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Stein-Aspekt · Herkunft

Karneol Fundorte - Indien, Botswana, Uruguay und Europa

Wo Karneol vorkommt - Hauptfundorte in Indien, Botswana und Uruguay, dazu Europa-Vorkommen vom Elsass bis nach Sachsen.

Lesezeit ~5 Min Aktualisiert 16. Mai 2026 Zur Karneol-Übersicht
Karneol - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Auf einen Blick

1

Hauptvorkommen

Indien, Botswana, Uruguay - auch die Hauptquelle manipulierter Karneole.

2

Besonderheit

Botswana-Achat - gebänderter Karneol mit Achat-Optik.

3

Europa

Frankreich (Elsass, Lothringen), Deutschland (mehrere Bundesländer), Polen, Österreich.

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Vorkommen und Manipulationen

Hauptfundorte, an denen sich ein lukrativer Abbau von Karneol lohnt, befinden sich in Indien, Botswana und Uruguay. Allerdings stammen leider gerade von dort auch die attraktivsten manipulierten Karneole. So erhalten minderwertige, graue Chalcedone gerne ein farbliches “Upgrade” durch künstliches Einfärben oder gezieltes Brennen.

Gebänderter Karneol

Aus Botswana kommt ein Karneol, der ähnliche Bänder zeigt, wie Achate. Deshalb kann er auch die Handelsbezeichnung “Botswana-Achat” tragen, obwohl es sich eigentlich um einen Karneol aus der Chalcedon-Familie handelt.

Gelb wird zu Rot

Indien besitzt ein großes Vorkommen an gelben Karneolen, die man aber oft schon vor Ort durch Brennen in die begehrtere rote Varietät verwandelt.

Weitere Fundorte sind beispielsweise auf Tasmanien, in Frankreich (Elsass, Lothringen) und sogar Deutschland. Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern, Hessen, das Saarland, Sachsen und Thüringen können alle Gebiete vorweisen, an denen man Karneol finden kann. Aber auch in England, Schottland, Polen, Österreich, Ungarn, Sri Lanka, Russland und in der Schweiz gibt es Vorkommen.

Wie ist Karneol entstanden?

Der mikrokristalline, faserige Quarz aus der Chalcedon-Familie ist im “Trigonalen Kristallsystem” auskristallisiert, bildet aber wie alle Chalcedone keine sichtbaren Kristalle, sondern nur mikroskopisch feine Fasern. Karneol zeichnet sich durch seine leuchtend rote und orangerote Farbe aus.

Primäre Bildung

Als Varietät des Chalcedons entsteht auch Karneol primär aus eisenhaltigen, magmatischen Kieselsäure-Lösungen im Umfeld basischer, aber auch saurer Vulkangesteine. Bei der Abkühlung und Austrocknung dieser stark wasserhaltigen Lösungen, können sich die enthaltenen Eisenoxide gleichmäßig fein verteilen und in kleinen, blasigen Hohlräumen des entstehenden Gesteins als Füllungen auskristallisieren. Üblicherweise entstehen dabei kleine Knollen, Kügelchen, aber auch ganze Mandelfüllungen im umgebenden Gestein. Je nach dem Zustand der Eisenoxidation bilden sich dabei gelbe, orangefarbene, rote, rotbraune bis braune Färbungen.

Sekundäre Fundorte

Außerdem sind, neben den erwähnten Hohlraum-Füllungen, auch Karneol-Überzüge auf Gesteinen möglich, die sich wie Sinter mit der Zeit dort Schicht für Schicht ablagern konnten. So kann man häufig sekundär entstandene Karneol-Kügelchen auch in Geröllen von Sedimenten finden, wenn sie aus ihrem Ursprungsgestein durch Wasserkraft herausgespült wurden.

Karneol in anderen Mineralen

Beispielsweise bei den vielfältigen Achaten können sich während ihrer Entstehungszeit teilweise verschieden dicke Schichten oder Bänder aus Karneol bilden. Dann zeugen intensive Orange- und Rottöne von ihrer Anwesenheit.

Eine wichtige Eigenschaft: Größe

Echter Karneol hat von Natur aus die Größe von nur wenigen Zentimetern. Das bedeutet, dass wesentlich größere Exemplare zwangsläufig manipulierte Fälschungen sein müssen. Gut verfügbare Achate und farbschwache Chalcedone, die eine beachtliche Größe erreichen können, dienen hier als Grundsubstanz für künstlich erzeugte, optische Verbesserungen.

Wer also einen “20 cm großen Karneol-Rohstein” angeboten bekommt - Vorsicht. Echte Karneol-Funde sind klein.

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