Was muss beim Tragen von Heilsteinen beachtet werden?
Vor dem direkten Hautkontakt sollte geklärt werden, ob Haut und Heilstein zusammenpassen. Einige Mineralien können allergische Reaktionen auslösen, besonders solche mit Metalleinlagerungen.
Steine mit hohem Nickelgehalt wie Millerit oder Bunsenit sollten gemieden werden, da viele Menschen auf Nickelverbindungen allergisch reagieren. Giftige Mineralien wie arsenhaltige oder bleihaltige Varianten gehören nur in fachkundige Hände.
Manche Edel- und Heilsteine reagieren auf Körperschweiß. Der Türkis beispielsweise kann in Verbindung mit Schweiß giftige Kupferverbindungen an die Haut abgeben. „Deshalb sollten Türkise besser über der Kleidung getragen werden oder in einer schützenden Fassung aus Edelmetall.”
Wieso sollten Heilsteine nicht in der Sonne liegen?
Nicht alle Heilsteine sind gleichermaßen empfindlich gegenüber Sonnenlicht. Ein Granat kann beispielsweise nach der Reinigung in der Morgen- oder Abendsonne aufgeladen werden, sollte aber pralle Sonne meiden.
Opale besitzen einen hohen Wassergehalt, der ihr beeindruckendes Opalisieren ermöglicht. „Durch Wärme und trockene Raumluft können diese Schönheiten mit der Zeit diese Wasserreserven verlieren.” Die Sonne beschleunigt diesen Prozess.
Viele Edel- und Heilsteine verlieren ihre Farbe bei zu langer Sonneneinstrahlung, einschließlich aller Chalcedone.
Die Radioaktivität der Mineralien
Einige Heilsteine strahlen von Natur aus radioaktiv, etwa Zirkon, Ekanit und Monazit. Die Gefahr, solche Steine zu kaufen, ist jedoch relativ gering.
Bei künstlich bestrahlten Heilsteinen zeigt sich oft eine sehr hohe Farbintensität, die keiner natürlichen Färbung entspricht. „Besonders teure und hochwertige Steine bergen die Gefahr, dass sie radioaktiv bestrahlt wurden.” Diamanten, Saphire, Topase und Turmaline werden häufig bestrahlt, um ihre Farbe und ihren Glanz hervorzuheben.
Einfärben und andere Manipulationen
Intensiv gefärbte Achate in Pink, Violett, Apfelgrün oder Leuchtblau sind immer künstlich eingefärbt. „Das Achat-Färben hat eine lange Tradition und wurde schon in der Antike praktiziert.”
Die Industrie verwendet Kunststoffe, Glas, Öle und Wachs, um beschädigte Steine zu reparieren. Risse werden unsichtbar gemacht, und Dubletten oder Tripletten können schwer zu erkennen sein, wenn sie gefasst sind. Besondere Vorsicht ist bei günstigen Opalen in Metallfassungen geboten, die möglicherweise Dubletten darstellen.