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Stein-Aspekt · Kaufen

Türkis kaufen - Imprägnierungen, Rekonstruktionen und das Zertifikat

Worauf du beim Kauf eines Türkises achtest - Imprägnierung mit Wachs/Öl ist Standard, Howlith-Imitate erkennen. Gemmologisches Zertifikat ist Pflicht.

Lesezeit ~7 Min Aktualisiert 18. Mai 2026 Zur Türkis-Übersicht
Türkis - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

1

Echtheit

Naturbelassene Türkise sind selten und teuer - Pastelltöne authentischer als knallige.

2

Vermeiden

Gefärbter Howlith, "Türkenit"-Magnesit, "Wiener Türkis" - alles Fälschungen.

3

Wichtig

Gemmologisches Zertifikat einfordern, vor allem für Heilstein-Nutzung.

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Türkis kaufen

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Manipulationen und Türkis-Imitate

Da Türkis sehr beliebt ist, aber in der Natur in bester Qualität nur selten zu finden ist, hilft man schon lange künstlich nach, um den Bedarf zu decken. So muss man nicht nur Verwechslungen mit anderen Schmuck- und Heilsteinen umschiffen, sondern auch noch sehr attraktiven, farbkräftigen Imitaten oder manipulierten Steinen widerstehen.

Denn nicht jeder “türkisfarbene Türkis” ist auch ein echter Türkis!

Manipulierter Türkis

Da die natürliche Farbe vieler Türkise im Pastelltürkis-Bereich liegt und dieser Schmuck- und Heilstein von Natur aus ziemlich porös ist, sind verschönernde Maßnahmen schon lange üblich.

Meistens wird er für die Schmuckherstellung imprägniert und dadurch auch für den Gebrauch als Schmuckstein stabilisiert.

So behandelt man echte Türkis-Steine mit:

  • Farbigem Wachs oder Öl
  • Kunststoffüberzügen

Allerdings erwirbt man hier wenigstens einen echten Türkis, der als Schmuckstein besonders beeindruckt, doch durch die Manipulationen ist er für therapeutische Zwecke leider unbrauchbar geworden.

Falscher “Türkis”

Selbst gefärbter Türkis ist immerhin noch recht teuer, da die Steine schließlich echt sind. Deshalb existieren nicht erst seit gestern ebenso intensiv türkisfarbene Schmuckstein-Erscheinungen auf dem Markt. Ihre Vielfalt ist so groß, dass man beim Türkis-Kauf ganz besonders achtsam sein sollte.

Echte Mineralien als Imitate und Modeschmuck-Steine

Eine bewährte Methode, um Türkis-Imitate herzustellen, ist das Einfärben von:

  • Howlith (Borat) - sehr häufig
  • Calcit (Calciumcarbonat) - günstige Variante
  • Chalcedon (Quarz) - robust
  • Magnesit (Carbonat) - als “Türkenit”

Der sogenannte “Wiener Türkis” aus dem 19. bis Anfang 20. Jahrhundert ist inzwischen “historisch”, aber nichts desto trotz ein Imitat. Die türkisfarbene, künstlich hergestellte Schmuckstein-Kreation besteht in Wahrheit aus ausgefälltem und gepresstem Aluminiumorthophosphat.

Doch die Türkis-Imitate aus Porzellan, Glas, Kunststoff oder Kunstharz haben wahrlich nichts mehr mit echten Schmuck- und schon gar nichts mit Heilsteinen zu tun. Sie taugen lediglich für imposante Modeschmuck-Kreationen.

Türkis-Rekonstruktionen

Eine besondere Erfindung der Schmuckstein-Herstellung sind außerdem “Pseudo-Schmucksteine”, die sich in diesem Beispiel aus Türkis-Bruchstücken und Türkis-Staub zusammensetzen.

Als sogenannter “rekonstruierter Türkis” erscheint dieser Pseudostein als eine Mischung aus echten Türkis-Bestandteilen, Silicium und alles verklebendem Kunstharz auf dem Markt. Diese Rekonstruktionen besitzen die gleiche Härte von 5 bis 6 wie ein natürlicher “Monolith-Türkis”, allerdings gewährleistet diese Technik eine höhere Widerstandsfähigkeit im Gebrauch als Schmuckstein.

Andere Schmuck- und Heilsteine in Türkis

Nicht nur der Namensgeber “Türkis” hat ein kräftiges Blaugrün zu bieten, auch einige Schmuck- und Heilsteine zeigen eine ähnliche Farbe:

  • Chrysokoll (Kupfer-Ring-Silikat) - sehr ähnlich
  • Pseudomalachit (Kupfer-Phosphat) - täuschend ähnlich
  • Amazonit (grüner, bleihaltiger Feldspat)
  • Lazulith und Variscit (Phosphate)
  • Smithsonit (Zink-Carbonat)
  • Hemimorphit (Zink-Silikat)
  • Vivanit (Eisen-Phosphat)

Echtheit überprüfen

Bestimmungsmerkmale eines echten Türkises:

  • Mohshärte 5-6 - weich, mit Stahlmesser kratzbar
  • Dichte 2,6-2,9 - etwas leichter als die meisten Kupfer-Mineralien
  • Strichfarbe hellgrünlich - wichtig zur Unterscheidung
  • Transparenz opak (undurchsichtig)
  • Matt bis maximal Wachsglanz
  • Trikline Kristallstruktur (sichtbar nur im Labor)

Gemmologische Untersuchung - Pflicht für Heilstein

Aus den oben erwähnten Gründen ist es immer wichtig, in einem vertrauenswürdigen und seriösen Handel einzukaufen. Es sollte dort eine Selbstverständlichkeit sein, die Echtheit des Schmuck- und Heilsteins durch ein “gemmologisches Zertifikat” zu bestätigen.

Bei einer dekorativen Verwendung spielt vor allem der optische Eindruck eine Rolle, sodass manipulierte, künstlich gezüchtete Imitate oder Fälschungen maximal finanzielle Folgen haben. Will man ein Mineral jedoch als Heilstein anwenden, sieht das Ganze schon anders aus. Für eine therapeutische Verwendung macht unechter oder manipulierter Türkis keinen Sinn, da die gewünschte Wirkung nicht vorhanden ist.

Preisrahmen

  • Naturbelassener Trommelstein (klein): 15–30 €
  • Anhänger (naturbelassen): 30–80 €
  • Cabochon-Ring mit echtem Türkis: 80–250 €+
  • Persischer Türkis (Spitzenqualität): mehrere hundert bis tausende €
  • Bisbee Blue (Arizona-Spitzenqualität): hochpreisig
  • Gefärbter Howlith als “Türkis”: 5-20 € (kein Heilstein!)

Wer einen Türkis als Heilstein nutzen möchte, sollte mit mindestens 30-50 € für einen kleinen naturbelassenen Trommelstein rechnen. Sehr günstige “Türkise” sind fast immer Imitate.

Häufige Fragen

Was sind die häufigsten Imitate?
Eine bewährte Methode, um Türkis-Imitate herzustellen, ist das Einfärben von beispielsweise Howlith (Borat), Calcit (Calciumcarbonat), Chalcedon (Quarz) oder Magnesit (Carbonat). Magnesit erscheint mitunter mit der Bezeichnung "Türkenit". Außerdem Imitate aus Porzellan, Glas, Kunststoff oder Kunstharz.
Was ist ein "rekonstruierter Türkis"?
Pseudo-Schmucksteine, die sich aus Türkis-Bruchstücken und Türkis-Staub zusammensetzen, mit Silicium und Kunstharz verklebt. Diese Rekonstruktionen besitzen die gleiche Härte wie ein natürlicher Türkis, sind aber für die Heilstein-Anwendung nicht geeignet.
Wie viel kostet echter Türkis?
Naturbelassene Türkise sind selten - Trommelsteine ab 15-30 €, Anhänger 30-80 €, Cabochon-Ringe mit echtem Türkis 80-250 €+. "Persischer Türkis" oder "Bisbee Blue" als Top-Qualitäten gehen in den dreistelligen bis tausenden Bereich. Sehr günstige "Türkise" sind fast immer gefärbter Howlith.

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