Auf einen Blick
Hauptländer
Südafrika, Brasilien, Russland, Kanada, Australien - die größten Vorkommen.
Geologie
Entstehung in 800 km Tiefe; an die Oberfläche durch Kimberlit-Vulkanschlote.
Deutschland
Auch in Deutschland gefunden - im "Ries-Becken" (Nördlinger Ries).

Quick-Facts: Hauptländer
Die Original-Faktenbox listet:
- Südafrika
- Brasilien
- Russland
- Kanada
- Australien
Tertiäre Bildung - in 800 km Tiefe
Diamanten in der Größe von Schmucksteinen entstehen im Erdmantel in bis zu 800 Kilometern Tiefe.
In Tiefengesteinen - vermutlich Peridotit und Eklogit - bilden sich tertiär aus hexagonalem Kohlenstoff (Graphit) in einer schnellen Metamorphose Diamanten.
Ausschlaggebend dafür sind:
- eine enorme Hitze von über 1.200 °C (manche sprechen sogar von 2.000 °C)
- ein Atmosphären-Druck von mehr als 40.000
Diamant-fördernde Schlote
Erst durch spätere Vulkanausbrüche kommen Diamanten schließlich an die Erdoberfläche. So erklärt sich, dass die Abbaugebiete direkt in den Schloten erloschener Vulkane liegen.
Dabei scheinen einzig gasreiche Magmen mit der Zusammensetzung aus Kimberliten - oder seltener auch Lambroiten - die wertvollen Diamanten zu enthalten und an die Oberfläche zu transportieren.
Dieser Transport geschieht wahrscheinlich in wenigen Stunden, während die finale, eruptive Phase die Edelsteine schließlich in Überschallgeschwindigkeit nach draußen schleudert.
Die einstigen Schlote ermöglichen zuerst einen bequemeren Tagebau, der später immer weiter in die Tiefe reicht. Dieser Abbau findet hauptsächlich in Russland, Angola und Botswana statt.
Diamant-führende Gesteine
Verwittern Gesteine, die aus Eruptionen stammen, werden sie schließlich in leicht transportierbare Steine und Sand verwandelt. Diese lagern sich als Sedimente in Niederungen ab.
Bei der Entstehung sedimentärer Lagerstätten bleiben besonders reine Diamanten erhalten. Sedimentgesteine sind heute die Hauptfundorte von Diamanten in Edelstein-Qualität.
So liefern beispielsweise einige Schotterfelder von Flusstälern im Landesinneren von Südafrika und Namibia ebenso Diamanten wie:
- jüngere Schwemmböden an Flussmündungen
- wüstenähnliche Küstenstreifen am Meer
- selbst im sogenannten „Schelfmeer” (Festlandsockel) unterhalb der Meeresoberfläche
Diamanten auf allen Kontinenten
Allerdings wurden Diamanten inzwischen auf allen Kontinenten entdeckt.
Deutschland - der Ries-Becken-Fund
Sogar in Deutschland hat man beispielsweise im tiefer liegenden, nördlichen „Ries-Becken” Diamanten gefunden - eine Besonderheit der deutschen Geologie!
”Außerirdische Diamanten” - die Zukunft der Sterne
Neueste astronomische Forschungen zeigen, dass sich irgendwann alle Sterne - somit auch unsere Sonne - in sehr ferner Zukunft in gigantische Diamant-Kristalle verwandeln könnten.
Als erloschene sogenannte „Weiße Zwerge” blieben dann nur noch kalte Kristalle übrig, so die Theorie. Spätestens nach der Entdeckung „außerirdischer Diamanten” gibt es noch viel zu klären in der Diamant-Forschung.
Häufige Fragen
Wo gibt es die größten Diamant-Vorkommen?
Wie entstehen Diamanten?
Wurden Diamanten auch in Deutschland gefunden?
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