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Stein-Aspekt · Herkunft

Malachit Fundorte - Russland (Ural), Kongo, Namibia und 8800 Orte weltweit

Wo Malachit vorkommt - über 8800 dokumentierte Fundorte. Hauptvorkommen in Russland (Ural), Zaire/Kongo, Namibia, Chile. Mit Hinweis auf den Azurit-Verwandten.

Lesezeit ~5 Min Aktualisiert 18. Mai 2026 Zur Malachit-Übersicht
Malachit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

1

Welt-Klassiker

Russland (Ural), Zaire/Kongo, Namibia, Chile, Australien, USA.

2

Verwandtschaft

Mit Azurit zusammen - beide entstehen sekundär aus Kupfererz.

3

Statistik

Rund 8800 dokumentierte Fundorte weltweit (Stand 2010).

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Vorkommen des Malachits

Schätzungsweise rund 8800 Orte (Stand 2010) auf der Erde existieren, an denen man bereits Malachit gefunden hat. Da dieser Heilstein oft eher unscheinbar daherkommt, ist er auch nicht immer leicht zu entdecken.

In Deutschland wurden in der Vergangenheit bisher nur im Schwarzwald und Oberharz (Landkreis Schulenberg) einige schöne, erwähnenswerte Exemplare gefunden.

Bedeutende Vorkommen liegen traditionell immer noch in:

  • Russland (Ural) - der historische Klassiker, “Kupferberg-Herrin”
  • Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) - Hauptlieferant
  • Namibia - ebenfalls aus afrikanischen Vorkommen
  • Chile - südamerikanischer Klassiker

Aber auch andere Länder auf verschiedenen Kontinenten bauen nennenswerte Mengen an Malachit ab.

Weltweite Fundorte

Beispielsweise aus dem Südosten des Edelstein-Kontinents Australien (New South Wales) und aus den US-Bundesstaaten Arizona und New Mexiko stammen schöne Malachit-Exemplare für die Schmuckherstellung. Weitere Vorkommen liegen auf allen Kontinenten.

Europäische Vorkommen

Frankreich, Spanien, Portugal, Italien (Insel Elba), Großbritannien, Irland, Norwegen, Finnland, Belgien, Niederlande, Schweiz, Österreich, Rumänien, Ungarn, Bosnien, Slowenien, Slowakei…

Asiatische Vorkommen

China, Indien, Indonesien, Malaysia, Kambodscha, Kasachstan, Japan, Israel, Iran, Afghanistan, Mongolei, Taiwan, Thailand, Vietnam, Südkorea, Philippinen…

Afrikanische Vorkommen

Ägypten, Guatemala, Angola, Marokko, Sambia, Tunesien, Simbabwe, Südafrika…

Amerikanische Vorkommen

Argentinien, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Costa Rica, Kanada…

Außerdem gibt es Malachit-Funde auf den Kontinenten “Ozeanien” (Neuseeland) und “Antarktika” (Antarktis).

Wie entsteht Malachit?

Da Malachit als basisches Kupfer-Carbonat in der sogenannten “Oxidationszone” sekundär entsteht, gehört er zusammen mit seinem “Verwandten” Azurit zu den Leitmineralien. Diese weisen in der Geologie und im Bergbau auf begehrte Kupfererz-Lagerstätten hin. Vielfach kann Malachit dabei aus bis zu 70 Prozent Kupfer bestehen. Normalerweise besitzt er aber einen Kupfergehalt von etwa 57 Prozent.

Er bildet sich in einer Schicht des Bodens, die sich nahe an der Oberfläche der Erde (Oxidationszone) befindet. Während die kupferhaltigen Gesteine durch Regen- und Sickerwasser mit einem hohen Sauerstoff- und Kohlensäuregehalt verwittern, reagieren vor allem Kupfer-Schwefel-Verbindungen schnell mit den Anteilen an Carbonat des Wassers. So entsteht durch eine chemische Reaktion das Kupfererz “Azurit” und der wasserreichere “Malachit”.

Da sich Azurit durch Wasseraufnahme nach und nach in Malachit verwandelt, kann dieser Prozess an einem seltenen “Azurit-Malachit” anschaulich beobachtet werden. Hier zeigen die blauen und grünen Farbbereiche deutlich die Umwandlung des blauen Azurits in grünen Malachit.

Das Leitmineral “Malachit”

Eine Seltenheit ist dieses Kupfer-Mineral aus der Mineralklasse der Carbonate wahrhaft nicht, aber sein Grün ist für viele eine Augenweide. Malachit gehört zu den optisch beeindruckenden Schmucksteinen, obgleich er sich durch seine geringe Mohshärte von maximal 4 nicht wirklich dazu eignet.

Dieses Mineral kristallisiert im sogenannten “Monoklinen Kristallsystem” und entwickelt dabei zumeist dichte, knollige oder glaskopfartige Aggregate. Die oft auftretende, hell- und dunkelgrün gebänderte Zeichnung entsteht durch eine schalenartige Ablagerung während der “Sekundären Bildung” des Malachits.

In sehr seltenen Fällen können aber auch nadelige Büschel an Malachit-Kristallen entstehen, deren Nadeln unterschiedliche Grüntöne zeigen.

Bestimmungsmerkmale

  • Mohshärte 3,5 bis 4 - weich, leicht zerbrechlich
  • Dichte 3,6 bis über 4 - verhältnismäßig hoch
  • Strichfarbe hellgrün (selten zartes Kupferrot)
  • Vollkommene Spaltbarkeit - bricht leicht
  • Glasglanz bis Diamantglanz (poliert)
  • Transparenz: undurchsichtig, selten leicht durchscheinend
  • Monoklines Kristallsystem
  • Pleochroismus im grünen Bereich (Mehrfarbigkeit je nach Lichteinfall)

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