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Heilstein · Wollastonit (Ketten-Silikate)-Familie

Wollastonit

Wollastonit ist ein farbloses bis weißgraues Calcium-Ketten-Silikat, das in der Steinheilkunde als Schutzstein vor äußeren Einflüssen gilt und innere Standhaftigkeit fördern soll.

farblosweißgraugelblichbräunlichWollastonit (Ketten-Silikate)Nabel-ChakraHerz-Chakra
Wollastonit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Wollastonit (Ketten-Silikate)
Mohshärte
4.5
Farbe
farblos, weiß, grau, gelblich, bräunlich
Chakra
Nabel-Chakra, Herz-Chakra
Fundorte
China, Deutschland, Finnland
Reinigung
Unter fließendem, lauwarmem Wasser abspülen
Aufladung
Bei Vollmond oder in einer Amethyst-Druse
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Wollastonit im Überblick

David Remahl. - US Government

Das farblose Calcium-Silikat “Wollastonit” zeigt manchmal auch verschiedene Weiß-Grau-Schattierungen, die gelbliche, bräunliche und rötliche Bereiche besitzen können. Ein kaum verwendetes Synonym (Tafelspat) weist auf seine vollkommene Spaltbarkeit in Richtung der tafelartigen Spaltflächen hin.

Wollastonit soll in Stresssituationen besonders ausgleichend wirken und widerstandsfähig gegen äußere Angriffe machen. Regelmäßiges Meditieren mit diesem Heilstein kann den inneren Halt und die eigenen Überzeugungen festigen, wenn man sich ungewollt ständig von anderen Menschen beeinflussen lässt.

Das Mineral “Wollastonit”

Stofflich gesehen ist Wollastonit ein recht häufig vorkommendes Calcium-Ketten-Silikat aus der Mineralklasse der “Silikate und Germanate”, das die Industrie für feuerfeste Materialien als Rohstoff nutzt. Im Heilstein-Bereich kommt dieses Mineral jedoch bis jetzt noch nicht so oft vor, da Wollastonit hier weitgehend unbekannt ist.

Erstbeschreibung und Namensgebung

Seit dem Jahre 1818 trägt das Mineral “Schalstein” (nach A.G. Werner, Deutschland) die Bezeichnung “Wollastonit”, zu Ehren des berühmten, englischen Chemikers und Naturforschers “William Hyde Wollaston”. Allerdings hatte schon im Jahre 1793 der österreichische Geologe und Mineraloge “Andreas Stütz” das Mineral erstmals als “Tafelspath” beschrieben.

Seit dem Jahre 1958 (Gründung der IMA) ist der Mineralname “Wollastonit” die international anerkannte Bezeichnung für das natürlich vorkommende Calcium-Ketten-Silikat.

Tertiäre Bildung

Das namengebende Mitglied der Wollastonit-Gruppe entsteht in einer Kontakt-Metamorphose aus Kalkstein (z. B. Marmor mit Silikat-Gehalt und Kalksilikat-Felsen), wobei es sowohl als Mineral als auch gesteinsbildend als Bestandteil im metamorphen Gestein “Skarn” (z. B. in USA oder Mexiko) erscheinen kann. Durch den Kontakt des vorhandenen Kalksteins mit heißem, flüssigen Magma, das einen hohen Kieselsäure-Anteil besitzt, kommt es zu der sogenannten “Wollastonit-Reaktion”, bei der Kohlenstoffdioxid entweicht.

Wollastonit aus einer Metasomatose

Die Entstehung von Wollastonit ist ein ideales Beispiel für eine perfekte Metasomatose, bei der nicht nur durch Umwandlung (Metamorphose) eines vorhandenen Gesteins ein neuartiges Mineral entsteht. Hier verändert sich nämlich gleichzeitig auch die chemische Zusammensetzung, während sich bei einer einfachen Metamorphose zwar das Gefüge und oft auch der Mineralinhalt des Ursprungsgesteins umwandelt, der Chemismus des Gesteins aber weitgehend erhalten bleibt. Die Metasomatose ist der Grenzfall einer Metamorphose und präsentiert nach Ablauf aller chemischen Prozesse ein mineralogisches “Novum”, denn hier wird das Gestein grundlegend in seiner stofflichen Zusammensetzung chemisch verändert und durch eine neue “Mineral-Kreation” ersetzt.

Paragenesen mit Wollastonit

Üblicherweise taucht Wollastonit vergesellschaftet mit anderen Mineralien auf, die ebenfalls oft aus kontakt-metamorphen Prozessen stammen. Dazu gehören oft Diopsid (Calcium-Magnesium-Silikat) und Granate wie Andradit und Grossular (Insel-Silikate). Aber auch Mikroklin (Kalium-Aluminium-Silikat) und Tremolit (Calcium-Silikat) sowie Vesuvian (Gruppen-Silikat) und Calcit (Calcium-Carbonat) kann man in der Nähe des Wollastonits finden.

Triklines Kristallsystem

Obgleich Wollastonit selten auch minoklin (Parawollastonit, Pseudowollastonit) kristallisieren kann, so erscheint er in der Natur meistens in einer triklinen Kristallstruktur. Kristallographisch unterscheiden sich diese drei Varianten durch ihre Gitterkonstanten (Zellparameter / Längen- oder Winkelangabe) und die Zahl der Formeleinheiten (Verhältnisformel) der Elementarzelle (kleinste Einheit der Zelle).

Trikliner Wollastonit

Meistens bildet Wollastonit dicke, tafelige Kristalle (Tafelspat) oder dichte, faserige Massen, aber auch stängelige und radial-strahlige sowie lamellen-artige und blättrige Aggregate (Schalstein) kommen vor. Einkristalle besitzen einen nadeligen bis faserigen Habitus, denn sie wachsen in Richtung der Silikat-Ketten innerhalb der Kristallstruktur. Diese Stäbchen oder Nadeln lassen sich aufgrund einer stofflich stabilen Atombindung zwischen Silizium und Sauerstoff nur brechen, während die vollkommene Spaltbarkeit parallel zum lamellen- oder tafelartigen Habitus verläuft. Hier ist die stofflich schwächere Ionenbindung zwischen Calcium und Sauerstoff ausschlaggebend.

Oberflächenglanz

Farblose, durchscheinende Kristalle des Wollastonits zeigen oft Glasglanz, wogegen sich weiße bis graue, faserige Massen eher im Seidenglanz präsentieren. Die Bruchstellen von undurchsichtigen, gebrochenen Kristall-Stäbchen wiederum entwickeln oberflächlich meistens Perlmuttglanz.

Stoffliche Verunreinigungen

Für die möglichen gelb-bräunlichen bis rötlichen Färbungen des Wollastonits sind meistens Eisen-Einlagerungen verantwortlich, die bis zu 9% ausmachen können. Weitere Fremdstoffe neben dem farbgebenden Eisen (Fe) und Mangan (Mn) sind seltener auch Aluminium (Al) und Magnesium (Mg) sowie Natrium (Na) und Kalium (K).

Die Wollastonit-Gruppe

Nach der “Internationalen Mineralogical Association” (IMA) bildet Wollastonit zusammen mit einigen seiner Begleitminerale die nach ihm benannte Wollastonit-Gruppe. Dazu gehören die seltenen Ketten-Silikate Bustamit (mit Mangan), Ferrobustamit (mit Eisen und Mangan) und Cascandit (mit Scandium) sowie Serandit (Natrium, Mangan), **Tanohatait **(Lithium, Mangan) und **Pektolith **(zusätzlich Natrium und Wasser). Auch der sehr begehrte hellblaue Larimar (Pektolith mit Vanadium- oder Kupfergehalt) gehört in diese Gruppe.

Bestimmungsmerkmale

Reiner Wollastonit ist farblos und hat eine mittlere Mohshärte von 4,5 bis 5 sowie Dichte von 2,78 bis 3,0 vorzuweisen. Charakteristisch für lamellen-artige Aggregate ist die vollkommene Spaltbarkeit in Richtung der tafeligen Spaltflächen, die frisch nach der Spaltung einen schimmernden Seidenglanz zeigen. Bruchstellen (gegen die Spaltrichtung) sind oberflächlich uneben und präsentieren oft Perlmuttglanz, während die Seitenflächen gut ausgebildeter Wollastonit-Kristalle sogar **Glasglanz **erreichen. Diese besitzen eine halbdurchsichtige bis durchscheinende Transparenz, wobei Wollastonit in tafeligen Massen meistens undurchsichtig daherkommt.

Ein weiteres Bestimmungsmerkmal des Calcium-Ketten-Silikats ist seine stets weiße Strichfarbe, die jedoch für sehr viele verschiedene Minerale typisch ist.

Kommerzieller Abbau und synthetische Herstellung

Da Wollastonit ein wichtiger Rohstoff für die Industrie ist, wird er weltweit abgebaut. Führend in der Abbaumenge ist eindeutig China, gefolgt von Indien, Mexiko, USA und Spanien. Kommerziell unbedeutende Fundorte liegen unter anderem in Deutschland (Sachsen), Rumänien (Banat) und Italien (Kampanien / Somma-Vesuv-Vulkankomplex).

Synthetischer Wollastonit

Neben dem Abbau der natürlichen Wollastonit-Vorkommen, wird dieses Mineral für die Industrie auch im Labor künstlich hergestellt. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn hier kann man gleichbleibende Eigenschaften einer stofflichen Reinheit und gezielten Wachstumslänge der Kristallnadeln steuern und gewährleisten.

Wollastonit-Verwendung

Künstlich hergestellter Wollastonit kommt vor allem in der Keramikherstellung zum Einsatz, um die mechanischen Eigenschaften weißer Keramik zu verbessern. Mit seinem hohen Schmelzpunkt von 1540° C kann man außerdem bei vielen Materialien eine höhere Hitzebeständigkeit erzielen. Als gesundheitsunbedenklicher Ersatz für Asbestfasern, erscheinen lange Wollastonit-Nadeln beispielsweise in verschiedenen **Dämmstoffen **und als mineralische Umhüllung von Stabelektroden zum Elektroschweißen. Ebenso zur Herstellung feuerfester **Schutzkleidung **benötigt man dieses hitzebeständige Mineral.

Verbesserte mechanische Eigenschaften

Als unlöslicher Zusatzstoff (Füllstoff) taucht Wollastonit in hitzebeständigen Kunststoffen und Anstrichen sowie verschiedenen Baustoffen (Spezialzement) auf, die zweckorientierte Eigenschaften mitbringen müssen. Dort erhöhen seine Fasern vor allem die Steifigkeit und Biegfestigkeit von Kunststoffbauteilen, die dauerhafter oder temporärer Druck- oder Zugspannung ausgesetzt sind. Außerdem kann man Wollastonit-Kristalle in Reaktionsharzen (z. B. Epoxidharze für die Mineral-Stabilisierung) finden, wo sie Spannungsrisse vermeiden sollen, die bei Schrumpfungsprozessen entstehen.

Wollastonit als Heilstein

Da Wollastonit kein traditioneller Heilstein ist und auch heute wenig im therapeutischen Bereich zu finden ist, sind entsprechende Erfahrungen dünn gesät. Angeblich kann dieses Ketten-Silikat energetische Einflüsse filtern, die von außen kommen, und so manipulative Bestrebungen mancher Mitmenschen erkennbar machen.

Zu sich selbst stehen

Nicht jeder Mensch hat die innere Stärke und das nötige Selbstvertrauen, einer unguten äußeren Beeinflussung zu widerstehen. Manchmal kommt sie schließlich ganz harmlos als wohlmeinender Hinweis oder Ratschlag daher, dessen destruktive Kritik und Zurechtweisung oft nur in der Rückschau durch die negativen Auswirkungen sichtbar werden.

Wer sich die Meinung anderer allzu sehr zu Herzen nimmt und ihr mehr Bedeutung beimisst, als den eigenen Überzeugungen, sollte Wollastonit als Heilstein in Erwägung ziehen. Denn er soll eine abschirmende Wirkung gegenüber emotionalen Angriffen zeigen und das Vertrauen in die eigenen Ansichten stärken. So kann sich eine innere Sicherheit festigen, die dabei hilft, endlich zu den persönlichen Überzeugungen zu stehen und diese, wenn nötig, auch standhaft und mutig zu verteidigen oder entschlossen umzusetzten.

Meditative Betrachtungen mit Wollastonit

Um eine bessere Standhaftigkeit und Entschlusskraft zu entwickeln, kann man Wollastonit regelmäßig für Meditationen nutzen. Idealerweise platziert man ein größeres Objekt direkt vor sich, sodass der Blick bequem auf ihm ruhen kann, wobei man ein verkrampftes “Anstarren” unbedingt vermeiden sollte. Bei dieser Übung können die Gedanken über das Wahrgenommene frei fließen und sich von den alltäglichen Belangen entfernen, sodass man mit dem notwendigen Abstand das Wesentliche wieder erkennen kann.

Meditation mit Körperkontakt

Kleinere Exemplare des Wollastonits kann man in die Hand nehmen oder beim Sitzen in den Schoß legen und dem Gefühl folgen, das dabei entsteht. Wer möchte kann den Heilstein auch zusätzlich betrachten und intensiver betasten.

Während einer liegenden Meditation ist eine Betrachtung des Heilsteins natürlich nicht möglich, hier sollte man Wollastonit entweder auf dem Solarplexus (Magen) oder auf der Brust (Herz, Lunge) platzieren. Ob mit oder ohne Hautkontakt, muss man individuell austesten.

Die Körperwahrnehmung verbessern

Körperlich soll Wollastonit einen basischen Stoffwechsel unterstützen, das Gewebe und die Haut stärken sowie bei Lungenproblemen (Bronchitis, Entzündungen) hilfreich sein. Außerdem soll er das körperliche Wachstum sowie eine bessere Körperhaltung fördern, die auch eine sichere Koordination der Bewegungen gewährleistet. Dadurch lässt sich im Idealfall ebenso die Körperwahrnehmung positiv verändern, sodass äußere Angriffe schon rein optisch an einer aufrechten Haltung und selbstbewussten Erscheinung abprallen.

Experimente erwünscht!

Da Wollastonit als Heilstein eher unbekannt und deshalb auch sicherlich nicht völlig erforscht ist, kann man sich hier auf experimentell eigene Wege begeben. Betrachtende Meditationen mithilfe größerer Mineral-Objekte benötigen keinen Körperkontakt und können somit für eine erste Erprobungsphase dienen. Kleinere Rohsteine lassen sich im Liegen gut auflegen, wobei sehr sensible Personen über der Kleidung beginnen und erst später den Hautkontakt versuchen sollten. Dabei können die Handflächen (Nebenchakras) ein erster Indikator sein. Danach kann man den Heilstein auch auf den Hauptchakras ausprobieren.

Grüngefärbter Wollastonit

Manchmal taucht Wollastonit grüngefärbt als Jade-Imitation im Handel auf. Obwohl man diese irreführende Schmuckstein-Kreation gemmologisch schnell identifizieren kann, sollte man manipulierte Minerale nur aus ästhetischen Gründen tragen und nicht therapeutisch verwenden. Der seriöse Handel zeigt solche farblichen Veränderungen mit dem Hinweis “gefärbt” an und informiert seine Kundschaft auch über falsche Benennungen (z. B. “Jade-Imitation” oder “gefärbter Wollastonit”). So kann man sich entsprechend der geplanten Nutzung entscheiden.

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