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Heilstein · Chrysoberyll (Oxide)-Familie

Alexandrit

Ein grüner Chrysoberyll mit faszinierendem Farbwechsel von Grün zu Rot je nach Lichtsituation, der als Krisenbegleiter und Kreativitätsstein gilt.

grünrotviolettChrysoberyll (Oxide)Stirn-ChakraHerz-Chakra
Alexandrit - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Chrysoberyll (Oxide)
Mohshärte
8.5
Farbe
grün, rot, violett
Chakra
Stirn-Chakra, Herz-Chakra
Sternzeichen
Skorpion, Zwillinge
Fundorte
Russland, Brasilien, Sri Lanka
Reinigung
Einmal monatlich unter fließendem, kaltem Wasser abspülen
Aufladung
Über Nacht in Amethyst-Druse oder Bergkristall-Gruppe aufladen
Element
Feuer
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Alexandrit im Überblick

Alexandrit besitzt eine grüne Farbe, die bei Kunstlicht einen roten bis rot-violett-grauen Farbwechsel zeigt. Dieser Heilstein soll helfen, die innere Ruhe zu finden und die Wahrnehmung der Gefühle zu verbessern.

Alexandrit - ein Lieblingsedelstein des Zaren?

Da die Bedingungen für die Entstehung des Alexandrits in der Natur nicht alltäglich sind, gehört er zu den Raritäten unter den Edelsteinen. Als vergleichsweise kurz verwendeter Edelstein, mit einer Härte von 8,5 und einer durchsichtigen Transparenz, gibt es kein traditionelles Wissen über den Alexandrit zu berichten.

Erster Alexandrit-Fund und seine Namensgebung

Genau am Tag der Volljährigkeitserklärung (17. April 1833) des späteren, russischen Zaren Alexander II. (1818-1881) hat man den grünen Chrysoberyll angeblich erstmals entdeckt. Im Jahre 1842 erhielt der rare Edelstein schließlich zu Ehren des Zaren den Namen “Alexandrit”. Weitere Bezeichnungen sind bis heute nicht bekannt.

Ein grüner Chrysoberyll aus einer Smaragd-Mine

Der bis dato unbekannte grüne Edelstein aus einer Smaragd-Mine des russischen Urals, konnte ein Jahre später als Chrysoberyll identifiziert werden. Jedoch erst im Jahre 1842 erhielt der noch Namenlose von einem damaligen finnischen Bergwerkdirektor schließlich den Namen “Alexandrit”. Schnell fiel eine allgemein typische Eigenschaft des Chrysoberylls ins Auge, denn auch die neue Varietät konnte je nach Lichtqualität ihre Farbe wechseln. Smaragde zeigen hingegen keinen Farbwechsel bei veränderten Lichtverhältnissen. Die einprägsame Redewendung “Smaragd bei Tag - Rubin bei Nacht” umschreibt diesen charakteristischen Farbwechsel, der von Grün- zu Rottönen verläuft, ohne Mischfarben zu zeigen.

Der russische Lieblingsstein “Alexandrit”

Da die Fahne des Zarenreichs die Farben Grün und Rot enthielt, avancierte der neu entdeckte Edelstein schnell zum russischen „Nationalstein” dieser Zeit. Ob dieser grün-rot leuchtende Chrysoberyll ein besonders beliebter Edelstein des Zaren Alexander II. war, steht jedoch nicht mit Sicherheit fest, auch wenn manche Quellen dies behaupten.

Wie ist Alexandrit entstanden?

Nur während einer sogenannten „Metamorphose” (Umwandlung) im Kontaktbereich zweier Gesteine kann sich Alexandrit bilden. Dabei muss das eine Gestein die Mineralstoffe Aluminium und Beryllium liefern, damit sich ein Chrysoberyll bilden kann. Das andere Gestein, der gemeinsamen Kontaktzone, muss Chrom für die grüne Chrysoberyll-Varietät “Alexandrit” beisteuern. So kann Alexandrit nur tertiär in Glimmerschiefer entstehen, der zusätzlich Chrom enthält.

Tertiäre Bildung

Bei einer tertiären Entstehung wird das vorhandene Gestein nicht erneut eingeschmolzen, sondern ändert sein inneres Gefüge und den jeweiligen Mineralgehalt aufgrund von enormen Druck- und Hitzeverhältnissen. In einer Metamorphose bleibt nur unverändert, was Hitze und Druck standhält. Alles andere erfährt eine Umwandlung und bildet durch den Austausch der instabilen Stoffe ein neues Mineral.

Alexandrit-Vorkommen

Lange Zeit war der ursprüngliche Fundort aus dem Jahre 1833 in Russland (Ural) das weltweit bedeutendste Vorkommen der Welt. Inzwischen hat Brasilien diese Führungsrolle übernommen. Seit dem Jahre 1987 hat man auch dort ein reiches Vorkommen an Alexandrit entdeckt. Allerdings gibt es auch immer wieder kleinere Fundeber in Sri Lanka, Indien, Madagaskar, Tansania und Simbabwe, die lukrativ genug für einen gezielten Abbau sind.

Während man in Brasilien großflächig in Tagebau-Minen eine ähnliche Qualität an Alexandrit findet wie in Russland, bleiben klare Kristalle mit einem schönen Farbwechsel (Changieren) weltweit eine große Seltenheit. Der größte Kristall, den man beispielsweise in Sri Lanka gefunden hat, soll allerdings stolze 1876 Karat aufweisen.

Museale Naturschätze

Größere, geschliffene Exemplare des Alexandrits landen meistens in Museen, damit sie nicht in privaten Sammlungen verschwinden. So hat der schwerste Alexandrit der Sammlung des „Smithsonian Institutes” in Washington (USA) ein Gewicht von über 65 Karat. Aber auch das Londoner „British Museum” besitzt immerhin zwei Exemplare von über 27 und ganzen 43 Karat.

Geschliffener und durchsichtiger Alexandrit, der einen beeindruckenden Farbwechsel zeigt, gehört zur Oberliga der begehrtesten Edelsteine der Welt. Auf dem Markt erzielt er dementsprechend Spitzenpreise.

Alexandrit-Erkennungsmerkmale

Ein echter Alexandrit zeigt bei Tageslicht immer ein Grün bis Blaugrün, niemals ein Rot oder Violett. Das ändert sich jedoch bei Kerzenschein oder Kunstlicht. Je nach Lichteinfall verwandelt sich dieses Grün nun in einen rot-violetten oder violett-grauen Farbton.

Pleochroismus

Da ein Alexandrit Chrom und in kleinen Mengen auch Eisen und Titan enthält, kann sein Farbeindruck je nach Lichtquelle wechseln. Wie bei allen Kristallstrukturen mit einer optischen Achse, entstehen zwei verschiedene Hauptfarben, die sich je nach Lichtquelle abwechseln. Am Tag ist die rote, höhere Wellenlänge weniger vertreten, so kann das komplementäre, grüne Licht mit einer geringeren Wellenlänge dominieren. Im Kunstlicht herrscht ein höherer Rotanteil vor, der dementsprechend widergespiegelt wird. Dieses Licht-Phänomen nennt man Pleochroismus, bei dem das einfallende Licht selektiv reflektiert oder absorbiert wird. So kann jeweils ein völlig unterschiedlicher Farbeindruck entstehen, ohne dass sich dabei beim Übergang Mischfarben bilden.

Weitere Edelsteine mit Pleochroismus

Neben dem Chrysoberyll, zu dem der Alexandrit gehört, zeigen auch Saphire, Granate und Spinelle diese lichtbedingten Farbveränderungen.

Das “Rhombische Kristallsystem”

Alexandrit bildet entweder rhombische Einzelkristalle, die aus dickeren, tafelähnlichen Schichten bestehen, oder aber sogenannte “Durchdringungsdrillinge”. Die Kristalle dieser Drillinge schneiden sich stets in einem 60° Winkel und erwecken so den Anschein einer hexagonalen Symmetrie. Dies ist eine Besonderheit, denn üblicherweise entstehen Zwillingskristalle wie beispielsweise bei Bergkristallen. Sowohl einzelne Kristalle, als auch Drillinge, findet man immer in Glimmerschiefer verwachsen.

Alexandrit mit Edelstein-Merkmalen

Leider oder zum Glück kommen die oben beschriebenen Bedingungen für eine tertiäre Bildung des Alexandrits in der Natur nicht allzu oft vor, sodass dieser alle Voraussetzungen erfüllt, um zu den “echten Edelsteinen” zu zählen. So ist Alexandrit eine Rarität, besitzt eine durchsichtige Transparenz und die Edelstein-Mohshärte von 8,5. Außerdem zeigt der grüne Chrysoberyll allgemein Glasglanz und nach einer unvollkommenen Spaltung an den muscheligen Bruchstellen auch Fettglanz. Die Strichfarbe ist immer weiß.

Katzenaugen

Eine Rarität der Superklasse ist außerdem ein sogenanntes “Alexandrit-Katzenauge”, das man mit seinem charakteristischen Schimmer besonders hoch handelt. Aber grundsätzlich sind alle Exemplare des Alexandrits kostbar und deshalb eine kostspielige Angelegenheit. Ein schön geschliffenes Exemplar von etwa 6,7 Karat, kann beispielsweise um die 18.000 Euro kosten.

Alexandrit - Verwechslungen und Unterschiede

Als geschliffener Edelstein kann man Alexandrit leicht mit einer grünen Granat-Varietät oder Andalusit verwechseln, deren Grünton und Transparenz ähnlich ausfallen. Allerdings besitzen Granate eine Mohshärte von nur etwa 7 bis 7,5 und Andalusit von 6 bis 7,5, sodass beide Heilsteine gemmologisch zu den Schmucksteinen gehören. Eine Strichprobe bringt hier leider keine Klarheit, da alle drei Heilsteine eine weiße Strichfarbe zeigen.

Fälschungen und Imitationen

Für einen Laien ist ein gefälschter Edelstein nicht erkennbar, deshalb muss er sich auf einen seriösen Handel verlassen. Allerdings kann man inzwischen die meisten wertvollen Edelsteine kostengünstig täuschend echt nachmachen, sodass selbst Fachleute ohne eine mineralogisch-gemmologische Untersuchung ins Straucheln geraten. Synthetische Korunde (Saphir) und Spinelle, aber auch synthetisch hergestellte Alexandrite imitieren die echten Steine nämlich höchst perfekt. Zusätzlich sind auch noch Dubletten aus Granat und Glas auf dem Markt als „Alexandrite” im Umlauf.

Alexandrit als Heilstein

Seit einigen Jahren sind auch kostengünstigere Rohsteine des Alexandrits auf dem Markt erhältlich, sodass man sich auch mit einem kleineren Budget den Luxus-Heilstein leisten kann. Natürlich ist diese Qualität nicht mit den transparenten Schönheiten zu vergleichen, aber in der Steinheilkunde spielt die Optik nicht immer die Hauptrolle.

Der tertiär entstandene Edelstein ist hier nämlich ein ganz besonderer “Krisen-Stein”, der vor allem in vermeintlich aussichtslosen Situationen zum Einsatz kommt.

Intuitive Lösungsfindung

Alexandrit soll die Willensstärke vergrößern, sodass man nicht aufgibt, auch wenn alles noch so finster aussieht. Erfahrbar ist seine Wirkung in einer kreativen Ideenfindung, die sogar in Träumen in Aktion tritt. Während sich Lösungsmöglichkeiten für verfahrene Situationen langsam am Horizont abzeichnen, wächst parallel dazu die Risikobereitschaft, die neuen aufgezeigten Wege auch tatsächlich zu gehen. Da sich außerdem die Gefühlswahrnehmung durch Alexandrit erweitern kann, stehen intuitive Impulse bereit, wo die Logik keine Lösung mehr findet. So kann sich die “Innere Stimme” endlich wieder Gehör verschaffen und zu einem Wechsel des eigenen Blickwinkels anregen.

Regeneration und Selbstheilung

Die Steinheilkunde verwendet diesen Heilstein bei Entzündungen, zur Entgiftung und, um die Lebertätigkeit anzuregen. So kann sich die Selbstheilkraft verbessern und die Regenerationsfähigkeit des Körpers vergrößern. Bei wiederkehrenden, körperlichen Beschwerden, wie beispielsweise Entzündungen soll ein Auflegen auf die betroffenen Körperstellen und die Region der Leber Linderung bringen. Therapiebegleitend kommt Alexandrit bei Nervenleiden sowie Sinnesstörungen zum Einsatz.

Alexandrit für den Alltag

Wer einen kleinen Alexandrit-Rohstein besitzt, kann ihn während einer Meditation dazu nutzen, um seine mediale Willenskraft zu verbessern. Dabei sollte man ihn auf das “Stirn-Chakra” legen, das auch als “Drittes Auge” bekannt ist. Als kleiner Anhänger dauerhaft auf dem “Herz-Chakra” des Brustbereiches getragen, kann Alexandrit fantasievolle Träume und Gefühlswahrnehmungen bringen. So ist die Schwingung dieses Heilsteins nicht nur temporär während einer Meditation erlebbar.

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