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Stein-Aspekt · Bedeutung

Granat Bedeutung - "Granum" das Korn, Karfunkel und das Feuer der Verwandlung

Was Granat symbolisiert - der Name "granum" für die körnige Struktur, die mittelalterliche Karfunkel-Tradition und das "Feuer der Verwandlung" im indisch-buddhistischen Glauben.

Lesezeit ~5 Min Aktualisiert 19. Mai 2026 Zur Granat-Übersicht
Granat - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

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Name

Lateinisch "granum" = Korn - bezogen auf die körnige Kristallstruktur, nicht auf die Farbe.

2

Mittelalter

"Karfunkel" = "rötlich funkelnder Schmuckstein", vom mittelhochdeutschen "Karbunkel" (lat. carbunculus = kleine glühende Kohle).

3

Indien

"Heilige Steine" für das "Feuer der Verwandlung" - Buddhismus.

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“Granum” das Korn - “Granat” der Körnige

Die Bezeichnung „Granat” steht für eine sehr große Familie von Mineralien, die eine charakteristische „körnige” Granat-Kristallstruktur zeigen. Dies erklärt, warum es so viele Varietäten und unterschiedliche Farben dieses Heilsteins gibt.

Viele verbinden mit Granaten natürlich das typische „Granatrot”. Allerdings ist es eher eine zufällige Erscheinung, dass auch der sogenannte „Punica granatum” als Granatapfel oft ebenfalls dieses Rot besitzt.

Denn auch hier bezieht sich der lateinische Begriff granum auf das „körnige” Innenleben der besagten Frucht - und nicht auf die Farbe. Trotzdem denkt selten jemand an die körnige Struktur, sondern immer an die Farbe, wenn man den Begriff „Granat” hört.

”Karfunkel” - rötlich funkelnder Schmuckstein

Als ganz besondere Schutzsteine schmückten die verschiedenen Granat-Varietäten schon früh Könige und Kaiser. Allerdings waren hier die symbolträchtigen Rottöne als „Karfunkel-Steine” besonders begehrt - denn Purpurfarben waren einzig dem königlichen Herrscher vorbehalten.

Die Bezeichnung „Karfunkel” bezieht sich nicht allein auf rote Granate, denn sie stammt vom mittelhochdeutschen „Karbunkel” (lateinisch carbunculus = „kleine glühende Kohle”) ab und bedeutet einfach „rötlich funkelnder Schmuckstein”.

Vermutlich hat das schmückende, funkelnde Erscheinungsbild dieser Edel- und Schmucksteine später den Begriff „Karfunkel” geprägt, nach der Assoziation „Funke” oder „Funkeln”.

Zu den begehrten roten Edel- und Schmucksteinen zählten im 12. Jahrhundert neben den roten Granat-Varietäten auch der feurige Rubin und der rote Spinell. Deshalb wurden alle drei Mineralien im Mittelalter unter dem Sammelbegriff „Karfunkel” zusammengefasst - in Aufzeichnungen ist nicht immer eindeutig, welcher Stein gemeint ist.

Indien und Buddhismus - das “Feuer der Verwandlung”

Im alten Indien und im Buddhismus waren die Menschen davon überzeugt, dass das Leuchten und der besondere Glanz des Granats aus dem inneren Kern des Steins kommen musste. Deshalb standen diese „Heiligen Steine” für das „Feuer der Verwandlung”.

Diese Symbolik prägt die spirituelle Bedeutung des Granats bis heute - er gilt als Stein für Menschen, die Veränderung oder gar Umwälzungen ins Auge blicken müssen.

Granat als Symbol für Freundschaft und Treue

Besonders rote Granate waren Symbole für Freundschaft, Treue und Vertrauen - so sehr, dass Kreuzritter diese Schmucksteine oft bei sich trugen, wenn sie zusammen ihre gefährlichen Missionen ins sogenannte „Heilige Land” antraten. Man hoffte auf treue Kameradschaft im Kampf, die Hilfe Gottes und den Schutz eines wundersamen roten Edelsteins.

Auch bei den Wikingern spielte Granat eine besondere Rolle - als Grabbeigabe sollten Granate den Verstorbenen den Weg nach Walhalla erleichtern.

Häufige Fragen

Woher kommt der Name "Granat"?
Die Bezeichnung „Granat" steht für eine Mineralien-Familie, die eine charakteristische „körnige" Kristallstruktur zeigt. Vom lateinischen granum = „Korn" - und nicht etwa von der Farbe. Auch der Granatapfel (Punica granatum) ist nach dem körnigen Innenleben benannt, nicht nach dem typischen Rot.
Was bedeutet "Karfunkel"?
Die Bezeichnung „Karfunkel" stammt vom mittelhochdeutschen Karbunkel (lateinisch carbunculus = „kleine glühende Kohle") und bedeutet einfach „rötlich funkelnder Schmuckstein". Vermutlich hat das funkelnde Erscheinungsbild dieser Edelsteine später den Begriff geprägt - nach der Assoziation „Funke" oder „Funkeln".
Welche Bedeutung hatte Granat in Indien?
Im alten Indien und im Buddhismus waren die Menschen davon überzeugt, dass das Leuchten und der besondere Glanz des Granats aus dem inneren Kern des Steins kommen musste. Deshalb standen diese „Heiligen Steine" für das „Feuer der Verwandlung".

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