heilstein.de Logo heilstein.de
Stein-Aspekt · Geschichte

Diamant Geschichte - Indien vor 6.000 Jahren bis zum Südafrika-Rausch

Die Kulturgeschichte des Diamanten - älteste Funde aus Indien vor 6.000 Jahren als Talisman. Antikes Griechenland, Plinius, Hildegard, Bearbeitung erst ab 13. Jh., Südafrika-Diamantenrausch im 19. Jh.

Lesezeit ~6 Min Aktualisiert 19. Mai 2026 Zur Diamant-Übersicht
Diamant - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
heilstein.de

Auf einen Blick

1

Urzeit

Älteste Diamantenfunde aus Indien - vor ca. 6.000 Jahren als Talisman.

2

Mittelalter

Bis ins 13. Jh. unbearbeitet - Angst vor Verlust der magischen Kräfte.

3

19. Jh.

Südafrika-Diamantenrausch + Schleifmaschine - Wandel zur Industrie.

CrystalAge Herkimer Diamant Heilkristall

Diamant kaufen

CrystalAge Herkimer Diamant Heilkristall

* Affiliate-Link

Indien vor 6.000 Jahren - die Anfänge

Die ältesten Diamantenfunde stammen wohl aus Indien. Dort wurden die Edelsteine vor ca. 6.000 Jahren wahrscheinlich als Talisman mit magischer Wirkung als Rohsteine aufbewahrt oder bei sich getragen.

In der traditionellen Mythologie steht der Diamant für:

  • Schutz und Unbesiegbarkeit
  • Symbol für Mut, Stärke und charakterliche Tugend

Antikes Griechenland und Ägypten

Bereits im antiken Griechenland und bei den alten Ägyptern war der Diamant als der Schönste und Wertvollste aller Edelsteine bekannt. Sein Name leitet sich vom griechischen Wort „adamas” ab - „unbezwingbar”.

Plinius - Gott gleich, Venus zugeordnet

Für Plinius den Älteren waren Diamanten der wertvollste Besitz unter den irdischen Gütern - höher einzuschätzen als selbst Könige und ihre Herrschaftsgebiete.

Deshalb waren die härtesten Mineralien der Erde auch Gott gleich, der Liebesgöttin Venus zugeordnet.

Mittelalter - Stein der Erleuchtung

In vielen Kulturen war der Diamant ein mächtiger Schutzstein, der vor Gefahren warnen und von Dämonen befreien sollte.

Im Mittelalter glaubte man, dass Diamanten ihren Trägern schon auf Erden einen göttlichen Glanz verleihen konnten - der die höchste Reinheit und Erleuchtung mit sich brachte. Allerdings blieb die Entwicklung eines edlen Charakters nur Königen und Kirchenfürsten vorbehalten - denn nicht einmal der Teufel sollte diesen diamantenen Kräften widerstehen.

Der “Unglücksstein” bei Unrecht

Ein gestohlener oder unrechtmäßig erworbener Diamant sollte sich jedoch in einen „Unglücksstein” verwandeln, der alle unrechtmäßigen Besitzer durch Not und Elend bestrafte.

Bearbeitungsverbot

Diamanten durften in dieser Zeit nicht bearbeitet werden - die Menschen hatten Angst, der besondere Edelstein könnte dadurch seine magischen Kräfte verlieren.

Hildegard von Bingen - die ersten Heilanwendungen

Die Karriere als typischer Heilstein begann für den Diamanten wahrscheinlich erst später. Lange war er hauptsächlich der Stein der Macht und Mächtigen mit göttlichem Anspruch.

Hildegard von Bingen glaubte beispielsweise, dass Diamanten in Wasser oder Wein gelegt ein Heilgetränk gegen Gelbsucht ergaben. Von ihr stammen die ersten dokumentierten therapeutischen Anwendungen.

Auch sollten Diamanten - nach den Erfahrungen der heilkundigen Äbtissin:

  • Boshaftigkeit und Jähzorn vertreiben
  • vor Schlaganfällen und Gicht schützen

In der Fastenzeit empfahl die findige Hildegard allen, denen der Verzicht auf Nahrung schwer fiel, einen Diamanten im Mund zu tragen, um das Hungergefühl zu reduzieren.

13. Jahrhundert - die ersten Schliffe

Erst im 13. Jahrhundert avancierten Diamanten auch zu Schmucksteinen, da man endlich eine Möglichkeit für ihre Bearbeitung gefunden hatte. Jetzt konnten und durften diese kostbaren Edelsteine auch in profane Schmuckstücke eingearbeitet werden.

Mehr zur Schliff-Geschichte (Tafelschliff im 15. Jh., Marquise de Pompadour im 18. Jh., Brillantschliff um 1910) unter Diamant Schmuck.

19. Jahrhundert - Südafrika-Diamantenrausch

Die Erfindung der Schleifmaschine revolutioniert am Ende des 19. Jahrhunderts das Diamantenschleifen. Die Entdeckung der Diamantvorkommen in Südafrika führt zu einem regelrechten Diamanten-Rausch.

Aus der handwerklichen Diamantenschleiferei entwickelte sich schließlich eine gewinnbringende Industrie.

1876 wurde die erste Steinkreissäge mit Diamanten besetzt auf der Weltausstellung in Philadelphia vorgestellt.

1953 / 1955 - Künstliche Diamanten

Im Jahre 1953 gelang es erstmals, Diamanten synthetisch herzustellen. Ab 1955 wird die Herstellung von künstlichen Diamanten in größerem Stil möglich.

Heute gibt es viele Herstellungsverfahren: das Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren, die Detonations- und Schockwellensynthese - die Forschung ist noch lange nicht am Ende angekommen.

20./21. Jahrhundert - Marilyn Monroe und James Bond

„Diamonds Are a Girl´s Best Friend” sang Marilyn Monroe 1949.

„Diamonds are forever” - der Titelsong zum James Bond Film „Diamantenfieber” aus 1971.

Bis heute gilt der Diamant als Symbol für Liebe, Treue und Ewigkeit - er ist der weltweit beliebteste Verlobungs-Edelstein.

Häufige Fragen

Wie alt sind die ältesten Diamantenfunde?
Die ältesten Diamantenfunde stammen wohl aus Indien. Dort wurden die Edelsteine vor ca. 6.000 Jahren wahrscheinlich als Talisman mit magischer Wirkung als Rohsteine aufbewahrt oder bei sich getragen.
Warum wurden Diamanten lange nicht geschliffen?
Diamanten durften im Mittelalter nicht bearbeitet werden, da die Menschen Angst hatten, der besondere Edelstein könnte dadurch seine magischen Kräfte verlieren. Erst im 13. Jahrhundert avancierten Diamanten auch zu Schmucksteinen, da man endlich eine Möglichkeit für ihre Bearbeitung gefunden hatte. Zuvor hatte der Diamant eine ausschließlich mythologische Bedeutung.
Was war der Südafrika-Diamantenrausch?
Die Entdeckung der Diamantvorkommen in Südafrika Ende des 19. Jahrhunderts - kombiniert mit der Erfindung der Schleifmaschine - führte zu einem regelrechten Diamanten-Rausch. Aus der handwerklichen Diamantenschleiferei entwickelte sich eine gewinnbringende Industrie.

Produkte

Diamant kaufen – du hast die Wahl

Schmuck mit Diamant bei Juwelo, den Stein als Rohstein, Trommelstein oder Set bei Amazon oder passende Artikel bei Pranahaus. Such dir aus, wo du kaufst.

* Affiliate-Links. Du zahlst denselben Preis, wir erhalten eine kleine Provision.