Farbe: Dunkelblau-, Graublau- bis Violett-Töne
Familie: Zoisit (Gruppen-Silikat)
Aufladen: mit Bergkristallen oder Saphiren
Chakra: Hals-Chakra
Länder: Tansania, Pakistan
Sternzeichen: Schütze
Spirituell: Erkennen der eigenen Berufung 
Seelisch: hilft dabei, Ängste zu überwinden, Lebenskrisen und Depressionen zu meistern und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln 
Mental: unterstützt eine verstandesmäßige Verarbeitung von Erfahrungen und stressbedingter Unruhe, die den Sinn des Lebens in Frage stellen, verleiht eine größere, geistige Leistungsfähigkeit und fördert die Konzentration 
Körperlich: soll Verspannungen lösen, Kopfschmerzen lindern, die Nerven und Sinnesorgane stärken und allgemein kräftigend wirken
Anwendung: mit Hautkontakt am Körper tragen (möglichst nahe am Hals)

Tansanit aus den Merelani Hills in Tansania

Tiffany, die bekannte New Yorker Juwelierfirma, machte den heutigen Tansanit weltbekannt, der angeblich erstmals im Juli 1967 von einem Schneider aus Goa entdeckt wurde. Eigentlich war "Manuel de Souza" auf der Suche nach Gold gewesen, stattdessen hatte er jedoch in der Region "Arusha" im Nordosten Tansanias blaue bis violette Bruchstücke von durchsichtigen, klaren Kristallen in Edelstein-Qualität gefunden. 

Doch die Regierung Tansanias bestreitet diese Version, denn ein lokaler Bewohner hatte scheinbar die ersten Fragmente des blauen Edelsteins schon im Januar desselben Jahres entdeckt. Wie dem auch sei, die ersten Versuche, den äußerst seltenen Schmuck- und Edelstein zu vermarkten, scheiterten an seiner damaligen Namensgebung "blauer Zoisit". 

Tiffanys Tansanit

Da "Zoisit" sehr ähnlich wie das englische Wort "suicide" für Selbstmord (Suizid) klingt, wollte keiner diesen hochattraktiven Edelstein haben. Tiffany erkannte das Problem und änderte den Handelsnamen in "Tansanit", gemäß dem einzigen Land, in dem bis heute hochwertige Exemplare gefunden werden. Dieser geniale Schachzug katapultierte die Varietät des Zoisits in die vordere Liga der Edelsteine, die inzwischen Höchstpreise erzielt. 

Es gibt keine Synonyme, außer das veraltete "Eisenzoisit", das nicht wirklich auf die Zusammensetzung des blauen Edelsteins verweist, denn allein Spuren des Elements "Vanadium" sind für die blauvioletten Färbungen verantwortlich. Reiner Zoisit ist nämlich farblos und kann nur durch stoffliche Verunreinigungen graue, gelbliche, grünliche, rote und blaue Farbtöne annehmen.

Übrigens: Die rosarote Varietät des Zoisits heisst "Thulit" und besitzt einen prägenden Mangan-Gehalt. 

Tansanit als Heilstein-Rarität

Da die blaue Varietät des Zoisits erst Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde, sind natürlich keine traditionellen Überlieferungen bezüglich seiner therapeutischen Wirkung bekannt. So taucht Tansanit weder in der Heilstein-Liste der "Traditionellen Chinesischen Medizin" noch in älteren Büchern über Heilsteine auf. Erst die moderne Steinheilkunde entdeckte in ihren Forschungen eine therapeutisch hilfreiche Ausstrahlung und besondere spirituelle Wirkung auf den Menschen, die für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung so einiges versprechen.

Finde deine Berufung!

Wer ist nicht irgendwann im Laufe seines Lebens auf der Suche nach dem tieferen Sinn in der widersprüchlichen und sich stets wandelnden Existenz auf diesem Planeten. Glücklich ist, wer seinen Lebenssinn und somit seine Berufung schon früh in den Kinder- oder Jugendtagen in sich findet. Doch die meisten Menschen erkennen spätestens im Alter, wenn alle beruflichen Aufgaben wegfallen, Verlustgefühle dominieren und teilweise alte Beziehungen zerbrechen, dass ihr Lebenssinn unter Umständen fremdbestimmt war.

Nur wer sich die Fragen "Wer bin ich?" oder "Was bin ich?" einigermaßen beantworten kann, findet auch eine Antwort auf die Fragen "Wozu bin ich hier?" und "Worin liegt mein ganz persönlicher Lebenssinn?". In dieser "spirituellen Gedankensphäre" kann ein Tansanit laut Steinheilkunde eine Orientierungshilfe sein, um mit sich selbst "ins Reine" zu kommen. Ein hoher Anspruch, den man wohl nie in Gänze erreichen kann, doch auch Teiletappen machen glücklich und zufrieden.

Überwinde die Angst!

Tansanit ist gewiss nicht der einzige Heilstein, der dabei helfen kann, über seine Ängste hinauszuwachsen und Krisenzeiten zu überstehen, aber sicherlich einer der seltensten und teuersten. Er soll ein optimistisches Gefühl fördern, das verloren gegangenes Vertrauen erneut beleben kann, und damit die Gewissheit verstärken, dass wir alle "göttliche Wesen" sind. In diesem Gedanken kann schließlich auch der Schlüssel für die oben erwähnte Suche nach der "persönlichen Berufung" liegen, denn Angst lähmt und lässt in keine Richtung eine freie Entfaltung zu.

Tansanit für starke Nerven

Körperlich soll sich Tansanit zwar allgemein aufbauend auswirken, doch vor allem das Nervensystem und die Nieren können von seiner Ausstrahlung profitieren. Wer starke Nerven besitzt, dem geht auch nichts so schnell "an die Nieren", mit dieser Weisheit wird hier das große Thema "Resilienz" angesprochen. Und ja, Tansanit kann die körperlich-seelisch-geistige Widerstandskraft verbessern, wenn man ihn regelmäßig am Körper trägt. 

Allerdings sollte man die Behauptung, Tansanit könne sogar Patienten aus dem Koma aufwecken, mit absoluter Vorsicht behandeln und nicht allzu große Hoffnungen hegen, denn aus Einzelfällen kann man keine Allgemeingültigkeit konstruieren... auch wenn Betroffene sich das natürlich wünschen. Ein Heilstein stößt bei schweren Erkrankungen meistens an seine Grenzen und sollte deshalb immer therapiebegleitend und nie ausschließlich genutzt werden. 

Tansanit-Entstehung und Klassifizierung

Als Varietät des Zoisits bildet sich auch Tansanit tertiär aus hydrothermalen Lösungen während einer Regional-Metamorphose basischer Magmatite. Dann kann man ihn als Füllung in Klüften und Gängen des metamorphen Gesteins "Gneis" finden. Viele Jahrzehnte ist nun schon das Tansanit-Vorkommen in Tansania (Arusha / Merelani Hills) weltweit bekannt, dabei bildet die afrikanische Hügelkette nicht nur die Typlokalität sondern liefert auch immer noch den qualitativ hochwertigsten, blauen Zoisit. Das hat sich bis heute nicht geändert, auch wenn man inzwischen in einer Region Pakistans ebenfalls Tansanit-Kristalle gefunden hat. Allerdings erreichen diese Exemplare aus dem Gebirge "Hindukusch" in Zentralasien nicht die farbliche Qualität der afrikanischen Funde, außerdem lassen sie sich nicht durch Brennen diesbezüglich verbessern. 

Leider findet man jedoch selbst in den Merelani Hills immer weniger Tansanite in bester Qualität, sodass man für die optische Steigerung die meisten Schmucksteine brennen muss. So kann ein intensives Blau bis Blauviolett erzielt werden, das ganz den Anforderungen des Schmuckmarktes entspricht.

Mineralklasse und Kristallsystem

Als Mitglied der Epidot-Zoisit-Gruppe gehört Tansanit in die Mineralklasse der Gruppen-Silikate und kann zusätzlich neben dem prägenden Calcium (Ca) und Aluminium (Al) noch Spuren an Eisen (Fe), Titan (Ti) oder Vanadium (V) als Fremdstoffe enthalten. Diese Verunreinigungen sind dafür verantwortlich, dass ein eigentlich farbloser, durchsichtiger Zoisit zu einer farbigen Varietät wird. Dabei variiert die jeweilige Farbe des Edelsteins in ihrer Intensität je nach Mengenanteilen der entsprechenden Fremdstoffe. Vanadium erzeugt hier die begehrte blau bis violett Färbung des Tansanits.

Ebenso wie Zoisit kristallisiert auch Tansanit im "orthorhombischen Kristallsystem" und bildet kleine, prismatische Kristalle, die zahlreich auf ganzen Flächen aufgewachsen sein können. So bilden sie in Drusen, Spalten und Gängen oft einen sogenannten "Kristallrasen". Charakteristisch für echten Tansanit ist außerdem eine deutliche Streifenbildung auf den Kristallflächen.

Bestimmungsmerkmale des Tansanits

Der Edelstein "Tansanit" ist sehr selten und besticht durch intensive Blau- bis Violett-Töne sowie eine durchsichtige Transparenz mit Glasglanz. Sein weltweit rares Vorkommen und seine klare Reinheit machen Tansanit zum Edelstein, selbst wenn er das Kriterium Härte nicht wirklich erfüllt. Obwohl dieses Mineral kräftige Farben zeigt, ist die Strichfarbe jedoch, gemäß dem reinen Zoisit, immer weiß.

Härte und Dichte

Da Tansanit nicht die Edelstein-Härte von 8 erreicht, sondern nur eine Mohshärte von 6,5 bis maximal 7 vorweisen kann, ist beim Tragen dieses Schmuck- und Edelsteins Vorsicht geboten. Wenn seine Härte unterhalb des Quarzes (7) liegt, ist Tansanit nämlich anfällig für Kratzer, die beim Kontakt mit Glas, Sand, Metallen und anderen härteren Materialien leicht entstehen können. Allerdings zeigt er oft immerhin eine höhere Härte als der reine Zoisit, der maximal einen Wert von 6,5 erreicht. Je nach Fremdstoff-Bestandteilen kann außerdem ebenso die Dichte des Tansanits mit 3,2 bis 3,4 leicht über dem Bereich des reinen Zoisits (3,25 bis 3,36) liegen.

Kristalloberfläche und Spaltbarkeit

Weitere Merkmale und Kriterien für die Verarbeitung eines Schmuck- und Edelsteins sind unter anderem die Oberflächenbeschaffenheit der Kristallflächen und seine Spaltungsfähigkeit. Tansanit zeigt diesbezüglich eine gut sichtbare Flächenstreifung an der Oberfläche seiner Kristalle und besitzt eine vollkommene, richtungsorientierte Spaltbarkeit, die Druckbelastungen nicht so leicht wegsteckt. Deshalb ist während des Schleifprozesses und der Einfassung in entsprechende Schmuckstücke eine gewisse Behutsamkeit in der Verarbeitung angebracht. 

Vorsicht bei Reparaturen von Schmuckstücken!

Bei extremen Temperaturschwankungen und Hitzebehandlungen kann Tansanit Risse bilden, weshalb man ihn vor Reparaturen mit Lötvorgängen besser vorsichtig ausfassen sollte. Ebenso empfindlich reagiert er auf Säuren und eine Reinigung in Ultraschallgeräten, sodass man Schmuckstücke besser nicht mit dieser Methode reinigen sollte. Allerdings können auffällige Rissbildungen ebenso ein Indiz für manipulierende Maßnahmen durch künstliche Hitzebehandlungen (Brennen) sein, die der Handel jedoch gesetzlich vorgeschrieben, entsprechend deklarieren muss.

Pleochroismus als Zeichen für Echtheit

Da natürlich entstandener Tansanit immer weniger in bester Qualität auf dem Markt erscheint, hat der Handel dem Bedarf entsprechend reagiert. Somit sind die meisten farbintensiven Exemplare inzwischen durch nachträgliches Brennen aus grau- bis gelbbraunen, minderwertigeren Tansaniten entstanden, die man allerdings nach heutigem Technikstand hinterher nicht mehr als manipulierte Steine identifizieren kann. 

Eine Möglichkeit der Unterscheidung bietet teilweise der natürliche Pleochronismus von Tansaniten, der bei echten Edelsteinen von Blau-Violett nach Goldbraun verläuft. Dabei hilft ein Polarisationsfilter, der den Farbwechsel von Blau nach Violett der manipulierten Steine entlarvt. Allerdings zeigt auch unbehandelter Tansanit manchmal ebenso Pleochronismus in den Farben Blau bis Purpur, sodass auch diese Methode nicht zweifelsfrei ist.  

Verwechslungen und Imitate

Natürlich entstandener, blauer Tansanit ist eine Rarität, weshalb man beim Erwerb immer ein Zertifikat einfordern sollte, das auch Manipulationen (Brennen) ausschließt. Zu Verwechslungen können blaue Edelsteine wie Saphir (Härte 9) und Spinell (Härte 8) führen, die man jedoch über ihre höhere Edelstein-Härte schnell erkennen kann. Auch das blaue Phosphat "Lazulit" kann über die Härte von 5,5 bis maximal 6 identifiziert werden, schwieriger gestaltet sich allerdings die Unterscheidung bei Schmucksteinen wie Amethyst (Quarz-Härte 7), Turmalin (Silikat, Härte 7 bis 7,5) oder Cordierit (Silikat, Härte 7 bis 7,5), die farblich ebenfalls sehr ähnlich sein können. Hier hilft die wesentlich niederere Dichte des Amethysts von 2,63 bis 2,65 und Cordierits von 2,58 bis 2,66 weiter, der blaue Turmalin "Indigolith" hingegen erreicht mit maximal 3,26 das Tansanit-Niveau. Den Unterschied macht in diesem Fall die blassblaue Strichfarbe des Indigoliths und die nicht vorhandene Spaltbarkeit aller Turmalin-Varietäten.

Tansanit-Imitate

Neben den oben erwähnten, optisch ähnlichen Schmuck- und Heilsteinen sind außerdem Verwechslungen mit preiswerten Tansanit-Imitaten möglich. Diese bestehen im billigsten Falle aus Glassteinen sowie synthetischem Forsterit und im besten Falle aus synthetischem Saphir, aber auch Dubletten und Tripletten sind im Umlauf. Deshalb ist ein fachkundiges Auge für die Einstufung dieses raren und sehr teuren Edelsteins unerlässlich, denn bei mangelndem Angebot und großer Nachfrage ist der Betrug oft nicht weit. 

Imitate entlarven

Synthetischer Tansanit existiert zur Zeit noch nicht, der die gleiche chemische Zusammensetzung und gleichen optischen Eigenschaften wie das natürlich entstandene Mineral haben müsste. Somit sind alle Tansanit-Imitate, die zur Zeit im Handel erscheinen, gut zu erkennen. Auch hier hilft vor allem der charakteristische Trichroismus aller "Tansanit-Naturprodukte" bei der Unterscheidung. Je nach Blickwinkel und einfallendem Licht zeigen sich bei echten Tansaniten nämlich die drei Farben Blau, Violett oder Gold- bis Rotbraun, eine Eigenschaft, die kein Imitat besitzt. 

Außerdem kann man bei Tansanit eine niedrige Doppelbrechung und unter dem Mikroskop kleine Einschlüsse erkennen, die ebenfalls Indizien für die Echtheit sind. Imitate zeigen meistens einen höheren Brechungsindex und andere physikalische Eigenschaften, sodass einer fachkundigen Einstufung nichts im Wege steht.

Manipulierter Tansanit

Gebrannter, echter Tansanit ist zwar kein Imitat, aber auch kein reines Naturprodukt mehr, denn manipulierende Eingriffe haben nicht nur das ursprüngliche Farbbild verändert. Für die therapeutische Wirkung eines Heilsteins sind diese Maßnahmen auf alle Fälle nicht förderlich, sodass man beim Kauf ein farbschwächeres Exemplar einem auffallenden "Eye Catcher" vorziehen sollte. Da die meisten Tansanite inzwischen aus ästhetischen Gründen einer Wärmebehandlung unterzogen werden, muss der Handel "gebrannte" bzw. "hitzebehandelte" Schmucksteine entsprechend kennzeichnen. So kann man sie ohne Probleme schnell von unbehandelten, "natürlichen" Steinen unterscheiden. Deshalb sollte man wertvolle Edel- und Heilsteine immer im seriösen Fachhandel kaufen, der die gesetzlichen Vorgaben einhält und auch die passenden Zertifikate für die teuren Kostbarkeiten anbietet.

Was ist ein Tansanit wert?

Diese Frage lässt sich nicht allgemeingültig beantworten, denn meistens landen Tansanite in der Größe von 0,5 bis 10 Karat auf dem Edelsteinmarkt. Je nach Größe und Reinheit variieren somit auch die Preisvorstellungen des Handels, die jedoch zuerst einmal einen Käuferkreis finden müssen. Nur sehr selten erreichen Tansanit-Kristalle eine Länge von sagenhaften 30 cm und eine Dicke von 10 cm, was zwei Exemplare aus einer Mine in Tansania beweisen. Mit einem Gewicht von über 5 bzw. 9 kg erzielten diese beiden Tansanite zusammen einen Verkaufspreis von 3 Millionen US-Dollar. Damit stellten sie den ehemaligen Favoriten "Kilimandscharo" mit 22 cm Länge und 11.000 Karat in den Schatten, denn die Steine brachten stolze 45.000 bzw. 25.000 Karat auf die Waage.

Die höchste Tansanit-Qualität AAA

Hochwertige Tansanite können im Allgemeinen mehrere Tausend Euro pro Karat kosten, wenn die Transparenz und Farbe stimmt und außerdem noch ein besonders schöner Pleochroismus dazukommt. So kann ein Zehn-Karäter schon um die 40.000 € kosten, was 4.000 € pro Karat entspricht. 

Farbintensität, Augenreinheit und Schliff

Dabei steht ein AAA-Tansanit für die höchste Qualität in Farbe , Klarheit und Brillanz, auch wenn es diesbezüglich keine klaren Regelungen gibt. Edelsteine mit einem intensiven, satten Tiefblau bis Violett ohne farbliche Ungleichmäßigkeiten und mit einer transparenten, "augenreinenKlarheit ohne sichtbare Einschlüsse erzielen weltweit die höchsten Verkaufspreise. Allerdings spricht eine fehlende Lupenreinheit mit kleinen, inneren Unregelmäßigkeiten und Einschlüssen, die nur in der künstlichen Vergrößerung sichtbar sind, wiederum für einen echten, natürlich entstandenen Edelstein. 

Für eine besonders schöne Brillanz ist vor allem auch der passende Schliff zuständig, der in bester Qualität die Farbe und Strahlkraft eines Edelsteins durch erhöhte Lichtbrechungen und Spiegelungen erst so richtig zur Geltung bringen kann. Deshalb steigert ein perfekter Schliff den Wert eines Edelsteins noch einmal enorm.

Ein neutrales Urteil einholen

Leider sind die A-Merkmale nicht weltweit einheitlich standardisiert, sodass die Bewertung eines Tansanits im Handel durch die verschiedenen Fachleuten eher subjektiv nach eigenen Maßstäben ausfällt. Deshalb lohnt es sich bei diesen aufgerufenen, hohen Preisen, Vergleiche anzustellen und nicht beim ersten Fachgeschäft gleich zuzuschlagen. Ein Gutachten und eine Bewertung durch eine neutrale Stelle ist hier sicherlich sinnvoll, vor allem wenn es um mehrere Hunderte oder gar Tausende von Euros geht.

Tansanit-Angebote für Wertanlagen

Dunkelblauer AAA-Tansanit mit knapp unter 2 Karat kostet zur Zeit etwa um die 900 bis 1000 €, ein Stein mit 1,5 Karat liegt bei 600 bis 700 € und Fünf-Karäter sind schon für einen "Schnäppchenpreis" von 1700 € zu haben. Doch im Allgemeinen muss man im Tansanit-Handel, je nach individuellem, fachlichen Ermessen, im Moment mit 500 bis 1000 € pro Karat rechnen. 

Am begehrtesten ist weltweit ein intensiv blauer Tansanit, der unter dem seltsam anmutenden Namen "Goldener Tansanit" vermarktet wird. Da die Funde von qualitativ hochwertigen Tansaniten immer weiter abnehmen und bis heute nach wie vor nur die fast erschöpften Quellen in Tansania bekannt sind, wird der Preis wohl in den kommenden Jahren steigen. So kann dieser Edel- und Heilstein für die Zukunft eine lukrative Wertanlage sein, denn Diamanten sind zwar "unzerstörbare, ewige Klassiker", aber keinesfalls so selten wie der Edelstein-Newcomer "Tansanit".