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Stein-Aspekt · Herkunft

Türkis Fundorte - Iran, USA (Arizona), China, Tibet und das Sinai

Wo Türkis vorkommt - historische Vorkommen im Sinai und Iran, moderne Hauptlieferanten USA (Arizona), China, Iran, Israel und Afghanistan.

Lesezeit ~5 Min Aktualisiert 18. Mai 2026 Zur Türkis-Übersicht
Türkis - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

1

Historisch

Sinai (Ägypten), Iran (Nishapur) - die ältesten Abbau-Regionen.

2

Hauptlieferanten heute

USA (Arizona - Bisbee), China, Iran, Israel, Afghanistan, Mexiko.

3

Besonderheit

"Bisbee Blue" aus Arizona, "Persischer Türkis" aus Iran - Top-Qualitäten.

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Türkis-Entstehung

Wenn Lösungen mit entsprechendem Kupfer-Gehalt auf Phosphat-Gesteine mit Aluminium-Gehalt einwirken können, entsteht in einer “Sekundären Bildung” Türkis in Rissen und Klüften als Füllung oder in Spalten als Überzug der vorhandenen Gesteinsflächen.

Das blaugrüne Mineral gehört als Kupfer-Aluminium-Phosphat in die Mineralklasse der “Phosphate, Arsenate, Vanadate”, wobei Aluminium im Kristallgefüge auch durch Eisen ersetzt sein kann (Substitution).

Hauptfundorte

Die wichtigsten Türkis-Vorkommen weltweit:

  • USA (Arizona - “Bisbee Blue”, New Mexico, Nevada)
  • Iran (“Persischer Türkis” aus der Region Nishapur - historisch berühmt)
  • China (Hubei-Provinz, große Mengen)
  • Israel (Sinai-Halbinsel, historisch)
  • Afghanistan
  • Mexiko
  • Russland (Ural)
  • Australien
  • Chile

Sogenannte “Türkisknollen” - die Arizona-Tradition

Natürlicherweise bildet Türkis oft Formen, die an Trauben und Knollen erinnern, aber auch massige, erdige Mineral-Aggregate kommen häufig vor.

Sogenannte “Türkisknollen” stammen meistens aus Arizona (USA) und erscheinen als Arizonoit insbesondere unter der Handelsbezeichnung “Bisbee Blue” (Fundort bei der amerikanischen Stadt “Bisbee”) im Handel.

Iran - die historische Spitzenqualität

Der “Persische Türkis” aus der Region um Nishapur (Iran) gilt seit Jahrhunderten als Spitzenqualität:

  • Sehr kräftige blaue Färbung
  • Wenig Matrix (Adern aus Trägergestein)
  • Einheitliche Farbe
  • Geringe Anfälligkeit für Verfärbungen

Im Osmanischen Reich war persischer Türkis der Standard für Schmuck und Architektur.

Native-American-Vorkommen

In den USA (Südwest) werden seit Jahrhunderten Türkise abgebaut, die in der Native-American-Schmuck-Tradition verarbeitet werden:

  • Arizona (Bisbee, Kingman) - bekannteste Vorkommen
  • New Mexico (Cerrillos, älteste US-Türkis-Mine)
  • Nevada (Sleeping Beauty, Lone Mountain)
  • Colorado

Diese amerikanischen Türkise haben oft einen charakteristischen Matrix-Look (mit dunklen Adern) - ein Merkmal, das in der Native-American-Schmucktradition geschätzt wird.

Die Türkis-Gruppe

Alle fünf Mitglieder der Türkis-Gruppe kristallisieren im “Triklinen Kristallsystem”, wobei die verschiedenen Minerale zwar die gleiche innerer Struktur zeigen, aber unterschiedliche Zusammensetzungen besitzen.

Neben dem Namensgeber “Türkis” selbst, gehören dazu:

  • Aheylit - Eisen-Aluminium-Phosphat
  • Faustit - zinkreich
  • Chalkosiderit - Kupfer-Eisen-Phosphat
  • Planerit - Aluminium-Phosphat

Sowohl Chalkosiderit als auch Planerit bilden mit Türkis Mischkristalle.

Die Entdeckung der Türkis-Kristallstruktur

Größere Kristalle, die man ohne Vergrößerung noch erkennen kann, sind extrem selten und maximal wenige Millimeter groß. Dann bildet Türkis einen raren prismatischen bis nadeligen Kristallhabitus, der in Sammelkreisen sehr begehrt ist und entsprechend monetär gehandelt wird.

Dass es größere Türkis-Monokristalle überhaupt gibt, weiss man seit dem Jahre 1912, als man in Virginia (USA) erstmals “Einkristalle” dieses Minerals fand. Es sollte noch bis ins Jahr 1965 dauern, bis der Türkis-Aufbau anhand dortiger Monokristall-Funde endlich in einer Strukturanalyse gänzlich geklärt war.

Bestimmungsmerkmale

Die Mohshärte von 5 bis 6 liegt bei Türkis im mittleren Bereich auf der Härte-Skala und mit einer Dichte von 2,6 bis 2,9 zeigt dieses Mineral eine gute bis vollkommene Spaltbarkeit.

Seine Bruchstellen sind uneben oder muschelig ausgeprägt und erreichen maximal Wachsglanz, denn meistens ist Türkis matt und in seiner Transparenz opak (undurchsichtig). Da der blau-grüne Türkis über eine Eigenfarbe verfügt, ist seine Strichfarbe seiner Erscheinungsfarbe angepasst und hellgrünlich.

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