Faktenbox
- Mineralfamilie
- Magnesium-Silikat (Schicht-Silikate)
- Mohshärte
- 1
- Farbe
- weiß, grün, gelb, braun, grau
- Chakra
- Herz-Chakra, Hals-Chakra
- Fundorte
- China, Nordkorea, USA
Steatit im Überblick
Der natürlich entstandene Steatit hat weiße bis graue, gelbliche bis bräunliche oder grünliche Farbtöne. Er motiviert vor allem sehr zurückhaltende Menschen dazu, Kontaktängste zu überwinden, die durch vergangene, schlechte Erfahrungen entstanden sind.
Steatit soll das Fettgewebe reinigen und abbauen, sodass er bevorzugt bei Übergewicht empfohlen wird.
Der schlichte Talk “Steatit”
Die Bezeichnung “Steatit” bedeutet “Fettstein” und leitet sich (man ahnt es schon) vom griechischen “stear” für “Fett” ab. Erstmals Erwähnung fand Steatit durch den römischen Gelehrten und Schriftsteller “Plinius d. Ä.”, der im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung ( etwa 23 bis 79) lebte. Berühmt ist seine Enzyklopädie “Naturalis Historia”, die eine naturgeschichtliche Sammlung von Schriften darstellt, die das gesamte antike Wissen beinhalten soll.
Fett- und Topfstein
Im 16. Jahrhundert verbreitete sich schließlich der Begriff “Talk” als Synonym des Steatits in Europa, wobei vermutet wird, dass er über Spanien (talque) und Frankreich (talc) aus dem arabischen Raum (talq, talaq) “einreiste”. Inzwischen ist eine Vielzahl an Synonymen hinzugekommen (siehe Tabelle!), allen voran der deutschsprachige Speckstein, der sich natürlich auf die Ursprungsbedeutung “Fettstein” bezieht.
Speckiger Fettglanz
Die undurchsichtige Transparenz des Steatits, die teilweise milchig weiß bis hellgrau oder gelblich bis bräunlich gefärbten Oberflächen mit Wachs-, Perlmutt- oder Fettglanz sowie die auffällig fettig oder seifig wirkende Haptik, haben den Namen “Fettstein” und “Speckstein”, sowie “Seifenstein” geprägt. Hier waren optische und haptische Bestimmungsmerkmale (Augen und Hände) ausschlaggebend.
Naturstein für Töpfe und Öfen
Bei dem Synonym “Topfstein” war die Optik nicht entscheidend, sondern die alltägliche Nutzungs- und Anwendungsmöglichkeit des Natursteins. Da Steatit das weichste, bekannte Mineral der Mohshärte-Skala (1 Talk bis 10 Diamant) ist und eine niedere Dichte von 2,2 bis 2,8 besitzt, verarbeitete man Talk bekanntlich mindestens seit der Antike zu Gefäßen und Töpfen aller Art. Nach der Bearbeitung konnte man zudem den Härtegrad durch Erhitzen bis auf die Mohshärte 6 erhöhen, was die Alltagsgegenstände (Kessel, Kochtöpfe, Schüsseln, Teller, Becher…) im Gebrauch widerstandsfähiger machte. Da Talk außerdem Feuchtigkeit aufnehmen kann, eignete er sich hervorragend für Vorratsgefäße, in denen die Nahrung länger frisch und kühl blieb, was in einer Zeit vor den heutigen Kühlschränken einen wesentlichen, gesundheitlichen Vorteil verschaffte.
Eine weitere traditionelle Verwendungsmöglichkeit lag und liegt bis heute an der Feuerfestigkeit und Wärmespeicherfähigkeit des Steatits bzw. Specksteins. Speckstein-Öfen sind selbst in unserer technisierten Welt immer noch nicht aus der Mode gekommen (siehe Seite: “Speckstein”).
Steatit-Entstehung
Während sich Talkgestein bei einer Regional-Metamorphose im verhältnismäßig niederen Temperaturbereich aus ultrabasischen Gesteinen bildet, entsteht das Mineral “Steatit” meistens tertiär als charakteristisches Gemengteil. Diese magmatisch entstandenen Ausgangsgesteine besitzen einen Gewichtsanteil an Silicium-Dioxid von unter 45 Prozent.
Außerdem kann sich Steatit ebenso durch eine Kontakt-Metasomatose bilden, wenn sich beispielsweise Peridotit, Dolomit oder Serpentin unter dem Einfluss von hydrothermalen Flüssigkeiten oder Dämpfen bei verändertem Druck und entsprechender Temperatur umwandelt. Hier findet ein chemischer Austausch statt, bei dem Mineralien aufgelöst und durch andere ersetzt werden.
Mineralklasse und Kristallsystem
Steatit gehört als Magnesium-Silikat in die Mineralklasse der Schicht-Silikate und kristallisiert im “Monoklinen Kristallsystem”. Meistens bildet er dichte, körnige oder schuppige, großblättrige Massen in weißer, grauer, grünlicher, gelblich bis bräunlicher Färbung. Selten sind jedoch Kristalle, die dann eine charakteristisch pseudohexagonale Form zeigen.
Bestimmungsmerkmale des Steatits
Mit einer Mohshärte von 1, ist Steatit (Talk) das weichste Mineral unter den Mineralen, wobei sich die Härte durch Erhitzen bis auf 6 steigern lässt. Die Dichte liegt bei 2,2 bis 2,8 und die Spaltbarkeit ist aufgrund der blätterigen Struktur hervorragend. Dabei zeigen die einzelnen Spaltplättchen eine erstaunlich flexible Biegsamkeit.
Steatit ist stets in seiner Transparenz undurchsichtig und kann an der Oberfläche Perlmutt-, Wachs- oder Fettglanz bis hin zu vereinzeltem Glasglanz präsentieren. In der Hand fühlt er sich fettig (Fettstein) bis seifig (Seifenstein) an und seine Strichfarbe ist weiß.
Steatit als Heilstein
Steatit lässt sich leicht einfärben, weshalb man sich nicht von besonders farbprächtigen Exemplaren täuschen lassen sollte. Natürlich sind diese als “Eye Catcher” sehr beeindruckend und im dekorativen Bereich durchaus willkommen, wer allerdings eine therapeutische Anwendung anstrebt, benötigt naturbelassenen Steatit. Deshalb muss man hier auf optische Reize verzichten und lieber auf weiße bis graue und zart getönte Exemplare setzen.
Bei Überängstlichkeit und unnötigen Abwehrmechanismen
Allgemein soll Steatit Menschen wieder umgänglicher machen, die sich hinter einer allzu großen Abwehrhaltung verschanzt haben. Sicherlich haben Verletzungen und Enttäuschungen in der Vergangenheit diese ängstliche bisweilen aggressive Zurückgezogenheit ausgelöst, die in dieser akuten Phase wahrscheinlich sehr schützend wirkte. Doch mit der Zeit ist eine Haltung, die alles und jeden auf Abstand hält, grundsätzlich eher hinderlich.
Steatit und das Herz-Chakra
Wer aus dieser inneren “Blockade” ausbrechen möchte, aber seine Ängstlichkeit vor Verletzungen nicht ablegen kann, sollte über einen längeren Zeitraum Steatit zwischen dem Nabel- (Solarplexus) und Herz-Chakra tragen. Um wieder Vertrauen zu schöpfen, muss man wohl oder übel auch das Herz erneut öffnen, denn nicht hinter jeder Annäherung wartet eine herbe Enttäuschung. Mit der Zeit kann man so schließlich für andere Menschen zugänglicher werden und diese mit einer freundlichen Gesprächsbereitschaft überraschen.
Angeblich kann Steatit “verborgene Fähigkeiten” ans Licht locken und dabei helfen, Altlasten zu erkennen und deren Langzeitprobleme endlich zu lösen.
Reinigende und schützende Wirkung
Steatit soll nicht nur das Fettgewebe reinigen, sondern auch bei seinem Abbau helfen, um effektiv Übergewicht zu reduzieren. Allerdings kann man sich bei diesem komplexen Vorgang sicherlich nicht allein auf einen Heilstein verlassen. Eine gesunde Lebensführung und gegebenenfalls auch eine Nahrungsumstellung können nicht außer acht gelassen werden.
Außerdem soll Steatit das Herz und die Blutgefäße schützen und stärken sowie die Funktion der Hormondrüsen, allen voran die Thymusdrüse, regulieren. Diese spielt eine entscheidende Rolle für das Immunsystem und befindet sich unterhalb der sogenannten “Drosselgrube” (Jugulum), die durch die Vertiefung zwischen den beiden Schlüsselbeinen am Übergang von Hals zum Brustbein gekennzeichnet ist. Für diesen Zweck kann man Steatit als Anhänger direkt auf der kleinen Erhöhung des beginnenden Brustbeins tragen, hinter der sich die wichtige Hormondrüse befindet.
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