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Heilstein · Sodalith-Nosean-Gruppe (Gerüst-Silikate)-Familie

Sodalith

Sodalith - der "Stein der Wahrheitssuche". Tiefblaues Gerüst-Silikat mit weißen Adern. 1812 in Grönland entdeckt. Verwechslung mit Lapislazuli sehr verbreitet.

blaudunkelblaumittelblaublauschwarzSodalith-Nosean-Gruppe (Gerüst-Silikate)Hals-ChakraStirn-Chakra
Sodalith - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Sodalith-Nosean-Gruppe (Gerüst-Silikate)
Mohshärte
6
Farbe
blau, dunkelblau, mittelblau, blauschwarz
Chakra
Hals-Chakra, Stirn-Chakra
Sternzeichen
Schütze, Jungfrau
Fundorte
Brasilien, Grönland, Namibia
Reinigung
Wöchentlich unter lauwarmem fließendem Wasser. Wasserfest, aber nicht in Salzwasser.
Aufladung
Auf Amethyst-Druse, Bergkristall-Gruppe oder in der Morgensonne.
Element
Wasser
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Sodalith im Überblick

Die Grundfarbe des Gerüst-Silikats “Sodalith” ist oft ein helles, mittleres Blau bis Graublau. Charakteristisch sind seine hellblauen bis weißen linienartigen Zeichnungen.

Dieser Heilstein ist ideal für alle die nach der Wahrheit suchen und mehr Selbstbewusstsein benötigen. Körperlich soll Sodalith fiebersenkend wirken und die Flüssigkeitsaufnahme fördern.

Merkmale und Verwechslungen

Sodalith gehört in die Mineralklasse der “Silikate und Germanate”. Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung ist er ein “Natrium-Alumosilikat”, das außerdem “Chlorid-Ionen” besitzt. Da er jedoch nur sehr selten in reiner Form vorkommt, sind seine eingelagerten Fremdstoffe mitunter recht vielfältig. Der Grund dafür ist, dass Sodalith oft mit den Mineralien “Hauyn” und “Nosean” Mischkristalle bildet, die in unterschiedlichen Mischverhältnissen auftreten. Leider sind diese in schlechter Qualität (oft aus Kanada oder Brasilien) ziemlich instabil, sodass sie sich mit der Zeit wieder entmischen und zerfallen.

Bestimmungsmerkmale des Sodalits

Um Sodalith von anderen blauen Schmuck- und Heilsteinen zu unterscheiden, muss man oft seine charakteristischen Merkmale untersuchen. Erst die Bestimmung seiner Mohshärte von 5,5 bis 6 und Dichte von 2,13 bis 2,29 können Klarheit schaffen. Weitere Bestimmungsmerkmale sind seine vollkommene **Spaltbarkeit **und unebenen Bruchstellen sowie eine meistens undurchsichtige Transparenz. Nur selten erreicht Sodalith ein leichtes Durchscheinen.

Wie viele Minerale besitzt auch er eine weiße Strichfarbe, die vor allem dabei hilft Azurit und Lapislazuli zu identifizieren. Manchmal ist allerdings eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung unumgänglich, damit alle Zweifel ausgeräumt werden.

Seltene Eigenschaften einiger Sodalithe

Je nach Fundort zeigt Sodalith (siehe oben “Hackmanit”) unter UV-Licht Fluoreszenz in kräftigem Orange und sogar Phosphoreszenz. Beide seltenen Phänomene beschreiben ein “Nachleuchten” nachdem die Lichtquelle erloschen ist, doch sie unterscheiden sich deutlich in ihrer Leuchtdauer. Während die Fluoreszenz schon kurz danach wieder abklingt, kann die auffälligere Phosphoreszenz teilweise sogar Stunden andauern.

Ähnliche Minerale

Strukturell hat Sodalith eine große Ähnlichkeit mit Lasurit (Ultramarin), der ein farbgebender Bestandteil des Mineralgemischs “Lapislazuli” ist. Als “Natrium-Calcium-Alumosilikat” besitzt Lasurit ebenfalls Schwefelionen, zeigt jedoch im Gegensatz zu Sodalith eine blaue Strichfarbe. Aber auch das wasserhaltige Natrium-Alumosilikat “Nosean” hat die charakteristische Gerüststruktur des Sodaliths, ist allerdings mit nur etwa halb so vielen Sulfat-Anionen im Gefüge bestückt. In seiner reinen Form ist er ebenfalls farblos und kann bei ähnlicher Härte, Transparenz und gleicher Strichfarbe am schnellsten über die etwas höhere Dichte identifiziert werden.

Optisch ähnliche Schmuck- und Heilsteine

Ein wichtiger Kandidat für optische Verwechslungen ist das Phosphat “Lazulith”, da es oft ein sehr ähnliches Blau und ebenso helle Zeichnungen wie Sodalith präsentieren kann. Doch seine höhere Dichte von 3,08 bis 3,38 lässt Fachleute schnell den Unterschied erkennen.

Weitere blaue Schmuck- und Heilsteine mit Verwechslungspotenzial sind “Azurit” und “Lapislazuli”, die man jedoch leicht über die Strichfarbe identifizieren kann. Lapislazuli mit seinen farbgebenden Lasurit-Bestandteilen, aber auch Azurit zeigen nämlich als Bestimmungsmerkmal einen deutlich erkennbaren blauen Strich, wobei ebenso die Dichte des Azurits mit 3,77 bis 3,80 ein zusätzlicher Indikator ist.

Außerdem kann die blaue Varietät des Dumortierits unter Umständen Sodalith ebenfalls optisch sehr ähnlich sein, allerdings besitzt das Insel-Silikat eine hohe Härte (7) und Dichte (3,26 - 3,41). Dumortierit lässt sich gut, aber nicht vollkommen wie Sodalith, spalten und zeigt manchmal eine bläulich-weiße Strichfarbe.

Sodalith-Synthesen

In den 1975er Jahren gelangten die ersten Sodalith-Synthesen auf den Markt, die jeweils ein Gewicht von bis zu 70g auf die Waage brachten. Für die Herstellung synthetischer Sodalithe stellt man technisch die natürlichen Bedingungen seiner Entstehung nach, allerdings unterscheidet sich die Zusammensetzung der Synthese hinterher oft vom natürlich entstandenen Mineral.

Hydrothermale Synthesen

Auf hydrothermalem Wege lässt sich am leichtesten Sodalith mit ganz spezifischen Eigenschaften synthetisieren. Ideale Bedingungen lassen hier schöne Kristalle entstehen, wobei man gleichzeitig die Gitterkonstanten gezielt verändern kann. Für die Erforschung thermischer und reaktiver Eigenschaften sind Sodalithe mit unterschiedlichen Grundgerüsten (z. B. gallosilikatisch, alumosilikatisch oder alumogermanatisch) bestens geeignet. So wird die Sodalith-Synthese zu einem strukturellen Baustein von technisch wichtigen Verbindungen.

Wässrige Synthesen

Die Sodalith-Entstehung aus wässerigen Lösungen ist in der Natur eher eine Seltenheit, weshalb diesbezüglich teilweise noch Forschungsbedarf besteht. Rein technisch können Synthesen allerdings auch auf “wässrigem Wege” entstehen.

Sodalith-Imitationen

Blaugefärbter Quarzit ist eine günstige Imitation für den seltenen Sodalith, jedoch sein hoher Quarzgehalt von mindestens 98 % lässt keinen Zweifel aufkommen. Das metamorphe Gestein zeigt eine feine bis mittlere Körnung und ist ziemlich widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse. Sein massiges Vorkommen macht ihn zu einem beliebten Naturwerkstein (Steinplatten, Pflaster-, Mauersteine, Steinskulpturen…). Durch den hohen Quarzgehalt (Härte 7) besitzt auch Quarzit eine ähnlich hohe Mohshärte, die bezüglich Sodalith eine klare Unterscheidung möglich macht.

Sodalith als Imitation

Allerdings kann Sodalith seinerseits auch als Imitation für das beliebte Mineralgemisch “Lapislazuli” im Handel erscheinen, das noch seltener vorkommt als Sodalith selbst. Das Gestein ist in seiner besten Qualität aufgrund seiner satten Blaufärbung und goldfarbenen Pyrit-Sprengseln nicht nur sehr beliebt, sondern auch unverwechselbar und deutlich wertvoller als Sodalith. In einer minderen Qualität kann man Lapislazuli allerdings durchaus in Schmuckstücken mit einer günstigeren Sodalith-Imitation verwechseln. Der seriöse Handel verschleiert jedoch nichts und deklariert wahrheitsgemäß.

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