Faktenbox
- Mineralfamilie
- Turmalin (Ring-Silikate)
- Mohshärte
- 7.3
- Farbe
- grün, blau, rosa
- Chakra
- Herz-Chakra
- Fundorte
- Brasilien, USA, Pakistan
Turmalin-Katzenauge im Überblick
Am häufigsten kommt Turmalin-Katzenauge in der Farbe “Grün” (Verdelith) vor, aber es gibt auch blaue und rosafarbene Exemplare.
Im Allgemeinen steht dieses Katzenauge für eine ideenreiche Fantasie und horizonterweiternde Sicht, sodass Perspektivenwechsel leichter fallen. Dementsprechend soll es intensiv auf den Kopf wirken und die Sinneswahrnehmung verbessern.
Turmalin-Katzenauge
Unter den Turmalinen ist ein Katzenauge etwas ganz Besonderes. Hier steht die Farbe ausnahmsweise nicht im Mittelpunkt, denn erst eine dunklere Tönung verschafft den nötigen, kontrastierenden Hintergrund für diese seltene Lichterscheinung auf der Kristalloberfläche. Der schmale, helle Lichtstreifen entsteht, wenn das Licht an parallel eingelagerten Mineralfasern oder auch Wachstumsröhren entsprechend reflektiert wird und sich so vom restlichen Kristall durch eine strahlend helle Linie abhebt. Dabei unterscheidet sich ein Turmalin-Katzenauge durch einen weicheren, sanften Übergang der Lichterscheinung von dem eigentlich so bezeichneten “Katzenauge” des Chrysoberylls (ohne weiteren Zusatz ist in der Regel unter “Katzenauge” nämlich immer ein Chrysoberyll gemeint).
Seltene Rarität
Wer im Handel ein Turmalin-Katzenauge findet, sollte unbedingt zugreifen, denn diese Varietät des Turmalins ist eine echte Rarität. Voraussetzung ist natürlich, dass man dieses Katzenauge auch anziehend findet.
Turmalin-Katzenauge als Heilstein
Obwohl dieser optische Effekt der Chatoyance bei Turmalinen so selten vorkommt, gibt es dazu trotzdem entsprechende Aufzeichnungen aus der Steinheilkunde über seine therapeutische Wirkung. Da in der Natur am häufigsten grüne Turmalin-Katzenaugen vorkommen, beziehen sich die hier beschriebenen therapeutischen Ansätze entsprechend auf das “Verdelith-Katzenauge” oder grünlich blaue “Indigolith-Katzenauge”.
In der Steinheilkunde steht der Turmalin mit parallel gelagerten Nadel-Einschlüssen oder Röhrenbildungen und charakteristischem Lichtschimmer somit für eine ideenreiche Fantasie, die uns oft erst einen anderen **Blickwinkel **ermöglicht. Dieser kann dabei helfen das Besondere im Alltäglichen zu entdecken, und dadurch eine höhere Wertschätzung für das angeblich Banale zu entwickeln.
Entdecke dich selbst!
Turmalin-Katzenauge ermöglicht einen besseren Zugriff auf die eigene innere Bilder- und Ideenwelt und motiviert so, daraus auch kreative Impulse in die äußere Welt zu tragen. Da sich dadurch auch ein Perspektivenwechsel vollziehen kann, findet man außerhalb der gewohnten Regeln und Sichtweisen horizonterweiternde Anregungen, die automatisch ein Wachstum der eigenen Persönlichkeit mit sich bringen. Vor allem eine größere Toleranz und Empathie Andersdenkenden gegenüber können “Nebenprodukte” sein, wenn man auch einmal seinen Blickwinkel auf die Dinge und Geschehnisse verändert.
Nerven und Sinne stärken
Körperlich soll sich ein Turmalin-Katzenauge vor allem positiv auf das Nervensystem und den Kopf (Gehirn) auswirken, wodurch sich die Sinneswahrnehmungen über die verschiedenen Sinnesorgane verbessern können. Die so aufgenommenen äußeren Informationen und Reize bilden allerdings oft das Gegenstück zu unserem Innenleben und Empfinden, sodass innere Konflikte auftreten können. Um den Zwiespalt zwischen äußeren und persönlichen Maßstäben zu schließen, kann das Tragen dieses Heilsteins hilfreich sein. Ein Turmalin-Katzenauge kann nämlich die Verbindung dieser beiden Welten deutlich erleichtern, damit im Innern wieder Ruhe und Gleichmut einziehen kann.
Entgiftende Prozesse unterstützen
Dadurch dass ein Turmalin-Katzenauge die Ausscheidung über den Darm anregen soll, kann sich auch die Entgiftung im gesamten Organismus verbessern. Die Atemwege werden außerdem geschont, wenn man dieses Katzenauge auf der Brust trägt, denn die Atmung gehört ebenso zu den Möglichkeiten des Körpers, Gift- und Abfallstoffe loszuwerden.
Therapiebegleitend kann dieser Heilstein hilfreich bei schmerzhaften Problemen mit den Gelenken sein, deren Ursache unter anderem auch eine falsche Ernährung sein kann. Turmalin-Katzenauge soll sich nämlich positiv auf die Gelenke auswirken und Schmerzen lindern, da er die entgiftende Ausscheidung unterstützen kann. Allerdings spielt hier meistens ein gesunder Lebenswandel und eine angepasste Ernährung die Hauptrolle, ohne die ein Heilstein auf Dauer wenig ausrichten kann.
Turmalin-Pflege
Man kann auch ein Turmalin-Katzenauge ganz bequem unter fließendem Wasser reinigen und entladen, wobei die Wassertemperatur im lauwarmen Bereich liegen sollte. Auch wenn manche Quellen die mögliche Reinigung mit einer milden Seife erwähnen, so sollte man lieber auf jede Form von Reinigungsmittel verzichten, wenn keine wirklich starken Verschmutzungen vorliegen. Meistens reicht auch jedoch ein sanftes Abreiben mit einem weichen Baumwolltuch völlig aus und aggressiv reinigende Chemikalien sowie Ultraschallreinigungen sollten eigentlich gänzlich tabu sein.
Reinigen, entladen und wieder aufladen
Bei regelmäßigem Gebrauch kann eine lauwarme Dusche einmal in der Woche geschehen, ansonsten reicht auch eine Reinigung einmal im Monat. Danach entladen manche Nutzer:innen ihren Heilstein noch einmal zusätzlich in einer Glasschale mit Hämatit-Steinen, was nach einer intensiven, therapeutischen Anwendung sicherlich sinnvoll ist.
Später erfolgt dann oft ein erneutes Aufladen des Turmalin-Katzenauges in der Abendsonne oder während der Nacht im Mondlicht. Doch auch eine Lagerung in einer Bergkristall-Stufe oder Amethyst-Druse ist denkbar, um dem Heilstein wieder zu alter “Frische” zu verhelfen.
Sichere Lagerung
Obwohl die Turmalin-Mohshärte mit 7 bis 7,5 doch recht hoch ist, sollte man dennoch speziell ein Turmalin-Katzenauge immer geschützt und separat aufbewahren, damit auf der rundgeschliffenen Cabochon-Oberfläche keine Kratzer entstehen können. Diese beeinträchtigen nämlich nicht nur das Erscheinungsbild und den charakteristischen Seidenglanz mit Lichteffekt, sondern verringern auch den Wert des raren Edelsteins.
Wie entsteht ein Turmalin-Katzenauge?
Wie alle Turmaline entsteht ein Turmalin-Katzenauge ebenfalls **primär **aus saurem Magma mit entsprechendem Bor-Gehalt. Die nadelförmigen, parallel gelagerten Einschlüsse (wie Rutilfasern bei Chrysoberyll) oder hohlen Wachstumsröhren innerhalb des Turmalin-Kristalls bilden sich jedoch bevorzugt während einer hydrothermalen Entstehung. Hier wirkt heißes Wasser auslaugend auf das Umgebungsgestein, sodass eine Mineralstoff-Lösung entsteht, aus der sich in der Folge erneut Mineralien bilden können, wenn die Flüssigkeit beim Abkühlen kristallisiert.
Die Hydrothermale Phase
Damit sich bei einer Kristallisation der abkühlenden Mineralstoff-Lösungen auch tatsächlich Turmaline bilden können, muss in der Ausgangslösung das Element “Bor” vorhanden sein, das charakteristisch für diese Mineral-Gruppe ist. Hydrothermal entstandenen Turmalin findet man als “Bor-Ring-Silikat” aus der Mineralklasse der “Silikate” häufig als “Auskleidung” in verschieden großen Gesteinshohlräumen, den sogenannten “Drusen”, wo sich vorzugsweise meistens die Edelstein-Qualitäten “Elbait” und “Liddicoatit”, samt ihrer Farbvarietäten bilden. So kann in dieser “Hydrothermalen Phase” ein Katzenauge entstehen, wenn sich nadelförmige Mineralfasern im wachsenden Turmalin-Kristall parallel ausrichten oder hohle Wachstumsröhren in Längsrichtung den Kristall durchlaufen. Dabei kommen in der Natur selten, aber am Ehesten grüne Turmalin-Katzenaugen (Verdelith) vor, während “Indigolith” noch seltener in einem grünlichen Blau und “Rubellit” in Rosa-Tönen erscheint.
Kristallsystem und charakteristische Einschlüsse
Da ein Turmalin-Katzenauge wie alle Turmaline im “Trigonalen Kristallsystem” auskristallisiert, entstehen auch hier Kristalle mit einem dreieckigen **Querschnitt **und deutlichen Rillen auf den leicht gewölbten drei Außenseiten. Allerdings konnten sich in diesem Falle zusätzlich noch einzelne, nadelartige Mineralfasern parallel anordnen oder sich während des Wachstums Hohlröhrchen bilden, die als dünne, eingeschlossene “Anomalien” den Kristall der Länge nach durchlaufen. Später führen diese dann zu einer linienförmigen Lichtreflexion, die allerdings erst durch das gekonnte Schleifen des rohen Turmalins in eine Cabochon-Form auch deutlich sichtbar wird. Deshalb erhalten Turmaline mit Katzenaugen-Effekt niemals einen facettierten Schliff, der diesem besonderen Lichtschimmer nur im Wege stünde.
Merkmale eines Turmalin-Katzenauges
Optisch ist ein grünes Turmalin-Katzenauge durch einen seidigen Glanz und weichere Übergänge im Bereich der Lichtreflex-Zone gekennzeichnet (im Vergleich zu grünem Chrysoberyll-Katzenauge). Im Querschnitt kann man außerdem nicht selten reflektierende Lichtzonen beobachten, die je nach Einfallswinkel des Lichtes aufblitzen und hie und da sogar Lichtringe bilden (Halo-Effekt). Letztere sind allerdings nur erkennbar, wenn man den Querschnitt nahe ans Auge hält und dabei in eine Lichtquelle blickt.
Mögliche Varietäten des Turmalin-Katzenauges
Strukturell sind alle Turmaline als **Bor-Aluminium-Ring-Silikate **definiert, wobei deren stoffliche Zusammensetzung jedoch sehr variieren kann. Bei den Edelstein-Qualitäten “Elbait” (Natrium-Aluminium-Turmalin) und “Liddicoatit” (Calcium-Aluminium-Turmalin) kommt beispielsweise ein prägnanter Lithium-Anteil hinzu, der für die Heilstein-Anwendung besonders wesentlich ist. Außerdem sind die Spurenelemente “Chrom” (Verdelith), “Mangan” (Rubellit) oder “Eisen” (Indigolith) in den verschiedenen Farbvarietäten farbgebend vertreten, die sich ebenfalls auf die Ausstrahlung des jeweiligen Turmalins auswirken.
Turmalin-Augen besitzen meistens einen mittleren bis dunkleren Grünton, sodass der Lichteffekt eines Chatoyance-Streifens besonders gut zur Geltung kommt.
Turmalin-Bestimmungsmerkmale
Die Turmalin-Härte von 7 bis 7,5 und die Dichte zwischen 3,02 und 3,26 unterscheiden dieses Katzenauge deutlich von Chrysoberyll-Katzenaugen, deren Mohshärte mit 8,5 ein Edelstein-Merkmal erfüllt und deren Dichte mit 3,7 bis 3,72 weit höher angesiedelt ist.
Turmalin besitzt keine Spaltbarkeit und hinterlässt muschelige, unebene bis teilweise splitterige Bruchstellen. Im Allgemeinen haben Elbait oder Liddicoatit eine weiße Strichfarbe, doch in den Farbvarietäten brechen die farbgebenden Spurenelemente durch. So zeigt in diesem Fall ein grünes Turmalin-Katzenauge ebenso einen blassgrünen Strich.
Glasglanz mit effektvollem Schimmer
Mit durchsichtiger bis durchscheinender Transparenz zeigt Turmalin normalerweise Fett- bis Glasglanz, der allerdings bei Katzenaugen einen zusätzlichen seidigen Schimmer erhält. Da vor allem die sogenannten “Wachstumsröhren” im Inneren des Kristalls zu einem ähnlichen Lichtreflex führen, wie man ihn bei Tigeraugen mit Asbestfasern beobachten kann, entsteht auf der rundgeschliffenen Oberfläche ein weicher, leicht milchig-trüber Übergang mit Seidenglanz im Bereich des Lichteffekts.
Weitere Infos auf der Seite “Turmalin”!
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