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Heilstein · Titanit (Insel-Silikate)-Familie

Titanit

Das Calcium-Insel-Silikat "Sphen" trägt aufgrund seines Titan-Gehaltes auch den Namen "Titanit". Dieses eigentlich farblose Mineral kann auch die Farben Gelb, Grün, Rot bis Braun, Grau, Weiß und Schwarz zeigen.

weißgrünrotgelbbraunschwarzgrauTitanit (Insel-Silikate)je-nach-Farbe:-Wurzel--ChakraSakral-ChakraNabel-Chakra-Herz-ChakraStirn-Chakra-(farblosweiß)-Chakra
Titanit - Heilstein

Faktenbox

Mineralfamilie
Titanit (Insel-Silikate)
Farbe
weiß, grün, rot, gelb, braun, schwarz, grau
Chakra
je-nach-Farbe:-Wurzel--Chakra, Sakral-Chakra, Nabel-Chakra-Herz-Chakra, Stirn-Chakra-(farblos, weiß)-Chakra
Fundorte
Europa (Österreich, Schweiz, Deutschland

Titanit im Überblick

Das Calcium-Insel-Silikat “Sphen” trägt aufgrund seines Titan-Gehaltes auch den Namen “Titanit”. Dieses eigentlich farblose Mineral kann auch die Farben Gelb, Grün, Rot bis Braun, Grau, Weiß und Schwarz zeigen.

Titanit soll dabei helfen, äußere und innere Widerstände gleichermaßen zu überwinden. Die vermittelte innere Größe geht einher mit Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit und Selbstbeherrschung.

Der “keilförmige” Titanit

Obwohl dieses Mineral seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist, besteht sein offizieller Mineralname “Titanit” erst seit dem Jahre 1967 (IMA). Dabei liegt die Typlokalität im Bayrischen Wald in der Nähe von Hauzenberg, wo man diesen Schmuckstein erstmals in einer dortigen Graphit-Grube fand. Der deutsche Chemiker “M. H. Klaproth” beschrieb das neu entdeckte Mineral im Jahre 1795 und schuf die Bezeichnung “Titanit”, gemäß des prägenden Titan-Gehalts.

Das einzige Synonym “Sphen” (altgriech. “sphén” für “Keil”) bezieht sich auf eine weitere Eigenschaft des Titanits, denn er bildet häufig keilförmige Kristalle.

Titanit als Heilstein

Da dieses Mineral erst seit Mitte des 18. Jahrhunderts überhaupt bekannt ist, gibt es keine Überlieferungen bezüglich einer traditionellen Nutzung als Schmuck- oder Heilstein. Auch in der asiatischen Heilkunst kommt er nicht vor, obwohl man inzwischen weltweit, also auch in Asien lukrative Titanit-Vorkommen gefunden hat. So gehört dieser Heilstein in der Steinheilkunde nicht zu den üblichen Kandidaten. Obwohl Titanit verschiedene Farben zeigen kann, sind therapeutisch vor allem gelbe und grüne Exemplare untersucht.

Grüner und gelber Titanit

Hitzköpfe gibt es inzwischen immer mehr auf dieser Welt, so scheint es zumindest. Wer leicht seine Beherrschung verliert und dabei womöglich “verbranntes Land” hinterlässt, kann vielleicht von diesem seltenen Heilstein profitieren, der laut moderner Steinheilkunde die Selbstbeherrschung fördern soll.

Gelber Titanit bei inneren und äußeren Widerständen

Innen wie Außen oder Außen wie Innen? Oft weiss man nicht, wo der sprichwörtliche “Hund begraben” liegt, denn alles erscheint schwer und blockiert, sodass man gegen Windmühlen kämpft und nicht voran kommt. Da man im Außen oft nichts ändern kann, ist der erste Ansatz wohl immer bei sich selbst anzufangen.

Gelber Titanit kann eine Distanz zum Auslöser der Wut schaffen, die entsteht, wenn äußere Widerstände unsere Vorstellungen durchkreuzen. Ein aufrichtiger, neutraler Blick auf die herrschende Situation kann die emotionale Verstrickung aufzeigen und eine innere Größe und Weite erlebbar machen, die darüber steht. Das Thema “Authentizität” und mutige “Aufrichtigkeit” tritt so in den Mittelpunkt der eigenen Entwicklung. So kann man wahrnehmen, wie der alt bekannte Spruch “In der Ruhe liegt die Kraft” tatsächlich Widerstände überwindbar macht, ohne mit dem Kopf durch die Wand zu müssen.

Titanit und das Nabel-Chakra (Solarplexus)

Gelbe Varietäten des Titanits sollte man mit Hautkontakt im Bereich des Magens (Solarplexus) tragen, denn hier kann dieser Heilstein die Verdauung unterstützen. Außerdem sollen ebenso hartnäckige Entzündungen sowie Beschwerden mit dem Zahnfleisch gelindert werden.

Grüner Titanit macht vertrauenswürdig

Wir alle wünschen uns aufrichtige Menschen in unserem Umfeld, doch gehören wir selbst auch zu denen, die integer und authentisch denken und handeln? Besitzen wir einen moralischen, inneren Kompass, der uns auch ohne den Druck von Gesetzen, Vorschriften und kontrollierender Instanz sozialverträglich handeln und gleichzeitig den eigenen Werten folgen lässt?

Grüner Titanit soll laut Steinheilkunde zu Integrität verhelfen, die durch Rechtschaffenheit und Zuverlässigkeit geprägt ist, wo Worte und Taten zusammenpassen. Ein konsequentes Handeln nach den eigenen Wertmaßstäben kann in der grünen “Titanit-Aura” ohne Verbissenheit und Sturheit viel bewegen.

Titanit und das Herz-Chakra

Um Zorn und verbissene, ungesunde Moralvorstellungen zu entkräften, sollte man grünen Titanit im Bereich des Brustkorbs tragen oder auflegen. Da im Herz-Chakra die körperlich instinktiven Reaktionen auf die geistigen Werte und Vorstellungen treffen, kann man hier das emotionale Gleichgewicht am schnellsten erreichen. Wut und rigide Strenge schaden vorrangig diesem Körperbereich und dem Herzen selbst, wo Bauchgehirn und Zentralgehirn nach passenden Lösungen und Reaktionen suchen.

Körperlich soll grüner Titanit das Immunsystem stärken und die Regeneration verbessern sowie bei Entzündungen (z. B. Bronchitis, Sinusitis, Zähne) helfen.

Titanit-Entstehung und Merkmale

Seiner chemischen Formel gemäß ist Titanit ein Calcium-Titan-Silikat, das zur Mineralklasse der “Silikate und Germanate” und strukturell zu denInsel-Silikaten gehört. Titanit kann sowohl primär in magmatischen Prozessen als auch tertiär durch metamorphe Vorgänge in Pegmatiten entstehen.

Kristallsystem und Erscheinungsform

Titanit kristallisiert im “Monoklinen Kristallsystem” und bildet oft keilförmig zugespitzte Kristalle und Kristall-Zwillinge mit Glas- bis Diamantglanz. Allerdings kann man ihn auch in massigen bis körnigen Mineral-Aggregate finden.

Die Farben des Titanits

In reiner Form ist Titanit immer durchsichtig und farblos, was sich jedoch durch eingelagerte Fremdstoffe, eine polykristalline Ausbildung oder Fehler im Gitterbau ändern kann. So nimmt die durchsichtige Transparenz teilweise bis zur Undurchsichtigkeit ab.

Je nachdem welche chemischen Fremdatome im Gitteraufbau zu finden sind, entstehen dadurch Kristalle in gelben, grünen, rötlichenoder braunen, grauen bis schwarzen Farbtönen. Zu einem weißen **Farbeindruck **führen hingegen Polykristalle aus mehreren Titanit-Einzelkristallen und ebenso vorhandene Gitterbaufehler im Titanit-Gefüge, da hierdurch eine vielfache Lichtbrechung im eigentlich durchsichtigen Kristall entsteht.

Titanit-Bestimmungsmerkmale

Die Mohshärte des Titanits liegt bei 5,0 bis 5,5 und seine Dichte zwischen 3,48 und 3,6. Je nach ausgebildeter Kristallfläche, lässt er sich mehr oder weniger gut spalten, wobei er spröde und muschelige Bruchstellen zeigt. Titanite im reinen, farblosen oder weißen Zustand, aber auch die farbigen Exemplare hinterlassen immer eine weiße Strichfarbe. Die Transparenz reicht von durchsichtig bis undurchsichtig und die Kristalloberflächen besitzen einen Harz-, Glas- oder gar Diamant-Glanz.

Vorsicht bei der Verarbeitung als Schmuckstein!

Da Titanit empfindlich auf Hitze, Säuren (Schwefelsäure) und Laugen reagiert, muss er während der Schmuckherstellung als Schmuckstein sorgsam behandelt und entsprechend geschützt werden. Vor dem Lötkolben schmelzen beispielsweise seine Kristallkanten glasähnlich dunkel an.

Vorkommen und Besonderheiten des Titanits

Sind Uran-, Thorium- oder Radium-Einlagerungen im Gefüge vorhanden, zeigt Titanit eine leichte Radioaktivität, die je nach Fundort an Intensität variieren kann. Doch im Allgemeinen ist diese Strahlung minimal, sodass keine Gefahr von ihr ausgeht. Auch wenn dieser Schmuck- und Heilstein keine Seltenheit ist und an vielen Orten der Erde vorkommt, so stechen doch einzelne besonders attraktive Funde heraus.

Österreich, Schweiz und Russland

Sammelwürdige, größere Titanit-Kristalle sind eher selten und stammen oft aus Österreich (z.B. Zillertal) oder aus der Schweiz (z.B. Binntal), aber auch in Russland (Ural) hat man schon Kristalle mit bis zu 18 cm Länge entdeckt.

Deutschland

Zwischen Dresden und Freital liegt der sogenannte “Plauensche Grund”, ein Landschaftsbereich Sachsens mit geologisch historischer Bedeutung. Das dort vorkommende, meist mittelkörnige Tiefengestein “Monzonit” ist reich an Feldspat und hat berühmte “Titanitspiegel” mit hoher Qualität hervorbrachte, die in der Geologie und Mineralogie eher eine Seltenheit sind. Diese Kristalle besitzen eine spiegelnde Oberfläche mit besonderes beeindruckendem Glas- bis Diamant-Glanz.

Kanada und USA

Titanit-Kristalle mit einem enormen Gewicht von um die 40 kg kamen inzwischen im kanadischen Ontario und im US-Bundesstaat “New York” ans Tageslicht. Allerdings sind diese Exemplare meistens nur unvollkommen ausgebildet.

Weitere Vorkommen an Titanit

Neben den schon erwähnten Titanit-Vorkommen, können auch andere Länder lukrative Exemplare liefern. Dazu gehören in Europa beispielsweise Frankreich, Italien, Finnland, Schweden, Großbritannien, Spanien, Portugal oder Griechenland und in Afrika Marokko, Malawi, Tansania, Madagaskar oder Kamerun. In Asien fördert man z. B. in Indien, Pakistan, Sri Lanka, China, Japan oder Nord- und Süd-Korea Titanit zutage und in Amerika sind neben Kanada und den USA lukrative Vorkommen beispielsweise in Brasilien, Bolivien, Chile, Argentinien und Mexiko zu finden. Selbst der Kontinent “Australien” besitzt Titanit-Lagerstätten.

Titanit-Verwendung

Im geschliffenen Zustand entwickelt der Titanitspiegel des durchsichtigen Schmucksteins eine starke Lichtstreuung (Dispersion), die sein intensives Feuer ausmacht. Deshalb taucht Titanit im Facettenschliff manchmal als Ersatz für Diamanten auf. Allerdings ist er mit seiner verhältnismäßig geringen Härte sowie Laugen-, Säure- und Hitzetoleranz kein idealer und vielgenutzter Schmuckstein, sondern vielmehr ein beliebtes, mineralogisches Sammelobjekt. In Sammelkreisen ist der sehr attraktive Titanit deshalb häufiger als Kristall-Stufe oder Zwilling in schützenden Vitrinen anzutreffen, als in Schmuckstücken, die durch die Nutzung beansprucht werden.

Manchmal dienen massige Titanit-Aggregate lokal als Rohstoff für die Herstellung von Titandioxid, doch meistens bevorzugt man in der Industrie natürlich vorkommende Titandioxide wie beispielsweise Rutil.

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