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Stein-Aspekt · Kaufen

Diamant kaufen - Zertifikat, 4 Cs, Imitate und Manipulationen

Was beim Diamantkauf wichtig ist - beglaubigtes Zertifikat ist Pflicht, die 4 Cs (Carat, Color, Clarity, Cut), Achtung vor Zirkonia/YAG/Strass-Imitaten und manipulierten Steinen.

Lesezeit ~6 Min Aktualisiert 9. Juni 2026 Zur Diamant-Übersicht
Diamant - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

1

Zertifikat

Beim Kauf eines teuren Diamanten ist ein beglaubigtes Zertifikat Pflicht.

2

Imitate

Zirkonia, YAG (Yttriumaluminat), Strass (Bleiglas) als häufige Diamant-Imitate.

3

Heilstein

Für Heilstein-Anwendung: lieber günstiger Rohdiamant als manipulierter Schmuckstein.

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Vier Hauptkriterien für die Klassifizierung von Diamanten

Die Bewertung der Diamanten-Qualität ist nicht leicht. Sehr viele verschiedene Kriterien spielen hier eine Rolle, die nur Fachleute durchschauen. Die wichtigsten und verständlichsten sind wie bei allen Edelsteinen Größe, Farbe, Reinheit und Schliff.

Allein das Reinheitskriterium ist in 11 Qualitätsgruppen eingeteilt, von lupenrein (fl=flawless) bis Piqué III (pi3=Pikee III) mit ganz deutlich sichtbaren Einschlüssen.

Größe - carat

Die Größe des Edelsteins wird in Karat (carat) angegeben und ist das erste entscheidende Kriterium, ob ein Rohdiamant überhaupt für ein Schleifen geeignet ist. Sehr große Funde wurden und werden je nach Kristallaufbau und Unversehrtheit auch in kleinere Stücke gespaltet, um lukrative Steine daraus herzustellen.

Farbe - color

Das zweite wesentliche Kriterium ist die Färbung. Die Farbe (color) des Steines kann allerdings auch je nach Zeitgeschmack, beziehungsweise Nachfrage künstlich beeinflusst werden (Bestrahlung,Wärmebehandlungen). Besonders wertvoll sind besonders selten natürlich vorkommende Farbvarianten. Rote Diamanten sind noch seltener als blaue und natürliche grüne Steine (auch durch Strahlungsdefekte verursacht) gibt es kaum.

Reinheit - clarity

Die Reinheit (clarity) ist für viele Edelstein- und Schmuckanbieter ganz besonders wichtig. Besonders reine, farblose Steine sind in einer hochwertigen Schmuckherstellung Bedingung. Für die Klassifizierung der Reinheit gibt es strenge Richtlinien.

Schliff - cut

Der Schliff (cut) entscheidet über die Brillanz (Lichtreflexionen), den Glanz und die Farbstreuung des fertigen Schmucksteines. Das Ziel des Diamanten-Schleifers ist die angelegten Qualitäten des Edelsteins durch den geeigneten Schliff besonders zur Geltung zu bringen. Die hohe Lichtbrechung (auch “Feuer” genannt) soll möglichst beeindruckend auf den Betrachter wirken.

Dabei sind nur echte Diamanten mit einem Brillant-Schliff auch Brillanten. Alle anderen Schmuck- und Edelsteine mit diesem Schliff dürfen nicht den Zusatz “Brillant” tragen. So muss ein Diamant-Imitat aus beispielsweise Zirkonia (Zirkonoxid) mit dem typischen Diamant-Schliff immer als “Zirkonia im Brillantschliff” ausgeschrieben sein, damit keine falschen Hoffnungen aufkommen.

Weitere Kriterien für die Bewertung von Diamanten sind Glanz, Lichtstreuung und Lichtbrechung.

Imitationen für Industrie und Schmuckherstellung

Je wertvoller und begehrter ein Edelstein ist, umso häufiger sind auf dem Markt natürlich lukrative Imitationen und Fälschungen zu finden. Für den Diamanten sind viele verschiedenste Varianten im Umlauf.

Industriediamanten

Im Jahre 1953 gelang es erstmals Diamanten synthetisch herzustellen. Inzwischen hat man unterschiedliche Herstellungsverfahren entwickelt und ist in der Forschung noch lange nicht am Ende angekommen. Die geläufigsten Verfahren sind das für Unkundige noch verständliche Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren, das seit dem Jahre 1955 zur Herstellung künstlicher Diamanten verwendet wird. Die Detonations- und Schockwellensynthese gestalten sich schon schwieriger im Verständnis und erschaffen jeweils Industriediamanten, die ebenso hart wie ihre natürlichen Pendants sind. Industriell hergestellte Diamanten sind wertvolle Roh- und Werkstoffe für die Industrie (Diamant-Pulver für Beschichtungen und Schleif-, bzw. Polierprozesse) und viele Bereiche der Forschung (Nanodiamanten). Diamantpulver aus natürlichen Edelsteinen ist selten im Einsatz, da es dementsprechend teuer ist.

Imitationen für die Schmuckindustrie

Durch komplizierte weitere Verfahren entstehen jedoch nicht nur künstliche Diamanten, deren Aussehen in Farbe, Reinheit und Glanz optimal manipuliert werden kann. Auch diamant-ähnliche Schmucksteine stellt man speziell für die Schmuckindustrie her. Zirkonia ist dabei beispielsweise wohl am bekanntesten und besteht aus Zirkonoxid. Eine weitere Imitation aus YAG steht für Yttriumaluminat. Allerdings auch einfaches Bleiglas imitiert als “Strass” oberflächlich betrachtet perfekt Diamanten in aufwändig gestalteten Schmuckstücken.

Manipulationen von natürlichen Diamanten

Diamanten mit geringerer Qualität sind oft durch Bestrahlung (Kernreaktor) und Brennen farblich aufgehübscht. Dabei lässt sich das genaue farbliche Ergebnis nicht immer perfekt steuern, sodass mehrere Maßnahmen möglich sein können. Eine Laser-Behandlung kann außerdem unerwünschte Einschlüsse entfernen. Rißbildungen sind oft künstlich aufgefüllt und Beschichtungen, sowie verklebte Dubletten sind allgegenwärtig.

Aus all diesen Gründen ist beim Kauf eines teuren Diamanten ein beglaubigtes Zertifikat Pflicht!

Häufige Fragen

Warum braucht es ein Zertifikat beim Diamant-Kauf?
Diamanten mit geringerer Qualität sind oft durch Bestrahlung (Kernreaktor) und Brennen farblich aufgehübscht. Eine Laser-Behandlung kann unerwünschte Einschlüsse entfernen. Rissbildungen sind oft künstlich aufgefüllt; Beschichtungen und verklebte Dubletten sind allgegenwärtig. Aus all diesen Gründen ist beim Kauf eines teuren Diamanten ein beglaubigtes Zertifikat Pflicht.
Was sind die häufigsten Diamant-Imitate?
Zirkonia (Zirkonoxid) ist wohl am bekanntesten. YAG steht für Yttriumaluminat. Auch einfaches Bleiglas imitiert als "Strass" oberflächlich betrachtet perfekt Diamanten in aufwändig gestalteten Schmuckstücken.
Welcher Diamant eignet sich am besten als Heilstein?
Wer einen Diamanten als Heilstein nutzen möchte, sollte einen kostengünstigen Rohdiamanten wählen. Er hat durch seine "Naturbelassenheit" noch mehr charakteristische, natürliche Grundschwingungen zu bieten als bearbeitete und manipulierte Edelsteine. Je stärker ein Edelstein bearbeitet wurde, umso weniger ursprüngliche Energie ist für eine Heilstein-Nutzung vorhanden.

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