Streifenachat - Schicht für Schicht
Verschieden dicke Bändern, Schichten bzw. Streifen sind die optischen Merkmale der gesamten Achat-Familie, da sie sich aus unterschiedlichen Quarz-Ablagerungen zusammensetzen. So kann man in Achaten farbige Schichten aus der vielfältigen Quarz-Gruppe (beispielsweise faseriger Chalcedon, Karneol oder Onyx) finden, aber auch Kristallquarze wie Bergkristall, Amethyst oder Rauchquarz und Vertreter der Jaspis-Familie. Selten kommen außerdem Opal-Ablagerungen vor.
Verschiedene Zusammensetzung der Ablagerungen
Je nach chemischer Zusammensetzung der einzelnen Bänder und Streifen, gestaltet sich die farbliche Erscheinung des Achats sehr vielfältig. So können in Streifenachat feinst verteilte Fremdstoffe wie Eisen (Fe), Calcium (Ca), Aluminium (Al), Mangan (Mn) oder Magnesium (Mg) eingelagert sein. Außerdem kann man zwischen den einzelnen Mikrokristallen der Quarze und deren Schichten andere Mineralien wie beispielsweise Calcit, Chlorit, Hämatit oder Limonit finden, die zusammen mit den Fremdstoff-Einlagerungen eine große Bandbreite an Farben, Zeichnungen und Mustern ermöglichen.
Ohne Fremdstoffe und eingelagerte Mineralien hat reiner Quarz nämlich die Farbe Graublau, Grau oder gar Weiß, die auch in Streifenachat reine Quarzablagerungen farblich kennzeichnen.
Entstehung der Bänder und Streifen
Allgemein bildet sich Achat primär unter hydrothermalen Bedingungen, wobei die Temperaturen etwa zwischen 100° und 200° C liegen. Meistens entsteht er in den Gasblasen vulkanischer Gesteine, aber auch Ablagerungen in Gängen und Spalten sowie in Hohlräumen von Sedimenten kommen vor. Wenn nach der Verfestigung dieser Sedimentschichten heiße Kieselsäure aus dem Magma hochsteigt und eindringen kann, können sich auch in diesen Gesteinen Achate bilden.
Streifenachat entsteht durch die Ablagerungen der einzelnen Quarz-Schichten, während die Kieselsäure langsam erstarrt und austrocknet. Nach und nach setzen sich so die chemischen Bestandteile Schicht für Schicht ab, sodass sich mit der Zeit markante, individuell gestreifte Zeichnungen bilden. Die verschiedenen Schichten können aus Chalcedonen, Kristallquarzen, Jaspis und selten auch aus Opal-Ablagerungen bestehen, die sich auch immer wieder abwechseln können.
Kristallstruktur
Als Auskleidung oder Füllung von Hohlräumen kristallisiert Achat im "Trigonalen Kristallsystem", wobei die einzelnen Kristalle in den verschiedenen Lagen meistens mikroskopisch klein sind. Nie gleicht ein Achat dem anderen, da während seiner jeweiligen Entstehung die Bedingungen der Umgebung (Druck, Temperatur, Strahlung...) und die vorkommenden, chemischen Elemente so vielfältig sein können, wie das spätere Achat-Produkt selbst.
Während und nach der Ablagerung und Kristallisierung der einzelnen Achat-Schichten können zusätzliche geologische Prozesse zu Verformungen, Verschiebungen oder Brüchen der Bänderungen führen, sodass individuelle Zeichnungen entstehen, die einzigartiger nicht sein könnten.
Verschiedene Achat-Varietäten
Da man Achate weltweit finden kann und ihre optische Vielfalt deshalb auch sehr groß ist, unterteilt man sie in verschiedene Varietäten, die meistens über das optische Erscheinungsbild definiert werden. Demnach fasst man ähnliche Exemplare mit ähnlicher Entstehungsgeschichte beispielsweise unter den Begriffen "Band-, Schicht- bzw. Streifenachat" sowie "Augenachat", "Feuerachat", "Flammenachat", "Landschaftsachat", "Wolkenachat" oder "Trümmerachat" zusammen (siehe Seite "Achat").
Allgemeine Bestimmungsmerkmale
Wie alle Achate, hat auch Streifenachat eine Mohshärte von 7 und eine Dichte von 2,6 vorzuweisen. Er besitzt keine Spaltbarkeit und zeigt einen muscheligen, unebenen Bruch. Meistens ist er leicht durchscheinend, selten völlig undurchsichtig in seiner Transparenz, während sich Glasglanz jedoch oft erst nach dem Polieren erkennen lässt. Quarz-gemäß ist seine Strichfarbe weiß.
Heilstein-Anwendung je nach Farbe und Signatur
Der Begriff "Streifenachat" taucht in älterer Literatur nicht auf, sodass er wohl die beiden Varietäten "Bandachat" und "Schichtachat" beschreibt, die am deutlichsten verschiedenfarbige Lagen, Bänder, Streifen als Schichtablagerungen zeigen. Vor allem die Haut und das Gewebe sowie alle Organe, die sich aus verschiedenen Haut- und Gewebeschichten zusammensetzen, profitieren von der Vielfalt der Achate.
Gestreifte Achate für Festigkeit und inneren Halt
Allgemein rät die Steinheilkunde, die jeweilige "Signatur" eines Achats zu beachten, denn diese verrät sein bevorzugtes, therapeutisches Einsatzgebiet. So trägt beispielsweise ein "Augenachat" eine augenähnliche Zeichnung (lat. "signum" für "Zeichen"), sodass man diese Varietät besonders bei Augenproblemen nutzten kann. Andere Achate beschreiben wiederum die Form innerer Organe (Blase, Gebärmutter, Magen...) und können in den entsprechenden Körperregionen mit Hautkontakt aufgelegt werden.
Gebänderter Streifenachat steht für Stärke, Belastbarkeit, Festigkeit, Stabilität, innere Ruhe und Beständigkeit, sodass er für Krisenzeiten und Perioden schwerer körperlicher und seelischer Belastung bestens geeignet ist. Er ermöglicht eine gesunde Abgrenzung, ohne jedoch den Kontakt zur Außenwelt zu verlieren.
Achat als Heil- und Schutzstein
Traditionell ist Achat schon lange auch ein Heilstein für die Frau, da er sich positiv auf die primären Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eierstöcke) auswirken soll, besonders wenn er zusätzlich eine Gebärmutter-Signatur aufweist. Aber auch die verschiedenen Lebenszyklen einer Frau kann ein Achat hilfreich unterstützen (Pubertät und Menstruation, Schwangerschaften und Entbindungen, Klimakterium und Menopause).
Bandachat aus Gesteinsblasen
Besitzt ein Achat ein rosafarbenes Zentrum und äußere, graue bis blaue gleichförmige Bänder, so soll er bei Entzündungen der Blase oder Gebärmutter helfen. Streifenachat mit gelben Schichten empfiehlt die Steinheilkunde wiederum unter anderem auch bei Gelenk-, Magen- (Solarplexus) oder Darmbeschwerden (Sakral-Chakra). Ein direkter Hautkontakt an der betroffenen Körperregion ist dabei unbedingt erforderlich und sollte therapiebegleitend regelmäßig erfolgen.
Schichtachat mit Lagen und Streifen
Verlaufen die Schichten ohne Verformung ziemlich parallel als Lagen auf Spalten von vulkanischen Gesteinen (Sinter- oder Schichtachat), soll das regelmäßige Tragen dieses Achats mit Hautkontakt die Elastizität der Gefäße verbessern, was Krampfadern vorbeugen kann. In diesem Bereich sind Exemplare mit einer "Hautsignatur", die als Streifenachat besonders viele, dünne Streifen zeigen, besonders hilfreich. Sie sollen aufbauend und entschlackend auf die Haut wirken und bei Entzündungen, Ausschläge und allgemeinen Hautproblemen helfen. Trommelstein-Anhänger und Kugel-Ketten sind hierfür bestens geeignet.
Grenzen setzen und Kontakte pflegen
Das seelische Thema des Streifenachats ist hier, entsprechend unserer äußeren Hülle, einerseits eine schützende Abgrenzung gegen "Eindringlinge" aller Art, aber andererseits auch berührende Kontaktaufnahme als soziales Wesen. So stellt sich ein inneres Sicherheitsgefühl auch ohne gänzlichen Rückzug ein.
Streifenachat mit Hautsignatur ermöglicht außerdem ein konstruktives Denken und konzentriertes Handeln sowie, wenn nötig, auch ein kraftvolles, beständiges Engagement, das stets dem angestrebten Ziel verpflichtet ist.
(Weitere Informationen siehe auf der Seite "Achat"!)