heilstein.de Logo heilstein.de
Ratgeber · Sicherheit

Ungeeignete Steine für ein Heilsteinwasser

Heilsteine besitzen im Allgemeinen viele gute Eigenschaften, aber einige sind für ein direktes Einlegen in Wasser und eine Herstellung von Heilsteinwasser vollkommen ungeeignet oder sogar giftig.

heilstein.de Redaktion 4 Min Lesezeit Veröffentlicht 8. Oktober 2020 · Aktualisiert 16. Mai 2026
Ungeeignete Steine für ein Heilsteinwasser

Heilsteine besitzen im Allgemeinen viele gute Eigenschaften, aber einige sind für ein direktes Einlegen in Wasser und eine Herstellung von Heilsteinwasser vollkommen ungeeignet oder sogar giftig. Beim Tragen auf der Haut, als Schmuckstein in einer attraktiven Edelmetallfassung oder zum Auflegen, stellen diese Heilsteine keine Gefahr dar.

Kommen diese Steine jedoch mit Wasser in Berührung, können sie als „Trinkwasser” beispielsweise allergische Reaktionen auslösen oder im schlimmsten Fall sogar hochgiftig sein. Deshalb sollte man zur Herstellung von Heilsteinwasser immer erprobte und von der Steinheilkunde empfohlene Exemplare verwenden.

Vor dem Kauf informieren und prüfen

Wer sich einen bestimmten Heilstein kaufen möchte, sollte sich im Vorfeld sehr genau über die Zusammensetzung des Steines informieren.

Folgende Frage muss vorab geklärt werden:

Ist dieser gewählte Edel- oder Heilstein überhaupt für die Herstellung von Heilsteinwasser geeignet?

Selbst bei einem Wasserdampf-Verfahren kommen die Heilsteine direkt mit Wasser in Berührung. Daher ist es von Bedeutung, ob es sich um unbedenkliche oder ungeeignete, gefährliche Steine handelt. Beim Kauf ist außerdem wichtig, die Herkunft des Heilsteins zu kennen. Ein Zertifikat kann zum einen die Echtheit und die Herkunft beweisen, bzw. garantieren. Im seriösen Handel wird auch darauf hingewiesen, ob die Steine vorbehandelt oder vielleicht sogar manipuliert (gefärbt, bestrahlt) wurden.

Gefährliches „Heilsteinwasser”

Bedenkliche Behandlungsmethoden

Die Praxis, dass Heilsteine mit allerlei Chemikalien behandelt werden, damit sie beispielsweise schöner glänzen, kommt immer wieder vor. Bevorzugt werden bei dieser „Schönheitsbehandlung” zahlreiche Öle und Wachse verwendet. Es gibt zudem Steine, die mit Kunstharzen gefüllt oder radioaktiv bestrahlt werden.

Für einen Laien sind diese zweifelhaften und zum Teil hochgefährlichen Methoden nicht zu erkennen. Wer aus diesen behandelten Steinen „Heilsteinwasser” herstellt, kann seiner Gesundheit großen Schaden zufügen. Deshalb muss immer darauf geachtet werden, dass naturbelassene und geeignete Steine verwendet werden. Wenn der Verkauf keine Angaben zur „Natürlichkeit” der Steine machen will oder kann, sollte man besser keinen Kauf tätigen.

Viele namhafte Heilsteine sind ungeeignet

Vielfach wird die Gefahr beim Verwenden von bekannten Heilsteinen zur Herstellung von Heilsteinwasser unterschätzt. Beispielsweise ist der beliebte und wirksame Türkis als „Wasserstein” gänzlich ungeeignet. Das Gleiche gilt für das Tigerauge, das ebenfalls nicht mit Wasser in Verbindung gebracht werden darf. Das Tigerauge hat zwar einen wunderschönen Schimmer, enthält aber giftige Substanzen, die sich im Wasser lösen können.

Der grüne Malachit und der schöne, blaue Azurit sind bekannte Heilsteine, die bei einer Entgiften des Körpers verwendet werden. Die enthaltenen Kupferverbindungen sind allerdings in gelöster Form ebenfalls giftig. Diese Steine sollten daher nur als Schmuck- oder Heilssteine zum Auflegen oder Tragen genutzt werden. Auch der Magnetit wird gerne zur Entschlackung verwendet. Als Wasserstein kann er jedoch für diejenigen gefährlich werden, die Probleme mit der Schilddrüse haben. Außerdem kann eine starke innere Unruhe und sogar Schlaflosigkeit ausgelöst werden, wenn Magnetit-Wasser getrunken wird.

Fazit:

Heilsteine werden in der Steinheilkunde vielfältig verwendet. Allerdings sind nicht alle für die Herstellung von Heilsteinwasser geeignet. Daher ist es wichtig, die im Handel oft angebotenen Steinmischungen, nach den oben genannten Kriterien, genau zu prüfen.

Selbst wenn diese als sogenannte „Wassersteine” deklariert werden, kann der Laie bei diesen Mischungen aus verschiedenen Heilsteinen oft unmöglich erkennen, ob sich darunter auch ungeeignete oder gar gefährliche Steine befinden. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, lässt sich eine gesunde Heilsteinmischung von einem Heilstein-Experten zusammenstellen.

Wer bei diesem Thema aber grundsätzlich eher unsicher ist, sollte seinen Lieblingsstein am Besten nur äußerlich und als Schmuckstein verwenden.

Passend dazu

Produkte bei Pranahaus

Handverlesene, verfügbare Artikel rund um dieses Thema – direkt bei Pranahaus erhältlich.

* Affiliate-Links. Du zahlst denselben Preis, wir erhalten eine kleine Provision.

Weiterlesen

Mehr aus dem Ratgeber

Zwei herzförmige Amethyst-Geoden aus Uruguay, ausgestellt auf Stativen
Uruguay Minerals

Kultur

Herz-Amethyst aus Uruguay

In einer Mine bei Artigas im Norden Uruguays spaltete ein Bergmann einen unscheinbaren Brocken - und legte zwei spiegelgleiche, von Amethyst-Kristallen ausgekleidete Herzen frei. Die Geschichte eines Naturwunders, das Sammler weltweit elektrisierte.

5 Min · 11. Juni 2026

Die Erscheinungsformen der Edel- und Heilsteine - Schliffe und Formen
Foto: Humanfeather / Michelle Jo, Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Grundlagen

Erscheinungsformen & Schliffe

Wer schon einmal eine Mineralien- und Edelstein-Messe besucht hat, musste sicherlich über die große Vielfalt und die unterschiedlichen Erscheinungsformen der Hauptdarsteller dort staunen.

12 Min · 5. Juni 2026

Mittelalterliche Hildegard-von-Bingen-Illumination - Heilsteine im Mittelalter
Illumination aus dem Liber Scivias (gemeinfrei)

Kultur

Heilsteine im Mittelalter - die Hochzeit der Steinheilkunde

Das Mittelalter gilt als die eigentliche „Hochzeit" der Heilsteine in Europa. In den Lapidarien der Gelehrten und hinter den Mauern der Klöster wurde das antike Wissen bewahrt, abgeschrieben und zu einer eigenen Steinheilkunde ausgebaut.

9 Min · 5. Juni 2026