Faktenbox
- Mineralfamilie
- Septarie
- Mohshärte
- 2
- Farbe
- weiß, gelb, braun, schwarz, grau, mehrfarbig
- Chakra
- Nabel--Chakra, Sakral-Chakra
- Fundorte
- Russland, Brasilien, Sri Lanka
Septarie im Überblick
Dieser in Tonknollen verwachsene Calcit gehört als Septarie nicht zu den klassischen Heilsteinen. Septarien können in den Farben Grau-Schwarz und Weiß sowie Gelb- und verschiedenen Brauntönen vorkommen.
Sie sollen in schwierigen Lebenssituationen eine seelische Stärke unterstützen, die zwar ein standfestes Durchhaltevermögen fördert, aber stets auch zugänglich bleibt für Eingebungen und Hilfsangebote von außen.
Die dekorative Septarie
Septarien gibt es weltweit und je nach Fundort auch in sehr unterschiedlicher “Ausführung”. Meistens tritt als charakteristisches Füllmaterial “Calcit” auf, allerdings gibt es auch Septarien mit Pyrit-, Baryt-, Eisenspat- (Siderit) und Quarz-Füllungen.
Ästhetisches Objekt oder therapeutische Nutzung?
Im Allgemeinen sind Septarien unabhängig von ihren Bestandteilen einfach nur sehr attraktive Steine, die man je nach Größe im Kunsthandwerk zu dekorativen Tischplatten oder Objekten verarbeitet. Seltener findet man kleinere Exemplare als Schmucksteine in beispielsweise Broschen verarbeitet. Dabei poliert man die Querschnitte und Anschnitte entsprechend auf, die besonders schöne Musterungen und Farbkombinationen vorweisen, sodass die verschiedenen Erdfarben, Schwarz- sowie Grau- bis Weißfärbungen deutlicher hervortreten.
Die Septarie in der Lithotherapie
Für die Steinheilkunde muss die Zusammensetzung der jeweiligen Septarie jedoch genau bekannt sein, denn Calcit wirkt sich natürlich anders aus, als beispielsweise Pyrit oder Quarz. Da die Septarie kein traditioneller Heilstein ist und somit auch keine entsprechende Historie nachweisen kann, sind Heilstein-Erfahrungen erst aus neuerer Zeit. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Erkenntnisse der modernen Steinheilkunde wahrscheinlich aus der heutigen Sicht noch nicht gänzlich ausgeschöpft sind.
Septarie als Heilstein
In seinem Taschenbuch “Heilsteine - 555 Steine von A-Z” führt der Autor “Michael Gienger” eine Septarie auf, die aus Tongestein besteht, deren ehemalige Risse mit kristallisiertem Calcit aufgefüllt sind. Dieser Zusammensetzung gelten somit auch die angegebenen Heilstein-Indikatoren.
Calcit in Tonknollen
Hier spielt natürlich die therapeutische Qualitäten des Calcits (Calcium-Carbonat) eine wesentliche Rolle, weshalb man sie in ihrer isolierten Form ebenfalls zuerst einmal betrachten sollte.
Calcit als seelisch-geistiger Heilstein
Dieses häufig vorkommende Calcium-Carbonat kann laut Steinheilkunde die körperliche, seelische und geistige Entwicklung fördern. Dabei unterstützen Gelbtöne das Selbstvertrauen, eine hoffnungsvolle Zuversicht und optimistische Standhaftigkeit. Bläuliche bis gräuliche Weiß-Töne des Calcits verbessern das Denkvermögen, das Gedächtnis und machen das Handeln schneller und zielsicherer. Rotbraune bis erdbraune Farbtöne wiederum können eine offene, freundliche Zuwendung im Umgang mit anderen Menschen stärken und die Überwindung von lustloser Trägheit vorantreiben.
Körperliche Calcit-Wirkung
Calcit soll allgemein den Stoffwechsel und das Immunsystem anregen sowie das Wachstum bei Kindern fördern. Haut, Bindegewebe, Schleimhäute und Darm sollen ebenso gestärkt werden wie Zähne und Knochen, sodass Verletzungen (z. B. Knochenbrüche) schneller abheilen können. Außerdem profitiert angeblich auch das Herz von einem Calcit, denn der Herzrhythmus kann sich beim regelmäßigen Tragen auf dem Herz-Chakra wieder normalisieren.
Wie entsteht eine Septarie?
Laut Definition sind Septarien oft rundliche Konkretionen aus Kalk, die sich in kalkhaltigem Ton bilden konnten. Ähnlich wie feuchter, verformbarer Ton während er austrocknet spröde wird und dabei Trockenrisse ausbildet, weist auch das Innere einer Septarie häufig radial-strahlige **Schrumpfungsmuster **mit waben-, sternförmiger oder verästelter Prägung auf.
Diese Zeichen der Austrocknung kann man manchmal deutlich bei einem ausgetrockneten Flussbett oder an einem trockenen Seeufer (z. B. Salzseen) beobachten, wenn der Untergrund eine sehr lange Zeit keinen Wasserkontakt mehr hatte.
Entstehung von Konkretionen
In einer “Sekundären Bildung” entstehen zu allererst verfestigte Konkretionen während der Bildung von Tongesteinen. Durch die Zirkulation von Carbonat-Lösungen im Gestein verkitten sich, oft ausgehend von einem bestimmten “Keimpunkt” (Nucleus), einige Regionen im Gestein, die später eine wesentlich höhere Härte aufweisen, als das “Wirtgestein”. Dass sich diese verhärteten Bereiche inmitten des Sediments durch das schnelle Verdunsten des Wassers gebildet haben, beweisen die Schichtungen des umgebenen Gesteins, die ebenfalls durch die härteren Konkretionen verlaufen.
Bildung von “Septen”
Durch weiteren Wasserverlust und die darauffolgende Schrumpfung des Materials, entstehen schließlich im Innern der Konkretion Risse und längliche Trockenspalten, die ein individuelles Schrumpfungsmuster hinterlassen. Danach können in einem weiteren Schritt erneut eindringende Flüssigkeiten mit Carbonat-Gehalt diese verschieden dicken Risse und Spalten auffüllen, da sie meistens auch wie ein Kanalsystem miteinander verbunden sind.
Die Abscheidung von Mineralien in den Rissen und Spalten einer zerklüfteten Konkretion wird nach dem lateinischen Wort “septum” (“saptum”) für “Scheidewand”, entsprechend “Septen-Bildung” genannt. Während der Verfestigungsphase entsteht so im Tongestein eine rundliche Knolle, die eine erstaunliche Größe erreichen kann und mit verschieden breiten “Calcit-Adern” durchzogen ist.
Wenn erosive Kräfte wirken
Nach der Verwitterung der Sediment- und Tongesteine, die als Wirtgestein oft eine wesentlich geringere Härte besitzen, bleiben schließlich die kompakten Knollen mit ihrem festeren Gefüge zurück. Wenn man die Konkretionen aufbricht oder zersägt, kann das “Innenleben” zufällig entstandene, beeindruckende Muster offenbaren, die je nach Zusammensetzung entsprechende Farbkombinationen zeigen.
Der Begriff “Septarie” entstand im 18. Jahrhundert, nach dem lateinischen Wort “separare” für “trennen” und “absondern”, da sich ja tatsächlich die verbleibenden, knolligen Konkretionen durch einen eigenen Prozess der Verhärtung vom Wirtsgestein abgetrennt hatten.
Kristallsysteme und Erscheinungsformen
Je nach der Zusammensetzung einer Septarie, zeigen sich trigonale, rhombische, monokline und auch trikline Merkmale.
Hohlraumfüllungen und Tonminerale
Calcit kommt als Füllmaterial in Septarien am häufigsten vor. Er selbst stammt aus einer “Sekundären Bildung” und kristallisiert ebenso wie Quarz im “Trigonalen Kristallsystem”, während beispielsweise Pyrit kubische Kristalle bildet. Als Heilstein kommt zur Zeit jedoch hauptsächlich eine Septarie mit einer Hohlraumfüllung aus Calcit zum Einsatz.
Die Tonminerale einer Konkretion kristallisieren allerdings im Gegensatz zur “Calcit-Füllung” in den meisten Fällen im “Triklinen” oder “Monoklinen Kristallsystem”. Dabei ist die Farbe der Konkretion in der Regel hell- bis mittelgrau, während die kristallinen Strukturen des Calcits meistens in Gelbtönen auftreten.
Vielfältige “Innenleben”
Während der Kristallisation des Calcits in den Rissen und Spalten der Konkretion, bildet sich häufig zuerst eine bräunliche Schicht an den Wänden, die sich aus einem Gemenge der Tonminerale mit dem jeweiligen Calcit-Material zusammensetzt. Die dunklere Auskleidung der Hohlraumwände bietet dabei einen attraktiven Kontrast zum kristallinen Calcit, der meistens in verschiedenen Gelbtönen auftritt.
Septarie mit und ohne Hohlraum
Normalerweise sind die Kammern, Spalten und kleinen Risse völlig durch Calcit ausgefüllt, der hier zwar kristalline Strukturen besitzt, aber in dieser Form keine eindeutig ausgebildeten Kristalle zeigt. Ab und zu kann jedoch auch ein kleiner Hohlraum im Innern der Septarie verbleiben, sodass sich an den Wänden ein sogenannter “Kristallrasen” bildet. Dieser besteht in der Regel aus winzigen pyramidal gewachsenen Calcit-Kristallen, die etwas in den Hohlraum hineinragen.
Bestimmungsmerkmale einer Septarie
Eine Septarie setzt sich aus Tonmineralien (wasserhaltige, basische Aluminium-Silikate) aus der Mineralklasse der “Schichtsilikate” und aus dem Calcium-Carbonat “Calcit” zusammen, das entsprechend in die Mineralklasse der “Carbonate” gehört. Dabei fungiert der fein verteilte Anteil des Calcits zwischen den Tonmineralien außerdem auch als verkittender “Zement”, der für die höhere Härte der Konkretion verantwortlich ist.
Mohshärte und Dichte, Transparenz und Glanz
Während das umgebende Tongestein eine Härte von maximal 2 erreichen kann, ist die Mohshärte der Septarie mit 3 eindeutig witterungsbeständiger. Die Dichte der Konkretion liegt bei 2,6 bis 2,7 und die Transparenz ist “zwiespältig”, aber entscheidend für die Attraktivität einer Septarie. Natürlicherweise ist die Konkretion aus Tonmineralien an sich völlig undurchsichtig (opak), die Hohlraumfüllung aus Calcit jedoch zeigt eine durchscheinende Transparenz.
Dementsprechend fällt auch der Glanz aus. Die poröse Struktur der Konkretion ist matt und der Calcit-Anteil besitzt einen charakteristischen Glasglanz.
Spaltbarkeit und Strichfarbe
Zwei weitere wichtige Indikatoren für die Bestimmung eines Minerals oder Gesteins sind zum einen die Möglichkeit der Spaltung und die Farbe des abgeriebenen Strichs. Die Spaltbarkeit einer Septarie ist eindeutig nicht vorhanden und ihre Bruchstellen sind immer uneben.
Jedoch ihre Strichfarbe ist keineswegs deutlich, denn sie kann im Bereich der reinen Konkretion ein gelbliches bis bräunliches Grau oder klares Grau zeigen. Dazu kommt noch der weiße Strich des Calcit-Anteils, der die Möglichkeit der Strichfarben zusätzlich erweitert.
Verwechslungen und die Unterschiede
Nur in Form einer geschlossenen Knolle kann man eine Septarie mit beispielsweise Rhyolith, Flint oder Hornstein verwechseln, die ebenfalls als knolliges Gebilde auftreten. Hier kann die wesentlich höhere Mohshärte der Rhyolith-Knollen (5,5 bis 7) oder Hornstein- und Flint-Knollen (6,5 bis 7) ein klares Unterscheidungsmerkmal sein. Andere Konkretionen kann man allerdings unter Umständen erst durch das Öffnen der jeweiligen Knolle eindeutig identifizieren, denn Septarien sind im Inneren schon etwas ganz Besonderes. Deshalb gehören die dekorativen Knollen auch zu den beliebten Sammelobjekten in der Mineralienwelt.
Septarie als Heilstein
Vor allem Menschen, die dazu neigen Frustrationen, Ängste, Ärger und Trauer zu verdrängen, können von der therapeutischen Wirkung einer Septarie profitieren. Wer sich allzu sehr verschließt und emotional abkapselt, kann mit der Zeit auch körperliche Beschwerden entwickeln, denn diese psychosomatischen Zusammenhänge sind inzwischen auch medizinisch hinreichend bekannt.
Bewusstmachung von Verdrängungsmechanismen
Um aus einem Seelenzustand voller enttäuschter Verbitterung herauszufinden, die sich oft nach außen auch in sarkastischen Bemerkungen äußert, kann eine Septarie mit “Calcit-Inhalt” einen notwendigen Wandlungsprozess einläuten. Denn zuerst muss man selbst erkennen, dass man sich in seelischer Not befindet. Eine emotionale Abschottung signalisiert jedoch, dass man scheinbar alles im Griff hat, und somit ein Gefühl vermeintlicher Sicherheit entsteht.
Hoffnungsvolles Vertrauen schaffen
Doch wenn der Körper durch entsprechende Beschwerden etwas ganz anderes “sagt”, sollte man “hellhörig” werden und unbedingt “zuhören”. Dabei können beispielsweise krankhafte Gewebewucherungen wie Polypen oder Tumore, Darm- und Hauterkrankungen sowie immer wieder auftretende Entzündungen im Körper (z. B. Blase) Indikatoren sein, dass eine emotionale Blockade vorliegt.
Hier kann eine Septarie therapiebegleitend dabei helfen, standfest die Konfrontation mit dem herrschenden seelisch-geistigen Zustand zuzulassen und keine üblichen Ausweichmanöver zu starten. Danach kann man langsam wieder Hoffnung und Vertrauen ins Leben und die Menschen entwickeln, während die seelischen Verletzungen endlich heilen, selbst wenn man sie als Erfahrungsschatz niemals vergisst.
Septarie in der Lithotherapie
Für eine seelisch-geistige Wirkung sollte man eine größere Septarie regelmäßig meditativ betrachten, vor allem wenn man weiss, dass man selbst gerne unliebsame Emotionen verdrängt. Bei Beschwerden im Bauchraum (z. B. Darm) kann man eine Septarie als Scheibe direkt auf die Haut legen (Sakral- und Nabel-Chakra) oder auf die jeweils betroffene Körperregion.
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