Prasem - nicht nur für Hitzköpfe
Dieser grüne, derbe Quarz ist schon seit der Antike als "Prasius" bekannt. Bereits im Mittelalter war er ein beliebter Heilstein, der bei Augenleiden, Quetschungen und Fieberzuständen helfen sollte. Sein Name ist vom griechischen Wort "prasos" abgeleitet, das sich auf die grüne Farbe bezieht und übersetzt "Lauch" bedeutet.
Prasem und das Herz-Chakra
Um die beruhigende, versöhnliche Wirkung dieses Heilsteins zu erfahren, muss man ihn eine längere Zeit mit Hautkontakt auf dem Herz-Chakra tragen. Da leicht erhitzte Gemüter selten genug Geduld besitzen, um lange erläuternde Texte und Beschreibungen zu lesen, wird hier entsprechend die Heilstein-Wirkung des Prasems vorweg genommen. Mineralogische Fakten folgen somit erst später.
Sanftmut für die Seele
Über das Herz-Chakra kann man ein aufgewühltes Seelenleben am leichtesten besänftigen. Hier fließen nämlich die unbewussten instinktiven sowie intuitiven Impulse und Sinneswahrnehmungen aus den tieferliegenden Energiezentren (Wurzel-, Sakral- und Nabel-Chakra) mit den rationalen Ergebnissen der geistigen Verarbeitungszentren (Stirn- und Kronen-Chakra) im menschlichen Körper zusammen.
Wenn das Herz-Chakra ohne behindernde Blockaden seine Energie verströmen kann, drückt man normalerweise über das Kehl- bzw. Hals-Chakra freimütig aus, was das "Herz" zu sagen hat. Jedoch bei Blockaden und anderen Störungen innerhalb der körperlichen Energiezentren, kann es zu emotionalen Überreaktionen kommen, die sich unterschiedlich äußern können.
Pragmatische Prävention
Für die Außenwelt sind vor allem unkontrollierte Wutausbrüche besonders erschreckend, wenn sie sich aggressiv Gehör verschaffen. Allerdings sind innere "Gewalttaten", die meistens in einem depressiven Rückzug und in einer gesellschaftlichen Verweigerung enden, nicht weniger schädlich für die seelische und körperliche Gesundheit.
Der Heilstein "Prasem" hat aufgrund seiner Zusammensetzung eine ganz besonders sanfte Ausstrahlung auf unser Gemütsleben. Allerdings setzt diese besänftigende Wirkung erst langsam ein. Wer gerade in einer überbordenden Wutattacke steckt, ist bekanntlich kaum noch zu stoppen. Deshalb sollte man Prasem präventiv dauerhaft auf dem Herzen tragen, wenn man sich selbst unverblümt und aufrichtig als Wüterich oder Cholerikerin erkannt hat. Denn eine akute, emotionale Überreaktion kann nur allmählich abebben. Sinnvoller ist daher immer die Prävention.
Stoische Ausgeglichenheit
Während der Anwendung von Prasem können sich mit der Zeit einige hilfreiche Eigenschaften bemerkbar machen, die schon die Vertreter der antiken, philosophischen Lehre "Stoizismus" anstrebten. Dazu gehören eine innere Gelassenheit und ein besonnenes Handeln, die ein Leben ohne seelisches Leid in einer klaren geistigen Haltung als höchstes Glück anstreben. Dabei kann eine Lebensführung in zufriedener Einfachheit ohne zu hoch angesetzte Ansprüche extremen Gefühlsattacken entgegenwirken.
Die nachtragende Dauerlast
Nicht jeder Mensch ist ein Meister des Vergebens. Manchmal nehmen wir selbst kaum wahr, dass alte Verwundungen und die damit verbundenen Personen auch nach langer Zeit immer noch an unserem Seelenleben nagen. Doch wer nicht loslassen und vergeben kann, trägt eine schwere Belastung mit sich, die in der Gegenwart hinderlich und für die Zukunft leider auch ungünstig richtungsweisend sein kann. Dann wundert man sich, dass eine immer wiederkehrende Dauerschleife an ähnlich verletzenden Ereignissen auftritt und uns daran hindert freudvoll das Leben zu genießen.
In dieser Situation kann Prasem dabei helfen, Verletzungen distanzierter zu betrachten, um Schuldzuweisungen endlich zu überwinden. Auch wenn nicht alles, was manche Menschen tun oder sagen entschuldbar ist, so kann man für sich selbst eine Lehre daraus ziehen. Wenn das Fehlverhalten einer anderen Person nicht auf innere Minderwertigkeitsgefühle stößt, kann man den Affront ohne Reaktion an sich vorbeiziehen lassen. Prasem unterstützt diese selbstsichere Seelenruhe, die man braucht, um ganz bei sich selbst zu bleiben. Dann ist man in sich in Sicherheit, auch wenn das Außen tobt... und Gewitter ziehen wieder vorbei.
Die Anwendung von Prasem
Auch die moderne Steinheilkunde bestätigt mittelalterliche Wahrnehmungen und empfiehlt Prasem zur Schmerzlinderung bei lokalen Prellungen und Schwellungen. Dazu sollte man den Heilstein direkt auf die betroffenen Regionen legen. Bei fiebrigen Infektionen soll die kühlende Wirkung am besten ausfallen, wenn Prasem einige Zeit auf dem Nabel-Chakra ruht.
Prasem-Wasser
Die Einnahme von Trinkwasser, in dem Prasem mindestens 6 Stunden oder gleich über Nacht eingelegt wurde, soll bei Blasenbeschwerden, Sonnenbrand und Sonnenstich hilfreich sein. Ergänzend kann man bei Sonnenstich ein mit Prasem-Wasser getränktes Tuch auf der Stirn und einen Prasem-Heilstein auf dem Solarplexus platzieren. Allerdings ist in diesen Fällen auch ein Steinkreis eine Option.
Ein Prasem-Steinkreis
Wer in einem Steinkreis meditieren möchte, benötigt mindestens 8 Prasem-Exemplare. Gerade nach einem aufwühlenden Tag kann eine Meditation mit den entsprechenden Heilsteinen erhitzte Gemüter wieder beruhigen. Prasem eignet sich auch für eine vorbereitende Meditation am Morgen, wenn man schon im Voraus weiss, dass der Tag wahrscheinlich anstrengend werden kann. Ein Trommelstein-Anhänger, ganztägig auf dem Nabel- oder Herz-Chakra getragen, ergänzt diese präventive Maßnahme zusätzlich.