Faktenbox
- Mineralfamilie
- Quarz (Oxide)
- Mohshärte
- 7
- Farbe
- silbergrau, grau, graublau
- Chakra
- Stirn-Chakra, Hals-Chakra
- Sternzeichen
- Steinbock, Wassermann, Jungfrau
- Fundorte
- Südafrika, Westaustralien, Indien
- Reinigung
- Sanfte Methoden - kein langer Wasserkontakt
- Aufladung
- Mit Bergkristall oder Tigerauge
- Element
- Luft
Silberauge im Überblick
Der australische Serpentinit “Silberauge” besteht aus abwechselnden Schichten in den Farben Graugrün bis Grünschwarz und silbrigen Lagen. Diese Serpentin-Varietät bringt als Schutzstein inneren Frieden und soll körperlich bei Menstruationsbeschwerden und Muskelkrämpfen helfen.
Serpentin-Silberauge mit grünen und silbrigen Lagen
Die Serpentin-Varietät “Silberauge” besteht aus geschichteten Lagen des grünen bis dunkelgrünen Edelserpentins “Antigorit” und des grüngelblichen Serpentins “Lizardit” sowie silbrig schillernden Schichten des Weißasbests “Chrysotil”. Deshalb zeigt dieser tertiär entstandene Schicht-Serpentin Merkmale des Trigonalen (Lizardit) und Rhombischen (Chrysotil) Kristallsystems.
Der reine Chrysotil
Aufgrund der Giftigkeit des Weißasbests, sollten auch die Rohsteine des Silberauges vorsichtig behandelt und fachgerecht aufbewahrt werden. Allerdings geht vor allem von Asbeststaub eine akute Gefahr aus, der niemals eingeatmet werden darf, weshalb man Minerale mit Chrysotil-Gehalt nur unter strengen Schutzmaßnahmen (z. B. Mund-Nasen-Schutz) be- und verarbeiten muss.
Reiner Weißasbest gilt als krebserregend, wenn sich feinste Fasern lösen und in die Lunge gelangen, deshalb ist die Verarbeitung von Asbest (z. B. Eternit-Platten und Dichtungen für das Baugewerbe, feuerfeste Materialien und Bekleidung) seit dem Jahre 2005 in der EU verboten.
Silberauge als Schmuck- und Heilstein
Nach dem Schleifen unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsvorschriften, kann man jedoch die Serpentin-Varietät “Silberauge” bedenkenlos als dekorativen Schmuckstein nutzen, denn die Fasern des Chrysotils können sich nach dem Schleif- und Polierprozess zwischen den anderen ungiftigen Serpentin-Lagen nicht mehr freisetzen.
Wer trotzdem Bedenken hat, sollte den Silberauge-Schmuckanhänger über der Kleidung tragen. Vor allem, wenn eine therapeutische Nutzung dieses Heilsteins beabsichtigt ist, wirken verunsichernde Gefühle immer kontraproduktiv, sodass auch hier nur ein temporäres Auflegen von Trommelsteinen auf betroffene Körperregionen sinnvoll ist.
Entspannender Schutzstein
Silberauge ist ein traditioneller Schutzstein, der die Fähigkeit fördert, sich abzugrenzen und sich mit innerer Ruhe äußeren Streitereien zu entziehen. Allerdings können auch Streithähne und Streithühner von der Anwesenheit eines Silberauges profitieren, denn die Serpentin-Varietät soll kompromissbereiter und friedfertiger machen, was die Arbeit im Team bereichernd unterstützt. Aber auch privat kann man sozial verträglichere Mitbewohner sehr schätzen.
Silberauge und das geeignete Chakra
Um eine entspannte, unverkrampfte Atmosphäre in sich selbst zu erleben, sollte man ein Silberauge als Trommelstein auf dem Sakral-, Nabel- oder Herz-Chakra tragen, je nachdem wo sich die Unruhe im Allgemeinen zuerst zeigt. Cholerische Schreihälse, die sich selbst als solche erkennen, können auch eine Position nahe dem Hals-Chakrawählen, um die regelmäßig, aufsteigende Wut verbal etwas abzubremsen, so dass ein winziger Spielraum entsteht, um die Worte für das Umfeld erträglicher zu gestalten.
Entkrampfender Heilstein
Körperlich soll ein Silberauge Anspannungen und Verkrampfungen entgegenwirken, sodass die Steinheilkunde diese Serpentin-Varietät hauptsächlich bei Herzrhythmusstörungen sowie Muskelkrämpfen und krampfartigen Menstruationsbeschwerden einsetzt. Außerdem soll ein Silberauge auf dem Unterbauch (Sakral-Chakra) sexuelle Blockaden lösen, damit ein erfülltes Sexualleben mit befriedigenden Orgasmen möglich wird. Um diese Wirkung zu erzielen, kann man einen flacheren Trommelstein über einen längeren Zeitraum mit einem Band um den Bauch direkt zweifingerbreit unter dem Nabel platzieren. Kombiniert mit beispielsweise einem Rubin oder Feueropal sollten sich auf alle Fälle ziemlich schnell erste Erfolge zeigen.
Wichtiger Hinweis!
Die Serpentin-Varietät “Silberauge” eignet sich nicht für die Herstellung von Heilstein-Wasser, da sie, wie schon mehrmals erwähnt, faserigen Weißasbest (Chrysolit) enthält. Auch wenn die Trommelsteine des Silberauges äußerlich keine Gefahr darstellen, sollte man eine innere Anwendung nicht in Erwägung ziehen.
Wie pflegt man das Serpentinit-Silberauge?
Wer sein Silberauge therapeutisch intensiv nutzt, sollte es regelmäßig unter fließendem Wasser reinigen. Nach Meditationen und emotional aufwühlenden Situationen, macht eine anschließende Reinigung des Heilsteins Sinn, damit negative Schwingungen sofort abgeführt werden. Im Allgemeinen genügt jedoch eine Dusche innerhalb von 8 bis 14 Tagen und eine nächtliche “Ruhephase” auf einem großen Bergkristall oder in einer Bergkristall-Gruppe, um die ursprünglichen Energien des Silberauges wieder zu erneuern.
Einige Quellen empfehlen auch das Aufladen in der Sonne, wobei man diese Methode überwachen sollte, damit der Heilstein durch zu extreme Hitze keinen Schaden nimmt. Außerdem sollte man das Chrysolit-haltige
Das Serpentingestein “Silberauge”
Serpentin ist allgemein gesteinsbildend und entsteht durch eine “Tertiäre Bildung” bei der Metamorphose von Gesteinen, die reich an Magnesium sind. Dazu gehören Orthopyroxene, allerdings kann sich Serpentin auch durch die Umwandlung von Olivinen bilden, die sich in Peridotiten befinden.
Serpentin-Bildung
Bei einer sogenannten “Serpentinisierung” entstehen in vorhandenen Gesteinen (Pyroxene, Olivine, Amphibole) Serpentin-Minerale in einem Temperaturbereich von 300 bis 500 °C und unter einem ganz bestimmten Druck. Da wässrige Lösungen mit unterschiedlich stofflicher Zusammensetzung immer an diesem Prozess beteiligt sind, können sich während der Kristallisation auch Schichten verschiedener Serpentin-Varietäten absetzen und herausbilden.
Silberauge mit schimmernden Streifen
Den Entstehungsbedingungen entsprechend ist dieser Serpentinit (Serpentingestein) ein “Serpentin-Mix” aus sich abwechselnden Lagen des blätterigen Antigorits (Grüntöne) oder Lizardits (Gelbgrün) sowie dünnen Schichten des faserigen Serpentins “Chrysotil”. Letzterer bringt durch seine helleren, feinen Linien ein attraktives, silbermetallenes Schimmern ins Spiel.
Merkmale des Silberauges
Blätterige Serpentin-Varietäten können aufgrund ihrer Struktur leichter zerbrechen, während der langfaserige Chrysotil jedoch eine erstaunliche Flexibilität beweist. Seine silbrig-hellen Fasern können in Form von längeren und kürzeren Streifen und breiteren, rissig erscheinenden Bändern, aber auch netzartigen Musterungen und Flecken auftreten, was diesen Schmuck- und Heilstein im geschliffenen und polierten Zustand besonders schön und einzigartig macht.
Transparenz, Mohshärte und Strichfarbe
Während reiner Antigorit als Edelserpentin eine durchscheinende bis durchsichtige Transparenz erreichen kann, ist Silberauge aufgrund seiner Zusammensetzung undurchsichtig. Beide optisch sehr unterschiedlich daherkommenden Varietäten erreichen allerdings nur eine ziemlich niedere Mohshärte von 2,5 bis 3, die jedoch durch einen Prozess der Verkieselung auf bis zu 4 steigen kann. Die Strichfarbe aller Serpentine ist weiß.
Dichte
Je nach der Verteilung der Chrysolit- und Antigorit-Anteile, variiert die lokale Dichte des Silberauges von 2,2 bis 2,8. Obwohl reiner Chrysotil eine Dichte von 2,2 bis maximal 2,4 besitzt, dominiert aber meistens der höhere Antigorit-Anteil mit einer Dichte von 2,4 bis 2,8. So liegt das Silberauge eigentlich immer über der 2,4-Marke.
Spaltbarkeit
Doch die größte Diskrepanz besteht in der Spaltbarkeit der verschiedenen Bestandteile des Silberauges. Sie variiert nämlich von einer vollkommen Spaltung des Blätterserpentins “Antigorit” bis zu gar keiner Spaltbarkeit des Faserserpentins “Chrysolit”, was das Silberauge als Schmuck- und Heilstein diesbezüglich zu einem eher “unberechenbaren” Gestein macht. Da die Bereiche ohne Chrysolit-Fasern bei einem “Absturz” auf einen harten Untergrund durch eine Spaltung zerbrechen können, sollte man Silberaugen mit wenig Chrysolit-Anteil ähnlich wie Edelserpentine sorgsamer behandeln. Doch meistens ist ein Silberauge von den schimmernden Linien und Schichten so durchzogen, dass die Gefahr einer schnellen Spaltung doch eher gering ist.
Silberauge-Vorkommen
Während die basischen Magnesium-Schichtsilikate “Antigorit” und “Lizardit” sowie der Weißasbest “Chrysolit” weltweit anzutreffen sind, ist das Silberauge eher eine “lokale Spezialität” aus Australien. Allgemein stammen die auf dem Markt erhältlichen Serpentine hauptsächlich aus Europa, wie beispielsweise Frankreich, Italien, Norwegen, Großbritannien oder Österreich. Aber auch Russland, China, Indien, Simbabwe und Neuseeland sowie Kanada und die USA haben besonders schöne Exemplare zu bieten.
Der Serpentinit “Silberauge” allerdings, der als Schmuck- und Heilstein im Handel erscheint, kommt aber überwiegend aus dem entfernten Australien. Dort existiert ein großes Vorkommen an besonders attraktiv geschichteten Serpentiniten, die oft zu Trommelsteinen verarbeitet werden. Deshalb ist die Serpentin-Varietät “Silberauge”, trotz lokaler Einschränkung, keine Mangelware und entsprechend günstig im Erwerb.
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