Gefühlswelt erfährt eine befreiende Wandlung. Verdrängte Emotionen und innige Gefühle, die hinter kontrollierter Gleichgültigkeit und erzwungenem Pflichtbewusstsein keine Existenzberechtigung besaßen, können in der Aura des Vivianits endlich an die Oberfläche kommen. So verändert sich mitunter ziemlich deutlich die bisherige “Windrichtung”, sodass man das Leben nicht nur intensiver und befreiter wahrnimmt, sondern es unter Umständen auch sehr abenteuerliche und aufregende Wendungen mit sich bringt.

Mut zur Auseinandersetzung

Da Vivianit und aktionslose, duldsame Langeweile nicht zusammenpassen, weht hier ein frischer Wind in allen Lebensbereichen. Dieser Heilstein soll nicht nur körperlich und geistig anregend wirken, sondern auch richtig “aufrütteln”, wo zu lange Passivität und Monotonie sowie Apathie bis hin zu ausgeprägter Lethargie geherrscht haben. Wenn notwendig, kann man in der Energie des Vivianits endlich lang schwelende Konflikte mutig ansprechen und bearbeiten, denn ungelöste Missstände blockieren den Lebensfluss und ein erfolgreiches Vorankommen.

Vivianit-Pflege

Mit seinem hohen Eisen-Anteil eignet sich Vivianit nicht für eine Reinigung unter fließendem Wasser, da er dabei noch mehr oxidieren kann. Damit er in seiner ursprünglichen Farbe nicht nachdunkelt, sollte man sogar eine hohe Luftfeuchtigkeit bei der Lagerung eines Viviantis vermeiden. Aufgrund seiner stofflichen Zusammensetzung und strukturellen Empfindlichkeit, kann man diesen Heilstein nicht so unkompliziert handhaben und lagern wie beispielsweise Quarz oder Jaspis. Deshalb ist Vivianit eher ein Heilstein für Fortgeschrittene, die sich von einem größeren Aufwand nicht abschrecken lassen.

Licht- und Feuchtigkeitsschutz

Beim Kontakt mit Wasser kann sich im schlechtesten Falle nicht nur die Farbe des Vivianits, sondern auch die Struktur des empfindlichen Minerals verändern. Deshalb ist eine entsprechende Lagerung unumgänglich, was manchen abschreckt, denn dieser Heilstein ist zwar kraftvoll, aber strukturell nicht sehr robust.

Kein Wasser zur Reinigung!

Für eine oberflächliche Reinigung stehen bei Vivianit weder Duschen unter fließendem Wasser noch Wasserbäder zur Verfügung. Damit dieser Heilstein gar nicht erst verstauben kann, sollte er in einer geeigneten Schachtel oder Schatulle lagern. Wenn dann doch eine Reinigung nötig sein sollte, kann man mit einem feinen Haarpinsel vorsichtig die Verunreinigungen entfernen.

Lichtdichter Aufbewahrungsort!

Damit der Heilstein “Vivianit” nicht auf Dauer seine Farbe verändert und nachdunkelt, sollte er nicht nur in einer feuchtigkeitsarmen Umgebung, sondern auch lichtgeschützt aufbewahrt werden. Ein weiches Baumwolltuch in einer lichtundurchlässigen Schatulle bietet noch einen zusätzlichen Schutz für empfindliche Vivianit-Kristalle.

Keine “Dauerausstellung” für Sammelstücke!

Bei besonders schönen Aggregaten und Kristallverwachsungen des Vivianits fällt es natürlich schwer, diese dauerhaft lichtdicht wegzusperren. Eine Zwischenlösung kann hier eine Glasglocke sein, die in einem eher dunklen Raum aufgestellt wird. So kann sie vor Staub und ständiger Luftfeuchtigkeit schützen, aber jederzeit den Blick auf das Exponat freigeben, wenn man das Licht anmacht oder hereinlässt.

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