Aegirin (Ägirin)

Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0

Aegirin (Ägirin) bildet typischerweise bräunlich, dunkelgrüne bis schwarzgrüne Kristalle. Er wird bei Trauer durch Verlust oder Trennung empfohlen und soll helfen Beziehungsprobleme zu überwinden. Das Selbstbewusstsein kann gestärkt werden.

Farbe: Dunkelgrün bis Schwarzgrün, Bräunlich
Familie: Aegirin/Ägirin (Pyroxengruppe/Ketten- und Bandsilikate)
Aufladen: mit Bergkristall
Chakra: Herz-Chakra (grün), Sakral- oder Wurzel-Chakra (gelb, braun)
Länder: Norwegen, Malawi, Kanada, Deutschland, Russland, Österreich, Schweiz… weltweit
Sternzeichen: Keine Zuordnung
Spirituell: bei Beziehungsproblemen, Trauer und Trennung
Seelisch: soll Selbstachtung, Aufrichtigkeit und Tugenden fördern
Mental: kann die Ausrichtung auf wesentliche Ziele stärken
Körperlich: bei Nerven-, Muskel-, und Rückenschmerzen empfohlen, die Hormondrüsen regulierend
Anwendung: auf betroffene Körperstellen legen, Hautkontakt ist wichtig

Aegirin (Ägirin) –

kein klassischer Heilstein

Aergirin gehört nicht zu den Heilsteinen mit einer langen Tradition. Erst seit einigen Jahren hat er in der Steinheilkunde einen Platz gefunden. Das häufig vorkommende Mineral aus der Pyroxengruppe gehört zu den Ketten- und Bandsilikaten und zeigt durch seine monokline Kristallbildung meistens nadelige bis prismatische lange Kristalle.

Die Entdeckung von zwei neuen Mineralen?

Erstmals erwähnt und beschrieben wird ein bräunlicher Pyroxen-Fund in Norwegen im Jahre 1821. Die Entdecker benennen ihn mit dem griechischen Wort „Akmit“ (Punkt). Vierzehn Jahre später, im Jahre 1835, fand man einen grünen Pyroxen in der ehemaligen norwegischen Provinz Vestfold (Insel Laven) und gab ihm den Namen „Ägirin“ nach dem nordischen Meeresgott „Ägir„.
Als jedoch durch genauere Untersuchungen klar war, dass beide Funde zur gleichen Mineralart gehören, entschied man sich, die Bezeichnung „Akmit“ als Synonym des „Aegirins“ zu verwenden.

Entstehung und Erkennungsmerkmale des Aegirins

Inzwischen ordnet man Aegirin in die Gruppe der monoklin-prismatischen Klinopyroxene.

Wie und wo entsteht ein Aegirin (Ägirin)?

Als Kettensilikat der Pyroxengruppe ist er primär entstanden, was bedeutet, dass er sich in magmatischen Gesteinen (z.B. Karbonatit, Syenit) gebildet hat. Allerdings kann er auch in basischen, magmatischen Tiefengesteinen (Plutonite) wie Granit entstehen. Er bildet nadelige oder dickere prismatisch lange Kristalle, die zu radialstrahligen Grüppchen verwachsen sein können.
Meistens findet sich Aegirin jedoch in Begleitgesteinen, wie Apophyllit, Eudialyt, Nephelin, Serandit und kaliumhaltigen Feldspaten. Die Kristalle sind dann mit ihrem Basisgestein verwachsen und bilden derbere Aggregate.

Fundorte von Aegirin

Neben dem ursprünglichen Entdeckungsland Norwegen, sind inzwischen etwa 1200 neue Fundorte hinzugekommen. In Baden-Württemberg (Kaiserstuhl, Odenwald), in Bayern (Fichtelgebirge), Rheinland-Pfalz (Bellerberg-Vulkan, Mayen-Koblenz), Nordrhein-Westphalen und in Schleswig-Holstein gibt es beispielsweise auch in Deutschland Aegirin-Vorkommen. Ebenso können Österreich einige und die Schweiz wenige Fundorte vorweisen.

Besonders schöne prismatische Aegirin-Kristalle von außergewöhnlicher Größe (15 bis 30 cm) stammen jedoch aus Malawi und nach wie vor aus Norwegen.
Weitere Fundorte liegen beispielsweise in Afrika (z.B. Angola, Algerien, Äthiopien, Guinea, Südafrika), Australien und Neuseeland, Kanada, USA, Zentral– und Südamerika (z.B. Guatemala, Honduras und z.B. Guyana, Venezuela, Peru, Chile, Paraguay), Russland und asiatischen Ländern, wie Kasachstan, Indien, Indonesien, China und Japan. Die Liste der Fundorte ist mit dieser Aufzählung nur beispielhaft, denn auf allen Kontinenten in weit über 60 verschiedenen Staaten gibt es Aegirin-Vorkommen.

Wie erkennt man Aegirin?

Die Mohshärte dieses Minerals liegt bei 6 und seine Dichte bei 3,5 bis 3,6. Aegirin lässt sich gut spalten, zeigt aber einen unebenen Bruch. Die Strichfarbe ist ein helles Gelbgrau und die Kristalle sind durchscheinend bis undurchsichtig. Aegirin zeigt als Kristall oft einen schönen Glasglanz, in Verwachsungen mit anderen Gesteinen wirkt er jedoch eher matt. Sein sichtbarer Pleochroismus bei Kristallen reicht von Smaragd- oder Grasgrün bis Dunkelgrün, Braungrün bis Grün und Gelbbraun bis Gelb.

Varietäten des Aegirins

Die manganhaltige Varietät des Aegirins, trägt den Namen „Urbanit„, während ein Aggregate aus den beiden Kettensilikaten Aegirin und Augit aus der Pyroxen-Gruppe folgerichtig „Aegirin-Augit“ genannt werden. Die Minerale befinden sich hier in einer Matrix, die einzelne Kristalle der genannten Pyroxene umschlossen hat.

Anwendung als Heilstein

Sowohl der reine Aegirin als auch das Gemenge Aegirin-Augit hat heute in der Steinheilkunde ein Anwendungsgebiet. Dabei gibt es Ähnlichkeiten und zusätzliche Einsatzmöglichkeiten, wenn Augit dazukommt.

Aegirin

Dieser Heilstein steht für aufrichtige Tugend, die ein gesundes Selbstbewusstsein und eine notwendige Selbstachtung fördert. Bei Beziehungsproblemen kann dieser Stein deshalb besonders hilfreich sein, wenn eine Partei dominiert oder manipuliert wird. So kann eine vielleicht nötige Trennung selbstsicher erfolgen und der Schmerz darüber hält sich in Grenzen. Aegirin hilft dabei, sich auf ein wesentliches Ziel zu konzentrieren, ohne sich von außen ablenken zu lassen.
Die Steinheilkunde setzt den Aegirin bei Schmerzen des Rückens und der Muskeln ein. Außerdem soll er förderlich für die Nerven, Hormondrüsen und Knochen sein.

Aegirin-Augit

Diese beiden Heilsteine in einer Matrix verbunden, stehen für Ausdauer und eine klare innere Haltung. Die Geduld und Selbstbeherrschung sollen steigen, ohne dass man zum Spielball von äußeren oder inneren emotionalen Einflüssen wird. So kann man körperlich und geistig langmütig arbeiten und muss keine Überbelastung fürchten.
Die Steinheilkunde setzt dieses Gemenge zur Förderung der Verdauung (Darm), Nieren und Hormondrüsen ein. Außerdem wird Aegirin-Augit ebenfalls als schmerzlindernd beschrieben.

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