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Stein-Aspekt · Herkunft

Mondstein Fundorte - Sri Lanka, Indien, Brasilien und die USA

Wo Mondstein vorkommt - und wie der Fundort über Färbung und Qualität entscheidet.

Lesezeit ~5 Min Aktualisiert 16. Mai 2026 Zur Mondstein-Übersicht
Mondstein - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

1

Beste Qualität

Sri Lanka, Brasilien, Madagaskar - bläulich schimmernde Spitzen-Mondsteine.

2

Warmer Schimmer

Indien - orangefarbenes Schimmern, weniger transparent, dafür wärmer.

3

Vielfalt

USA als wahres Mondstein-Paradies, daneben Europa, Australien, Myanmar, Tansania.

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Wo findet man Mondstein?

Mondsteine gehören im Allgemeinen nicht zu den sehr seltenen Heilsteinen. Man kann sie rund um den Globus finden. Allerdings spielt der Fundort eine wesentliche Rolle bei der jeweiligen Färbung des Heilsteins. Als besonders wertvoll und hochwertig gelten die begehrten, blau schimmernden Mondsteine aus Sri Lanka, Brasilien oder Madagaskar.

Beste Qualität mit kaltem Schimmer

Der klassisch milchweiße, fast transparente Mondstein stammt dabei oft aus Sri Lanka, denn er zeigt hier den leicht bläulich schimmernden Glanz in Perfektion. Aber auch die weiße Varietät aus Brasilien ist nicht zu verachten.

Ein warmer Mondstein-Schimmer

Mondsteine aus Indien besitzen anscheinend nicht so viele Liebhaberinnen, denn sie wirken oft nicht so beeindruckend mystisch, wie die bläulichen, kühlen Exemplare. Indische Mondsteine sind meistens trüb bis maximal durchscheinend und zeigen flockenartige Licht- und Schattenspiele. Allerdings besitzt die indische Varietät ein angenehmes orangefarbenes Schimmern, das eine größere Wärme vermittelt und zu helleren Hauttypen besonders gut passt.

Weitere Fundorte des Mondsteins

In Europa haben vor allem Österreich (Tirol, Ober- und Niederösterreich), Polen (Niederschlesien) und Norwegen erwähnenswerte Mondsteine zu bieten.

Die Vereinigten Staaten sind dagegen ein wahres Paradies für alle, die auf der Suche nach besonderen Mondsteinen sind. Dort findet man nicht nur viele, sondern auch besonders attraktive Exemplare. Vor allem Cambria, Cleveland und Danbury (Connecticut) sowie Coosa County und Moonstone Beach (Kingston) North Carolina werden mit Mondsteinen in Verbindung gebracht.

Australien hat die qualitativ besten Mondstein-Vorkommen im Raum Queensland und auch im Northern Territory zu bieten. Weitere lukrative Fundorte existieren in Myanmar und Tansania.

Erkennungsmerkmale des Mondsteins

Mineralogisch gesehen gehört Mondstein in die Feldspat-Familie und zur Mineralklasse der Gerüst-Silikate. Je nach Fundort erscheint er als Varietät mit verschieden hohem Gehalt an Orthoklas- (Adular), Albit- (Natrium-Feldspat) oder sehr selten Labradorit-Schichten. Alle drei Gesteinsarten gehören zur Feldspat-Familie und sind auch als eigenständige Heilsteine zu finden.

Entstehung und Kristallsysteme

Der primär gebildete Schmuckstein entsteht in Pegmatiten und zeigt sich nach der Entmischung und langsamen Abkühlung der Schmelze als “Perthit” oder “Antiperthit”. Dabei entscheidet das Mengenverhältnis von Natrium und Kalium, ob Albit dominiert (Antiperthit) oder Orthoklas bzw. Mikroklin (Perthit). Diese Dominanz entscheidet schließlich auch über das Kristallsystem. Meistens kristallisiert Mondstein im “Monoklinen Kristallsystem”, wenn der monokline Orthoklas-Anteil überwiegt. Sobald aber der trikline Feldspat (Albit, Mikroklin, selten auch Labradorit) den größeren Anteil ausmacht, ist selten auch eine Kristallisation im “Triklinen Kristallsystem” möglich.

Bestimmungsmerkmale des Mondsteins

Mondstein erreicht eine Härte zwischen 6 und 6,5 auf der Mohshärte-Skala. Seine Dichte liegt bei 2,56 bis 2,62 und die Spaltbarkeit ist durch seine Lamellenstruktur vollkommen ausgeprägt. Deshalb findet man Mondstein schon in seinem natürlichen Umfeld als Spaltstücke mit typisch unebenen Bruchstellen. Die Strichfarbe dieses Heilsteins ist immer weiß, auch wenn seine Farbpalette von farblos, weiß und grau bis zu zarten Rot-, Orange-, Gelbbraun- bis Grüntönen reicht. Die Transparenz des Mondsteins kann dabei durchscheinend bis leicht durchsichtig sein.

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