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Ratgeber · Sicherheit

Heilsteine und Mineralien selbst suchen - aber die Gesetze beachten!

Schöne Edel- und Heilsteine finden sich nicht nur in fernen Ländern. Deutschland sowie die Nachbarländer Österreich und Schweiz beherbergen noch immer einige Vorkommen.

heilstein.de Redaktion 4 Min Lesezeit Veröffentlicht 4. Mai 2022 · Aktualisiert 17. Mai 2026
Heilsteine und Mineralien selbst suchen - aber die Gesetze beachten!

Einführung

Schöne Edel- und Heilsteine finden sich nicht nur in fernen Ländern. Deutschland sowie die Nachbarländer Österreich und Schweiz beherbergen noch immer einige Vorkommen. „Im Habachtal, einem Tal der Hohen Tauern im Pinzgau, wurden sogar schon Smaragde gefunden.” Allerdings erfordert dies großes Glück.

In Deutschland können viele bekannte Heilsteine noch immer entdeckt werden. Einige Regionen verbergen Achate oder Topase. Der Bernstein zählt zu den bekanntesten Heilsteinen und wird vor allem an den Ostseeküsten gefunden.

Die Regeln beim Heilstein- und Mineraliensammeln

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist nicht unbegrenztes Graben und Schürfen erlaubt. Viele Fundorte liegen in „Landschafts- oder Naturschutzgebieten.”

Der Schneckenstein im Vogtland ist ein Beispiel: Dort wurde lange Zeit der Heilstein Topas als zart-gelber Pyknit abgebaut - eine mineralische Besonderheit, die Schmuckstücke von Fürsten zierte und in die englische Königskrone eingearbeitet wurde.

Steinbrüche, Kiesgruben und Tagebau-Gebiete sind beliebte Orte für Mineraliensucher. Teilnahme an Führungen von ortskundigen Geologen bietet rechtliche Sicherheit.

Welche Heilsteine werden in Deutschland gefunden?

Zu den in Deutschland gefundenen Kristallen gehören Achate, Amethyste, Rauchquarze und Bergkristalle. Ein großer Teil befindet sich noch in den Edelstein-Minen des Steinkaulenbergs in der Nähe von Idar-Oberstein, einer der größten Achat-Fundstellen Europas.

Besucher können hier legal ihr Glück versuchen. Ein Stollen mit extra angelegten Schürffeldern kann gebucht werden. „Vorab muss zwingend eine Anmeldung und Reservierung erfolgen.” Ein spontaner Besuch ist nicht möglich.

Wo lohnt sich die Suche noch?

Kalksteinbruch Rüdersdorf

Das Kalksteinwerk Rüdersdorf bei Berlin bietet geologische Führungen (ab 6 Jahren empfohlen) mit Fossiliensuche im Museumspark an. Voranmeldung ist erforderlich.

„Grube Clara”

Ein Highlight für Heilstein-Suchende ist die Mineralienhalde „Grube Clara” im Schwarzwald bei Wolfach-Kirnbach. „Über 400 verschiedene Mineralien wurden in der Grube in Oberwolfach inzwischen gefunden (Stand 2021).”

Heilsteine der Grube Clara: Azurit, Baryt, Calcit, Chrysokoll, Fluorit, Hämatit, Magnesit, Malachit, Pyrit, Quarz und Rhodochrosit

Nebengesteinskomponen­ten: Albit, Almandin, Dravit, Magnetit, Muskovit, Prehnit, Orthoklas, Schörl und Zirkon

Zudem wurden gediegenes Gold, Silber, Kupfer, Quecksilber, Schwefel und Wismut gefunden.

Die Website der Grube Clara zeigt wunderschöne Mineralien-Fotos und bietet einen Mineralienatlas.

Bernsteinfischen an der Nord- und Ostsee

Die Jahreszeiten beeinflussen die Ausbeute erheblich. Für Bernsteinfunde sollten Herbst und Frühling mit ihren stürmischen Winden genutzt werden. Der starke Wellengang wirbelt beschwerend wirkende Sandschichten auf, sodass Bernstein frei schweben und an den Strand gespült wird.

„Wenn der Wind kräftig aus nördlicher Richtung weht, werden die Bernsteine mit großer Sicherheit freigelegt.”

Die Deutsche Edelsteinstraße

Die 1974 entstandene „Deutsche Edelsteinstraße” ist weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Die etwa 70 km lange Strecke beginnt und endet in Idar-Oberstein an der Nahe und verbindet Landschaften, die durch Edelsteinabbau geprägt wurden.

Besucher können das „Deutsche Edelsteinmuseum”, die „Deutsche Edelsteinbörse” und eine Edelstein-Erlebniswelt besuchen. Ein Museumsstollen dokumentiert den ehemaligen Achat-Abbau, und zahlreiche kleine Edelsteinbetriebe und Schleifereien laden zum Verweilen ein.

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