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Heilstein · Borat (Calcium-Borat)-Familie

Howlith

Dieser seltene weiße Borat mit charakteristischer Marmorierung soll innere Kontrolle stärken und eigenständiges Handeln fördern.

weißdunkle AdernBorat (Calcium-Borat)Nabel-ChakraHals-ChakraKronen-Chakra
Howlith - Heilstein, Nahaufnahme einer typischen Probe
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Faktenbox

Mineralfamilie
Borat (Calcium-Borat)
Mohshärte
3
Farbe
weiß, dunkle Adern
Chakra
Nabel-Chakra, Hals-Chakra, Kronen-Chakra
Sternzeichen
Waage
Fundorte
Kanada, USA (Kalifornien, Nevada), Mexiko
Reinigung
Nur eine Wasserdusche - kein längeres Wasserbad
Aufladung
Bergkristall-Gruppe oder Amethyst-Druse über Nacht
Element
Erde
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Howlith im Überblick

Das Borat “Howlith” hat immer die Farbe Weiß. Charakteristisch sind dunkle, verästelte Adern, die ein marmoriertes Aussehen hinterlassen. Howlith soll das eigene Handeln bewusster erlebbar machen, und dadurch die Kontrolle über das eigene Leben zurückbringen.

Der seltene Howlith

Wie bei so manchen Mineralen, herrschen auch hier scheinbar einige Unklarheiten. So sorgen der ehemals als Silikat eingestufte Howlith zusammen mit dem ebenfalls weißen Magnesit für Verwirrung. Einige auf dem Markt behandeln diese beiden Bezeichnungen als gleichbedeutende Synonyme, was jedoch nicht den Tatsachen entspricht.

Howlith mit kurzer Tradition

Erstmals beschrieben hat der US-Amerikaner und Mineraloge “James Dwight Dana” im Jahre 1868 ein bis dato unbekanntes, weißes Mineral mit willkürlich, dunkler Äderung. Er benannte den neuen Fund aus der Gemeinde “Windsor” in Kanada nach dem kanadischen Geologen und Mineralogen “Henry How” (1828-1879).

Howlith ist kein Magnesit!

Doch erst durch die Verwechslung und Gleichstellung mit dem Magnesium-Carbonat “Magnesit” machte der seltene, weiße Howlith im 20. Jahrhundert von sich Reden. Beide Minerale durchlaufen zwar eine “Sekundäre Bildung” in Sedimenten und zeigen eine weiße Strichfarbe… aber hier enden ihre Gemeinsamkeiten auch schon.

Das wesentlich seltenere, wasserfreie Calcium-Borat “Howlith” gelangt natürlich nicht als Magnesit-Imitation auf den Markt. Umgekehrt bietet der Handel allerdings den häufig vorkommende Magnesit gerne auch als teureren Howlith an. Aufklärung schadet wohl dem Geschäft und schließlich handelt es sich hier nicht um teure Edelsteine… und wo kein Kläger ist…

Wie ist Howlith entstanden?

Wenn borhaltige Flüssigkeiten in Gipssedimenten zirkulieren, verbinden sich die Bor- und Kieselsäuren mit dem Calcium aus den Sedimenten. Unter hydrothermalen Bedingungen entsteht dabei sekundär das neue Mineral “Howlith”, während die umgebenden Sedimente dabei verdrängt werden. Daher kann man Howlith nur in dichten Gipsschichten finden. Dort ist er oft auch in Paragenese (Vergesellschaftung verschiedener Mineralien am selben Bildungsort) mit beispielsweise den Boraten “Colemanit” und “Ulexit” zu finden.

Nur wenige Howlith-Vorkommen

Neben an seiner “Typlokalität Windsor” in Kanada, hat man Howlith inzwischen auch beispielsweise auf der Kap-Breton-Insel der kanadischen Provinz “Nova Scotia” gefunden. Von dort stammt seltener, großkristalliner Howlith, der in Paragenese mit dem Calcium-Sulfat “Anhydrit” vorkommt. Weitere Vorkommen liegen in Mexiko, Serbien, in der Türkei und in den US-Staaten Nevada und Kalifornien. Selbst in Deutschland (Thüringen, Niedersachsen) hat man den seltenen Howlith schon hie und da ans Tageslicht befördert.

Die Howlith-Merkmale

Mit einer Mohshärte von 3 bis 3,5 liegt Howlith unter der Härte von Magnesit (3,5 bis 4,5). Auch seine Dichte ist mit um die 2,5 geringer als die Magnesit-Dichte von um die 3. Während sich Magnesit vollkommen spalten lässt, besitzt Howlith keine Spaltbarkeit und zeigt nur einen unebenen Bruch. Die Transparenz des Howliths ist undurchsichtig bis durchscheinend und sein Glanz kann erdig matt sein oder aber auch Glasglanz zeigen.

Kristallsystem

Obwohl Howlith im “Monoklinen Kristallsystem” kristallisiert, bilden sich fast ausschließlich winzige Kristalle, die zusammen nur knollige, verfilzte Aggregate entstehen lassen. Aber auch diese farblosen, weißen oder cremefarbenen Aggregate sind nicht sehr riesig, sodass ein großer “Howlith-Donut” als Anhänger schon die Frage nach seiner Echtheit aufkommen lässt. In ganz seltenen Fällen soll Howlith auch tafelige Kristalle mit einem glasigen Glanz an den Flächen bilden.

Verwechslungen mit Howlith

Vor allem in der Steinheilkunde ist eine Verwechslung der unterschiedlichen Mineralien wahrhaft unerwünscht. Denn hier ist schließlich nicht nur das äußere Erscheinungsbild gefragt. Leider sind Alabaster (Gips), Kalk, Anhydrit und der oben schon erwähnte Magnesit einem Howlith ohne deutliche dunkle Marmorierung oft so ähnlich, dass nur eine gemmologische Untersuchung den Unterschied ausmachen kann.

Der Säuretest

Um die oben genannten Minerale zu unterscheiden, wendet man auch den aussagekräftigen Säuretest an. Leider ist dies natürlich keine zerstörungsfreie Methode, da sich die zerkleinerten Howlith-Stückchen in erwärmter 10 prozentiger Salzsäure in eine Gel-Substanz verwandeln. Magnesit bildet bei der gleichen Behandlung Bläschen aus Kohlendioxid und Anhydrit und Gips zeigen dabei gar keine Reaktion. Wenn das Mineral erhalten bleiben soll, muss man gemmologische Spezial-Geräte bemühen, um klare Unterschiede zu erkennen.

Manipulationen

Mit schöner Marmor-Zeichnung ist Howlith ein beliebter Schmuckstein, jedoch ohne Nachhilfe für den Gebrauch zu weich. Deshalb erhalten attraktive Exemplare zum Schutz und zur Stabilisierung einen Harz- oder Kunststoffüberzug. Die poröse Oberfläche des Howliths lässt sich außerdem hervorragend färben, sodass nicht nur verschiedene Weißtöne auf dem Markt erhältlich sind. Problematisch ist dies allerdings nur, wenn Howlith als wertvollerer Schmuckstein deklariert wird.

Magnesit als Howlith

Magnesit trägt im Handel, wie oben schon erwähnt, oft die Bezeichnung “Howlith”, da das Magnesium-Carbonat häufig vorkommt und deshalb auch billiger in der Beschaffung ist. Dann kann man unter der Deklaration “gefärbter Howlith” eigentlich Magnesit erwerben. Als Heilsteine sind diese farbigen Imitate jedoch ihr Geld nicht wert.

Howlith als Türkis

Allerdings erscheint Howlith selbst ebenso, in blau gefärbter Form, als verblüffend echt wirkendes Imitat für den wertvollen Türkis auf dem Markt. Ein seriöser Fachhandel macht diese Imitate und Fälschungen natürlich durch eine entsprechende Beschriftung deutlich oder bietet sie gar nicht erst an. Da schöne charakteristisch farbige Türkise jedoch eher selten vorkommen, das Interesse weltweit aber sehr groß ist, hilft die Schmuckindustrie gerne nach. Manipulierte und vorgetäuschte Edel- und Schmucksteine sind hier leider keine Seltenheit. Deshalb ist bei Exemplaren Vorsicht geboten, deren Türkisfärbung allzu kräftig und gleichmäßig ausfällt. Neben dem finanziellen Aspekt, der ein Mogel-Exemplar teuer anpreist, steht natürlich auch die fehlende Wirkung eines echten, naturbelassenen Heilsteins.

Howlith als Heilstein

Echter Howlith erscheint selten als Trommelstein im Handel. Da seine Aggregate nicht sehr groß sind, verarbeitet man sie meistens zu Cabochons für die Schmuckindustrie. Diese wiederum sind immer durch Schutzschichten “veredelt”, damit sie resistenter für den täglichen Gebrauch werden.

Sich selbst bewusst sein

Wer einen echten, unbehandelten Howlith ergattern kann, hat für sich eine kleine Hilfe gefunden, um sein Leben selbstständiger zu gestalten. Wenn man lernt, seine Handlungen bewusst selbst zu kontrollieren und nicht einfach nur immer wieder auf andere reagiert, kann sich mit der Zeit ein Gleichgewicht zwischen Geist und Seele einstellen. Dieses “Selbst-Bewusstsein” wiederum wirkt sich zweifellos auch positiv auf den Körper aus, der durch Gleichgewichtsstörungen eigentlich immer einen geistig-seelischen Missstand deutlich erlebbar macht. Denn wer nicht seinen eigenen Wegen folgt, verliert früher oder später die geistige Orientierung und sein seelisches Gleichgewicht. Stressende Übelkeit, Wut- und Schmerzzustände können sich während dieser Selbst-Bewusstseinsphase schließlich ebenfalls irgendwann verabschieden.

Howlith in der Anwendung

Wie so oft, ist auch hier ein Hautkontakt ratsam. Während einer Phase von Übelkeit, sowie Perioden von Schwindel oder Taumel spricht der Bereich um das Nabel-Chakra besonders gut auf Howlith an. Allgemein kann man diesen Heilstein aber auch nahe am Hals tragen. So können sich geistige und seelische Impulse gleichberechtigt zeigen und zu einer ganzheitlichen, wegweisenden Handlung führen.

Die Pflege des Howliths

Da Howlith zu den weicheren Heilsteinen gehört, sollte er zur Reinigung nur eine Wasserdusche erhalten und kein längeres Wasserbad. Eine Nacht in einer Amethyst-Druse oder auf einer Bergkristall-Gruppe kann den seltenen Heilstein nach einer längeren Anwendung wieder regenerieren.

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